Kaye hat geschrieben: Sa 25. Okt 2014, 07:59
Wie relevant ist dieses Thema denn überhaupt? Wieviele Transgender haben überhaupt den Wunsch, in der Bundeswehr zu dienen?
Mag ja sein, dass ich total daneben liege, aber ich sehe "SoldatIn" nicht als Traumberuf für Transmenschen. Im Gegenteil.
Aus meiner Sicht geht diese Diskussion daher an der Realität weit vorbei, man sollte in bezug auf die BW seine Energie in die Lösung anderer Probleme stecken.
Ich ärger mich im Nachhinein, daß ich ausgemustert wurde.
Nicht daß ich es cool gefunden hätte, unter Männern zu "dienen".
Aber so Fitness und bißchen über Waffen bescheid wissen und mal so
in eine Kriegssituation hineinversetzt werden, ist doch garnicht mal so unpraktisch...
man sollte sich im Leben schon verteidigen lernen usw. ich empfinde "unseren" (Westeuropa allg.)
Zustand, ohne Waffen, ohne militärische Kenntnisse, etc. schon als einen Zustand verstärkter
Unmündigkeit, wir rufen die Bullen, wenn uns jemand auf der Straße beleidigt, während sich in Rojava
selbstorganisierte freie Frauen Gefechte mit der ISIS liefern und erfolgreich (z.T.) ihre Haut verteidigen,
was machen wir, wenn uns Nazis, Fundamentalisten oder sonstige *phobiker auf den Leib rücken?
Also, den Genderaspekt im Militär finde ich auch extrem gruselig, aber noch gruseliger finde ich, daß millionen
Frauen mit Schwänzen, TVs etc. sich von Hinz und Kunz terrorisieren und in eine vollends passive und hilflose Rolle
hineinstecken lassen, nur weil man ihnen einredet, daß Waffen und Stärke "unweiblich" sein ... sorry ... aber solche
Zuweisungen nimmt man frühestens an, wenn man sich in einer Machtposition befindet ... dann lieber wie Monika Donner
sich bei Travesta als Soldatent**i verspotten lassen und dafür aber mit Leidenschaft für "unsere" Zukunft kämpfen.
Außerdem ist gerade "unsere" (oftmals selbst verschuldete) Hilflosigkeit gerade das, was uns vor unseren Gegnern zu Witzobjekten
degradiert, auch wenn sie sicher neue Aspekte finden würden sonst ... jedenfalls hat die Fähigkeit, sich im Kampf behaupten zu können
noch keiner sozialen Minderheiten je geschadet (s. Black Panther, s. antike Sklavenaufstände, s. Rojava, s. Palästina, s. Travestiaufstände,
s. Boston Tea Party, s. Samurai, s. Mafia)