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Re: Tolerante Vorbilder im Schulwesen

Verfasst: So 12. Jan 2014, 15:00
von Anne-Mette
Moin,

"Sexualkunde" gehört seit den 70er Jahren zum Unterrichtsprogramm.
Ich wählte mir auf dem Gymnasium das Thema "Psychologie der Sexualität" und wir hatten ein fortschrifttliches "Aufklärungsbuch", zu dem ich einen interessanten, alten Artikel gefunden habe: http://www.zeit.de/1971/05/entlassung-verlangt

Doch selbst in diesem sehr fortschrittlichen Buch (für die damalige Zeit) wurde Homosexualität mit nur ganz wenigen Worten erwähnt. Trans- und Intersexualität kamen nicht vor, so weit ich erinnern kann.

Eine Vielfalt in den Unterrichtsinhalten ist dringend notwendig. Das hat mit Umerziehung oder Gleichmacherei nichts zu tun.
Unterrichtsinhalte sind auch keine "Privatsache".

Gruß
Anne-Mette

Re: Tolerante Vorbilder im Schulwesen

Verfasst: So 12. Jan 2014, 15:11
von Kerstin
ab08 hat geschrieben:.... wenn gleichzeitig ein Schüler hintenrum gemobbt wird.
.......
Dazu könnte ich jetzt etwas sagen.....
Sollten wir uns wieder einmal sehen reden wir darüber.

Die Schule wird niemals in der Lage sein, das gut zumachen was die Eltern verbockt haben. Erziehung ist und bleibt vorrangig Aufgabe der Eltern und es nützt überhaupt nichts wenn in der Schule wärent des Sexullunterrichts darüber geschwätzt wird, das Schwul cool ist und später auf dem Pausenhof wird dann ein Schüler zusammen gestiefelt, weil er ein Shirt mit einem falschen Label trägt.


LG Kerstin

Re: Tolerante Vorbilder im Schulwesen

Verfasst: So 12. Jan 2014, 15:23
von Sabrina Verena
Kerstin hat geschrieben:
ab08 hat geschrieben:.... wenn gleichzeitig ein Schüler hintenrum gemobbt wird.
.......
Dazu könnte ich jetzt etwas sagen.....
Sollten wir uns wieder einmal sehen reden wir darüber.

Die Schule wird niemals in der Lage sein, das gut zumachen was die Eltern verbockt haben. Erziehung ist und bleibt vorrangig Aufgabe der Eltern und es nützt überhaupt nichts wenn in der Schule wärent des Sexullunterrichts darüber geschwätzt wird, das Schwul cool ist und später auf dem Pausenhof wird dann ein Schüler zusammen gestiefelt, weil er ein Shirt mit einem falschen Label trägt.


LG Kerstin
Hallo!
Stimmt Eltern sind die Erziehungsberechtigten, aber nicht alle sind erziehungsfähig.
Die Schule hat auch einen Erziehungsauftrag, und das ist gut so.
Mancher wäre unter dem schlechten Einfluss seiner Eltern nämlich heute Knastbewohner, wenn die Schule und das Jugendamt nicht eingegriffen hätten.
Und ein solches Verhalten, wie Du es als Beispiel genommen hast, resultiert doch wohl eher aus der privaten Erziehung der Eltern.
LG Verena

Re: Tolerante Vorbilder im Schulwesen

Verfasst: So 12. Jan 2014, 15:47
von Kerstin
Jetzt muß ich wohl doch einmal auf ein posting von dir eingehen.
Sabrina Verena hat geschrieben: Und ein solches Verhalten, wie Du es als Beispiel genommen hast, resultiert doch wohl eher aus der privaten Erziehung der Eltern.
LG Verena
Richtig - es resultiert aber auch aus dem Versagen der Lehrer. Denn Sie müßten zumindestens im Bereich der Schule solches unterbinden.
Wenn es bei solch einfachen und offentsichtlichen Themen schon nicht klappt - wie soll es dan bei Themen wie schwul oder Trans gehen?

Woher nehmt ihr nur den Optimismus das Lehrer bessere Menschen sind als alle anderen?.

