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Re: Schlechtes Image, Gutes Image

Verfasst: Do 11. Apr 2013, 23:12
von Andrea66
Sehr interessant diese Diskussion.
Ich habe auf mein Image als Mann über 40 Jahre geachtet und ich glaube, ich habe mich auch nicht immer ganz gerecht zu Schwulen verhalten, auch wenn dieses nie böse gemeint war. Es war sicherlich auch zum Teil auch mein Schutz, um meine weibliche Seite zu verbergen.
In der Gesellschaft ist es gearde auch durch das Coming Out von Politikern akzeptiert schwul zu sein. Ein Mann der Frauenkleider wird auch akzeptiert, wenn er als Figur auftritt und am besten noch schwul ist.
Ich stimme mit einigen überein, die hier schreiben, dass Männer warscheinlich am ehesten ein Problem mit uns haben, weil wir etwas verkörpern können, was sie nie sein werden und noch schlimmer wird diese, wenn sie uns auf der Entfernung attraktiv finden.
Bei Frauen habe ich bisher keine Ablehnung erfahren. Mein Coming Out hatte ich bei meiner Schwester und ich hatte gehofft, dass ich mit ihr ein wenig über meine Neigung sprechen kann. Sie gibt zwar an mit meiner Neigung kein Problem zu haben aber mit mir darüber sprechen wird sie warscheinlich auch nie.

Ich denke, dass wir nur selber an unserem Image etwas machen können, in dem wir uns freundlich gegenüber allen unseren Mitmenschen verhalten. Dann werden diese merken, dass wir von niemanden etwas wollen. Da ich mit dem Schminken so meine Problem habe, war ich erst am Montag noch bei einer Kosmetikerin, die mich ganz toll geschminkt hat. Sowohl die Kosmetikerin als auch ihre Chefin waren sehr freundlich und ich darf auch gerne wieder kommen. Diese Verständnis kommt aber nur, wenn uns andere Menschen kennen lernen und wir mit ihnen sprechen und sie dabei erkennen, das wir eigentlich ganz normal sind.

Lg Andrea

Re: Schlechtes Image, Gutes Image

Verfasst: Fr 12. Apr 2013, 12:55
von Andrea aus Sachsen
.
Hallo alle zusammen,
da es mein Vorschlag war, diesen Thread zu eröffnen, möchte ich auch ein paar Gedanken dazu äußern.
Ich beziehe mich jetzt mal nur auf diejenigen, die sich, so wie ich, als Teilzeitfrau möglichst unerkannt draußen bewegen wollen. Die anderen "Fraktionen" hier im Forum (DWT, Rockträger, Transidente) mögen das eventuell anders sehen.
Nach längerem Überlegen bin ich auch zu dem Schluss gekommen, dass wir gar kein Image besitzen, weil diese Art des Tragens von Frauenkleidung die wenigsten kennen. Wir werden dann einfach mit in den Topf von diesen Exoten geworfen, die durch extravagantes Äußeres oder Verhalten auf sich aufmerksam machen. Das soll nicht heißen, dass diese anderen nicht zu tolerieren wären, aber wie hier auch schon bemerkt wurde, fällt eben das negative viel eher auf und bleib im Gedächtnis haften. Da sind ein paar gut gemachte Berichte in den Medien über "uns" wie der berühmte Tropfen auf den heißen Stein.
Mit dieser menschlichen Schwäche werden wir wohl noch ewig zu kämpfen haben. Haben wir überhaupt eine Chance, aus diesem Dilemma herauszukommen? Ich glaube, dazu müsste die breite Öffentlichkeit die feinen Unterschiede zwischen den Trans-Kategorien erkennen und begreifen. An anderer Stelle schrieb ich mal, dass ein breiterer Raum für diese Problematik im Unterrichtsstoff der Schulen hilfreich wäre. Diese und alle anderen Bemühungen um mehr Akzeptanz werden aber nichts bringen, wenn sich nach wie vor die meisten von uns schuldbewusst verstecken.
Wenn jeder Betroffene offen zu seiner Neigung stehen könnte und dies in seinem Umfeld kommunizieren würde, sähe es schon ganz anders aus. Aber sind wir dann auch so viele, um die genannten Negativ-Beispiele, die es auch immer geben wird, zu überragen, um so wahrgenommen zu werden, wie wir wirklich sind: als ganz normale Menschen.

