Hallo Freundinnen, es geht weiter. Ihr lernt Charlys Familie ein wenig kennen und schaut in die Abgründe seiner Seele. Ich hoffe, Ihr habt weiter viel Spass beim Lesen.

LG robotobo
Fortsetzung: Das Geschenk
Und wieder: Sonntag
Ich wachte auf. Das Nachthemd war verrutscht. Eine Brust war freigelegt. Ich hob sie an und ordnete alles wieder. Sie fühlte sich ganz zu meinem Körper gehörig an; warm und weich. Ich schloss noch einmal die Augen. Ich berührte beide Brüste mit meinen Händen. Ich massierte sie mit leichten Knetbewegungen meiner knapp zur Faust gewölbten Fingern. Meine Hände vermittelten mir ein haptisches Vergnügen, die Sensoren meiner Fingerspitzen sandten mir das Signal einer weiblichen Brustberührung. Das hatten sie immer gefühlt, seit sie erstmals einer Frau unters T-Shirt oder die Bluse gingen. Doch jetzt war ich diese Frau. Ich nahm diese Silikonbrüste in mein Selbstbild mit hinein. Ich begann in diesem Augenblick mich als Frau zu fühlen.
Ich stand auf und wollte in die Dusche gehen. Da sah ich Carmen liegen. Sie schlief noch. Nur sie hatte sich kaum ausgezogen. Sie steckte noch in ihrer Hose. Sie hatte es nur noch geschafft die Gürtelschnalle zu öffnen. Mein Hemd, das sie immer noch trug, verströmte den Geruch von Zigaretten, Trockeneisnebel und Bier. Da bemerkte ich den Mief unseres Schlafzimmers. Ich schüttelte den Kopf. Was mochte nur in Carmen vorgehen? Ich duschte und cremte meinen Körper ein. Ich nahm einfach eine Körperlotion von Carmen. Ich massierte die milchige Substanz besonders intensiv auf meine Hüften und meine Brüste. Ich schaute mich dabei immer wieder im Spiegel an. Eine Selbstzufriedenheit wuchs in mir. Mein Körperbild im Spiegel und meine Berührungen auf der Haut konnte ich gut zu einem weiblichen Selbstgefühl zusammenführen.
Nach dem gestrigen Tag hätte ich solch eine Entwicklung überhaupt nicht erwartet. Das war aber auch ein Stress gewesen. In den hohen Absätzen zurechtkommen. Meinen Körper vorzuzeigen. Die schmerzhaften Modellierungen zur Frau. Kaum zu glauben, dass Frauen solche Prozeduren — Fingernagelverlängerung, Augenbrauenzupfen, Körperhaarentfernung — freiwillig über sich ergehen ließen. Ich wusste damals nicht, wie schnell ich danach süchtig werden sollte. Und dann dieses Ausgestellt - Werden. Carmen hatte mich im Schwimmbad ganz bewusst auf einem Tablett serviert. Diese notgeilen Jungs gierten mir so aufdringlich hinterher, das grenzte an Nötigung. Als ob der Typ im Fahrstuhl nicht schon genug gewesen wäre. Ich kontrollierte im Spiegel, ob ich am Po oder an der Hüfte einen blauen Fleck aufwies. Ich atmete auf. Mein schöner Körper hatte keinen Schaden genommen. Meine Seele war nicht so leicht davon gekommen.
Ich konnte mich an einen Traum erinnern, während ich einen meiner neuen Slips abzog und den schöneren der beiden BH's anlegte. Ich war allein in der Dusche im Schwimmbad, nackt, mein Bikini hing am Duschhaken. Da kamen vier Jungs rein. Einer sagte: "So billig kommst du uns nicht davon. Erst scharf machen und dann abhauen. Haltet Sie." Die drei anderen kamen auf mich zu, legten mich auf den Rücken. Derjenige, der mich angesprochen hatte — er war etwas kleiner als ich — öffnete seinen Hosenlatz, ließ die Hose in die Knie rutschen und legte sich auf mich. Er versuchte seinen Lümmel in mich zu stecken. Das war wohl nicht zu seiner Zufriedenheit. Er fasste mir in den Schritt. Dann sagte er entsetzt: "Die Nutte ist eine Transe." Sofort traten die anderen mit ihren Füßen nach mir. Das schmerzte. Ihr Chef, das war er wohl, sagte: "Dreht die Transe um, der zeigen wirs." Als er seinen Lümmel einpresste, wachte ich auf. Ooh, war das im Schwimmbad widerlich. Es schauderte mich bei dem Gedanken daran. Kein Wunder, dass gestern nicht so viele Frauen und im Grunde fast nur Jüngere im Bad gewesen waren.
Ich machte mich an mein Make-up, Rasieren, Cremen, Pudern; Melly hatte mir alles eingeprägt. Die war wirklich nett, wenn auch mit gewissen frechen Attitüden. Aber das gefiel mir. Etwas beunruhigter, in meinem Kopf ging es hin und her, war ich über Carmens Verhalten. Als sie gestern so neben mir stand, breitbeinig neben mir, sich über mich vorbeugte und von oben herab mich anherrschte; diese Dominanz kannte ich bis dahin nicht an ihr. Wo sollte das hinführen? Welche Rollen bildeten sich in unserem Urlaub allmählich heraus? Ich wollte mein Kleid anziehen, da sah ich es war schmutzig geworden. Nun ich ging an Carmens Kleiderschrank, leise ich wollte sie nicht wecken und nahm die beiden anderen heraus. Oh, die waren ja beide dekoltiert, und beide recht tief. Ich nahm das rubinrote. Das sah zu meinem schwarzen BH, dessen Spitze zu sehen sein würde, am besten aus. Ich war gerade ins Kleid geschlüpft, da klingelte es an der Tür. Oh, Mist — das hatten wir ja total verdrängt. Wir hatten ja zu einem Geburtstagsbrunch eingeladen. An der Tür klingelte mein Vater. Er wollte uns abholen.
Ich lief rasch ins Schlafzimmer. Mein Vater mochte es nicht warten zu müssen. Ich sah auf meinen Wecker. Es war bereits nach zehn. Ich stupste Carmen an. Sie öffnete mürrisch ein Auge. "He", konnte sie gerade herauspressen. "Steh auf, mein Vater!" — "Mach du das. Is Frauensache." Was sollte das? Ich hatte keine Zeit. Mir blieb nichts anderes über. Was sollte ich Ihnen erklären? Würden sie mich nicht erkennen? Ich öffnete die Tür. "Wer sind sie denn? Und wo ist Charly? - Was machen sie hier?", schob mein Vater hinterher, als ich nicht schnell genug antwortete. Er musste immer alles kontrollieren. Immerhin ich war nicht aufgeflogen. "Ich bin Charly eine alte Schulfreundin von Charly. Wir haben gestern ein wenig gefeiert. Ich konnte hier übernachten. Im Gästezimmer." Mein Vater war aufs erste beruhigt. In seiner charmanten Art schubste er mich mit seinem massigen Körper bei Seite. "Wo ist mein Junge?", brüllte er in den Flur. Davon musste Carmen oben im Schlafzimmer wach werden. "Ja, Ja wir kommen ja gleich", hörte ich sie brummen. Was dachte sie sich dabei? Woher sollte Charly denn kommen? "Oh, das weiß Carmen noch gar nicht. Da war vorhin ein Anruf, aus dem Büro glaube ich." — "Ja und, ja und", die Stimme meines Vaters klang in dem Moment wie das verstockte Bellen seines Schäferhundes. Ich musste grinsen. "Er ist zu einem dringenden Auftrag nach London abgerufen worden." — "An einem Sonntag." — "Das ist wohl die Globalisierung. Die Firma in London arbeitet nach indischer Zeit. Sonntag ist den Hindus nicht heilig." Ich wusste gar nicht, ob das stimmte, das mit den Hindus. Aber ich wusste, der Globalisierung traute mein Vater alles zu. "Ja und jetzt, ja und jetzt." Da war er wieder dieser bellende Ton. "Keine Sorge, die Tische waren reserviert, da feiern wir halt ohne ihn. Das hat er sich so gewünscht." Es bereitete mir an diesem Morgen überhaupt keine Schwierigkeit, meinen Tenor zu vermeiden. Meine Stimme rief keinen Zweifel hervor. Als Carmen kurz darauf herunter kam — sie hatte lediglich den Gürtel geschlossen und etwas - ich roch noch mal in ihre Richtung, ja tatsächlich — sie hatte mein altes After-Shave aufgetragen. Das war alles. Unter den Achseln müffelte sie ein wenig. Da half auch das After-Shave nicht drüber hinweg.
