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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau
Verfasst: So 13. Nov 2016, 22:28
von Inga
Hallo, Narea,
was gibt es denn da zu überlegen? Du gehst schon deinen Weg und wirst es genießen. Sicher auch zu Sylvester.
Liebe Grüße
Inga
Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau
Verfasst: Mo 14. Nov 2016, 08:31
von NAREA
Danke für Euren Zuspruch.
Vielleicht brauche ich noch Zeit um mit der Situation hier klarzukommen. Wir telefonieren viel mit unseren alten Nachbarn in Brandenburg, die neben uns gewohnt haben. Sie haben uns zu Weihnachten eingeladen. Sind beide an dem Abend allein zu Hause und würden sich freuen. Werner wird kochen. Er ist Hobbykoch. Eine Überraschung soll es auch noch geben. Gabi, seine Frau, hat das angekündigt, hat aber am Ende des Gespräches mit Doris, die Überraschung doch schon verraten.
Die beiden haben beschlossen, dass uns Werner aus Spaß und Freude in einem Kleid empfangen wird. Wir sollen das aber noch nicht wissen. Sie erzählte Doris, dass Werner auf die Idee gekommen ist und sie sofort ja gesagt habe. Da sie etwas strammer gebaut ist als Werner, war es wohl gar nicht so leicht etwas zu finden. Wir sollen uns mal überraschen lassen.
Bei seinen Kochkünsten trägt er auch immer ihre Kittel. Die hängen dann auch immer so an ihm herunter.
Doris machte den Vorschlag, dass sie ihm einen Kittel für die Küche schenken werde. Kurz noch die Größe ausgetauscht und schon musste Gabi Schluss machen, denn Werde kam ins Zimmer.
Wie der Besuch ausgefallen ist, werden wir Euch natürlich berichten. Ist ja nicht mehr so lange hin.
Die zweite gute Nachricht ist, dass wir Silvester vom Frauenclub unserer vorherigen Heimat eingeladen worden sind. Doris will nicht so richtig, weil wir wegen ihr das Dorf verlassen haben. Sie schämt sich.
Ja so ist es im Leben. Heute morgen kam sie ins Bad, stellte sich hinter mich und umfasste meinen Oberkörper und streichelte meine kleinen Brüste. Das tat mir gut. Sie fragte mich, ob ich glücklich bin. Ich drehte mich nur um und küsste sie. Kleine Tränen kullerten über ihr Gesicht.
Sie sagte, dass sie bemerkt habe, dass ich nicht glücklich wirke. Sie würde auch wieder hier wegziehen, wenn ich es wollte.
Ich beruhigte sie. Die Zeit wird es bringen. Es gibt ja hier auch nette Leute, man muss sich eben etwas anpassen. Das werden wir schon schaffen.
Dann half sie mir meinen BH anzulegen und fragte, was ich denn heute gerne anziehen möchte. Ich hatte keine konkrete Vorstellung. Du kannst dich doch schön machen. Mein Jeanskleid hast du lange nicht getragen. Dazu dicke Strumpfhosen und die Stiefel, die über die Knie gehen. Mein gefütterter Regenmantel ist schön winddicht, ein Wolltuch und dann fährst du an die Ostsee. Das werde ich machen.
Ich hoffe, ich erlebe da nichts Ungewöhnliches. Also dann auf bald. Narea
Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau
Verfasst: Mo 14. Nov 2016, 10:25
von Joe95
NAREA hat geschrieben:...Das traue ich mich nicht...Was soll ich dazu sagen?...
Ich weiß nicht ob es vllt vernünftig wäre zu sagen du sollst es nicht tun und darauf hinzuweisen dass du ja mit den Leuten im Dorf leben musst, aber zum einen glaube ich das nicht und zum anderen ist es dein Leben und wie willst du jemals leben können wenn du dich sogar selber unterdrückst?
Kehr die Sache um.
Zieh dir einen schönen Bh und dein Lieblingskleid an und nimm dir einmal Mut zusammen dich zu zeigen.
Danach müssen die Leute mit dir auskommen, du bist mit ihnen lange genug ausgekommen.
Ich denke du und Doris, ihr habt viel erlebt, hattet Höhen und Tiefen die euch doch eher zusammengeschweißt haben.
Ihr solltet euer Leben jetzt für euch und nach euren Bedürfnissen leben.
Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau
Verfasst: Mi 16. Nov 2016, 14:42
von NAREA
Na Jo95, vielen Dank für den sehr vernünftigen Ratschlag.
