Re: Kennt jemand diesen Zwang
Verfasst: Fr 28. Nov 2014, 13:04
Hallo Lina,
an dieser Stelle möchte ich auch noch auf eine PN eingehen, die ich erhalten habe. Zu sich ehrlich zu sein und den eigenen Weg zu gehen, ist ein Verlassen der Komfortzone, in der man sich vielleicht mehr oder weniger wähnt. Es ist nicht einfach und es ist auch nicht schnell zu haben. Auch ich muss noch viel an mir arbeiten.
Vieles was ich geschrieben habe, ist eine Leitlinie für mich. Wie will ich leben und was will ich nicht leben ? Wo sind meine persönlichen Grenzen ? T* hat für mich verschiedene Wandlungen durchlebt. Seit knapp 20 Jahren findet man Informationen im Internet. Erst da habe ich verstanden, dass es auch andere gibt, die damit zu tun haben. Vorher gab es nur seltene Berichte im Fernsehen. Seit dem versuche ich zu ergründen, was mit mir nicht stimmt. Das führte natürlich nicht zum gewünschten Erfolg, aber ich habe eine bessere Vorstellung gewonnen, was tatsächlich dahinter steht oder stehen könnte. Ich dachte mir, wenn ich meine natürlichen Bedürfnisse, die hinter T* stehen, begreife und als Mann lebe, kann ich mich vielleicht befreien. Das klappt sogar weitgehend. Der Wunsch zu dressen hat sich drastisch reduziert. Ich konnte monatelang wunderbar als Mann leben, wenn ich es im Alltag unperfekt zu sein. Ich musste mich nicht durchsetzen und ich konnte auch zugeben, dass ich verletzlich bin oder Dinge nicht konnte. Das führte ausnahmslos zu einer Verbesserung meiner sozialen Kontakte. Da das Leben als Mann mir keine grundsätzlichen Probleme bereitet, stellte sich die Frage, ob das die Lösung war ?
Sie ist es für mich tatsächlich weitgehend. Aber es gibt Situationen, in denen ich "rückfällig" werde. Ein Psychologe sagte einmal von TV, dass diese damit eine "Spannungsregulation" realisieren. Das Gefühl der Spannung und Erleichterung en femme kennt wahrscheinlich jede. So ist es auch bei mir. Ich habe beruflich einiges um die Ohren und muss privat auch einiges entscheiden, da meine Eltern ins Pflegeheim mussten. Entscheidungen für andere Menschen zu treffen (ich habe hierzu die Vollmachten) ist für mich eine ziemliche Belastung, zumal auch noch eine Demenz meiner Mutter hinzukommt. Da bedeutet T* für mich, wieder in ein psychisches Gleichgewicht zu kommen. Dazu muss ich nicht einmal en femme auf die Straße gehen.
Ich sehe T* nicht als Plage oder Belastung, sondern nutze es aktiv für mich, wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Es verliert den Charakter einer Obsession oder Sucht, sondern wird zu einem Mittel, dass ich bewusst und kontrolliert einsetzen kann. Ich brauche es auch nur alle paar Monate, was im Vergleich zu früher, da ich den Gedanken zeitweise nicht losgeworden bin, sehr viel weniger ist. Meine Partnerin weiß von meinem T* und ich brauche meine Sachen nicht zu verstecken. Ich kann meistens das machen, wonach mir ist.
Das ist mein persönliches Modell. Das klingt auch einfacher als es ist. Es gibt genügend Probleme weiterhin und die Gespräche mit meiner Partnerin sind auch nicht immer einfach. Sie sieht die Welt nämlich auf ihre Weise. Ich glaube auch nicht, dass es als Modell für andere taugt. Jede ist anders, die Situation in der sie lebt ist anders und auch die Menschen um sie herum ist anders. Deshalb gibt es in diesem Sinn nicht den Königsweg. Vielleicht ist für jemanden, die vor einer Entscheidung Partnerschaft/T* steht diese Aspekte hilfreich, um zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen. Aus meiner Sicht ist T* nicht das, wofür man es unter Druck hält. Vielleicht kann man mit der Partnerin auch eine Art "Stillhaltepakt" vereinbaren, in der man selber versucht, auf die eigenen Hintergründe zur T*-Motivation zu kommen. Wenn eine Partnerin auf die Entscheidung drängt "ich oder T*", ist das eher eine Situation, die geeignet ist, die Entscheidung für T* zu treffen. Stillhalten heißt hier: Sie drängt nicht auf die Entscheidung und er arbeitet an sich. Der Prozess könnte von einem Therapeuten begleitet werden. Ziel wäre es, Verständnis für sich (auch sie wird/muss sich verändern) und den anderen zu entwickeln. Aber eines dürfte klar sein: T* geht davon nicht weg, aber vielleicht findet man einen Weg, damit umzugehen. Ich bin überzeugt, wenn beide sich darauf einlassen, kann (nicht muss) sich die Beziehung zu viel mehr Tiefe entwickeln.