Re: Tolerante Vorbilder im Schulwesen

Verfasst: So 12. Jan 2014, 15:54
von JaquelineL
Hallo Kerstin,
Kerstin hat geschrieben:Die Schule wird niemals in der Lage sein, das gut zumachen was die Eltern verbockt haben. Erziehung ist und bleibt vorrangig Aufgabe der Eltern
mit der gleichen Argumentation kann man den Biologieunterricht (unter Einfluss der persönlichen religiösen Ansichten der Eltern), Geisteswissenschaften, Fremdsprachen und im Endeffekt alles aus der Schule verabschieden.

Aufgabe der Schule ist auch meiner Meinung nach die Vermittlung von Wissen, nicht die Erziehung. Aber genauso wie die Kenntnis geschichtlicher und biologischer Ansätze und Erkenntnisse, gehört meiner Meinung nach die Vermittlung von Meinungsvielfalt dazu. Im Biologieunterricht kann es beispielsweise erwähnt werden, dass es auch "Kreationisten" gibt, die von einer anderen Erdgeschichte ausgehen, in den Religionsunterricht gehört für mich die Vermittlung von Wissen über alle wesentlichen Religionen dieser Welt (und die Erwähnung, zumindest beispielhaft, auch exotischer Varianten) und in den Biologie-/Sexualkundeunterricht die Nennung der Vielfalt sexueller Orientierung. Das Thema Gendervarianz darf für mich gerne dort erwähnt werden, wo auch andere soziologische Themen untergebracht werden, ebenso die Vermittlung von Grundwerten wie "Toleranz gegenüber Andersdenkenden" und einer Betrachtung, wo Grenzen der Toleranz erreicht werden.

Wenn in der Schule nur das thematisiert werden soll, was nicht über das den Eltern Bekannte hinausgeht, werden wir nie Bildung erreichen. :((a

Liebe Grüße
Jackie

Re: Tolerante Vorbilder im Schulwesen

Verfasst: So 12. Jan 2014, 16:12
von Marielle
Hallo zusammen,, Guten Tag Kerstin,
Woher nehmt ihr nur den Optimismus das Lehrer bessere Menschen sind als alle anderen?.
Das hat in diesem Thread bisher niemand behauptet. Lehrer sind sicherlich nicht 'besser' als andere, aber sie haben zweifellos eine besondere gesellschaftliche Aufgabe. Zu dieser Aufgabe gehört nach meinem Verständnis die Erziehung zu Toleranz und die Vermittlung von Informationen über ALLE Lebensbereiche. Wie sollte denn z.B. eine vernünftige Debatte über die Rechte und Pflichten von "Nicht-Heteros" geführt werden, wenn Schüler_innen nicht einigermassen über den Themenkomplex informiert sind? Dsikussionen, die frei von jedweder Sachkenntnis geführt werden, gibt es schon jetzt zu viele.

Eine Frage stellt sich mir noch: Was hat die fächerübergreifende Information zu LGBTQI-Themen mit "persönlicher Sexualität" zu tun?

Marielle

Re: Tolerante Vorbilder im Schulwesen

Verfasst: So 12. Jan 2014, 17:31
von Kerstin
JaquelineL hat geschrieben:H..... ebenso die Vermittlung von Grundwerten wie "Toleranz gegenüber Andersdenkenden" und einer Betrachtung, wo Grenzen der Toleranz erreicht werden.
....
Toller Satz....

Lies dir einmal die Äuserungen hier im Forum über jene nach die unser eins ablehnen. Das Wort "Unverständniss" umschreibt die Zustände noch sehr freundlich.
Etliche hier im Forum haben ja schon Probleme damit zu verstehen, das nicht alle Schwulle und Transen toll finden.

