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Re: Mythos Rock...

Verfasst: So 16. Nov 2014, 12:03
von Tatjana_59
Saari hat geschrieben:Ich habe keine Probleme. Bei mir ist nichts zu erkennen
In diesem Fall muss ich dir vollkommen zustimmen Saari.
Es ist alles ein Thema der Verpackung, bei mir sieht man auch im engen Rock keinerlei Beule.
Ich denke jede von uns weiß wie unser Anhängsel versteckt werden kann ohne aufzufallen.

Gruß Tatjana

Re: Mythos Rock...

Verfasst: So 16. Nov 2014, 13:14
von Nicoletta
steffiSH hat geschrieben:Zum Mythos Rock gehört meiner Meinung nach, dass es sich um ein Kleidungsstück handelt, dass ausschliesslich Frauen tragen dürfen. Und dementsprechend sind sie auch sehr weiblich gestylt. Dürften in unserer Gesellschaft auch Männer Röcke tragen, gäbe es wahrscheinlich auch mehr gröbere, schmucklosere Röcke und TVs wären nicht mehr so absolut darauf bedacht unbedingt einen Rock (oder Kleid) tragen zu müssen wenn sie in die Frauenrolle schlüpfen. Trägt man einen Rock, ist man schon einen Schritt in Richtung Weiblichkeit gegangen und das gilt für Frauen und Männer gleichermassen.
Diese groben Männerröcke gibt es doch! Und Kilts sind auch nicht gerade mit luftigen Sommerröcken vergleichbar. Ich fühle mich auch in einem Jeansrock nicht so weiblich wie in einem weit schwingenden Bahnenrock. Das ganze ist auf jeden Fall ein kulturelles Phänomen und hat mit unserer Sozialisierung zu tun. Ich habe seinerzeit die Zustimmung meiner Frau dazu, dass ich Röcke tragen darf, dadurch erlangt, dass ich sie daran erinnert habe, dass die Römer ihre Eroberungen im Rock gemacht haben und auch Jesus ein Kleid trug. Das ist natürlich nicht ganz korrekt, auch damals unterschieden sich weibliche und männliche Kleidungsstücke voneinander, wobei die Hose eine Erfindung von Steppenvölkern ist, denn zu Pferde ist man in einer Hose beweglicher als im Rock. Von Steppenvölkern kamen die Hosen zu den Persern, von den Hunnen zu den Germanen, von den Mongolen zu den Chinesen.

Schönen Sonntag,

Nicoletta

Re: Mythos Rock...

Verfasst: So 16. Nov 2014, 13:38
von Liliana
Hi,

Ich sehe das auch sowie Kerstin, der Rock steht für Weiblichkeit und gut kombiniert sieht ein Rock auch sehr elegant aus.
Dazu finde ich ihn selbst auch sehr bequem, es ist einfach ein tolles Kleidungsstück.

Liebe grüße
Liliana

Re: Mythos Rock...

Verfasst: So 16. Nov 2014, 14:35
von Olivia
Hallo Plisseedreher 70,

ja, die Frage nach dem "Mythos Rock" beschäftigt uns vermutlich alle - mich seit Jahrzehnten ohne eine genaue Antwort darauf zu finden. Sicher, der Rock ist Ausdruck von Weiblichkeit, und die nimmt eben auch Mann gerne für sich in Anspruch. Aber worauf ich auch keine Antwort habe, warum gibt es Männer, die davon so fasziniert sind und andere, denen das völlig egal ist. Ein Fazit ist allerdings sicher, dass zuviel nachgrübeln nicht weiter bringt. Für das eigene Wohlbefinden ist es da schon besser, sich vom Mythos Rock einfach weiter gefangen nehmen zu lassen. Und so halte ich es auch ohne genaue Antworten auf manche Fragen.

Liebe Grüße von Olivia

Re: Mythos Rock...