Re: Schlechtes Image, Gutes Image

Verfasst: Fr 12. Apr 2013, 16:54
von Sabrina Verena
Hallo Johanna!
Ist zwar off topic aber hier ist Dein erröteter Smiley:
Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: http://www.smileygarden.de/smilie/Liebe/wub.gif

Liebe Grüße
Verena

Re: Schlechtes Image, Gutes Image

Verfasst: Sa 13. Apr 2013, 00:20
von Andrea aus Sachsen
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Johanna78 hat geschrieben:Aber "wie der berühmte Tropfen auf den heißen Stein." Jeder einzelne davon höhlt ein bisschen, wenn man sehr lange Zeiträume betrachtet. Besonders wenn (wie es jetzt der Fall ist) in den Medien vorwiegend über uns seriös berichtet wird und die Sendung aufklärenden Charakter haben.
Ich befürchte, ganz so einfach geht es nicht. Die Menge seriöser Berichte bringt es meines Erachtens nicht. Wenn parallel dazu der bisherige Unfug auf die Leute einströmt, wird letzterer sich eher im Gedächtnis festsetzen. Es muss schon eine ganz neue Qualität an Öffentlichkeitsarbeit her. Ich denke da zum Beispiel an Aufklärung in der Schule, prominente Vorreiter und nicht zuletzt an unsere eigene Offenheit unserem Umfeld gegenüber.
Solange die Leute nicht lernen, zu differenzieren, werden wir immer mit dem Image der anderen leben müssen. In diesen Zusammenhang möchte ich mal auf etwas hinweisen, was mir schon lange aufgefallen ist:
Viele Aktionen und Veranstaltungen, die für Toleranz und Akzeptanz werben, werden von verschiedenen Andersartigen gemeinsam organisiert. Auch das different people in Chemnitz, wo ich mich regelmäßig mit anderen Crossdressern treffe, wird sonst auch von Transidenten, Schwulen und Lesben besucht.
Sosehr wie dieses gemeinsame Vorgehen zu begrüßen ist, schließlich haben wir alle die gleichen Akzeptanzprobleme, bezüglich der Differenzierung und unserem Image sehe ich das eher als kontraproduktiv. Ich war noch nie auf einem CSD oder einer ähnlichen Veranstaltung, könnte mir aber vorstellen, dass hier das Vorurteil trans=schwul nicht beseitigt, sondern im Gegenteil, bei oberflächlicher Betrachtung noch verstärkt wird.
Es bedarf also noch einiger kreativer Ideen, um uns ein ansprechendes Image zu verschaffen.

Re: Schlechtes Image, Gutes Image

Verfasst: Sa 13. Apr 2013, 08:50
von Joe95
ich hab noch nicht alle beiträge gelesen, möchte aber hier schon mal was zu sagen:

cher hat geschrieben:[
Hätten wir alle ein positives Selbstbild, könnte Mann sich sehr bald unbefangen in jeder Kleidung und jedem Outfit überall bewegen.
Hallo,
sicherlich trägt ein gutes Selbstbewusstsein dazu bei positiv von der Umwelt wahrgenommen zu werden.
Aber das es davon alleine abhängig sein sollte, sich überall in jedem Outfit unbefangen zu bewegen finde ich etwas übertrieben.
Alleine die hitzigen Diskussionen in der letzten Zeit, in diesem Forum, wo überdurchschnittliche Toleranz zu erwarten ist,zeigt das dem leider nicht so ist.
Liebe Grüße
Cher
doch, cher, ich finde sehr wohl das es von dem positiven selbstbild abhängt und es ist absolut nicht übertrieben.
ich möchte niemandem zu nahe treten, aber auch wenn es gründe gibt sich mit dem outing zurück zu halten zeugt das ganze verheimlichen und verstecken doch davon, dass derjenige selbst der meinung ist etwas falsches zu tun.
wie aber kann ich von anderen erwarten das sie mein handeln akzeptieren wenn ich selber vermittle das es falsch ist?
das ist nicht nur eine meinung sondern eine erfahrung, die ich fast täglich mache.
ich habe für mich beschlossen das meine art zu kleiden für mich richtig ist.
dementsprechend ist mein selbstvertrauen eher stärker als geringer wenn ich entsprechend meiner persönlichkeit gekleidet bin.
ich bewege mich im rock sogar noch unbefangener als in einer hose (z.b. weil ich da öfter das gefühl habe das die nicht richtig sitzt).
natürlich begegnen auch mir schon mal leute, die mich anpöbeln "müssen".
aber mir ist es egal ob die mich wegen meines rockes anmachen oder wegen meiner nase.