Man kann ja mit vielen reden und über Gott und die Welt diskutieren aber bis jetzt habe ich es nur als Mann gemacht. Ehrlich gesagt gehen mir Deine Zeilen nicht aus dem Kopf. Trotzdem habe ich Angst etwas kaputt zu machen, wenn ich als Frau auftauche. Ich glaube manche würden das nicht verstehen und einen Vortrag über meine Kleiderordnung würde ich mir nicht zutrauen.
Danke Narea
Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau
Verfasst: Mi 16. Nov 2016, 15:12
von ExUserIn-2026-04-08
Ich glaube manche würden das nicht verstehen und einen Vortrag über meine Kleiderordnung würde ich mir nicht zutrauen.
Ich würde das Thema "en femme im Ort" auch mit Deiner Frau durchsprechen, denn auch sie muss mit den Menschen im Dorf leben. Meine Partnerin hat z.B. darum gebeten, nicht en femme in ihrer Praxis aufzutauchen, denn sie befürchtet, für mich nachvollziehbar, Nachteile daraus.
Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau
Verfasst: Do 17. Nov 2016, 15:23
von NAREA
Hi Vicky, das haben wir schon alles durchgesprochen. Und wir haben beide gesagt, dass wir abwarten und wenn sich eine Gelegenheit ergibt, wird es mal probiert.
Doris findet es schade, dass wir hier nicht so leben können, wie früher. Dafür denken wir oft daran. Wir freuen uns jedenfalls schon auf Weihnachten und Silvester, da kann ich mich austoben.
Gruß Narea
Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau
Verfasst: Do 17. Nov 2016, 15:52
von NAREA
Mein Strandspaziergang war sehr entspannend. Den kalten Wind habe ich kaum gespürt in meiner warmen Hülle. Jeanskleid hätte es nicht sein brauchen aber die langen Stiefel (flache Sohle) und der winddichte Mantel machten alles erträglich. Ein warmes Kopftuch versteckte ich unter der Kapuze. Der Strand war nicht groß bevölkert. Ich schlenderte hin und her. An einem Dünenaufgang stand eine kleine Bude. "Coffee" stand dran. Durst hatte ich nicht aber was Warmes wäre nicht schlecht. Ich sah eine Person daneben auf einem Stuhl sitzen. Ja da gehe ich nachher hin, dachte ich so bei mir. Vorher wollte ich mich in der Nähe des Wasser noch auf einem Baumstamm setzen und aufs Meer schauen.
Ich war mit meinen Gedanken ganz weit weg. Schweden lag auf der anderen Seite, da war ich noch nie.
Plötzlich stieß mich jemand an und fragte, ob er sich setzen durfte. Ich nickte. War ja nicht mein Baumstamm. Eine Dame, älter wie ich (glaube ich), mit einer etwas rauchigen Stimme setzte sich neben mich. Sie hatte Hosen und einen warmen Mantel an. Ihre vielen Haare hatte sie unter einer Wollmütze versucht zu bändigen. Wir schauten ein paar Minuten gemeinsam auf die Ostsee.
"Entschuldigen sie, ich habe sie schon eine ganze Weile beobachtet. Ich muss sagen, sie machen das schon ganz gut. Nur ihre Schritte müssen noch kürzer werden."
Ich glaube ich bin rot wie eine Tomate geworden. Sie drehte ihren Kopf jetzt zu mir und sagte, dass sie sofort gesehen hat, dass ich ein Mann bin. Von meinem Schreck langsam erholend, stellte ich mich mit Willi vor. "Ich merke, dass sie noch nicht so sattelfest sind in der Konservation."
"Nein, leider nicht. Nur unter Freunden und Bekannten habe ich keine Hemmungen mehr."
"Das ging mir damals auch so."
Ich schaute sie an.
"Sind sie bzw. waren sie mal ein Mann?" Sie lächelte und sagte, dass es ja lange gedauert hat bis ich das erkannt hätte. Habe das wirklich nicht sofort gesehen. Die Stimme hätte mich drauf bringen können. Wenn sie Raucher ist, dann kann das schon mal etwas rauer sein.
"Wollen wir nicht einen Kaffee trinken gehen? Nicht da hinten, im Lokal, mir ist nämlich kalt. Habe sie schon bewundert, wie sie ohne Hose hier langspazieren."
Etwas verdutzt antwortete ich mit "ja". Kalt war mir nicht aber mich stur stellen wollte ich auch nicht.
Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau
Verfasst: Fr 18. Nov 2016, 08:26
von NAREA
Auf dem Weg vom Strand zur Promenade schoss es mir plötzlich durch den Kopf, dass ich nur das Wollkopftuch unter meiner Kapuze trug. Damit kann ich mich nicht ins Lokal setzen. Ich suchte krampfhaft nach einer Ausrede, um diesen Ort zu verlassen.