"Junge Frau", jetzt legte mein Vater, "seinen Arm um meine Hüfte. Lassen sie sich zur Begrüßung umarmen." Ich konnte mich nicht entziehen. Ich fand das reichlich unverschämt, jetzt erst die Freundin des Hauses begrüßen zu wollen. Ich kannte den alten Schwerenöter. Er hatte inzwischen mein Dekoltee entdeckt und wollte meine weichen Brüste an sich spüren. Er nutzte immer noch jede Gelegenheit. Sein fetter Bauch ekelte mich an. Sein Geruch war widerlich, eine Mischung aus Mottenpulver und Tabac; dieser Altherrenduft. Sein Doppelkinn lag auf meiner nackten Schulter. Boa, war das ekelhaft. Er löste sich, legte seine Grabschhand auf meinen Po — unterm Kleid — und schob mich hinaus. "Steigen sie schon mal in den Mercedes, junges Fräulein." Ich nahm hinten Platz. Carmen folgte mir bald. Sie blickte mich schelmisch an.
Die Fahrt zum Restaurant war kurz. Hans, der Inhaber, des spanischen Restaurants, erkannte mich nicht. "Na da kommt ja eine hübsche Senorita", gellte er mir entgegen. "Herein spaziert." — "Carmelita — wo ist dein Mann?"
- "Auf dem Weg zum Flughafen. Er hat einen dringenden Job in London." — "Mensch ihr kommt rum. Da werde ich ja neidisch — London." Hans schäkerte kurz mit Carmen. Dann wies er uns die Richtung an, in der wir unsern Tisch finden würden. Meine Schwester saß schon da, mit ihren Kindern. Das hatte ich wohl zuvor nicht bedacht. Carmen wies mir einen Platz neben Elisabeth an und stellte mich als alte Schulfreundin von Charly vor. "So wie heißen sie denn? Alte Schulfreundin?" Elisabeth war auf dieselbe Schule wie ich gegangen. Nur zwei Klassen tiefer. Sie war halt drei Jahre jünger. Und klug. "Charly. An den Namen kann ich mich gar nicht erinnern. Und ein Mädchen dieses Namens war nie bei uns zu Hause. — Aber gut, dass hätte Vater auch nie zugelassen und Mutter hat ja immer gekuscht, bis zu ihrem Tod." — "Mein richtiger Name ist Charlotte. Charly nennen mich meine Freunde." Sie versuchte mich zu entlarven. Sie hatte schon lange den Verdacht, dass es in meiner Ehe nicht zum besten Stand. Weil Carmen keine Kinder wollte, hielt Elisabeth sie ohnehin für eine verkappte Lesbe. Die beiden mochten sich nicht. Carmen saß die ganze Zeit an der Bar, trank dort Sekt und Espresso und flirtete die ganze Zeit mit dem Barkeeper rum. Allmählich begriff ich, dass Elisabeth glaubte, Carmen hätte ein Verhältnis mit mir. Nachdem sei genug Fragen gestellt hatte, gab sie entnervt auf, rief ihre Kinder zur Ordnung und aß ein paar Tapas.
Die Kinder nervten wirklich. Nervenbündel waren das. Sie hatten hier die Chance sich mit Fanta und Pommes sowie Eis abzufüllen, tobten aber vor allem um die Tische. Und der Junge war drauf und dran, den Kellnerinnen an die Röcke zu gehen. Aber da hatte Elisabeth ein strenges Auge drauf. Sie rief den Jungen herbei und kündigte ihm an: "Wenn das nicht gleich aufhört, da gibt es heute Abend stramm was auf" Mehr sagte sie nicht. Ihre Augen funkelten. Der Junge nahm die Schultern zurück und kuschte. Es war unglaublich.
Das erinnerte mich an unsere Kindheit. Elisabeth war die jüngere, aber das glich sie durch Forschheit und Intelligenz aus. In der Schule rückte sie mir rasant nahe. Meinen zwei Jahresvorsprung zu halten, kostete mich viel Zeit und Energie. Aber das war nicht das Entscheidende. Im Alter von neun, ich war 12 und kurz vor der Pubertät, kam sie abends zu mir. "Ich kann nicht schlafen". Und huschte in mein Bett. Dann grabbelte sie an mir rum. "Was hast du denn da?" — "Sie hatte ihn in der Hand und kniff hinein." — "Autsch". Ich wollte sie stets hinausjagen. Sobald ich es versuchte, herrschte sie mich: "Ich sag's Papa." Eines Abends kam sie wieder. Es war kurz vor ihrem zehnten Geburtstag. Unsere Mutter war gestorben. Sie legte sich neben mich, nahm meine Hand und legte sie an ihre Scheide. Sie bewegte ihr Becken ein wenig. Dann schubste sie die Hand weg. Kurz darauf — daran erinnere ich mich noch heute genau — schaute sie mich an, herrschte mich an: "Ich sag's Papa. Du hast mich schmutzig gemacht. Leck es wieder sauber." — Ich antwortete. "Du spinnst." — "Leck es wieder sauber!" Genau an diesen Ton hat mich gerade ihre Ermahnung des Jungen erinnert. Wie es weiterging. Nun es ist mir sehr peinlich. Diese Neunjährige zog mich an den Haaren und zerrte meinen Kopf unter die Bettdecke: "Leck es wieder sauber." Der Zug an den Haaren ließ erst wieder nach, als ich anfing. Dafür hielten ihre beiden Hände meinen Kopf in Position. Sie schmeckte nicht gut. Das ging eine Weile so. Ich fand, es war widerlich. Zwei Wochen nach ihrem Geburtstag hörte es auf. Wir hatten eine Gouvernante erhalten und Elisabeth hatte sich verändert. Während der nächsten Jahre war sie ein schamhaftes Mädchen, das ihre Energie ins Lernen steckte. Jungengeschichten hatte sie keine. Zumindest konnte ich mich an keine erinnern. Was diese Geschichte mit mir gemacht hat? Nun ich wusste von da an, ich sei leicht zu dominieren. Ich suchte mir für meine Freundschaften Mädchen, die einen burschikosen Ton hatten. Den meisten war es eine Freude, mich zu öffentlich vorzuführen und sie bestimmten, wie lang die Küsse waren und vor allem an welchen Stellen. Und so lernte ich Jahre später Carmen kennen.