wenn du von überdurchschnittlicher toleranz hier im forum sprichst muss ich daran denken wie oft doch von "no go", "man sollte doch...", was ein muss ist und worauf zu achten wäre die rede ist.
da ist oft die rede von "kontraproduktiv" und "der sache nicht dienlich", aber nur sehr selten davon jemanden zu tolerieren auch wenn einem der rock zu kurz oder das makeup zu schrill erscheint.

ab und zu habe ich den eindruck der dresscode für cd ist noch begrenzter als der für männer...

Re: Schlechtes Image, Gutes Image

Verfasst: Sa 13. Apr 2013, 09:03
von Joe95
Sabrina Verena hat geschrieben:Hallo!
"Positivdenken und immer nett sein" gilt allerdingst grundsätzlich und nicht nur für Unseresgleichen.
Ich möchte allerdingst in diesem Zusammenhang auf den "Ersten Eindruck" verweisen.
Den erzeugt man bereits, wenn man noch gar nicht nett sein konnte.
Das positive Denken kann aber an der Haltung, Gestik, Mimik und Bewegung sein Niederschlag finden.

Erklärrt aber nicht, warum dennoch getuschelt oder gekiechert wird. :o
Was aber bei einer euphorischen Einstellung weggeblendet, und somit nicht bemerkt wird. :shock:
Sorry, wenn jetzt wieder ein Aufschrei erfolgt. :roll:
Aber ich bin nicht die Einzige, die diese Erfahrung beobachtet oder selber gemacht hat.
Liebe Grüße
Verena
nein, kein aufschrei...
ich laufe schon zu lange so rum, wie ich nun mal rumlaufe.
da is nix mehr mit euphorie...
natürlich wird da getuschelt und gekichert.
das ich der meinung bin meine art mich zu kleiden entspricht meiner persönlichkeit bedeutet ja noch lange nicht das sich jeder mann so kleiden soll.
es ist und bleibt halt eine ungewöhnliche kleidung.
kommt eine solche reaktion wirklich für irgendwen unerwartet?
ich denke jemand, der angst davor hat von seiner umwelt so wahrgenommen zu werden, wie er nun mal ist, sollte etwas gegen seine angst unternehmen und nicht gegen seine natur...

Re: Schlechtes Image, Gutes Image

Verfasst: Sa 13. Apr 2013, 09:11
von Joe95
sorry, schon das dritte zitat, aber trotzdem;
Andrea66 hat geschrieben:...Ich denke, dass wir nur selber an unserem Image etwas machen können, in dem wir uns freundlich gegenüber allen unseren Mitmenschen verhalten...
ich denke noch besser kommt es wenn wir uns natürlich verhalten.
kein mensch ist immer nur freundlich, aber je natürlicher wir uns verhalten um so weniger werden wir als "anders" wahrgenommen.

Re: Schlechtes Image, Gutes Image

Verfasst: Sa 13. Apr 2013, 09:25
von Joe95
ok, einmal noch...
Andrea aus Sachsen hat geschrieben:...Es muss schon eine ganz neue Qualität an Öffentlichkeitsarbeit her. Ich denke da zum Beispiel an Aufklärung in der Schule, prominente Vorreiter und nicht zuletzt an unsere eigene Offenheit unserem Umfeld gegenüber...
ich könnte mir eher vorstellen das die älteste "öffentlichkeitsarbeit" überhaupt auch die beste wäre:
der persönliche kontakt.

wenn alle menschen rote haare haben sind rote haare normal.
wenn jeder einen crossdresser im umfeld hat sind crossdresser normal.

wir sind also einfach zu wenige.


schade dass das wohl noch ne ganze weile so bleiben wird...