Ich machte schnell den Vorschlag doch einen Kaffee an der Bude am Strand zu trinken.
"Was ist los, hast DU Angst mit mir in ein Lokal zu gehen?"
"Nein, nicht wegen Ihnen. Ich habe nur ein dickes Kopftuch um, weil ich so was nicht geplant habe und auch nicht lange hier bleiben wollte." (sie war schon beim Du)
"Schade Willi, ich hätte große Lust mich mit dir zu unterhalten. Übrigens, ich heiße Maren. Ich bin hier in einer Pension für mehrere Wochen eingezogen. Wollen wir uns nicht mal wieder treffen?"
Klar, sagte ich, übermorgen würde mir passen und den Kaffee hier an der Bude gebe ich jetzt aus.
Man, war das eine Situation. Habe Doris am Abend alles haarklein erzählt. Sehr beeindruckt war sie nicht. Nur, dass ich dann wohl doch lieber eine Hose anziehen soll, um nicht so overdressed am Strand umher zu laufen. Ein Halstuch, das ich auch als Kopftuch nehmen kann, sollte ich mitnehmen. Was macht mir meine Doris für Vorschläge?
Sie sagte, dass es doch schön ist mal jemanden zu treffen. So vergesse ich für ein paar Stunden meine Einsamkeit am Tage.
Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau
Verfasst: So 20. Nov 2016, 08:40
von NAREA
Guten Morgen,
will Euch nicht länger auf die Folter spannen. Ich war noch nicht wieder an dem Strand.
Schönen Sonntag
Narea
Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau
Verfasst: Mo 21. Nov 2016, 13:26
von NAREA
Komme gerade von meinem Strandausflug zurück. Wetter ist gut gewesen. Windig ist es immer.
Habe mich schön warm angezogen. Strumpfhosen, lange Jeans, Rollkragenpulli und lange Stiefel. Für die Wiedererkennung habe ich wieder den Regenmantel von Doris angezogen. Diesmal aber kein Tuch sondern eine Damenwollmütze. Doris wünschte mir viel Glück.
Über 2 Stunden ging ich spazieren. Versuchte mich zu entspannen aber meine Augen suchten immer zu diese Frau.
Gegen Mittag ging ich zum "Coffee" Stand. Der Besitzer begrüßte mich schon von weiten. "Sie waren doch neulich schon mal hier." Ja, sagte ich, mir gefälltes hier so gut. "Das dachte ich mir schon, denn gesehen habe ich sie hier schon oft."
Ich erzählte ihm, dass ich mit meiner Frau hier in die Gegend gezogen bin und nicht mehr Arbeite. "Warum kommen sie denn immer alleine? Oder muss ihre Frau noch arbeiten." Ja, so ist es.
Was mir an dem Gespräch so gefiel, dass er mich als Mann sah. Außer dieser komischen Damenmütze sah ich aus wie ein Mann.
Der Mantel hatte einen Reißverschluss und einen Bindegürtel. Nichts Ungewöhnliches. Ein Kopftuch hätte ihn bestimmt stutzig werden lassen. Vielleicht auch nicht, wer weiß was für Typen er schon gesehen hat.
Wir quatschten noch eine Weile und dann fuhr ich los.
Das war mein Vormittag.
Gruß Narea
Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau
Verfasst: Fr 25. Nov 2016, 09:45
von NAREA
"Was willst du heute machen?" Mit diesen Worten verabschiedete sich Doris von mir. Ich sagte nur, dass ich es noch weiß. Beim Abräumen des Frühstückstisches beschloss ich doch wieder an den Strand zu fahren.
Es war nicht so kalt gestern aber am Wasser weht immer ein Wind. Da stand ich vor dem Kleiderschrank und meine Augen gingen hin und her. "Willi sei mutig," sagte ich zu mir. Also rein in dicke schwarze Strumpfhosen. Da war doch noch ein langes Strickkleid mit Rollkragen. Ich fand es und zog es an. Es reichte 2 Handbreit unter das Knie, so dass ich wieder meine knielangen Stiefel anziehen kann. Obenherum belebte es durch den BH und die Enge der Wolle meine Figur mit einem weiblichen Tatsch. Aus dem Wollmützensammelsurium im Fach von Doris suchte ich eine farblich passende Mütze. War nicht schwer. Sie muss einen Fetisch für Mützen haben. Frisch rasiert und mit etwas Ruge gefiel mir mein Gesicht. Da ich nicht die Hoffnung hatte diese Frau wieder zu treffen, Zog ich mir einen langen Daunenmantel an. So vor dem Spiegel gefiel ich mir. Doris hätte sicher noch was auszusetzen aber ich denke, dass ich das auch schon ganz gut hinbekommen habe. Sah mich als total konservativ gekleidete alte (Dame).