Unser Brunch ging recht rasch vorbei. In unserer Familie redeten wir nicht viel mit einander. Und ich war ja nicht da. Mein Vater bestand auf der Rückfahrt darauf, dass ich mich neben ihn setzen sollte. Ich konnte ahnen warum. Ich schloss meine Beine und streifte das Kleid glatt. Carmen nahm wieder im Fond Platz. Sie saß auf der Fahrerseite. Sie wollte mich im Blick behalten. Sie wusste warum. Ich hatte offensichtlich nicht mit der Durchtriebenheit meines Vaters gerechnet. Er machte keine Anstalten mir an die Schenkel zu gehen. Er schob seine rechte Hand hinter meinen Po und drückte sie an. Mit der Linken steuerte er das Fahrzeug. Ich konnte nicht wegrücken und ich wagte nicht ihn anzukeifen. Carmen grinste. Das sah ich im Rückspiegel meines Sonnenschutzes. "Es ist doch gar nicht sonnig." Mein Vater klappte den Schirm wieder hoch und legte seine rechte Hand wieder dorthin, wo sie mich störte. Carmen machte dem ein Ende. Sie rief plötzlich: "Du kannst uns hier rauslassen, wir wollen noch ein wenig im Park spazieren." Mein Vater zog seine Hand raus, stoppte den Wagen, beugte sich an mein Ohr und flüsterte: "Ich wusste, das gefällt dir." Ich löste schnell den Gurt und stürzte fast aus dem Wagen. Mein Vater hupte als er wieder losfuhr. Jetzt erkannte ich wo wir angehalten hatten; vor der Wohnung von Nicole. "Wir holen deine Strickjacke ab, Schatz." Und Carmen klingelte schon an der Tür.
Nicole kam mit der Jacke heraus und gab sie an Carmen. Zu mir rief sie mit süffisantem Blick: "Du siehst süß aus in dem Kleid Charly, und mit den Schuhen." Dann umarmte sie Carmen zum Abschied und wir liefen nach Hause. Carmen hatte eine Schirmmütze über ihren Kopf gezogen. In der weiten Hose und mit meinem Hemd, sah sie von hinten aus wie ein schmächtiger Mann. Mit meinen hohen Absätzen überragte ich Carmen. Carmen legte ihren Arm um meine Taille. Wir gingen umschlungen. Das war überraschend. Man konnte uns in diesem Moment wohl für ein Liebespaar halten. Kurz wir gingen nach Hause. Ich machte mich frisch und dann rief mich Carmen hoch. Als ich die Treppe hinaufging, fiel mein Blick auf unser Bad. Die Tür stand offen, Carmen mit heruntergelassener Hose und nacktem Po unserer Kloschüssel zugewandt. Sie pisste im Stehen. Es spritzte rundum. Sie drehte ihren Kopf mir zu und sagte: "Das kann ich auch. Du hast Putzdienst. Das Klo wirst du wohl in dieser Woche mehrmals täglich putzen." Ich fragte sie, was das nun solle. Sie spottete nur zurück: "Ich habe dich so oft gebeten im Sitzen zu pinkeln. Wie hat mich deine Ignoranz geärgert. Jetzt musst du es. Und das finde ich richtig gut. In dieser Woche kannst du mal sehen, was es heißt ein Klo zu putzen, auf dem Männer nicht sitzen, wenn sie ihr kleines Geschäft erledigen." Ich war bedient. Beim Herausgehen drückte sie mir einen Putzlappen in die Hand: "Du kannst gleich anfangen. Aber zieh dir erst den Putzkittel dahinten über. Latexhandschuhe findest du im linken Badeschrank." Der Tag endete disharmonisch. Carmen surfte noch im Internet, ich putzte erst das Klo und schaute dann ein wenig Fernsehen. Hunger hatte ich keinen mehr. Ich ging früh zu Bett.
Wochentage
Gestern Abend hatte ich noch mit Nicole im Internet gechattet. Der Samstagabend war doch echt toll gewesen. So viel Spaß hatte ich schon lange nicht mehr. Nicole hatte mich in einen Frauenclub geführt. Da hatten Männer keinen Zutritt. Samstags war da Disco. Nicole hatte ein rotes Bustierkleid angezogen und trug sehr hohe High Heels. Das Bustierkleid zeichnete ihre Körperschwung wunderbar nach. Sie war so ein toller Blickfang. Ich in meinem Aufzug bildete das herbe Kontrastprogramm. Wir tanzten zu tollem Funk und gutem Discosound. Immer wieder tanzten mich andere Frauen an, umgarnten meinen Körper. Aber ich hatte nur Augen für Nicole.
Immer wenn wir in die Schwaden des Trockeneises tauchten, wurde langsame Kuschelmusik gespielt. Und jede Frau griff sich die nächste und es wurde gekuschelt. Der Nebel war so dicht, wir sahen uns kaum genau. Aber wir spürten uns umso genauer. Ich fühlte einige tolle Frauenkörper. Und wenn Nicole mich packte, dann wusste ich es sofort. Wir hatten viel Spaß. Da kam mir auch die Idee mein Toilettenverhalten zu ändern. Die hatten da nämlich ein Pissoir zur Auswahl. Nicole und ich tranken an diesem Abend viel. Es rutschte schnell durch und wir liefen immer wieder prustend zur Toilette und pissten im Stehen um die Wette. Wir kamen uns zwar ziemlich albern vor, aber wir ließen uns gehen.
Hinterher gingen wir noch zu ihr. Das muss so gegen ein Uhr gewesen sein. Morgens wachte ich dann doch in meinem Bett auf. Dann hatten wir Charlys Familie am Hals. Das hätte ich Ihr gar nicht zugetraut, sein Verschwinden so einfallsreich zu erklären. Die hatten überhaupt nichts gemerkt. Ich hatte mir noch mal genau angesehen, wie Charlys Vater auf der Rückfahrt drauf war. Dessen Gegrabsche bestätigte mich. Dieser Kotzbrocken hatte nichts gemerkt. Er ging seinem Sohn an die Wäsche, weil er ihn für eine Frau hielt.
Der Montag verlief ruhiger. Das Ärgerlichste waren Carmens Toilettengänge und jedes Mal rief sie: "Schatz, sauber machen." Das genoss sie. Das war wohl ihre Strafe für meine Sturheit vor dem Klo. Das geschah mir recht so. Es war eklig, die Pisse anderer wegzuwischen, auch wenn es die der eigenen Frau war. Auf solche Spielchen stand ich überhaupt nicht. Nachdem ich den Ärger weggesteckt hatte, kamen Carmen und Ich besser miteinander aus. Der Geburtstag war vorbei, mein Vater überstanden. Wir schliefen aus, Carmen fand Gefallen daran mit mir zu Kuscheln, wir standen dann irgendwann auf und frühstückten. Danach kümmerte sie sich um mein Make-Up. Das genoss ich. Sie saß vor mir, beugte sich über mich, strich mir den Kajal auf, pinselte das Mascara auf die Wimpern, puderte meinen Teint und massierte immer ein wenig meine Schläfen. Das war schön. Nachdem ich jetzt eine Jacke hatte, konnten wir auch ausgedehnte Spaziergänge unternehmen. Ich fror nicht mehr so leicht. Wenn wir in die nähere Umgebung fuhren, stieß ich wegen meiner Aufmachung nirgends auf Irritationen. Allenfalls spöttische Bemerkungen über mein Schuhwerk hörte ich: "Da tippelt die hier in Pumps rum." — "Da brechen bestimmt gleich die hohen Absätze." Nichts dergleichen geschah.