Fast euch erst einmal an die eigene Nase.
Marielle hat geschrieben:...., aber sie haben zweifellos eine besondere gesellschaftliche Aufgabe. .....
Gut ... dann frage ich eben anders rum.
Wieso glaubt Ihr bzw du das Lehrer dieser Aufgabe besser gewachsen sein sollen als die Mütter und Väter der Kinder die sie betreuen?
Eine Frage stellt sich mir noch: Was hat die fächerübergreifende Information zu LGBTQI-Themen mit "persönlicher Sexualität" zu tun?
Sexuallität an sich ist erst einmal privat Sache. Es ist zwar richtig, das ein bestimmtes Maß an Aufklärung in der Schule statt finden sollte.
Es ist aber unangemessen jede Spielart im einzelnen zu bequatschen.

Und sollange die Verfechter einer grenzenlosen Sexuallisierung selbst nicht eindeutig und verbindlich Aussagen zu diesem Thema treffen können, sollten sie schweigen.
LGBTQI
Es ist absolut sinnbefreit Unterrichten zu wollen und dann ständig mit neuen Abkürzungen und Bezeichnungen zu kommen.

Ein groß Teil hier im Forum hat ja schon Probleme sich selbst zu erklären was mit Ihnen los ist und dann wollt Ihr es anderen erklären?

Und wenn Ihr es als Betroffene schon nicht könnt - wer soll dann die Unterrichtsmaterialien erstellen? Jene die keine Ahnung davon haben? Oder Jene die euch ablehnen?.

Re: Tolerante Vorbilder im Schulwesen

Verfasst: So 12. Jan 2014, 17:55
von Sabrina Verena
Kerstin hat geschrieben:
JaquelineL hat geschrieben:H..... ebenso die Vermittlung von Grundwerten wie "Toleranz gegenüber Andersdenkenden" und einer Betrachtung, wo Grenzen der Toleranz erreicht werden.
....
Toller Satz....

Lies dir einmal die Äuserungen hier im Forum über jene nach die unser eins ablehnen. Das Wort "Unverständniss" umschreibt die Zustände noch sehr freundlich.
Etliche hier im Forum haben ja schon Probleme damit zu verstehen, das nicht alle Schwulle und Transen toll finden.

Fast euch erst einmal an die eigene Nase.
Marielle hat geschrieben:...., aber sie haben zweifellos eine besondere gesellschaftliche Aufgabe. .....
Gut ... dann frage ich eben anders rum.
Wieso glaubt Ihr bzw du das Lehrer dieser Aufgabe besser gewachsen sein sollen als die Mütter und Väter der Kinder die sie betreuen?
Eine Frage stellt sich mir noch: Was hat die fächerübergreifende Information zu LGBTQI-Themen mit "persönlicher Sexualität" zu tun?
Sexuallität an sich ist erst einmal privat Sache. Es ist zwar richtig, das ein bestimmtes Maß an Aufklärung in der Schule statt finden sollte.
Es ist aber unangemessen jede Spielart im einzelnen zu bequatschen.

Und sollange die Verfechter einer grenzenlosen Sexuallisierung selbst nicht eindeutig und verbindlich Aussagen zu diesem Thema treffen können, sollten sie schweigen.
LGBTQI
Es ist absolut sinnbefreit Unterrichten zu wollen und dann ständig mit neuen Abkürzungen und Bezeichnungen zu kommen.

Ein groß Teil hier im Forum hat ja schon Probleme sich selbst zu erklären was mit Ihnen los ist und dann wollt Ihr es anderen erklären?

Und wenn Ihr es als Betroffene schon nicht könnt - wer soll dann die Unterrichtsmaterialien erstellen? Jene die keine Ahnung davon haben? Oder Jene die euch ablehnen?.
Hallo!
Klingt nach bloß nicht aufklären, sind eh alles Versager und Dummköpfe.
Ja viele wissen nicht genau was sie sind, Andere schon und diese geben eine Orientierungshilfe, eben mit gewissen Definitionen.
Wer diese allerdings grundsätzlich ablehnt, wird nie wissen was er/ sie ist. Und somit auch keine Frage zum Thema beantworten können.
Die Unterrichtsmaterialien können ja von denen erstellt werden, die kein Problem mit dem Thema und der Zuordnung haben.

