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Re: Interessanter Beitrag gestern auf N3...
Verfasst: Do 18. Dez 2014, 21:03
von Lina
Stephanie hat geschrieben:'N Abend,
wenn dieser "interessante" Beitrag auf N3 (sorry, NDR) wirklich so grottenschlecht ist, warum wird der hier bis ins kleinste Detail zerschossen. Ist es da nicht sinnvoller dem NDR wiederzuspiegeln, was sie beim nächsten mal besser machen können? Die ...

So was Ähnliches ist mir auch eingefallen.
Oder auch: Wenn man jeden journalistischen Bericht, der nicht auf Wort genau so geschrieben ist, wie der Einzelne es gerne hätte, als Angriff oder schädliche Propaganda bewertet wird, wie sollen Journalisten dann überhaupt arbeiten. Vorschäge erbeten.
Re: Interessanter Beitrag gestern auf N3...
Verfasst: Do 18. Dez 2014, 21:26
von conny
Anne-Mette hat geschrieben:
Ich fühle mich nicht vertretungsberechtigt, dem NDR "unsere" Meinung mitzuteilen. Entweder wird die kontroverse Diskussion in der Öffentlichkeit wahrgenommen - oder nicht.
Gruß
Anne-Mette
hallo anne-mette,
eine diskussion hier im forum wird in der öffentlichkeit aber sicher nicht wahrgenommen und wo wird das thema noch kontrovers behandelt? wie man eine öffentliche diskussion erfolgreich anzetteln kann hat z.b. christian(e) seidel gezeigt.
die berechtigte kritik erreicht nicht die macher von fernseh- und zeitungsbeiträgen, wenn sie ihnen nicht mitgeteilt wird. wie schon hier geschrieben, versuchen die ihr bestes, mehr geht aus deren einsicht und erkenntnisstand aber offenbar nicht. ts ist eben kein "massenphänomen", dass den journalisten sehr oft begegnet und einen lernprozess in gang setzt.
sie verharren bei der (gefühlten?) notwendigkeit, der allgemeinheit mitzuteilen, dass es ts gibt und dabei können sie sich natürlich nicht in deren situation mit allen facetten hineinversetzen. sie sind daher auch nicht soweit, darüber zu berichten, dass deren situation verbesserungswürdig ist. es hat ihnen anscheinend noch keine(r) nahe gebracht.
die nder sendung hat sich ja eines konkreten falles bedient, auch das hat wohl nicht gereicht.
und nun? warten auf den nächsten beitrag in irgendeinem medium um dann wieder draufzuhauen, weil die so blöd sind?
lg
conny
Re: Interessanter Beitrag gestern auf N3...
Verfasst: Do 18. Dez 2014, 23:17
von conny
Rosi_ hat geschrieben:
Transgender-Zentrum: Abgesehen von diesem Begriff als solches klingt das irgendwie nach "Konzentrationslager".
Rosi
bist du dir wirklich im klaren darüber, was du geschrieben hast?
Re: Interessanter Beitrag gestern auf N3...
Verfasst: Do 18. Dez 2014, 23:25
von Anne-Mette
Moin,
ich kann mich noch gut an meine Kinderzeit erinnern. Es hatte nicht jede Familie ein Fernsehgerät. Meine Eltern haben sich auch erst recht spät dazu entschlossen, eines zu kaufen.
Als wir noch nicht bei uns gucken konnten, wurden wir manchmal von einer Nachbarin gerufen, wenn etwas "über uns" kam, das heißt in diesem Fall: über unsere Insel.
Wir waren begeistert und fanden das sensationell, fast egal, was kam
Später war das "Glücksgefühl" (sie berichten etwas über uns!!!) für mich groß, wenn mal ernsthaftere Sendungen über Trans- und Intersexualität liefen.
Inzwischen lege ich strengere Maßstäbe an
Leider sind die Abgrenzungsbestrebungen unter den verschiedenen Gruppen so groß, dass es für die GestalterInnen von Filmbeiträgen über Transsexualität sehr schwierig sein dürfte, seriöse Konzepte zu entwickeln und keine(n) zu verletzen oder zu übergehen.
Insofern scheint mir eine Auseinandersetzung im Nachhinein auch nicht mehr als besonders fruchtbar; wir sind mit unseren Empfindungen und Forderungen zu weit auseinander.
Während einige das TSG in seiner jetzigen Form ganz wunderbar finden, und für die eine "richtige Frau" (und ein richtiger Mann) sich die Richtigkeit nur durch "das ganze vorgesehene Programm" verdienen können, so gibt es andere (Lebens)Konzepte, die offener sind.
Gruß
Anne-Mette
Re: Interessanter Beitrag gestern auf N3...
Verfasst: Do 18. Dez 2014, 23:29
von Anne-Mette
Moin,
Rosi_ hat geschrieben:
...außerdem finde ich 1:1 Crosspostings, die mehr oder weniger fast buchstabengetreu in einem anderen Forum stehen nicht besonders kreativ
Gruß
Anne-Mette
Re: Interessanter Beitrag gestern auf N3...
