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Re: Karneval en femme

Verfasst: So 2. Mär 2014, 23:19
von triona
Da würden manche Leute wahrscheinlich denken, du bist von der Jugendschutzaufsicht oder von der Lebensmittelkontrolle. :mrgreen:
Als Polizeierin vom Rauschmitteldezernat würdest zumindest schon mal nicht durchgehen.

Da bleibt dir wohl nicht viel anderes, als halt so zur Arbeit ins Büro zu gehen. Da fällst du dann wahrscheinlich am wenigsten dumm auf. :wink:


liebe grüße
triona

Re: Karneval en femme

Verfasst: Mo 3. Mär 2014, 09:40
von triona
Als Schottin?

Etwa so:



(ap)


liebe grüße
triona

Re: Karneval en femme

Verfasst: Mo 3. Mär 2014, 11:10
von triona
Na ja, die Mädels haben halt die mehr oder weniger standardisierte Tracht der Hochlandtänzerinnen an (Aboyne dress). Und weil sie das alles auf Spitze tanzen, kommen selbstverständlich nur Ballettschuhe in Frage. Die Haarknoten sind nötig, weil flatternde Haare wohl beim Tanz auch bisserl stören würden. Für den Karneval ist das allerdings weniger bedeutend. Aber du kannst den Tanz ja schon mal üben für nächstes Jahr. :wink:


Schau mal hier, wenn du magst:

http://en.wikipedia.org/wiki/Aboyne_dress
http://en.wikipedia.org/wiki/Scottish_highland_dance
http://www.highlandreel.com/page2.html

Bilder:
https://www.google.de/search?q=aboyne+d ... 07&bih=428

Auch wenn das ziemlich in die Breite und Tiefe geht, finde ich es doch interessant. (Trachtenforschung und Volkstanz zählen allerdings auch zu meinen besonderen Steckenpferden.)
Muß man ja nicht alles für ein einfaches Karnevalskostüm umsetzen. :wink:
Deinen Spaß hattest du ja auch so.
Kann aber auch nicht schaden, wenn man bisserl was davon weiß. Ihr hattet in Niedersachsen immerhin mal ein paar Jahre einen schottischen Ministerpräsidenten. :lol:


liebe grüße
triona

(Das ist übrigens die schottisch / irische Kurzform von Caitriona = Katharina. :wink:
Ausgesprochen wird es eigentlich "Triena, mit langem "I".)


Nachtrag:

Sind die nicht süß? (he)

Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: http://up.picr.de/17535414jl.jpg

(Quelle: http://www.highlandreel.com/page14.html)

Re: Karneval en femme

Verfasst: Mo 3. Mär 2014, 13:35
von Nora_7
Ich gehe seit Jahren nur im Damenkostüm zum Fasching - nicht als Frau verkleidet, sondern als verkleidete Frau: Rotkäppchen, Sexy Hexy, Rokoko-Burlesque, Audrey Hepburn (Breakfast at Tiffany's) usw. Meine Kostüme sind fast perfekt durchgestylt, meistens von einer Schneiderin umgearbeitet (wegen der Proportionen und Körpergröße) und mit allen Accessoires. Die Resonanz vor allem bei Frauen ist gewaltig, da ich viel mehr auf Details achte als sie. Und dann noch 10-12cm Heels....Damit stehe ich auch mehrfach im Jahr auf der Bühne. Auf der Titelseite der Lokalpresse war ich auch schon. Und beim Fastnachtsumzug auch aktiv dabei. Und ab Mi trete ich bei allen diesen Leuten wieder problemlos als Mann auf. Denn ich bin als Frau eine Kunstfigur, die als alter ego auftritt.

Inzwischen kennt mich hier jeder in wiederkehrenden Frauenrollen, und alle sind gespannt, was mir nächstes Jahr dazu einfällt. Auch ist mir aufgefallen, dass die Anzahl Männer in Frauenverkleidungen zunimmt.

Nora_7

Re: Karneval en femme

Verfasst: Mo 3. Mär 2014, 16:16
von triona
Den Hauptgrund für meine fast 20-jährige Karnevals- und Faschingabstinenz hätte ich übrigens beinahe vergessen zu erwähnen. Ich wollte nämlich einfach nicht in der Öffentlichkeit auftreten als Mann, der sich als Frau verkleidet hat. (Was bei den am Freitag anwesenden Faschingstransen auch mehr als deutlich zu sehen war.) Nachdem ich allerdings schon über 7 Jahre ständig als Frau lebe, wollte ich einfach mal sehen, ob ich auch als verkleidete Frau rüberkomme. Allen Kommentaren nach, die ich bekommen habe, und auch der Reaktion der meisten Leute nach, mit denen ich an diesem Abend nicht gesprochen habe, ist mir das auch gelungen. :D

Das selbe Problem stellte sich auch mit meiner Singstimme. Meine "alte" Lage war ein tiefer Bass. Den habe ich seit Jahren überhaupt nicht mehr verwendet. Nachdem das Singen in reinem Falsett (Countertenor / Kopfstimme) nicht so gut ankam, habe ich vorwiegend in einer gemischten Tonlage gesungen: ein höherer Bariton / etwas dunkler Tenor, im oberen Grenzbereich mittlerweile flüssig vermischt mit den unteren Bereichen des Falsetts. Klingt zwar noch nicht wirklich wie eine Frauensingstimme, aber ist noch ausbaufähig.

Neulich habe ich mal mit einer Freundin zusammen Gesangsübungen gemacht. Ihr Stimmumfang geht auch von höherem Bass / tieferem Bariton bis hohem Sopran. (Sie schafft sogar das "hohe C" - das was Fensterscheiben klirren läßt. Mir geht da dann schon 3 - 4 Tone tiefer die Stimme weg, während ich unten ein paar Töne mehr habe als sie. Aber wenn ich wieder ein ganzes Lied kräftig im Bass singen will wie früher, muß ich schon wieder eine Weile üben. Was nicht genutzt wird, bildet sich allmählich zurück.

Der Grund für diese Überlegungen und Übungen ist der selbe, wie beim Verkleiden:
Ich wollte mir erst mal eine durchgehende und eindeutige Bühnenpräsenz als Sängerin und Musikerin erarbeiten, eben als Frau auf der Bühne und nicht zu verwechseln mit Travestie, bevor ich wieder mit Experimenten mit dem Bass in ausgewählten Stücken anfange, wie z.B. Duette Mann / Frau, gesungen im Wechselgesang durch 1 Person. Dazu noch Kleidung, die halb Mann / halb Frau ist. Die Kleidung dabei geteilt entlang der Sagittalebene in linke und rechte Hälfte. Vortrag seitlich gestellt zum Publikum, mit Drehung auf dem Absatz um 180-° zwischen den Strophen des Mannes und der Frau, so daß für das Publikum jeweils immer die passend gekleidete Seite zu sehen ist.


liebe grüße
triona