Aber halt dann werden ja wieder alle stigmatisiert und gegängelt.
Nein, werden sie Nicht!!
LG Verena

Re: Tolerante Vorbilder im Schulwesen

Verfasst: So 12. Jan 2014, 18:10
von ab08
Kerstin hat geschrieben:Wieso glaubt Ihr bzw du das Lehrer dieser Aufgabe besser gewachsen sein sollen als die Mütter und Väter der Kinder die sie betreuen?
Liebe Kerstin,

das behauptet niemand. Allgemeine Aussagen dieser Art machen auch wenig Sinn.

Erziehung der Kinder ist ein komplexer Vorgang und sie geschieht durch Eltern, Schule, Peergroups (übersetzt Mitschüler,Freunde etc.)
Trotzdem ist es für die Gesellschaft wichtig, dass eine gewisse Koordinierung erfolgt. ==> Daher gibt es Bildungspläne.
Menschen, die sich intensiv mit dem Thema beschäftigen, erwerben dadurch eine gewisse Kompetenz und Erfahrung
Hier erwähne ich als Beispiel nochmal den Philosophen und Professor für Ethik Julian Nida-Rümelin.
Natürlich kann man alles zerreden und negieren. Aber auch das Bestreiten von Tatsachen ändert diese nicht.

Es gibt inkompetente, überforderte Eltern, dann sind Jugendamt und Behörden gefordert
--> Seit drei Jahrzehnten im Schuldienst zusätzlich ein Jahrzehnt in der Kinder & Jugendpsychiatrie, daher ist mir das nicht fremd.
Es gibt inkompetente Lehrer, da ist die Schulaufsicht gefordert
--> In dem Bereich bin ich auch schon fast zwei Jahrzehnte tätig.
ABER
Eltern sind im Normalfall verantwortungsvoll und kompetent. - Gleiches gilt für fast alle Lehrer und Lehrerinnen.
Auch Kultusministerien und Bildungsinstitute leisten gute Arbeit. - Alle drei Gruppen arbeiten im Regelfall gut zusammen.
Natürlich kann man alles zerreden und negieren. Aber auch das Bestreiten von Tatsachen ändert diese nicht.

Eine Argumention, bei der Dinge widerlegt werden, die niemand behauptet, ist einfach aber im Grunde fruchtlos.

LG
ab

P.S. Das Kultusministerium in Baden-Württemberg erkannte, dass in einem wichtigen Bereich Änderungsbedarf besteht und reagierte. (Bildungsplan)
Die angesprochenen Inhalte sollen im normalen Unterricht berücksichtigt werden.

Re: Tolerante Vorbilder im Schulwesen

Verfasst: So 12. Jan 2014, 18:12
von Kerstin
Sabrina Verena hat geschrieben:
Hallo!
Klingt nach bloß nicht aufklären, sind eh alles Versager und Dummköpfe.
Ja viele wissen nicht genau was sie sind, Andere schon und diese geben eine Orientierungshilfe, eben mit gewissen Definitionen.
....
Wer Aufklärt und Unterrichtet sollte wissen wovon er spricht und die Orientierunshilfen und Definitionen sollten von der Masse der Betroffenen getragen werden können.

Re: Tolerante Vorbilder im Schulwesen

Verfasst: So 12. Jan 2014, 18:28
von Kerstin
ab08 hat geschrieben:...
Natürlich kann man alles zerreden und negieren. Aber auch das Bestreiten von Tatsachen ändert diese nicht.
.....
Ich beurteile die Dinge auf Grund meiner Eigenen Erfahrung und das hat nichts mit "zerreden,negieren und dem Bestreiten von Tatsachen zu tun.

Re: Tolerante Vorbilder im Schulwesen

Verfasst: So 12. Jan 2014, 18:36
von Marielle
Guten Abend zusammen,

Es ist schwierig eine Diskussion zu führen, in der eine Frage nicht beantwortet, sondern umformuliert wird und in der, statt Gegenargumente zu einer These zu bringen, einfach eine neue These auf den Tisch geworfen wird. Aber lieber führe ich eine solche Diskussion, als so einen Text stehen zu lassen.