Ich zog den Mantel wieder aus und ging Zum Auto.
Nach einer halben Stunde, können auch 40 Minuten gewesen sein, war im am Strand. Es war noch früh, der "Coffee" Shop hatte noch nicht auf und ich war allein am langen Strand. Schön tief durchatmen damit die Lungenflügel wieder wissen, hier gibt es frische Meeresluft. Erholung pur vor der Haustür. Na fast Haustür.
Nach einer halben Stunde Strandwandern zog es mich zu einer am Strand, dicht an den Dünen, stehenden Parkbank. Ich habe mir den Kragen des Mantels etwas hochgeschlagen und schaute auf die Ostsee. Mir kamen dann so komische Gedanken. Was wäre, wenn es mir jetzt schlecht werden würde? Was denken die Leute, die finden würden?
Aber Angst hatte ich nicht. Ich tat ja nichts Verbotenes. Ich kann aber auch nicht mehr anders. Ich brauche diese weibliche Hülle. Sie macht mich glücklich. Das hat Doris sicher auch bemerkt und gefühlt. Sie hat einen glücklichen Mann. Ich wollte aufhören an all das zu denken. Es macht mich melancholisch. Eigentlich wollte ich frohen Mutes hier am Strand laufen, Leuten mit ihren Hunden zuschauen und die Ruhe genießen. Ich stand auf und wollte nach einem Kaffee wieder nach Haus fahren. Auf dem Rückweg zum CAFFEE Stand, sah ich schon von Weiten, dass da mehrere Leute standen.
Mache ich jetzt einen Bogen, um zu meinem Auto zu kommen? Dann war es zu spät, ich musste meine Gedanken abbrechen. Ein winkender Arm zeigte mir, jemand will mich sehen.
"Hallo, schön, dass wir uns wieder treffen. Hätte dich fast nicht erkannt. Sieht gut aus, was du da trägst. Aber deine Schritte verraten dich immer noch." Ich sagte Guten Tag und überspielte ihre Bemerkung. Es war die Dame von vor ein paar Tagen. Sie bestellte gleich zwei Kaffee. Wir setzten uns auf zwei gerade freigewordene Stühle. "Es ist doch herrlich hier." Ich stimmte dem zu. Was erzählt man sich so? Ich hätte gern mehr gewusst über sie. Aber sie fing an mich auszufragen.
"Seit wann ich das Bedürfnis habe Damenkleidung tragen zu wollen."
Ich erzählte ihr, dass ich das seit meiner Jugend mache. Es steckte aber kein Bedürfnis dahinter. Weil ich mit meiner Mutter alleine lebte, sollte ich für die Hilfe im Haus und Hof einfach ihre Kittel und Schürzen tragen. So reinen Arbeitsschutz. Das ging ein paar Jahre so. Mir machte es nichts aus. Manchmal, dann immer öfter behielt ich die Kittel auch abends nach der Küchenarbeit an, weil es mir so bequemer war.
Einmal fragte sie mich, ob ich nicht lieber statt des Kittels mal ein Kleid von ihr anziehen möchte. Ich war zwar ein Junge aber ich habe einfach ja gesagt. Sie kam mit einem knielangen Sommerkleid zurück und streifte es mir über und schloss den Reißverschluss auf dem Rücken. Ich hatte nur meine normale Unterwäsche drunter. Es fühlte sich ganz toll an. Ich saß den ganzen Abend in dem Kleid und meine Mutter merkte, dass es mir so gefällt. Ich machte noch Hausaugaben für die Schule und ging gegen 10 Uhr ins Bett. Mein Negativerlebnis war, dass ich nicht mehr aus dem Kleid kam. Also wieder runter ins Wohnzimmer und mich befreien lassen. Mein Mutter grinste nur und sagte, dass sie sich wohl was anderes einfallen lassen muss. Das wollte ich eigentlich nicht.
Bevor du fragst ob ich Freunde hatte und Mädchenbekanntschaften, dann sage gleich ja. Von dem, was zu Hause bei uns gemacht wurde, wusste niemand was.
Nun interessiert mich aber auch dein Anfang................................................fragte ich.
Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau
Verfasst: Di 29. Nov 2016, 16:19
von NAREA
Was Maren mir erzählte war sehr traurig und auch schwer verständlich für mich. Ich schreibe es einfach mal auf, denn sie hat keinen PC und auch keinen Fernsehapparat. (Außer im Pensionszimmer) Sie macht einen traurigen Eindruck auf mich. Vielleicht sucht sie deshalb die Ruhe hier im Winter am Strand. Und da laufe ich ihr über den Weg. Ein Mann, der nicht mal richtige weibliche Schritte machen kann.
Aus dem Gespräch mit ihr habe ich herausgehört, dass sie noch Mann ist. Hormone haben sie der Weiblichkeit näher gebracht.
Maren, den Namen hat sie sich selber gegeben, ist als Hans geboren. Nach zwei Mädchen wollte ihr Vater unbedingt einen Jungen haben. Hatte er auch bekommen. Nur entsprach der Junge nicht den Anforderungen, die ihr Vater sich vorstellte.
Kein richtiges Interesse an seinem Auto. Fußball war auch langweilig. Mit seinen Schwestern verstand er sich besser. Seine Mutter war auch nicht zufrieden mit seiner Entwicklung. Ständig gab es Streitereien über die kleinsten Lappalien. In der Schule war er auch keine Leuchte. Als die älteste Schwester wegen ihrer Lehrstelle aus dem Haus ging und weit weg im Internat wohnte, wollte die andere Schwester nicht die Aufgaben ihrer älteren Schwester übernehmen. Laufend stichelte sie bei ihrer Mutter, dass Hans auch mal helfen kann.
Ich merkte, dass Maren Tränen in den Augen hatte. "Du musst mir nicht alles erzählen." Sie holte ein Taschentuch heraus und wischte die Tränen weg. "Doch Willi, ich habe das noch niemanden erzählt und will es los werden. Ich habe meine Kindheit noch nicht bewältigt. Ach meiner Psychologin konnte ich das nicht berichten. Ich weiß nicht warum. Habe mich einfach geschämt damals. Das du mir jetzt zuhörst, das entspannt mich. Du hattest es da viel leichter." Es war indessen schon eine Stunde vergangen. Sie erzählte weiter.
"Ich übernahm also Arbeiten meiner großen Schwester. Natürlich machte ich mich auch schmutzig. Von meinem Vater bekam ich ein hinter die Ohren und meine Mutter schimpfte mit mir. Warum ich mir keine Schürze umbinden kann, so wie meine Schwester. Sie hätte schon genug Wäsche zu bewältigen."
Vater und Mutter waren berufstätig, das ging bei drei Kindern auch nicht anders.
"Meine Schwester grinste nur und sagte zu meiner Mutter, das ich doch die Mädchenkittel meiner großen Schwester auftragen kann. Ich protestierte lauthals. Ich war schließlich schon 11 Jahre alt. Das mache ich nicht. Mutter sagte nichts. Meine Schwester zeterte weiter rum, dann will sie auch keine Schürzen mehr tragen. Als am Abend unser Vater von der Schicht kam, erzählte Mutter ihm alles. Er kam zu mir und schaute mir tief in die Augen. Wenn ich nicht mache was Mutter sagt, dann gibt es mehr als nur eine Ohrfeige mein Lieber. Ich sagte schnell ja, denn den Hintern voll wollte ich wegen einer Schürze auch nicht haben. Zwei Tage später kam ich mit meiner Schwester aus der Schule. Wir sollten schon den Tisch decken und das Abendessen vorbereiten. Vater und Mutter kamen diesmal später.
Hier, das ziehst du jetzt an, sagte meine Schwester und reite mir eine bunte Kittelschürze. Ich fragte, ob sie nicht eine normale Schürze hätte. Nein, die ist besser für dich, kannst du nirgends mehr schmutzig werden. Widersprechen wollte ich nicht, dann hätte es bestimmt wieder Ärger gegeben."
Du Maren, es ist sehr interessant aber ich muss nach Hause. Schau mal auf die Uhr. "Du hast recht Willi, ich habe dich schon viel zu lange aufgehalten." Quatsch, mich interessiert es und ich will es auch zu Ende hören. Hast du ein Handy, dann verabreden wir uns einfach. Sie gab mir ihre Nummer. "Ich bleibe noch bis Silvester in der Pension. Vielen Dank, dass du mir zugehört hast. Dein Lebenslauf ist aber auch noch nicht zu Ende, oder?" Ich sagte nein, den erfährst du auch noch.