Verfasst: So 16. Nov 2014, 15:38
von Mira.
Hallo,

das Thema ist interessant. Also Saari, Du hast Recht, der kurze Rock war aus geschichtlicher Sicht, ein männliches Kleidungsstück. Genau wie der heutige Absatzschuh, der früher nur Männern vorbehalten war und je nach Absatzhöhe den gesellschaftlichen Rang darstellte. Übrings, die Hose kam erst ca. 1902 an die Frau :)
Für mich als CD ist ein schöner Rock absolut ein weibliches Attribut. Eine Frau im Rock ist (meist) immer toll anzuschauen (find ich) und bequem sind Röcke auch.
Sorry, aber da kommt die schönste Hose nicht mit.

L.G.
Jobi

Re: Mythos Rock...

Verfasst: So 16. Nov 2014, 16:32
von Nicoletta
Saari hat geschrieben:Hallo Nicoletta, Du schriebst in etwa, jedenfalls habe ich es so verstanden:. ... der Rock kam von den Hunnen zu den Germanen ... .
Die Schlacht am Lechfeld bei Augsburg war im Jahr 955, als Kaiser Otto der Große die Hunnen zurück schlug.
Wurde der Rock damals von den männlichen Bevölkerung übernommen? ---
Nicht für Ungut
Saari
Nein, auf jeden Fall früher. Die Goten unterstanden schon im 4. Jahrhundert den Hunnen. Römische Darstellungen auf Siegessäulen zeigen kriegsgefangene Germanen jedenfalls in Hosen. Ich bin mir bei der Datierung nicht so sicher, es könnte sogar früher gewesen sein, dann waren es vielleicht doch nicht Hunnen, denen die Germanen die Hose abguckten, sondern schon Sarmaten oder Skythen, die auch schon Hosen-Träger waren (auch Reiternomaden). Allerdings hast Du insofern Recht, als natürlich die Hose als allgemeines Bekleidungsstück nicht schon im 10. Jahrhundert sich bei Deutschen durchsetzte. Dem Lexikon des Mittelalters entnehme (habe ich erst jetzt nachgesehen), dass die Bezeichnung "Hose" zunächst nur Beinlinge bezeichnete (vgl. engl. hose 'Schlauch'), die dann zur "bruech" getragen wurden. Dabei ist "bruech" (aus lat. bracae, dort aus dem Keltischen) ein Bekleidungsstück für den Unterleib, das anfangs bis zu den Knien reichte (also eine Art Shorts) und in der Taille durch einen Gürtel gehalten wurde. Manchmal steckte man die Bruech in die Hose. Im 14. und 15. Jahrhundert wurden die Bruech immer kürzer und enger und wurden (Hotpants?) und nicht mehr am Gürtel, sondern direkt am Wams angenestelt worden. Die eigentliche Hose kam erst nach 1500 auf, die aus oberschenkellanger Hose und Strümpfen bestand, die unterhalb des Knie von Strumpfbändern gehalten wurden. Das war aber offensichtlich nicht bequem, denn -- so lese ich -- "um größere Bewegungsfreiheit zu erzielen" -- wurden dann die geschlitzt und das darunter liegende Unterfutter kontrastierend andersfarbig gestaltet (besonders auffallend bei Landsknechten).

Ich muss gestehen, dass ich das so genau nicht wusste, aber ist doch spannend. Da könnte sich mancher Modeschöpfer noch etwas abgucken, aber wenn die das tun, dann wahrscheinlich nur für die Damenwelt. Macht aber nichts, ich begnüge mich mit Röcken, die sicher (jedenfalls wenn weit geschnitten) mir hinreichend Bewegungsfreiheit geben.

Grüße in die Runde,

Nicoletta

Re: Mythos Rock...

Verfasst: So 16. Nov 2014, 20:59
von ReaGirl
anna-Lea hat geschrieben:
Jana hat geschrieben:Hallöchen zusammen,

Der Rock ist wohl das einfachste kleidungsstück überhaubt und gleichzeitig, sehr bequem, luftig.......
Dem stimme ich zu 100% zu.
Jana hat geschrieben:Die dinger sehen einfach nicht so gut aus mit einer Beule und ein ständer ist ehrlich gesagt sehr gut sichtbar. Das kann hier wohl jede bestätigen XD Männern wäre das wohl peinlich.