Kerstin: Kannst du mir bitte erklären, wer, an welcher Stelle, eine "grenzenlose Sexualisierung" gefordert hat?


Ein groß Teil hier im Forum hat ja schon Probleme sich selbst zu erklären was mit Ihnen los ist und dann wollt Ihr es anderen erklären?
Ein interessanter, wichtiger Aspekt. Daran kann man sicherlich noch arbeiten, auch wenn es Berge fundierter Literatur über LGBTQI-Themen gibt. Aber lieber arbeite ich daran, als mich wie ein U-Boot der Neo-Konservativen zu benehmen.

Meine ganz persönliche Sicht ist diese: Wer mit sich selbst dermaßen hadert, dass es ihm/ihr lieb wäre wenn das eigene Empfinden totgeschwiegen würde, der/die sollte sich Hilfe suchen.


Marielle

Re: Tolerante Vorbilder im Schulwesen

Verfasst: So 12. Jan 2014, 18:48
von Ulrike-Marisa
Moin zusammen,

bei so vielen Worten kann einem ja bald schwindelig werden besonders auch mit dem ABKF (Abkürzungsfimmel).
Ich bleibe bei der von mir geschriebenen Forderung an die Schule. Diese muss wissensmäßige Grundlagen schaffen, denn nicht alle Eltern in gleicher Weise in der Lage dies zu tun und das umfasst meines Erachtens eben auch Grundwissen über Religionen und alle Formen der Sexualität des Menschen. Junge Menschen brauchen Wissen; Bravo und youtube reichen da nicht aus.

LG, Ulrike-Marisa (moin)

Re: Tolerante Vorbilder im Schulwesen

Verfasst: So 12. Jan 2014, 18:56
von Anni
... bin erst jetzt dazu gekommen , den Thread mal zu überfliegen ....

alter Schwede - hier fetzt es ja jetzt richtig :shock:

so beim quer-lesen sind mir spontan zwei Dinge eingefallen - ein Spruch schon aus älteren Tagen :

früher hatten die Kinder Rotznasen - heute haben die Rotznasen Kinder ( ja gut - das Durchschnittsalter der Rotznasen liegt inzwischen wieder etwas höher , was nicht im Umkehrschluss bedeutet , das die Fähigkeit , Kinder zu Erziehen äquivalent steigt )

und zum anderen - direkt an Kerstin gerichtet : wenn's die Eltern nicht tun oder können , ja wer denn dann ?!

@ Kerstin - Bildungsmangel in naturwissenschaftlichen Fächern ist ein Übel - sicher ! Aber was nutzen uns die " Fachidioten " , wenn dabei der gesellschaftliche Teil so langsam vor die Hunde geht ???

Mein Eindruck - Beides - Fachwissen und Moral / Ethik / gesellschaftliche Toleranz - DAS wär's - ein langer Weg scheint's noch zu sein ...

LG von frecher Anni

Re: Tolerante Vorbilder im Schulwesen

Verfasst: So 12. Jan 2014, 20:39
von JaquelineL
Hallo Mona,
Mona Schwindt hat geschrieben:
JaquelineL hat geschrieben: die Vermittlung von Wissen, nicht die Erziehung.
Wieso ist die Vermittlung von Wissen keine Erziehung?
Wie geht das Eine ohne das Andere?

Gruß Mona
(flo)
"Erziehung" stellt meiner Meinung nach die Vermittlung eines Wertemodells dar - man stülpt Vorgaben über bzw. beeinflusst in die entsprechende Richtung. Die Vermittlung von Wissen (ggf. auch über mögliche Wertemodelle) stellt ein neutrales Angebot dar, im ketzerisch genannten Fall "Wissen über Wertemodelle" quasi ein Angebot, sich selbst eines auszusuchen.

Ich hoffe, dass ich das so verständlich ausgedrückt habe. Natürlich sehe ich, dass schon die Selektion des vermittelten Wissens ein Überstülpen eines Wertemodells ist - und genau dagegen wehren sich ja die jeweiligen Petitionsunterstützer.

Liebe Grüße
Jackie