Dann fuhr ich wieder zurück. Es war ein schöner Tag. 4 Tassen Kaffee und ein ungewöhnlicher Lebenslauf eines Mannes, der als Frau lebt. Bin doch neugierig geworden.
Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau
Verfasst: Di 29. Nov 2016, 16:25
von ExuserIn-2019-12-20
Mich hast Du mit neugierig gemacht Narea

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau
Verfasst: Mi 30. Nov 2016, 10:43
von NAREA
Zwei Tage später haben wir uns wieder verabredet. Weil es so ein sche-ß Wetter war, Regen und Wind, sollte ich zu Maren in die Pension kommen. Doris hat mich ungläubig angesehen, weil ich bei dem Wetter raus wollte. Ich sagte, dass ihr Regenmantel noch nie nass war und ich das mal testen wolle. Ich solle mich aber nicht beschweren wenn ich eine Erkältung bekomme. Wieder ein Rat von ihr, dass ich lieber das warme Kopftuch nehmen soll stell der Wollmütze. Recht hatte sie.
Als ich bei Maren eintraf tropfte schon der Kaffee aus der Maschine.
"Dich hat ja deine Frau warm eingepackt."
Ja, das gehört sicher auch zu meinen Schwächen, dass ich mich mit dem Anziehen etwas schwer tue. Aber dafür habe ich ja sie. Wir tranken gemütlich unseren Kaffee und Maren fragte wie es bei mir weiter ging.
Das nochmal zu schreiben erspare ich mir. Ist alles nachzulesen am Anfang meiner Seite.
Übrigens habe ich mir Gedanken gemacht, ob ich Marens Leben hier so veröffentlichen darf. Fragen möchte ich sie nicht. Komme mir aber wie ein Vertrauensbrecher vor. Zum Anderen merke ich doch, dass es Euch interessiert. Ich gehe davon aus, dass sie es nie lesen wird.
Nach dem ich von mir berichtet habe, sollte Maren mir wieder von sich erzählen.
"Also, ich musste wehrend meiner Hilfe im Haus also immer die Kittel meiner großen Schwester anziehen. Die passten natürlich immer, denn sie war ja auch mal 11 Jahre alt. Wenn zufällig die Freundinnen meiner anderen Schwester zu Besuch kamen und ich nicht schnell genug in mein Zimmer kam, sahen sie mich natürlich. Das war mir sehr peinlich. Eine der Freundinnen sah mich gerade beim Geschirrspülen. Sagte nur, dass ihr großer Bruder wenn er hilft auch immer Mutters Kittel tragen muss. Dann ging sie mit meiner Schwester weg. Ich war allein. Jetzt hätte ich mich umziehen können. Ich behielt den Kittel den ganzen Nachmittag an. Als meine Mutter nach Hause kam, machte ich gerade Hausaufgaben. Ich sehe es noch wie damals vor mir. Sie kam zu mir an den Tisch und sagte, ich solle mal aufstehen. Ich tat es. Hans dein Kittel ist ganz schön schmutzig, ziehe ihn aus und bringe ihn zum Wäschekorb. Wenn du mir nachher helfen möchtest das Abendessen zu bereiten, dann gebe ich dir einen anderen Kittel. Dann ging sie wieder aus meinem Zimmer. So habe ich sie lange nicht erlebt. Sonst war sie sehr bestimmend und redete mehr im Befehlston mit mir.
Meine Schwester (4 Jahre älter) blieb dieses Wochenende bei ihrer Freundin.
Als ich in die Küche kam, um meiner Mutter zu helfen, stand sie am Herd und brutzelte was.
Sie sagte, dass Vater nicht kommt und ich für zwei decken soll. Als sie sich umdrehte, sah ich Tränen in ihren Augen.
Was ist los Mama? Erzähle ich dir gleich. Sie füllte die Teller mit Nudeln und Fleisch aus der Pfanne. Wenn ich möchte, dann könne ich de Kittel anziehen, der über der Stuhllehne hing.
Wenn sie ihn schon dort hingehängt hatte, dann machte ich das auch. Es war kein Kittel meiner Schwestern. Es war ein Kasack, den ich noch nie an ihr gesehen habe. Einfarbig, dunkelblau und aus dickem Nylon. Sie half mir beim zuknöpfen. Der passte ganz gut und hat mir gefallen, weil er nicht so schlimm bunt war. Nun sollte mir meine Mutter endlich erzählen, warum sie weinte."
Ich fühlte wie Maren beim Erzählen sehr traurig wurde.