Donnerstag wachte ich früh auf. Carmen lag eng umschlungen an mir. Sie lächelte so süß. Ich mochte es gar nicht glauben. Ich gab ihr einen Kuss auf die Stirn, strich ihr durch die Haare und entzog mich vorsichtig. Ich wollte sie nicht wecken. Carmen war gestern Nachmittag noch kurz in der Stadt gewesen. Für den Morgen hatte sie mir einen neuen Slip rausgelegt. Ganz schwarz war er und hatte eine ungewohnte Form. Er war etwa länglicher, um den Po rum etwa weiter und oben im Bauchbereich sehr eng. Das war ja ein Mieder. Ich hatte mir die stets so groß vorgestellt. Ich zwängte mich hinein und meine Taille zeichnete sich deutlicher ab. Ich betrachtete mich im Spiegel. Mit meinem schwarzen BH sah ich absolut weiblich aus. An diesem Tag fiel es mir auch schwer von meinem Alt-Ton in die tieferen Bässe zu gleiten. Meine Stimme war tief, aber doch auch im Rahmen von Frauenstimmen. Ich schaute mich versonnen im Spiegel an und streifte dann das Kleid vom ersten Tag wieder drüber.
Inzwischen war Carmen wach geworden. Sie winkte mich zu sich. Ich setzte mich an den Bettrand. Sie umarmte mich von der Seite und sprach leise in mein linkes Ohr. "Gleich frühstücken wir, ich helfe dir beim Make-Up und dann gehen wir noch einmal schwimmen." Da war das Idyll vorbei. Keine zwölf Ferraris würden mich noch einmal in dieses verluderte Bad bringen. Ich zuckte zurück. "Sorry, unser letzter Besuch in der Therme, das war gemein von mir. Irgendwie wollte ich dir wohl eins auswischen." — "Das war ganz schön fies von dir." — "Ich weiß, schau mal in die Tüte." — "Das Mieder, oh danke dafür, das sitzt gut." — "Nein das meine ich gar nicht." Ich stand auf und ging noch mal zum Ankleidetisch und holte eine Einkaufstüte. Ich sah hinein und zog einen neuen Bikini heraus. "Den anderen schmeißen wir weg." Carmen hatte wohl was gut zu machen. Türkisfarben und richtig viel Stoff — kein String. "Zieh in mal an." — "Jetzt gleich." — "Ja, darin siehst du bestimmt sexy aus." — Ich tat, was sie wünschte. Raus aus Kleid und Mieder. Rein in den Bikini. "Dreh dich um." Ich drehte mich. Ich hatte wohl etwas zu viel Schwung. Meine Brüste wippten etwas nach links als ich die Drehung beendet hatte. "Du hast so einen sexy Po." Carmen war ganz begeistert.
Nachdem die letzten beiden Tage gut gelaufen war, Charly reichlich Gelegenheit hatte seine Klosünden zu büßen und wir einige Spaziergänge unternommen hatte, besserte sich mein Gefühl für Charly enorm. Zunächst bekam ich ein schlechtes Gewissen wegen des Schwimmbades. Das musste ich korrigieren. Diese Tat konnte so nicht stehen bleiben. Ich beschloss ihr einen neuen Bikini zu kaufen. In der Stadt sah ich dann in dem neuen Dessous-Geschäft dieses Mieder im Schaufenster. Ich nahm es einfach für Charly mit. Das würde ihrer Feminität noch mal einen Schub geben. Als ich Donnerstag -Morgen aufwachte und sie in ihrem Kleid sah, unter dem sich Charlys Taille stärker abzeichnete, machte mich das an. Dann drehte sie in sich diesem türkis farbigen Bikini vor mir und ihre Brüste wippten so begierig. Da war es um mich geschehen. Ich wollte Charly vernaschen. Das kam so über mich. Von dem ersten Abend mit Nicole wusste ich, wie es funktionieren würde. Mein Vorspiel war nicht ganz so aufwendig. Ich griff Charly an ihrer Taille, zog das Bikini-Höschen runter und sie ins Bett zurück. Sie fiel über mich, rollte hinter mich und ich drehte mich ihr zu. Ich gab ihr einen heftigen Kuss und löste in ihrem Rücken die Bikini-Körbchen, streifte sie ab. Ich war ohnehin noch nackt.
Carmen hatte mich so plötzlich neben sich ins Bett gezogen, dass ich gar nicht wusste, wie mir geschah. Sie küsste mich dann und im nächsten Moment war ich nackt, da erkannte ich ihre Absicht. "Was hast du vor", hauchte ich. "Ich vernasch dich", hauchte sie zurück. Carmens Körper über mir fühlte sich schön an. Carmen ließ ihre Brüste über meinen hängen, stützte sich in den Ellenbogen neben mir und drückte ihr Becken zwischen meine Schenkel. Ich spreizte sie. Da rutschte ihr Becken nach und ich spürte ihre Vulva auf mir, feucht, warm und etwas Festes. Sie rieb sich an mir und ich merkte es erregte mich. Ich drückte sie an mich, streichelte ihren Po. Sie wurde sehr intensiv. Ich spürte eine starke Spannung. Sie kam und stöhnte sehr laut. Ich war danach nass im Schritt. Carmen sank neben mich und sagte, "das war schön". So richtig was erlebt hatte ich nicht; War zu eingeklemmt. Es ging mir zu schnell. Ich stand auf und duschte mich.
Wir fuhren dann später noch mal ins Schwimmbad. Das war wie ausgetauscht. Mütter mit ihren Kindern, ältere Leute, ein paar Studentinnen, die trainierten und einige andere waren im Becken und tummelten sich im Trockenen. Ich fiel überhaupt nicht auf. Ich konnte einige Bahnen schwimmen und ich genoss es immer mehr, wie sich das Wasser zwischen meinen Brüsten teilte. Carmen schwamm neben mir und lächelte mich immer wieder an. Wir waren drauf und dran die Rollen zu tauschen, nur dass wir beide Frauen waren und sie die Rolle des Mannes übernommen hatte. Ihre Dominanz wurde immer stärker, sie traf die Entscheidungen — ich war die Dankbare.
Freitag sollte ich zum Pilates gehen. Dieser Sport könnte mir gut tun, meinte Carmen. Carmen hatte mich in einer Schnupperstunde angemeldet. Sie meinte Yoga wäre nichts für mich. Pilates sei ähnlich und passe besser zu meiner Figur. Wie sie das immer meinte. In meinem alten Sportverein hatten die Jungs immer wieder über diesen Frauensport gelästert. Im Winterhalbjahr absolvierten wir regelmäßig ein Krafttraining in einem Fitnessstudio. Es lag im 2. Stock eines riesigen Gebäudekomplexes. Das Studio verfügte über große Außenfenster, die auf einen Innenhof zeigten. Schon an unserem ersten Trainingsabend hatte einer der Jungs auf der anderen Seite des Innenhofs Frauenturnen entdeckt. Schnell standen wir anderen am Fenster. Schon begann das Gefeixe. "Sexy Ballett-Übungen." — "Problemzonenquarantäne" — "Boa, hatt`die `nen geilen Arsch" — Männer halt unter sich. Mir war also schon etwas mulmig bei dem Gedanken in so einem Kurs anzufangen. Ich konnte mir das nicht anstrengend vorstellen. Pilates sollte mir gut tun?