Gruß,
Jana
:((a
Das kann ich nicht so stehen lassen, Mann/Frau hat doch hoffentlich ein schönes Höschen :oops: drunter (smili) , und es gibt doch auch schöne weite Röcke, die ich so gerne anziehe und da sieht Frau keine Beule oder Ständer.

Liebe Grüße (flo)

Anna-Lea
Das meine ich aber auch. Wenn mans in engen Jeans mit dünnem Stoff nicht sieht, dann mit Rock erst recht nicht. Also das wär meine letzte Sorge ^^ Aber vielleicht meinte Jana auch den ottonormal mann, der sich eher keine gedanken drum macht wie er den pillermann versteckt, da er ja meist recht stolz *grusel* drauf is ^^

Re: Mythos Rock...

Verfasst: Mo 17. Nov 2014, 11:35
von marabella68
Hallo Zusammen,
der Rock steht in unserem Kulturkreis für WEIBLICHKEIT ! Der Rock ist in der Regel bequemer zu tragen als eine Hose, da die Beine nicht so eingehüllt sind wie bei einer Hose. Unterm Rock ist es einfach "luftiger ". Ausserdem ist meiner Meinung nur der Rock für eine schöne Präsentation der Beine geeignet.
Kurz: für mich sind Rock und Kleid, mit die erotischsten Kleidungsstücke die es gibt.
LG
Marabella

Re: Mythos Rock...

Verfasst: Mo 17. Nov 2014, 12:19
von Franka
Nicoletta hat geschrieben:
...Macht aber nichts, ich begnüge mich mit Röcken, die sicher (jedenfalls wenn weit geschnitten) mir hinreichend Bewegungsfreiheit geben.

Grüße in die Runde,

Nicoletta
Ich mag dann aber lieber enge Röcke die einen von ganz allein zu kleinen weiblichen Schritten zwingen und die Beweglichkeit schon etwas einschränken. Wenn sich dabei etwas abzeichnen sollte ist das eben so, wäre bei Radlerhosen oder enganliegender Laufbekleidung auch so. Ich bin allerdings auch nicht unbedingt darauf aus, als Frau wahrgenommen zu werden, wenn man mich nicht gleich auf den ersten Blick als Mann erkennt, sondern noch ein zweites mal schauen muss, reicht mir das völlig. :lol:

Re: Mythos Rock...

Verfasst: Mo 17. Nov 2014, 12:33
von conny
ich trage als conny ausschließlich röcke oder kleider, da man damit femininer und immer sommer luftiger gekleidet ist. es gab ja schon oft modeschöpfer, die männer im rock auf den laufsteg schickten, leider bisher ohne nachhaltige wirkung. die faszination der männer hält sich also anscheinend in grenzen und die meisten stört es auch wohl nicht, wenn die partnerin ausschließlich hosen trägt.

Re: Mythos Rock...

Verfasst: Mo 17. Nov 2014, 15:32
von *~Laura~*
Nicoletta hat geschrieben:Im 14. und 15. Jahrhundert wurden die Bruech immer kürzer und enger und wurden (Hotpants?) und nicht mehr am Gürtel, sondern direkt am Wams angenestelt worden. Die eigentliche Hose kam erst nach 1500 auf, die aus oberschenkellanger Hose und Strümpfen bestand, die unterhalb des Knie von Strumpfbändern gehalten wurden. Das war aber offensichtlich nicht bequem, denn -- so lese ich -- "um größere Bewegungsfreiheit zu erzielen" -- wurden dann die geschlitzt und das darunter liegende Unterfutter kontrastierend andersfarbig gestaltet (besonders auffallend bei Landsknechten).

Ich muss gestehen, dass ich das so genau nicht wusste, aber ist doch spannend. Da könnte sich mancher Modeschöpfer noch etwas abgucken, aber wenn die das tun, dann wahrscheinlich nur für die Damenwelt. Macht aber nichts, ich begnüge mich mit Röcken, die sicher (jedenfalls wenn weit geschnitten) mir hinreichend Bewegungsfreiheit geben.