"Sie sagte mir, dass sie sich von Vater trennen wird. Er hat sie mit einer anderen Frau betrogen. Wieder flossen Tränen. Ich nahm es erst mal hin. Versuchte sie zu trösten. Für mich war mein Vater nicht das, was ein Vater sein sollte. Er mochte mich nicht. Ständig kritisierte er mich, weil ich nicht seinem Jungenideal entsprach. Darum half er mir auch nie wenn ich Probleme mit dem Mädchenkittel hatte. Mutter soll das entscheiden.
Die Folgen der Trennung konnte ich mir damals noch nicht ausmalen. Meine Mutter sucht jetzt Halt bei ihren Kindern. Ich wurde älter, meine Schwester verließ auch das Haus und studierte und meine Mutter fing an Schichtarbeit zu machen, um mehr Geld zu verdienen.
Ich musste noch ein paar Jahre zur Schule gehen.
Eines abends kam sie in mein Zimmer und fragte mich, ob ich mit der Hausarbeit überfordert sei. Erst verstand ich die Frage nicht, dann sagte sie, dass sie sich um eine andere Wohnung bemühen könne, wenn es für mich zu viel Arbeit wird. Nein, sagte ich, ich schaffe das schon. Ich wolle nicht weg von hier. Sie lächelte mich an und sagte, dass dann alles so bliebe. Hoffentlich hatte ich ihr nicht zu viel versprochen.
Und bei dir Willi, wie ging es weiter?"
Scheinbar wollte sie mal eine Pause machen. So ausführlich, wie sie mir das schilderte, hat mich schon beeindruckt. Maren hatte ja recht, sie wollte auch erfahren wie ich zum Liebhaber der weiblichen Kleidung kam.
Ich erzählte, dass ich nie vor hatte ein Liebhaber zu werden. Es sei denn, eine Frau stehe vor mir. Sie stand dann auch vor mir. In einem der ungünstigsten und peinlichsten Momente, die sich ein Mann (damals Jüngling) vorstellen konnte. Ich als junger Mann in Mutters schmutzigen Arbeitskittel (von der Stallarbeit), Gummistiefel, die meine nackten Beine nur beim Laufen frei gaben (es war Sommer) und noch ein Kopftuch, welches ich vergas vom Kopf zu reißen als ich das Mädchen sah, das mich um Hilfe bat. Sie war zu Besuch bei ihrem Onkel, der neben uns wohnte. Sie wollte ihm helfen und half bei der Heuernte. Allein auf einer großen Wiese fuhr sie mit einem Traktor (Schlepper) und presste das trockene Heu zu Ballen. Dabei fuhr sie fast in einen Graben. Kam nicht mehr alleine raus. Unser Stall stand in der Nähe und sie ging los um Hilfe zu holen. Da stand ich. Ein hübsches junges Mädel und kein Loch, um zu versinken.
"Das kann ich mir richtig vorstellen."
Sie war sicher zu aufgeregt, um mich richtig zu betrachten. Mein Gesicht war ja männlich. Ich half ihr. Sie bedankte sich und arbeitete weiter. Mir ging sie nicht so richtig aus dem Kopf. Machte mir nur Gedanken, was sie wohl von mir gedacht haben muss.
"Das hätte ich auch gern gewusst." sagte Maren.
Kein Problem, sie ist heute meine Frau.
Maren lachte.
Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau
Verfasst: Mo 5. Dez 2016, 14:57
von NAREA
Weiter vom dem Treffen mit Maren.
"Ich habe 3 Jahre meiner Mutter geholfen. Nach der Schule bin ich auch mit Freunden und Freundinnen noch durch unseren Ort gezogen. Zu Hause habe ich immer gleich umgezogen. War so mein so mein Ritual. Rein in Mutters Kittel und Hausaufgabenbemacht. Das hat mich geprägt. Lief aber auch nicht reibungslos ab. Freunde oder Klassenkameraden kamen dann doch mal unverhofft und sahen mich in der Hauskleidung.
Aber alle kannte unsere Situation und dachten sich nichts dabei.
An den Wochenenden, wenn meine Schwestern nicht zu Besuch kamen und meine Mutter frei hatte, zeigte sie mir wie man die Wäsche wäscht und bügelt. Sie gab sich viel Mühe mit mir, denn als Junge fehlte mir das Gen für diese weiblichen Arbeiten. Aber irgendwann hatte ich es begriffen. Meine Hemden, von denen ich sehr wenig hatte und die Blusen meiner Mutter, von denen sie zu viele hatte, bekam ich gut hin, ohne sie zu heiß zu bügeln.