Carmen drängelte mich, gab mir eine neue lila Sporttasche. "Darin findest du alles, was du benötigst. Komme wir haben es jetzt eilig". Sie fuhr mich ins Studio und traf sich dann woanders mit Nicole zum Yoga. Sie setzte mich vor dem Gebäude ab, dass ich schon kannte. Mir wurde mulmig. Ich ging hinein, da rief mir eine junge Frau in bester Stimmung ein Hallo entgegen. "Neu hier?" — "Ja, ich bin zum Pilates angemeldet." Sie fragte nach meinem Namen, suchte eine Karte heraus und blickte mich mit ihren grünen Augen an. "Zum ersten Mal beim Pilates?" Ich bejahte. "Das wird bestimmt gut. Die anderen Mädels sind alle sehr nett." Das hatte ich wohl verdrängt. Diesen `Sport' übten nur Frauen aus. Sie zeigte mir noch den Weg in die Umkleide, öffnete mir die Tür und ich war mittendrin. Die Luft war leicht feucht. Einige Frauen kamen in ihre Handtücher eingewickelt vom Duschen, andere saßen in Slip und BH auf Bänken und quatschten und wieder andere zogen sich gerade ihr Turnzeugs an. Einige blickten auf mich und taxierten mich blitzschnell, sagten aber nichts. Nun gut fröhliche Hallos hörte ich schon und neugierige Fragen nach meinen Vorerfahrungen.
Ich öffnete meine Sporttasche und war wieder auf eine von Carmens Frivolitäten gefasst. Aber ich irrte mich. Carmens letzte Charme-Offensive schien festere Grundlagen zu haben. Ich fand absolut ungewöhnliche Sportsachen in der Tasche. Eine -¾-Hose in schwarz mit lila Bund der im Schritt eine Herzform andeutete. Dazu ein knappes lila T-Shirt. Ich fand noch ein lila Handtuch. Das war es schon. Einige der Frauen machten sich auf den Weg, blickten zurück und fragten mich: "Willst du auch zu Eileen?" So hieß meine Trainerin. Ich nickte. "Komm beeil dich, wir kratzen nicht." Zwei der Frauen kicherten kurz. Ich stand auf, verstaute mein Klamotten im Spind und es ging los.
Eileen begrüßte mich, stellte mich den anderen vor und bat mich im vorderen Bereich zu bleiben, damit sie selbst besser sehen könne, ob ich die Übungen auch korrekt ausführen würde. Was sollte ich tun, verstecken war nicht. An der Frontseite hatte der mittelgroße Raum eine Spiegelwand auf der rückwärtigen Seite Fenster. Im Spiegel konnte ich mich, die anderen Frauen sehen und auch, dass im Fitness- Studio nichts los war; keiner an den Fenstern, immerhin. Die anderen Frauen legten ihre Handtücher auf die Matten. Ich tat es ihnen nach.
Eileen blickte mich an und erklärte. "Wir beginnen mit Vorübungen, zum Aufwärmen. Zunächst bitte die Hände unter den Brustkorb legen und das Power House bilden." Noch bevor ich fragen konnte, sprach sie in meine Richtung. "Das ist als wenn du vom Beckenboden her einen Reisverschluss schließen würdest. Den Bauch ziehst du zur Wirbelsäule hin und den Beckenboden spannst du an. So als müsstest du dringend zur Toilette." Das ging ja gut los. "Spannung halten. Jetzt in den Brustkorb durch die Nase einatmen und durch den Mund wieder raus. Beim Pilates haben wir eine laute Atmung." Was das bedeutete merkte ich gleich. Wir waren zu siebt im Raum. Sechs `Schülerinnen' und Eileen. Die anderen hatten keine Hemmungen. Ihr Atmen klang fast schon wie ein Stöhnen. Ich war da verhaltener.
Nach den Vorübungen begannen die Pilates-Übungen. Die erste hieß "The Hundred" — wir lagen mit dem Rücken auf dem Boden, Power-House inklusive, Beine in der Table -Top-Position, d.h. Oberschenkel senkrecht zur Hüfte gestreckt, in den Knien 90 Grad geknickt, die Arme nahe dem Körper auf dem Boden ausgestreckt. "Die Füße zeigen Point. Beim Pilates haben wir zwei Fußstellungen. Point bedeutet, sie sind gestreckt. Flex heisst, sie werden zur Wade herangezogen." Das bekam ich locker hin. "Kopf und Schultern vom Boden heben. Schultern tief. Arme strecken, die Handflächen zeigen nach oben und jetzt mit fünf Einatmungen die Arme heben, die Hände drehen und mit fünf Ausatmungen zurück." Das bereitete mir keine Schwierigkeiten. So weit ich sehen konnte, den anderen auch nicht. "Das ist ja wie im Kreißsaal." Allgemeine Heiterkeit. Nur ich lachte nicht wirklich. Die nächste Übung hieß "Criss Cross". Die Ausgangsposition wurde beibehalten. Wir mussten nun die Hände an die Ohren nehmen und die Ellenbogen ausrichten. Wenn der linke Arm zu Boden ging, musste das rechte Bein zum Boden hin gestreckt werden. Anfangs war das kein Problem. Doch bei der dritten Wiederholung atmete ich angestrengt und mir war heiß geworden, die Spannung im Bauch konnte ich kaum noch halten. ;Von wegen "Mädchen-Tralala". Und es kamen noch einige Übungen hinterher; Swimming, Heel Beats, Rolling Like a Ball, Side Kicks und Shoulder Bridge. In den Pausen dazwischen quatschten die anderen Frauen. Eileen sparte in ihren Anleitungen nicht an Bemerkungen wie "Die Übung macht einen schönen Po." — "Die Übung strafft die Oberschenkel." Und Ähnliches. Ich will nur noch eine Übung beschreiben. "Leg Pulls Down". Wir starteten wieder die Beine senkrecht gestreckt, dann mussten wir beim Einatmen die Beine über den Kopf führen, den Boden berühren. Das war gar nicht so einfach. So weit kam ich erst bei der dritten Wiederholung. Mit der Ausatmung mussten wir die Beine spreizen. Mit der nächsten Einatmung die gespreizten Beine wieder zurück in die Senkrechte über der Hüfte führen, beim Ausatmen die Beine schließen, Füße Point, dann die Beine absenken und zurück in die Ausgangsposition. Diese Übung hatte es in sich. Und ich hoffte immer, oben an den anderen Fenstern mögen keine Männer stehen. Zum Schluss gab es noch Abwärmtraining, drei Entspannungseinheiten.
Eileen trat hinterher zu mir, berührte mich am Arm und fragte mich, "Na wie hat es dir gefallen?" — "Ich fand es anstrengend und schön." — "Dafür, dass es dein erstes Mal war, sah es schon sehr gut aus. Ich glaube du hast Talent und Körpergefühl für diese Sportart. Kommst du wieder?" Ihr Lob machte mich verlegen. "Ja, ich denke schon." Eileen lächelte. Die anderen Mädels hatten den Raum schon verlassen. Ich ging in die Umkleide. Meine Trainingspartnerinnen hatten ihr verschwitztes Zeug ausgezogen und waren nackt. Sie blickten mich an und riefen, komm mit wir duschen noch, das ist immer spaßig." Sollte mich Carmen am Ende doch wieder in einen Szene-Club gelockt haben? So verschwitzt wie ich war, musste ich mich der Situation stellen.
