Re: Ein ganzer Kerl im Rock
Verfasst: Sa 8. Nov 2014, 18:48
Hallo,
als Ergänzung des Themas "Provokation durch auffallendes und von der Norm abweichendes Äußeres" möchte ich noch auf zwei Aspekte hinweisen.
1. Die von mir schon erwähnte Schizotypische Persönlichkeitsstörung (siehe Wikipedia). Wenn ein Mensch in seinem Äußeren stark mit seiner Umgebung kontrastiert, k a n n das unter Umständen an einer psychischen Störung liegen. Wir alle haben schon seltsame Typen gesehen, die sofort auffallen und bei denen man sofort merkt, dass mit ihnen was nicht stimmt. Das hat nichts mit Transsexualität zu tun. Zum Beispiel Personen, die ungepflegt und ungewaschen sind, die unmögliche, verschlissene und nicht zu einander passende Kleidungsstücke tragen (hierbei ist nicht in erster Linie an Clochards gedacht), die in einem unmöglichen Aufzug irgendwo erscheinen, wo man so nicht erscheinen darf und die, und jetzt kommt das Entscheidende, das entweder gar nicht wahrnehmen oder die es nicht stört, weil sie in einer Eigenwelt leben.
2. Der von Triona in ihrem Aufsatz schon erwähnte Karneval. Ich komme aus dem Rheinland und erinnere mich als Kind aus der Zeit um 1960 an den in einer volkskundlichen Untersuchung beschriebenen "anarchistischen" Karneval, der in wilden Verkleidungsorgien (ohne transsexuellen Hintergrund) mündete. Ich habe Bilder gesehen, wo gestandene Männer mehrere voluminöse Mieder, Korsetts und Büstenhalter ihrer Frauen oder Mütter/Schwiegermütter offen, also unbedeckt (und unausgefüllt), übereinander trugen und so in die Öffentlichkeit gingen. Alle lachten. Darüber regte sich niemand auf. Heute ist das schon lange nicht mehr üblich. Ich müsste mal schauen, ob ich die angesprochene volkskundliche Untersuchung dazu noch finde.
Lukretia
als Ergänzung des Themas "Provokation durch auffallendes und von der Norm abweichendes Äußeres" möchte ich noch auf zwei Aspekte hinweisen.
1. Die von mir schon erwähnte Schizotypische Persönlichkeitsstörung (siehe Wikipedia). Wenn ein Mensch in seinem Äußeren stark mit seiner Umgebung kontrastiert, k a n n das unter Umständen an einer psychischen Störung liegen. Wir alle haben schon seltsame Typen gesehen, die sofort auffallen und bei denen man sofort merkt, dass mit ihnen was nicht stimmt. Das hat nichts mit Transsexualität zu tun. Zum Beispiel Personen, die ungepflegt und ungewaschen sind, die unmögliche, verschlissene und nicht zu einander passende Kleidungsstücke tragen (hierbei ist nicht in erster Linie an Clochards gedacht), die in einem unmöglichen Aufzug irgendwo erscheinen, wo man so nicht erscheinen darf und die, und jetzt kommt das Entscheidende, das entweder gar nicht wahrnehmen oder die es nicht stört, weil sie in einer Eigenwelt leben.
2. Der von Triona in ihrem Aufsatz schon erwähnte Karneval. Ich komme aus dem Rheinland und erinnere mich als Kind aus der Zeit um 1960 an den in einer volkskundlichen Untersuchung beschriebenen "anarchistischen" Karneval, der in wilden Verkleidungsorgien (ohne transsexuellen Hintergrund) mündete. Ich habe Bilder gesehen, wo gestandene Männer mehrere voluminöse Mieder, Korsetts und Büstenhalter ihrer Frauen oder Mütter/Schwiegermütter offen, also unbedeckt (und unausgefüllt), übereinander trugen und so in die Öffentlichkeit gingen. Alle lachten. Darüber regte sich niemand auf. Heute ist das schon lange nicht mehr üblich. Ich müsste mal schauen, ob ich die angesprochene volkskundliche Untersuchung dazu noch finde.
Lukretia