Verfasst: Do 18. Dez 2014, 23:50
von conny
Anne-Mette hat geschrieben:
Leider sind die Abgrenzungsbestrebungen unter den verschiedenen Gruppen so groß, dass es für die GestalterInnen von Filmbeiträgen über Transsexualität sehr schwierig sein dürfte, seriöse Konzepte zu entwickeln und keine(n) zu verletzen oder zu übergehen.
Gruß
Anne-Mette
und was sagt uns das? was sollen die gestalreInnen machen, wenn sie diese aussage mitbekommen?
"ich verzichte auf einen bericht, dann kann ich auch nichts falsch machen!"
und alle freuen sich, lieber kein bericht als ein "schlechter".
Re: Interessanter Beitrag gestern auf N3...
Verfasst: Do 18. Dez 2014, 23:56
von Anne-Mette
Moin Conny,
ich bin da ein wenig ratlos nach dem Verfolgen der Diskussionen...
Aber mag sein, dass ich jedenfalls für mich wieder einen Faden finde.
Hier bläst ein ordentlicher Wind; vielleicht pustet der die Gedanken frei
Es wird langsam Zeit für eine Jahresbilanz; vielleicht kann die neue Impulse und (verborgene) Erkenntnisse liefern
Gruß
Anne-Mette
Re: Interessanter Beitrag gestern auf N3...
Verfasst: Fr 19. Dez 2014, 00:06
von conny
Rosi_ hat geschrieben:
@conny .... selbstverständlich habe ich diesen Vergleich bewusst gewählt.
gehts noch? du hast nicht im geringsten begriffen, was konzentrationslager sind und was dort geschehen ist. erschreckend für mich!
Re: Interessanter Beitrag gestern auf N3...
Verfasst: Fr 19. Dez 2014, 08:27
von Anne-Mette
Moin,
Wer da zwei, drei Schritte weiter denken kann, wir durchaus Parallelen feststellen können.
Zudem gehört es durchaus zur Diskussionsrhetorik, anhand überspitzter Beispiele Sachverhalte
deutlich zu machen.
Wer einfach mal (vermutlich) durch Copy&Paste hier so ein ein Posting reinsetzt ("reinrotzt"), muss sich nicht über andere Userinnen erheben, die schon durch viele Beiträge mit Substanz zum Forenleben und zur Weiterentwicklung verschiedener Gedankengänge beigetragen haben.
anhand überspitzter Beispiele Sachverhalte
deutlich zu machen
Dein überspitztes Beispiel ist unangebracht. Es ist nicht mehr als eine "virtuelle Trillerpfeife", die einfach nur nervt und überhaupt nichts mit dem ursprünglichen Thema zu tun hat. Hinzu kommt, dass sich durch Dein "überspitztes Beispiel" Menschen verletzt fühlen können.
Gruß
Anne-Mette
Re: Interessanter Beitrag gestern auf N3...
Verfasst: Fr 19. Dez 2014, 11:14
von conny
Anne-Mette hat geschrieben:
Dein überspitztes Beispiel ist unangebracht. Es ist nicht mehr als eine "virtuelle Trillerpfeife", die einfach nur nervt und überhaupt nichts mit dem ursprünglichen Thema zu tun hat. Hinzu kommt, dass sich durch Dein "überspitztes Beispiel" Menschen verletzt fühlen können.
Gruß
Anne-Mette
mehr noch, hier werden die opfer des naziregimes verhöhnt. wer diese vergleiche anstellt hat wirklich nichts kapiert, den fernsehbeitrag - trotz aller unzulänglichkeiten - auch nicht.
Re: Interessanter Beitrag gestern auf N3...
Verfasst: Fr 19. Dez 2014, 11:53
von Saskia.shewulf
Hallo ,
Ich bin da bei Vivian was das Zentrum angeht,wäre sicher nicht so aufreibend wenn es eine Zentrale anlaufstelle gibt so hätte
die/der eine oder andere nicht so eine Terminüberfrachtung je nachdem wie weit ein Weg führt oder wohin.
Ich zähls kurz auf Laser oder Nadelepillation, Endokrinologie, Therapie wer eine möchte,Urologie,HNO mit anschliessendem Stimmtraining
wer es möchte,Treffen mit Seelenverwandten Menschen,Selbsthilfe,vielleicht noch Schmink und Stylingtermine so schlecht wäre das ja nun auch nicht
Vielleicht noch Hilfe bei Formularen und Anträgen etc. die Liste ist sicher längst nicht vollständig.
J
emand sagte mir mal die Transition kommt einem Nebenberuf gleich jedenfalls vom Zeitaufwand,was ja auch zu finanziellen Einbußen führt.
Ich spreche aber bewußt nicht nur von Transfrauen und Männern auch wenn ich gerade das Beispiel von der Transition aufgeführt habe.