Grüße in die Runde,

Nicoletta
Nee, keine Hotpants, eher Unterhosen ;-)... Aber die Mode kommt doch wieder, wenngleich auch nicht unbedingt im Mainstream, sondern eher in den dem Mittelalter angelehnten Modeschöpfungen...
Im übrigen kann man auch im Rock sehr gut reiten, allerdings wenn man dies nicht im Damensattel tun möchte, muß der dann schon relativ lang sein und ist somit ungeeignet zur Bewegung ohne Pferd. Oder man steht halt auf das extrem "freie Gefühl" (was dann allerdings sehr schnell unangenehm werden wird :-P ;-) )

LG,
*~Laura~*

Re: Mythos Rock...

Verfasst: Mo 17. Nov 2014, 17:08
von *~Laura~*
Saari hat geschrieben:Vor Jahren versuchte ich mich einmal im Rock auf ein Pferd zu steigen und anschließend mit einem Normalsattel zu reiten.
Das Ganze gelang mir nicht so recht. Der Rock rutschte bis aus Höhe von "Hot Pants" zurück.
Dafür gibt's ja dann eben Reitröcke oder den Damensattel ;-). Ansonsten passiert das von Dir beschriebene. Ich käme allerdings auch nie auf die Idee, in 'nem engeren Rock aufs Pferd zu wollen...

Re: Mythos Rock...

Verfasst: Mo 17. Nov 2014, 17:09
von Franka
Radfahren geht auch nicht viel besser im engen Rock :mrgreen:

Re: Mythos Rock...

Verfasst: Di 18. Nov 2014, 16:00
von Lina
*~Laura~* hat geschrieben:
Saari hat geschrieben:Vor Jahren versuchte ich mich einmal im Rock auf ein Pferd zu steigen und anschließend mit einem Normalsattel zu reiten.
Das Ganze gelang mir nicht so recht. Der Rock rutschte bis aus Höhe von "Hot Pants" zurück.
Dafür gibt's ja dann eben Reitröcke oder den Damensattel ;-). ...
Kannst du das? Die Dinger sind ja interessant, aber die Vorstellung, mit beiden Beinen auf einer seite zu sitzen, kommt mir doch etwas unsicher vor.

Re: Mythos Rock...

Verfasst: Di 18. Nov 2014, 16:12
von *~Laura~*
Lina hat geschrieben:
*~Laura~* hat geschrieben:
Saari hat geschrieben:Vor Jahren versuchte ich mich einmal im Rock auf ein Pferd zu steigen und anschließend mit einem Normalsattel zu reiten.
Das Ganze gelang mir nicht so recht. Der Rock rutschte bis aus Höhe von "Hot Pants" zurück.
Dafür gibt's ja dann eben Reitröcke oder den Damensattel ;-). ...
Kannst du das? Die Dinger sind ja interessant, aber die Vorstellung, mit beiden Beinen auf einer seite zu sitzen, kommt mir doch etwas unsicher vor.
Im Reitrock reiten? Sicher :-D...
Aber das hast Du sicher nicht gemeint ;-): Im Damensattel gibt's dafür ja extra die beiden Hörner, die Du sozusagen mit den beiden Beinen umklammerst und die Dir schon Halt bieten. Ohne wird es in der Tat ein etwas gewagter Balanceakt, den ich nicht mit jedem Pferd wagen würde, aber zumindest im Schritt und auch mal kurz im Trab geht es mit meiner,selbst mit 'nem normalen Dressur-Sattel ;-). Länger Traben oder Galoppieren würde ich so aber nicht wirklich wollen - mal ganz davon abgesehen, daß das im Galopp auch für das Pferd gewöhnungsbedürftig wäre, da dann eine andere Hilfengebung verstanden werden müsste.
Fragen beantwortet? ;-)
LG,
*~Laura~*