Re: Schlechtes Image, Gutes Image

Verfasst: Sa 13. Apr 2013, 10:33
von Nora_7
Joe95 hat geschrieben:ok, einmal noch...
wir sind also einfach zu wenige.

ich könnte mir eher vorstellen das die älteste "öffentlichkeitsarbeit" überhaupt auch die beste wäre:
der persönliche kontakt....
Das sehe ich nicht so: schon anhand der vielen Stubentransen hier im Forum plus aller, die sich noch nicht einmal in Foren trauen, gehe ich von 5-10% aller Männer aus...
Kontakt: Im persönlichen Umfeld weiß ziemlich jeder Bescheid, und manchmal wird auch danach gefragt, wann ich mal wieder als schicke Lady auftauche ))):s ....
Joe95 hat geschrieben: schade dass das wohl noch ne ganze weile so bleiben wird...
Da hast Du allerdings Recht.

Noara_7

Re: Schlechtes Image, Gutes Image

Verfasst: Sa 13. Apr 2013, 10:53
von Joe95
diese "stubentransen" zeichnen sich dadurch aus das sie eben nicht erkennbare cd sind.
mit persönlichem kontakt meinte ich cd, die offen als cd erkennbar sind.

wenn ich durch unsere stadt gehe sehe ich hunderte männer, aber nicht einen cd - von mir abgesehen.
ich weiß das da welche sind, ich sehe aber keine. da kommen auf tausende männer vielleicht ein halbes dutzend, die in rock oder kleid durch die stadt laufen...
eher weniger...
das sind keine 5-10%.
wobei ich bemerken möchte das wir ja von der öffentlichkeit reden, nicht nur vom privaten umfeld.
in meinem umfeld wissen auch alle davon, nicht nur im privaten. aber überall heißt es nur "der mann im rock". niemals heißt es "einer von den männern im rock".

es ist eben ein sehr weiter weg, der sehr langsam beschritten wird...
der eine im rock...
die kleine gruppe spinner...
wer weiß, vielleicht sind wir irgendwann so viele das nichtmehr über uns geredet wird...

Re: Schlechtes Image, Gutes Image

Verfasst: Sa 13. Apr 2013, 12:31
von rena
da diese "stubentransen" sich ja leider nicht vor die tür trauen weshalb auch immer sollten gerade diejenigen welche sich trauen so oft wie es geht und sie es möchten ausgehen,den joe hat recht dass wir mit persönlichen kontakt die beste arbeit machen,denn obwohl ich meiner neigung erst seit letzten herbst nachgehe bin ich schon unterwegs(durch gesteigertes selbstvertrauen) und auf arbeit am outen man sollte sich dafür aber dem gegenüber auch zeit nehmen damit dieser seine fragen stellen kann.Das image mag auch regional unterschiedlich sein aber wenn dort wo ein schlechtes image ist auch niemand auf die straße geht wie soll es sich dann ändern?
Wenn sich einer nicht alleine raustraut wäre bestimmt auch ein ehrfahrener CD oder Transe sicher bereit ihn zu begleiten man muss halt einfach nur mal fragen mehr als ein nein kann da nicht kommen und wenn dieser sich dann wohlfühlt ist er bestimmt bald auch allein unterwegs und kann durch seine innere freude andere in erstaunen versetzen und somit auch etwas zu einem positiven image beitragen,(so ist es zur zeit bei mir auf der arbeit)

liebe grüße
rena

Re: Schlechtes Image, Gutes Image

Verfasst: Sa 13. Apr 2013, 15:46
von Sieglinde
doch, cher, ich finde sehr wohl das es von dem positiven selbstbild abhängt und es ist absolut nicht übertrieben.
ich möchte niemandem zu nahe treten, aber auch wenn es gründe gibt sich mit dem outing zurück zu halten zeugt das ganze verheimlichen und verstecken doch davon, dass derjenige selbst der meinung ist etwas falsches zu tun.
wenn du von überdurchschnittlicher toleranz hier im forum sprichst muss ich daran denken wie oft doch von "no go", "man sollte doch...", was ein muss ist und worauf zu achten wäre die rede ist.
da ist oft die rede von "kontraproduktiv" und "der sache nicht dienlich", aber nur sehr selten davon jemanden zu tolerieren auch wenn einem der rock zu kurz oder das makeup zu schrill erscheint.

ab und zu habe ich den eindruck der dresscode für cd ist noch begrenzter als der für männer...
Hallo Joe,
erstmal vielen Dank für die große Resonanz.
Als Jugendlicher hatte ich oft das Gefühl was falsches, verbotenes zu machen und das machte auch einen speziellen Reiz aus.
Dem ist schon lange nicht so, allerdings wird eine unsichtbare Grenze überschritten.
Gründe ein völliges Outing zurück zu halten, sind meine Kinder, die zwar Bescheid wissen, aber ihr Umfeld braucht das nicht wissen.
Aber weil man an das Gute an sich und der Menschheit glaubt, deswegen ist noch keine Friede auf der Erde.