Nur meine Meinung ...
Vicky
an dieser Stelle möchte ich auch noch auf eine PN eingehen, die ich erhalten habe. Zu sich ehrlich zu sein und den eigenen Weg zu gehen, ist ein Verlassen der Komfortzone, in der man sich vielleicht mehr oder weniger wähnt. Es ist nicht einfach und es ist auch nicht schnell zu haben. Auch ich muss noch viel an mir arbeiten.
Vieles was ich geschrieben habe, ist eine Leitlinie für mich. Wie will ich leben und was will ich nicht leben ? Wo sind meine persönlichen Grenzen ? T* hat für mich verschiedene Wandlungen durchlebt. Seit knapp 20 Jahren findet man Informationen im Internet. Erst da habe ich verstanden, dass es auch andere gibt, die damit zu tun haben. Vorher gab es nur seltene Berichte im Fernsehen. Seit dem versuche ich zu ergründen, was mit mir nicht stimmt. Das führte natürlich nicht zum gewünschten Erfolg, aber ich habe eine bessere Vorstellung gewonnen, was tatsächlich dahinter steht oder stehen könnte. Ich dachte mir, wenn ich meine natürlichen Bedürfnisse, die hinter T* stehen, begreife und als Mann lebe, kann ich mich vielleicht befreien. Das klappt sogar weitgehend. Der Wunsch zu dressen hat sich drastisch reduziert. Ich konnte monatelang wunderbar als Mann leben, wenn ich es im Alltag unperfekt zu sein. Ich musste mich nicht durchsetzen und ich konnte auch zugeben, dass ich verletzlich bin oder Dinge nicht konnte. Das führte ausnahmslos zu einer Verbesserung meiner sozialen Kontakte. Da das Leben als Mann mir keine grundsätzlichen Probleme bereitet, stellte sich die Frage, ob das die Lösung war ?
Sie ist es für mich tatsächlich weitgehend. Aber es gibt Situationen, in denen ich "rückfällig" werde. Ein Psychologe sagte einmal von TV, dass diese damit eine "Spannungsregulation" realisieren. Das Gefühl der Spannung und Erleichterung en femme kennt wahrscheinlich jede. So ist es auch bei mir. Ich habe beruflich einiges um die Ohren und muss privat auch einiges entscheiden, da meine Eltern ins Pflegeheim mussten. Entscheidungen für andere Menschen zu treffen (ich habe hierzu die Vollmachten) ist für mich eine ziemliche Belastung, zumal auch noch eine Demenz meiner Mutter hinzukommt. Da bedeutet T* für mich, wieder in ein psychisches Gleichgewicht zu kommen. Dazu muss ich nicht einmal en femme auf die Straße gehen.
Ich sehe T* nicht als Plage oder Belastung, sondern nutze es aktiv für mich, wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Es verliert den Charakter einer Obsession oder Sucht, sondern wird zu einem Mittel, dass ich bewusst und kontrolliert einsetzen kann. Ich brauche es auch nur alle paar Monate, was im Vergleich zu früher, da ich den Gedanken zeitweise nicht losgeworden bin, sehr viel weniger ist. Meine Partnerin weiß von meinem T* und ich brauche meine Sachen nicht zu verstecken. Ich kann meistens das machen, wonach mir ist.
Das ist mein persönliches Modell. Das klingt auch einfacher als es ist. Es gibt genügend Probleme weiterhin und die Gespräche mit meiner Partnerin sind auch nicht immer einfach. Sie sieht die Welt nämlich auf ihre Weise. Ich glaube auch nicht, dass es als Modell für andere taugt. Jede ist anders, die Situation in der sie lebt ist anders und auch die Menschen um sie herum ist anders. Deshalb gibt es in diesem Sinn nicht den Königsweg. Vielleicht ist für jemanden, die vor einer Entscheidung Partnerschaft/T* steht diese Aspekte hilfreich, um zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen. Aus meiner Sicht ist T* nicht das, wofür man es unter Druck hält. Vielleicht kann man mit der Partnerin auch eine Art "Stillhaltepakt" vereinbaren, in der man selber versucht, auf die eigenen Hintergründe zur T*-Motivation zu kommen. Wenn eine Partnerin auf die Entscheidung drängt "ich oder T*", ist das eher eine Situation, die geeignet ist, die Entscheidung für T* zu treffen. Stillhalten heißt hier: Sie drängt nicht auf die Entscheidung und er arbeitet an sich. Der Prozess könnte von einem Therapeuten begleitet werden. Ziel wäre es, Verständnis für sich (auch sie wird/muss sich verändern) und den anderen zu entwickeln. Aber eines dürfte klar sein: T* geht davon nicht weg, aber vielleicht findet man einen Weg, damit umzugehen. Ich bin überzeugt, wenn beide sich darauf einlassen, kann (nicht muss) sich die Beziehung zu viel mehr Tiefe entwickeln.
Nur meine Meinung ...
Vicky