Moin,
ich möchte mal die "Waldschlösschen-Empfehlungen" als pdf-Dokument verlinken. Vielleicht ergeben sich daraus Anregungen für eine weitere Diskussion.
Zur Info: Im Waldschlösschen fand eine Tagung statt, deren Ergebnis nun als pdf-Dokument vorliegt. Allerdings wird noch darüber abgestimmt.
http://www.ws.trans-ident.com/nachricht ... hloesschen
Weitere Informationen auf der FB-Seite
https://www.facebook.com/groups/tsbasis ... 091306096/
Diese wird von Dorothea Zwölfer vernatwortet.
Die Trans-Aktiv Vernetzungsgruppe:
http://www.ws.trans-ident.com/
Ach ja, zum pdf-Dokument: http://www.crossdresser-forum.de/waldsc ... hen-ek.pdf
Inhalt als Text:
Waldschlösschen Erklärung
Göttingen, 24.08.2014
Wir, die Unterzeichnenden, fordern anlässlich des bundesweiten Netzwerktreffens
"Trans*Aktiv" in der Akademie Waldschlösschen vom 22.-24.08.2014 Folgendes:
1. Die breite Beteiligung von Menschen, die geschlechtliche Vielfalt leben, an der
interministeriellen Arbeitsgruppe unter der Federführung des Bundesministeriums für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) zur "Situation von Inter- und
Transsexuellen" und bei allen anderen
politischen (einschließlich gesundheitspolitischen) und
gesetzgebenden Gremien und Maßnahmen, die unsere Lebenssituationen betreffen.
2. Eine zeitnahe Reform des Transsexuellengesetzes bis hin zur Abschaffung, die mindestens
folgende Anforderungen erfüllt:
"¢ Vornamens und Personenstandsänderung ohne Gutachten und gerichtliche Entscheidung
basierend auf dem Selbstbestimmungsrecht der betreffenden Personen.
"¢ Ausbau des Diskriminierungsschutzes und des Schutzes der Privatsphäre der betreffenden
Personen.
3. Volle Durchsetzung der Menschenrechte auch für Personen, die geschlechtliche Vielfalt
leben, durch die Annahme der Yogyakarta Prinzipien als Leitlinien jedes rechtlichen,
politischen, gesundheitlichen und gesellschaftlichen Handelns.
4. Die Anerkennung und Wahrung der Menschenrechte von Asylsuchenden, die aufgrund
ihrer Geschlechtsidentität und/oder sexuellen Orientierung in ihren Herkunftsländern
Verfolgung oder Bedrohung erleben. Dies umfasst den vollen Zugang zu medizinischen
Maßnahmen, auch während das Asylverfahren läuft.
5. Den Ausbau des Antidiskriminierungsrechts und dessen Ausweitung auf alle
Lebensbereiche.
6. Die Sicherstellung und Verbesserung einer zugänglichen, umfassenden,
bedürfnisorientierten und präventiven Gesundheitsversorgung für alle, die sie für ihr
geschlechtliches Gesundheitsempfinden benötigen, auf Basis der informierten Einwilligung
("informed consent"). Alle benötigten Leistungen müssen im Leistungskatalog der
Kostenträger ohne zusätzliche Prüfung durch den medizinischen Dienst der
Krankenversicherungen (MDK) enthalten sein.
7. Das Hinwirken auf die Entpsychopathologisierung und Entstigmatisierung, z. B. durch eine
daraufhin ausgerichtete Arbeit in der Kommission der Arbeitsgemeinschaft der
Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) zur Überarbeitung der
medizinischen Leitlinien. Wir vertrauen den dort repräsentierten Vertreter_innen von
Organisationen, die sich für geschlechtliche Vielfalt einsetzen, und unterstützen ihre Arbeit.
8. Die Stärkung von Verbänden, Vereinen, Netzwerken, Selbsthilfegruppen und allen anderen
Organisationen, die sich für die Menschen einsetzen, die geschlechtliche Vielfalt leben, durch
finanzielle und strukturelle Unterstützung. Sie brauchen verlässliche und nachhaltige
Förderstrukturen für ihre Arbeit.
9. Den Einbezug von geschlechtlicher Vielfalt in die Satzung und proportionale Repräsentanz
ihrer Vertreter_innen in allen Gremien der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld
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Der Text wurde auch bei TRANSINTERQUEER verlinkt:
http://www.transinterqueer.org/aktuell/ ... gstreffen/
Bei den Unterzeichnernden fällt mir allerdings auf, dass ATME (bisher) nicht dabei ist.
Es wäre sicherlich interessant zu erfahren, wie ATME dazu steht...
Edit muss noch einmal zuschlagen

Hier das Statement von ATME:
http://atme-ev.de/index.php?option=com_ ... 1&Itemid=2
Gruß
Anne-Mette