In der Dusche geschah dann absolut nichts, was ich nicht erzählen könnte. Die Mädels alberten rum, ließen ihre Brüste wippen und cremten sich wechselseitig ihre Rücken mit Duschgel ein. Einige wuschen sich auch wechselseitig die Haare. Lioba, die Namen konnte ich mir im Lauf der nächsten Wochen allmählich merken, hatte plötzlich einen Schlauch in der Hand und spritze uns anderen lachend ab. Brrr, war das kalt. Ein Gekreische - und viel Lachen. "Musst nicht denken, dass wir alle lesbisch sind." Lioba hatte sich in der Umkleide neben sich gesetzt und streifte sich gerade ihren BH über. "Wir sind schon länger zusammen hier beim Pilates. Und da hat es sich eines Tages so ergeben. Wir waren nach ein paar Übungen so gestresst, dass — du ich weiß gar nicht mehr, wer es war — eine anfing, einer anderen den Rücken zu schrubben. Das war so angenehm entspannend. Wenn du willst, nächste Woche können wir es ja mal versuchen. Magst du, du kommst doch wieder oder?" Ich nickte, als ich in meinen Slip schlüpfte. "Schön, ich glaube, du passt gut in unsere Clique, oder was denkst du?" Nach dem Duschen fühlte ich mich besser, war guter Stimmung und nickte mit dem Kopf. Wir scherzten noch eine Weile, wäre ich ein Mann gewesen, hätte ich gedacht, Lioba flirtete mit mir. "Kommst du noch mit ins Café nebenan. Wir trinken noch Bionade zusammen."
Als Carmen mich im Studio abholen wollte, war ich im Café. Carmen musste alleine nach Hause fahren. Ich saß mit einigen der fünf Frauen im Café und lauschte ihrem Frauengespräch und nahm mir vor ein paar Frauenzeitschriften zu kaufen, damit ich beim nächsten Mal besser mitreden konnte.
Ich hatte mich auf das Yoga mit Nicole gefreut. Zwischen den Übungen lächelten wir uns an. Die anderen Frauen aus unserem Kurs merkten nichts. In den Pausen zwischen den Kursen scherzten wir über Männer, das Übliche halt und einige hatten ein paar Fragen zur Glyx-Diät. Obwohl die Übungen anstrengend waren — Power-Yoga — verging die Zeit auf angenehme Weise. Zwischen Nicole und mir baute sich eine erotische Spannung auf. Wir legten unsere Matten zum Ende des Kurses langsam in ihre Boxen zurück, plauderten noch mit Marleen, unserer Trainerin, und gingen dann in die Umkleide. Wir waren dort die letzten. Wir wussten die anderen würden sich beeilen. Und wir wussten, nach unserer Yogastunde wäre in unserem Club erst einmal Mittagspause. Wir halfen uns beim Auskleiden. Nicole hatte so einen schönen Körper. Ihre Bauchmuskeln zeichneten sich straff ab; Keine Sixpacks, aber ein wohlgeformter flacher Bauch. Wir gingen in die Dusche. Außer uns war keine mehr dort. Wir duschten lange. So kam es, dass ich verspätet zu Charlys Pilatesstunde fuhr. Sie war schon weg. Na, dachte ich, sie weiß sich jetzt wohl allein zu helfen. Und fuhr nach Hause. Charly war nicht dort.
Noch eine Kindheitserinnerung
Nicole war ganz irritiert als ich erst um 16 Uhr nach Hause kam. Wie schaute sie erst, als sie Lioba von unserem Haus fortfahren sah, während sie mir die Tür öffnete. "Wird wohl langsam Zeit, dass unser Urlaub zu Ende geht. Wenn die wüsste, wer du wirklich bist, Charly, die hätte dich nie nach Hause gefahren." — "Wieso denn nicht?", gab ich keck zurück und hob die linke Hüfte etwas an. "Frauen stehen nicht auf Transen.", gab sie mir trocken zurück. Sie wollte gar nicht wissen, wer mich nach Hause gefahren hatte. Sie ging nach oben. Merkwürdig.
Ich wusste, ich hatte noch etwas Hausarbeit zu leisten. Ich packte meine verschwitzten Sportsachen aus und legte sie in die Wäsche. Morgen würde ich noch einmal eine Maschine starten. Das wäre dann mein letzter Hausdienst als Hausfrau. Ich atmete durch. Ich begann meinen Dienst, na klar, mit dem Kloputzen. Nicole hatte es nicht sein lassen können. Es nervte. Ich ging dann in den Keller. Dort hatten wir einen Hausarbeitsraum. Ich hatte noch zu bügeln. Das machte ich jede zweite Woche. Nur dieses Mal war es extrem viel. Ich wusste gar nicht, wo das alles herkam. Carmen hatte einfach die Wäsche von Nicole untergeschmuggelt. Mir fiel das damals gar nicht auf. Heute würde ich auf so etwas nicht mehr reinfallen.
Ich begann das Bügeln der Slips. Wieso hatte Carmen nur in dieser einen Woche so viele Slips getragen? Und wo kamen die ganzen Strings her? Gut, Frauen waren sehr hygienisch. Daran schien Carmen festhalten zu wollen. Sie war ja auch Krankenschwester. Nach einer Weile hatten sich meine Handhabungen automatisiert. Ich glitt in einen milden Rhythmus hinein. Meine Gedanken begannen zu fließen. Ich konnte mir keinen Reim darauf machen. Vielleicht arbeitete mein Unbewusstes im Stillen weiter, nachdem ich Sonntag auf erste Kindheitserinnerungen gestoßen war. Beim Bügel fiel es mir wieder ein.
Meine Schwester hatte nicht so einfach plötzlich aufgehört mich nachts zu besuchen. Wir bekamen kurz nach meinem zwölften Geburtstag, ein halbes Jahr nach dem Tod unserer Mutter, eine Gouvernante. Mir fiel plötzlich auch ihr Name wieder ein, Frau Strass. Nun aber der Reihe nach; ich versuchte meine Assoziationen zu ordnen. Ich hörte dumpfe Geräusche im Haus. Irgend etwas anderes musste mich aus meinem Schlaf geweckt haben. Es war eine unruhige Herbstnacht. Möglicherweise hatte ein Ast gegen mein Fenster geklopft. Die Geräusche, welche ich hörte, schienen aber aus unserem Haus zu kommen. Ich wurde neugierig und ging ihnen nach. Sie führten mich zu unserem Partykeller. Nach Mutters Tod wurde er nie wieder für Feiern benutzt.
Die Geräusche waren deutlicher zu Vernehmen. So als schlüge jemand auf eine Milchtüte ein. Es konnte kein fester Schlag sein. Das Geräusch wiederholte sich unregelmäßig. Ich lukte durch das Schlüsselloch. Ich sah nicht viel. Ich blickte auf ein seitwärts stehende Frau im schwarzen Lederkorsett. Einen älteren Herrn im Kostüm eines englischen Schulmädchens. Er lag bauchlings auf zwei zusammen geschobenen Stühlen. Seine Beine waren gespreizt. Er trug einen String. Immer wieder rauschte eine Lederpeitsche auf ihn herab. Ich musste einige Minuten durchs Loch gucken, um alles erkennen zu können, was ich sah. Zum Schluss ahnte ich, der ältere Herr war mein Vater. Ich erschrak, rumpelte und sprang davon. Etwas später stand mein Vater an meinem Bett. Ich hatte die Bettdecke bis zu den Schultern hochgezogen, die Hände über die Decke gelegt und stellte mich schlafend. "Das muss der Wind gewesen sein. Charles schläft fest." Mein Vater ging raus. Ich blinzelte und sah die Dame im Lederkorsett — Frau Strass.