Überdurchschnittliche Toleranz im Forum könnte man durchaus erwarten, aber ich gebe Dir völlig recht das dies nicht unbedingt so ist.
Da ist mein Passing zu schlecht, bin nicht altersgerecht, das Röckchen zu kurz ,die Nase zu lang.
Und manchmal macht es mir richtig Spass , "schlechten Geschmack" zu haben, um nicht geschmacklos zu sein, zu sagen.
Und wer nun schlecht von mir denkt, der L.m a. A..
Liebe Grüße
Cher

Re: Schlechtes Image, Gutes Image

Verfasst: Sa 13. Apr 2013, 18:15
von Sieglinde
[quote="Joe95"

ich könnte mir eher vorstellen das die älteste "öffentlichkeitsarbeit" überhaupt auch die beste wäre:
der persönliche kontakt.

wenn alle menschen rote haare haben sind rote haare normal.
wenn jeder einen crossdresser im umfeld hat sind crossdresser normal.

wir sind also einfach zu wenige.
..[/quote]

da bin ich ganz Deiner Meinung.

Wenn ich mir den Erfolg von " Shades of grey " anschaue;
nun hat fast jede Hausfrau eine Peitsche in der Handtasche und SM ist Salonfähig und das böse Image weg geschlagen,
dabei waren es auch nur so wenige SM .LiebhaberInnen.
Meine Schwiegermutter kennt übrigens jetzt auch eine Transe persönlich, den Vater ihrer Enkel.
L.G.
Cher

Re: Schlechtes Image, Gutes Image

Verfasst: Sa 13. Apr 2013, 18:44
von Flodur
Abgesehen von verabredeten Treffen mit (mir) bekannten CDs, etwa einem dutzend Schotten und vielleicht ebensovielen "Goth", habe ich persönlich in meinem ganzen Leben erst zwei Männer in Kleid und Rock gesehen!
Das macht aus den berühmten 5-15% eher einen ppm Anteil von Öffentlichkeitsarbeit!
Joe95 hat geschrieben:...ich finde sehr wohl das es von dem positiven selbstbild abhängt [...]
... zeugt das ganze verheimlichen und verstecken doch davon, dass derjenige selbst der meinung ist etwas falsches zu tun...
...ich denke jemand, der angst davor hat von seiner umwelt so wahrgenommen zu werden, wie er nun mal ist, sollte etwas gegen seine angst unternehmen und nicht gegen seine natur...
Nachdem ich mich schon seit etwa 10 Jahren frei in der "anonymen Öffentlichkeit" bewege, seit einem Jahr vor meinen Verwandten geoutet bin, verstecke ich mich in jüngster Zeit auch in der engeren Öffentlichkeit (*) immer weniger.
(* Damit meine ich meine Nachbarn bzw. das Dorf, in dem ich lebe.)

Und dennoch weiß ich jede Minute, dass ich mein Leben mit meiner Leidenschaft total in die Scheiße gefahren habe und verachte oder hasse mich dafür.

Re: Schlechtes Image, Gutes Image

Verfasst: Sa 13. Apr 2013, 19:03
von Exuser-2014-02-18
Hallo Flodur
Flodur hat geschrieben: Und dennoch weiß ich jede Minute, dass ich mein Leben mit meiner Leidenschaft total in die Scheiße gefahren habe und verachte oder hasse mich dafür.
So etwas lese ich jetzt zum zweiten mal innerhalb kurzer Zeit von Dir.

Meine Ansicht dazu:

Da hast Du Dir ja ein "schönes" unlösbares Problem selbst aufgebaut.
Lösen kannst Du es sicherlich nur selbst.
Also entweder Du kleidest und verhältst Dich ab sofort "regelkonform", was ich Dir nicht wünsche.

Oder Du musst Deine Einstellung zu Dir selbst ändern. ( Das würde ich Dir wünschen )

Liebe Grüße Tina ))):s

PS...ich weiß, das klingt trivial, was ich geschrieben hab; aber manchmal nützt es etwas, wenn jemand anders, mal etwas in ganz kurzen Worten zusammen fasst.
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