Und dann kam es. Ich konnte nichts dafür. Ich bügelte die Unterwäsche und Blusen meiner Mutter. Ich nahm einen BH aus dem Wäschekorb. Den sollte ich nicht bügeln. Ich schaute ihn nur an. Dann zog ich den Kittel und mein Unterhemd aus und legte mir den BH an, so wie ich es bei meiner Mutter gesehen habe. Etwas schlaf hing er vor meiner Brust. Aber die Enge rief ein ungewohntes Kribbeln in mir hervor."
Wieso weißt du das noch alles so genau Maren?
"Hast du das nicht gespürt?"
Kann ich dir nicht mehr sagen, ist schon zu lange her.
"Und warum trägst du heute noch immer einen?"
Weil es sich schön anfühlt.
"Siehst du, das spürst du sofort. Ich behielt ihn um, obwohl er etwas kniff. Zog nur noch den Kittel drüber und bügelte weiter. Bis ich eine Satinbluse in der Hand hatte. Ich wusste nicht ob ich die bügeln durfte. Tat ich dann nicht. Aber anziehen wollte ich sie mal. Also wieder Kittel aus und die Bluse angezogen. Willi, für mich ein Traum, dieser Stoff auf meiner Haut. Aber der Wäschestapel mahnte zur Eile.
Und dann passierte das, was mir nie passieren sollte. Meine Mutter stand in der Tür. Ich hatte die Musik wohl doch zu laut gemacht. Ich fühlte mich so glücklich. Das hat sie wohl gemerkt, weil ich noch mitsang und pfiff. Ich bekam einen riesen Schreck. Da stand sie auch schon neben mir und umarmte mich. Das verstand ich nicht. Sie hätte doch schimpfen müssen. Hans, sei nicht so erstaunt, steht dir doch gut.
Ich wurde rot, blass und bekam meine normale Gesichtsfarbe erst langsam wieder. Ich zog die Bluse trotzdem schnell wieder aus. Aber da kam das nächste Problem. Ich hatte noch den BH um. Mein Mutter sagte nichts, lächelte nur und streichelte meine Wange. Eine unerträgliche Situation für mich. Was wird sie mir sagen? An bestrafen glaubte ich nicht.
Sie sagte nur, dass sie den Rest nachher fertig bügeln wird. Hans, komm mal mit. Sie ging mit mir ins Schlafzimmer und holte aus ihrem untersten Wäschefach zwei Silikonbrüste. - Hans, ich war auch mal jung und wollte mehr zeigen als ich habe. Auch deine Schwestern hatte die Dinger schon benutzt. Aber dass du auch mal in den Genuss kommen wirst, das habe ich nicht geahnt. Sie steckte sie in meinen (ihren) BH. Ein neues Gefühl für mich. Noch schöner.
Dann sagte meine Mutter, wenn ich schon so mutig war ihre Unterwäsche anzuziehen, dann wird mich auch der Mut nicht verlassen, die Sache zu vollenden. Nur so mit einem gut gefüllten BH vor ihr zu stehen, das war es dann nicht. Ich sollte meine Jeans ausziehen und in ein Kleid steigen, das sie mir hin hielt. Da ich ja noch jugendlich war passte ich gut hinein. Sie schloss den Reißverschluss auf dem Rücken und schickte mich zum Siegel. Ich weiß nicht was sie erwartet hat, ich sah nur mich in einem Kleid (meine echten Gefühle konnte ich nicht ausdrücken).
Willi, ich glaube das war der Durchbruch. Ich kann dir nicht mehr beschreiben wie glücklich ich war. Alles was kommen sollte war mir egal."
Ich spürte wie erregt Maren war. Ich freute mich mit ihr. Mir sind diese Gefühle nicht unbekannt. Aber man redet nicht so gern über sie.
"Willi, alles was nun kam war nur noch ein Traum für mich. Eine Mutter will nur immer das Beste für ihre Kinder. Meine Mutter hat es geschafft mich zum glücklichsten Menschen der Welt zu machen. Auch wenn ich nicht mehr den Freundeskreis wie damals habe. Mein Glück ist mir wichtiger.
Und dass ich dich getroffen habe ist auch wieder so ein Glücksfall."
Das sehe ich auch so, Maren. Ich lebe meinen Zustand (es gibt schönere Worte dafür) sehr glücklich aus. Ich habe noch keine Beziehungen zu ähnlich lebenden Leuten aufgenommen. Das werde ich später sicher bereuen, denn Menschen, die anders leben wollen, sich anders kleiden, sind liebenswerter und verständnisvoller, wie der Rest der Welt.
Damit seid IHR gemeint, meine lieben Leser und Leserinnen.
Narea