Am nächsten Morgen war ich irritiert.- Ich hatte inzwischen fünf Blusen und acht Handtücher gebügelt. — Meine Erinnerungen kamen bruchstückhaft in mir hoch. Frau Strass machte uns das Frühstück. Mein Vater kam herein. Alles wie sonst üblich. Ich schaute genau hin. Frau Strass musste es gesehen haben. Ich bemerkte keine Veränderung an beiden. Mein Vater war von keinen sichtbaren Spuren der Nacht gezeichnet. Am Abend desselben Tages wollte ich aufpassen. Das Zimmer von Frau Strass lag auf unserem Flur, damit sie im Krankheitsfall rasch bei uns Kindern sein könnte. Mein Vater schlief parterre. Ich hatte mein Periskop in Stellung gebracht und beobachtete damit die Schlafzimmertür von Frau Strass. Kurz nachdem wir Kinder zu Bett geschickt worden waren, tauchte Elisabeth auf dem Flur auf. Sie ging auf Zehenspitzen. Sie blickte kurz über beide Schultern und verschwand dann im Zimmer von Frau Strass. Ich wusste in unserem Haus gab es keine Zimmerschlüssel. Ich näherte mich also wieder dem Schlüsselloch. Ich sah noch so gerade wie Elisabeth unter der Bettdecke von Frau Strass verschwand; von den Füßen her. Was hatte das zu bedeuten? Machte Elisabeth an Frau Strass das, was ich zuvor an ihr hatte ausüben müssen? Ein Geräusch im Haus erschreckte mich und ich stieß leicht mit dem Kopf an die Türklinke. Im nächsten Moment lag ich wieder in meinem Bett. Nichts geschah.
Ein paar Tage später. Es war ein Nachmittag. Ich hatte meine Schularbeiten erledigt und sie Frau Strass vorgelegt. Sie schloss das Heft, stand auf und kam zu mir. Sie griff mir unter den rechten Arm und zog mich hoch. Sie blickte mir streng in die Augen: "Auf die Knie!" Ich kniete nieder. "Bist du wohl ein böser Junge?" — Ich verstand nicht. Hatte ich so viele Fehler in den Übungen geschrieben? Ich schüttelte den Kopf. "Verstockt bis du auch noch. Komm mit." Sie zerrte mich hinter sich her. Wir gingen auf ihr Zimmer. "Zieh deine Hose aus. Du wirst bestraft. Du bist ein böser Junge. Dein Vater hat mir die Straferlaubnis erteilt." Ich wusste, das stimmte. Mein Vater hatte uns ausdrücklich darauf hingewiesen. Wir sollten zu gesunden, klugen Menschen erzogen werden. Da könnten Strafen nicht ausbleiben. Das waren in etwa seine Worte gewesen. "Zieh dich aus — die Unterhose auch" Die Stimme von Frau Strass war kalt. "Leg dich auf das Bett." Ich tat was sie sagte. Sie spreizte meine Beine. Sie berührte mein Glied kurz mit beiden Fingern. Dann öffnete sie eine Schublade ihrer Kommode, entnahm Draht und eine Zange. Sie schnitt den Draht zurecht und wand ihn um meinen Penis. Sie nahm einen Kettengürtel und legte ihn um meinen Bauch. Sie wickelte den Draht so, dass dieser mit einer anderen kürzeren Kette verdrahtet werden konnte. Ich sollte mich aufs Bett knien. Sie ging um mich rum. Dann zog sie an der Kette und befestigte diese hinten an dem Kettengürtel. Mein Penis war straff an den Bodenbecken gezogen. Es war ungewöhnlich, schmerzte aber nicht besonders. Sie ging wieder vor mich. Blickte mich an und sagte: "Schon besser." Sie betatschte mich im Schritt. Dann schob sie meine Hoden höher, nahm ein Klebeband und klebte es quer über die Stelle an der mein Penis aus dem Bauch ragte bis über beide Schenkel. "Viel besser." Sie griff nach meinen Haaren. "Könnte gehen", murmelte sie, holte zwei Haargummis aus ihrer Handtasche und flocht mir hinten zwei Zöpfe. Kurz darauf rief sie Elisabeth.
In einen roten Rock gekleidet kam sie ins Zimmer. Sie trug einige Sachen auf dem Arm, die sie gleich Frau Strass reichte. Meine Schwester strahlte als Frau Strass mich ihr vorführte. "Schau Elisabeth, das ist deine neue Schwester." Da trat Elisabeth näher. Sie verstand es als eine Aufforderung mich zu untersuchen. Sie betrachtete meine Ketten und kicherte. Mit ihren Händen befingerte sie meine leeren Hosensäckchen. "Das ist ja wie bei mir. Wie hast du es geschafft ihn in ein Mädchen zu verzaubern? Hast du seinen Lümmel tatsächlich abgeschnitten?" Frau Strass beugte sich über sie, umarmte sie von hinten und sagte laut, "wir Frauen sind stark. Wir brauchen keine Angst vor Jungs zu haben. Ich habe magische Kräfte." — "Kann ich sie untersuchen? Du hast es versprochen." Frau Strass wies mich an, mich auf das Bett zu legen. Elisabeth setzte sich neben mich und strich mit ihrer rechten Hand über meinen Körper, über Beine, Hüfte, Bauch. Die rechte Brust versuchte sie zu formen. "Das ist noch nicht so mädchenhaft. Dann strich sie mir über den Kopf und die Haare. "Die Zöpfe finde ich niedlich." Sie hatte noch nicht genug. Sie befingerte noch einmal meinen verschwundenen Penis. "Wirklich, das ist wie bei mir. — Wieso ist denn da ein Klebeband?" Frau Strass antwortete im Nu. "Das tragen böse Mädchen. Daran erkennst du sie." Elisabeth ließ ihre Hand die Kette entlang gleiten, sagte aber nichts mehr. Sie drehte sich zu Frau Strass, schaute sie mit ihrem kindlichsten Blick an und fragte schüchtern: "Muss meine Schwester für meine Untersuchung bezahlen?" Frau Strass nickte. Elisabeth stand auf. Ich musste vor ihr niederknien. Frau Strass beugte mich. Elisabeth hob ihren Rock. Sie war nackt. Ich ahnte, was sie sich als Bezahlung vorstellte. Frau Strass sah dabei zu. Als Elisabeth genug hatte, zog sie an meinen Zöpfen.
Ich musste mich danach einkleiden. Es waren die Sachen, die Elisabeth mitgebracht hatte. Es war offensichtlich ihre Aufgabe, mir die Kleidung anzureichen. Zuerst erhielt ich eine neue Unterhose. Diese war sowohl an den Beinen als auch zum Bauch hin länger als ich es sonst gewohnt war. Ich schlüpfte vorsichtig hinein. Die war ganz schon eng und drückte meinen Taille zusammen. Ich musste mich dann um mich drehen. "Gut, nichts zu sehen und schöne Kurve. - Hier, diese Strumpfhose trägst du die nächsten Tage." Ich erhielt eine graue Wollstrumpfhose. Sie kratzte auf der Haut. "Das kratzt?", fragte Frau Strass hämisch. Als nächstes reichte sie mir ein rosa Kleid, es war im Brustbereich dreieckig ausgeschnitten. Ich schlüpfte hinein. Das ärmellose Kleid reichte mir bis knapp über den Po. Sein Ausschnitt zeigte viel meiner flachen Brust. Wenn ich mich vorbeugte, waren meine Brustwarzen zu sehen. Als Schuhe gab sie mir rosa Ballettschläppchen "Fast perfekt." Ich musste mich um mich drehen und dann vor beiden einen Knicks machen.
