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Re: und täglich werden es mehr

Verfasst: Fr 1. Mär 2013, 13:22
von Ulrike-Marisa
Moin zusammen,

kurz vor Feierabend noch einige Worte....
Einerseits werden es im Forum mehr und ist unbedingt gut so; Gründe wurden ausreichen genannt auch Qualitätsanforderungen für die Beiträge sind irgendwie sinnvoll; klappt aber auch nicht immer, machmal sagt man einfach etwas unbedachtes, das sogar unpassend sein kann.
Ich meine aber noch etwas ganz anderes, was mir audgefallen ist und das hängt mit der Mitarbeit in einer Selbsthilfegruppe zusammen. Ich frage mich seit einem Jahr, solange bin ich da erst dabei (meine Geschichte...) warum es so wenige Betroffene CD/TS gibt, die den Mut aufbringen, an solchen Treffen teilzunehmen. Sicher gibt es außer monitären auch andere Gründe, warum man in einer fernen Stadt nicht dabei sein kann oder möchte. Aber nur da hat man die Gelegenheit mit Betroffenen offen zu diskutieren, zum greifen nahe meine ich damit. Es müsste auch da, wo ich lebe, mehr Betroffene geben außer den beiden. die auch kommen. In einer Region mit mehr als 250000 Einwohnern ist das alles zu wenig an Resonanz. Am gekonnten Internetauftritt der Selbsthilfegruppe im hohne Norden kann es eigentlich nicht liegen. Der ist einladend gut gemacht; Dank hier mal an cpg.

schönes Wochenede, LG, Ulrike-Marisa

Re: und täglich werden es mehr

Verfasst: So 3. Mär 2013, 15:59
von Saskia.shewulf
Hallo Ulrike-Marisa

Was hast du für erfahrungen gemacht in der Selbsthilfegruppe?
Mein Arzt nicht Psychologe und mein Schwester haben mir es Empfholen in eine SHG zu gehen.
das wären in meinem Fall 25 min.Autobahn aber so recht trau ich mich da auch nicht ran ohne es jetzt groß begründen zu können.
Aber es ist ja auch alles noch sehr neu :Selbsteinsicht,outing in der Famielie usw.hinzu kommt das ich mich hier im Forum gut
wiederfinde und schon viele Tipps,Erfahrungen und Hilfe erfahren habe.
Ausschließen will ich das aber nicht ist warscheinlich auch nur wieder eine Hürde die genommen werden kann/muss?


LG Saskia (flo)

Re: und täglich werden es mehr

Verfasst: Mo 4. Mär 2013, 16:17
von Sandra82
Hallo Saskia,

ich kann es dir wirklich nur empfehlen. Die SHG in Kassel ist voller lieber TS-Personen in beide Richtungen wodurch sich auch immer wieder ganz interessante Themen ergeben. Was wirklich aber hilft sind die Personen, die schon länger den Weg gehen und somit schon Erfahrungen mit Ärzten, Psychologen, Gutachtern, Gerichten usw aber auch den Lokalen, Kneipen, Ausgehmöglichkeiten gemacht haben und viele wichtige Tipps weitergeben.
Bei den meisten SHG ist es übrigens auch kein Problem im ursprünglichen Geschlecht vorbei zu kommen.

Liebe Grüße
- Sandra

Re: und täglich werden es mehr

Verfasst: Mo 4. Mär 2013, 23:52
von Ulrike-Marisa
Halo Saskia,

dem von Sandrakann ich mich anschließen. In der Gruppe habe ich erstmals die möglichkeit gehabt, mit Betroffenen ohne irgendwelche vorbedingungen und Scham oder sonst noch etwas zu sprechen und zwar über das, was mich bewegt. das hilft mir, mich in meiner Situation zurechtzufinden. Es ist eine Gruppe mit CD und TS mit MzF und FzM also alles gemischt und das ist dann auch sehr interessant, da man viele Aspekte des gesamten Themenspektrums besprechen kann und seinen eigen Erfahrungsschatz erweitern kann. meine Frau hat das so hingenommen, als ich gesagt habe, dass ich zu einer Selbsthilfegruppe fahre, um mit anderen über meine Probleme zu sprechen. Eine kleiderordnung gibt es da nicht. Jede/r kommt so, wie sie/er sich fühlt. Mittlerweile weiss meine Frau auch, dass ich als Frau zu den Gruppentreffen gehe und sie hat auch schon mal gefragt, wie es denn war. Mir macht es Freude, dort en Femme aufzutreten, so wie ich bin und mich fühle, sportlich gekleidet mit Rock und eigentlich nur mit Lippenstift, so wie ich bin. Schminken ist nicht so mein Ding und lange Haare habe ich trotz meines Alters von 59 Jahren auch noch. jede/jeder kann in der Ruppe seine Fragen einbringen und wie sich zeigt, hat jede/jeder andere Probleme mit dem Leben, dem Umfeld etc. es lohnt sich meines Erachtens.

Liebe Grüße, Ulrike-Marisa )))(:

Der beste Weg etwas zu tun ist, man tut es....

Re: und täglich werden es mehr

Verfasst: Di 5. Mär 2013, 19:56
von Saskia.shewulf
Hallo Sandra,Hallo Ulrike-marisa
danke für eure Antworten das hört sich ja doch ganz Positiv an.
dann muss ich mich nur noch trauen....en femme würde es mir wohl leichter fallen aber ich bin noch nicht so weit :oops:
Naja wenn es geklappt hat erzähl ich davon.versprochen :?

Und lieben Dank für die Ermutigung

LG Saskia (flo)

Re: und täglich werden es mehr

Verfasst: Sa 9. Mär 2013, 19:06
von Katrin70
Ja, die Schätzungen über die Zahl derer, die so fühlen wie wir hier, reichen ja von 5 bis 20 % der männlichen Bevölkerung. Je nachdem welchen Grad an Veränderungswunsch man anlegt. So ein Forum ist daher ein exzellenter Ort für den Austausch untereinander.
Tja, das mit dem Outing ist so eine Sache: auch da gibt es viele Gründe, warum es so viele nicht tun. Ich weiß auch nicht ob sich das je ändert - da eben der überwiegende Teil der Bevölkerugn mit unseren Gefühlen so gar nichts anfangen kann. Es gibt viel Toleranz, aber zum Teil auch gewalttätige Abneigung.
Andererseits geht es mir so, dass ich ja eigentlich nur als Frau angenommen werden möchte, und nicht als als Frau gekleideter Mann. Und genau darin liegt vielleicht auch ein Grund, weswegen das Thema in der Öffentlichkeit hinten runter kippt: die von uns, die das richtig gut machen, fallen ja gar nicht auf ! Es fallen ja nur die Grenzgängerinnen auf, die den Mann nicht völlig verbergen können. Zu denen ich mich auch zähle, da recht groß und leider kein so weiches weibliches Gesicht, wie ich es mir wünschen würde...und Säbelbeine habe ich auch noch...naja.
Es fallen dann halt auch nur noch die auf, die es auch bewußt darauf anlegen: z.B. DragQueens. Und die prägen dann das gesamte Bild des Transgendertums. Eigentlich müßte uns etwas einfallen, damit sich das ändert. Das Forum hier ist schon eine gute Einrichtung.