Es gibt doch genügend Überschneidungen innerhalb der gesamten Transcommunity:
Ich fahre zb. dafür gut und gerne 400 km im Monat abgesehen vom Stress das alles mit dem Beruf zu vereinbaren.Gut ich machs gerne!!!
Aber es belastet auch.
Liegt auch daran das wir auf dem Land wohnen in Großstädten ist das alles sicher etwas besser unter einen Hut zu bekommen.
Abgesehen davon sollten wir uns wirklich mehr auf unsere Gemeinsamkeiten besinnen anstadt uns immer wieder voneinander
abzugrenzen.
Es ist sicher auch ein Stück Kopfkino da gleich von Kozentrationslagern zu reden wenn über neue Modelle nachgedacht wird .
Unabhängig davon betrifft das doch wohl den ganzen Gesundheitsbereich und nicht nur die Transgender.
Dinge in Zentren zusammen zu führen.wenn es denn den Betroffenen hilft und nicht nur wieder ein Sparkurs auf dem Rücken der
Versicherten ist,da wäre das ja ok,oder?
Lg Saskia

Re: Interessanter Beitrag gestern auf N3...
Verfasst: Sa 20. Dez 2014, 00:25
von Marielle
Hallo Rosi,
für einen Satz reicht die Zeit schon noch.
Das ist ein ziemlich langer Beitrag, der trotz aller, für mich mehr oder weniger oder gar nicht nachvollziehbarer, Argumentationen, einen (den) wesentlichen, diskursbehindernden Aspekt der Wortwahl unberücksichtigt lässt, da nämlich kaum anzunehmen ist, dass diejenigen, die an der Implementierung einer zentralen Struktur interessiert sind, sich mit der Gegenposition auseinandersetzen, wenn diese ihr Vorhaben mit Konzentrationslagern assoziiert und damit der Agitation näher zu sein scheint, als der Diskussion.
Habt es gut
Marielle
Re: Interessanter Beitrag gestern auf N3...
Verfasst: Sa 20. Dez 2014, 13:42
von Anne-Mette
Moin,
immer, wenn so ein Zentrum "Pflicht" wird, dann ist es aufs Schärfste abzulehnen und es sollten sämtliche Kräfte gebündelt werden, um so etwas zu verhindern.
In Dänemark (deshalb sollten wir nicht Beifall klatschen wegen der ach so progressiven Regelungen für transsexuelle Menschen, weitere Infos über die Nachteile siehe hier:
http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... rk#p104992)
gibt es erhebliche Probleme mit dieser "Zentrums-Regelung", die grundlegende Menschenrechte verletzt.
Für mich kann es Zentren nur (wenn überhaupt) als "ergänzende Leistungen" geben; gegen alles Andere würde ich strikt ablehnen.
Weiter wäre für mich die Frage, wie Selbsthilfearbeit als Kontroll- und Beratungsbaustein zu integrieren wäre.
Gruß
Anne-Mette
Re: Interessanter Beitrag gestern auf N3...
Verfasst: Sa 20. Dez 2014, 17:44
von Anne-Mette
Moin,
schade - ich hätte mir gewünscht, dass gerade von einer erfahrenen Userin mal "konstruktive Gedanken" zum Thema kommen; aber stattdessen wird fast nur "gegrantelt" - fast egal, was gerade diskutiert und was gerade besprochen wird.
Ach ja, ist ein kleines Wort, aber bitte trotzdem mitlesen
wenn
Gruß und schönen 4. Advent
Anne-Mette
Re: Interessanter Beitrag gestern auf N3...
Verfasst: Sa 20. Dez 2014, 21:43
von Anke
Claudia hat geschrieben:Und die absolute Freiheit, jede/r kann absolut ohne jegliche Begleitung alles tun, was er/sie will, ist für mich der falsche Weg, der viele in Krisen stürzen kann.
LG Claudia
Hallo,
ich habe mich für meinen Weg für eine Begleitung durch eine Therapeutin entschieden. Im Grundsatz bekomme ich meinen Prozess selbst gut gemanagt, trotzdem ist mir die Begleitung und die damit verbundene Reflexion sehr wichtig.
Wichtig ist mir aber auch, dass ich diese Entscheidung selbst treffen kann. Ich möchte mich nicht bevormunden lassen. Ich bin eine erwachsene Frau, die ihr Leben selbst in der Hand hat und bereit ist, die Konsequenzen ihres Handelns und ihrer Entscheidungen zu tragen. Selbst dann, wenn es zu einer "Krise" führt.
Diesem Zentrum stehe ich auch mit sehr gemischten Gefühlen gegenüber. Es mag durchaus sein, dass vieles organisatorisch einfacher wird. Dem steht aber der Verlust an Selbstbestimmung gegenüber. Selbst wenn es hier in der Region ein derartiges Zentrum gäbe, ich würde es vermutlich nicht in Anspruch nehmen.
Liebe Grüße
Anke