Frau Strass lachte laut und Elisabeth lachte mit. Zu mir gewandt: "In diesem Kostüm ist dein Name Aschenputtel. Merk dir das. Wir werden dich auch so behandeln, damit du den Namen nicht vergisst." Ich musste dann vor beiden in die Küche hinuntergehen. Elisabeth kicherte hinter mir. Bei jedem Schritt hob sich wohl mein Kleid ein wenig. Der Slip betonte meinen Po, das spürte ich. Zurück in der Küche ging Frau Strass an einen Schrank, nahm eine Tüte mit grünen, eine mit roten und eine mit schwarzen Linsen heraus. Sie schütte diese auf dem Boden aus. "Sortiere das. Ich fahre mit jetzt Elisabeth ein Eis essen. Nachher bist du fertig. Und alles ist hier sauber. Sie schüttete noch Mehl über alles aus."
In dieser Zeit kam unser Vater erst spät abends nach Hause. Morgens war er wieder außer Haus bevor wir mit dem Frühstück begannen. Zum Glück hatten wir Herbstferien. Frau Strass hatte mir klar zu verstehen gegeben, dass ich die ganze Woche in Strumpfhose und Kleid herumlaufen sollte. Sie stellten mir jeden Tag neue Aufgaben im Haushalt. Die beiden ließen mich etwa Kekse backen. Wenn ich den Teig angerührt hatte, kam Elisabeth und spuckte hinein. Ich musste wieder von vorne anfangen. Frau Strass schimpfte: "Böser Junge, pass doch auf." Ich fühlte mich mitten im Grimm`schen Märchen. Nur wo blieb mein Prinz?
Es kam immer nur Frau Strass. An einem Abend führte sie mich wieder in ihr Zimmer. Ich musste die Strumpfhose und den engen Slip ausziehen und vor ihr Tanzen. Sie hatte Schlagermusik auf ihren Plattenspieler gelegt. Sie gab mir genaue Anweisungen, wie ich mich zu bewegen hatte. Ich musste mich schwungvoll drehen. In solchen Momenten flog mein rosa Kleid hoch bis zum Bauch. Frau Strass blickte mich mit großen Augen an. Als sie genug gesehen hatte, sollte ich mich auf ihr Bett legen — auf den Bauch und meine Beine spreizen. Sie setzte sich neben mich. "Du bist ein schlimmes Mädchen, Aschenputtel. Mich so zu verführen." Ihre Hand ging die Kette entlang. Da spürte ich ihren langen Fingernagel an der Spitze meines Penis. Sie schob ihren Nagel in dessen Einkerbung. Das schmerzte etwa. Sie zog zurück und schob den Nagel wieder rein. "Oh, das gefällt dir, wusste ich es doch. Du wirst feucht, du schlimmes Mädchen." Etwas später stand sie auf: "Du bist so ein böses Mädchen, ich habe dich gewarnt." Sie prügelte meinen Po mit einem Stock. Danach schob sie etwas in mich hinein. Als ich wieder allein war, spürte ich einen kurzen Faden an meinem Po hängen. Frau Strass sagte dann noch: "Ich weiß, du hast deine Tage. Deswegen bist du so böse. Das bleibt drin. Wenn du groß auf Toilette musst, wirst du mir Bescheid sagen. Ich wechsle es dann aus. Wenn ich merke, dass du es herausnimmst, dann werde ich dich hart bestrafen." So fummelte mir Frau Strass über acht Tage lang mehrmals am Tag am Po rum.
Als ich wieder in die Schule gehen musste, befreite mich Frau Strass von allem. Das einzige, was sie mir auch an Schultagen weiterhin befahl, war es rosa Mädchenslips mit Rüschen zu tragen. Im Sportunterricht hatte ich viel damit zu tun, mich möglichst geschickt umzuziehen, damit die anderen Jungs nichts merken würden. Das war ziemlich unangenehm. An Wochenenden war ich wieder das Aschenputtel. Ich musste aufpassen, meinem Vater in diesem Kostüm nicht zu begegnen. Er interessierte sich in dieser Zeit nicht für mich. Er hatte im Betrieb viel Arbeit. Ich sah ihn eigentlich nie. Frau Strass Anweisung hätte mir sagen können, dass sie sich über das Ausmaß ihrer Strafgewalt nicht so ganz sicher war. Aber ich war viel zu verängstigt. An wen hätte ich mich auch wenden sollen? Während des nächsten halben Jahres musste ich einmal im Monat für ein paar Tage die spezielle Pobehandlung über mich ergehen lassen. In der Schule ging ich nicht groß auf die Toilette. Szenen, wie diejenige, die mit der Prügelstrafe endete, wiederholten sich einige Male. Wie oft es war, kann ich heute nicht mehr genau sagen.
Ein Detail hatte ich noch vergessen. Gerade fällt es mir wieder ein. Elisabeth durfte mir jeden Morgen beim Anziehen zusehen. An meinen "Tagen" zappelte sie an dem Bändchen, welches aus meinem Po ragte. "Es ist noch drin", meldete sie Frau Strass weiter. "Gut, Kleines", gab Frau Strass zur Antwort. Manchmal durfte Elisabeth zusehen, wenn Frau Strass das Ding wechselte. Sie sagte dann: "Da siehst du, was für ein schmutziges Mädchen deine Schwester in diesen Tagen wieder ist. Du bist zum Glück nicht so."
Nach einem halben Jahr war der Spuk vorbei. Frau Strass ging so schnell, wie sie gekommen war. Mein Vater hatte ihr in einer furchtbar lauten Szene fristlos gekündigt. Ich war besonders auf meine Schwester sauer. Sie ging mir geschickt aus dem Weg. Vater schickte sie kurze Zeit, nachdem er Frau Strass gekündigt hatte, auf ein Internat in Frankreich. Bis zur Geburt ihrer Kinder redeten wir nicht viel miteinander. Erst in den letzten Jahren konnten wir bei den seltenen familiären Zusammentreffen etwas small talk betreiben.
"Oh Mist." Ganz in Gedanken versunken, hatte ich ein Loch in ein Handtuch gebügelt. Ich war mit dem Bügeln fertig. Ich räumte alles beiseite und verstaute die Kleidung in Schränken und Schubladen. Ich merkte später, wie Carmen einiges davon in einen Koffer umräumte. Vorher machte ich mir noch einen Café. Meine Erinnerungen hatten mich überwältigt. Ich musste mich setzen. Der nächste Gedanken, der mir durch den Kopf schossen war — ich müsse dringend zu einer Psychotherapie. Zweierlei wurde mir klarer: ich hatte mich auf das Experiment eingelassen, weil ich durch meine Kindheit schon darauf vorbereitet war. Vielleicht hatte mir manches am Aschenputtel-Spielen doch auch gefallen. In Carmen hatte ich mich wohl auch wegen ihrer Impulsivität verliebt, gewiss hatte ich intuitiv die Dominanz einer Frau geahnt, die in dieser Woche an ihr zu Tage getreten war. Als ich den Café getrunken hatte, bereitete ich das Abendbrot vor: Crèpes, süsse und saure.