Re: Katrin, ein Mädchen setzt sich durch
Verfasst: Do 26. Jan 2012, 17:37
50. Neid und Hass
An der Jugendherberge angekommen, wird der Abschied noch etwas ausgekostet, bis Siegfried das Ganze beendet:
"Kinder, Kinder, ihr seht euch doch morgen wieder!"
"Ja, ja, Papa, es ist aber doch so schön"¦"
"Glaub ich dir, macht jetzt mal Schluss!"
Nachdem sich beide verabschiedet haben und Katrin das Auto verlassen hat, geht sie zum Gutshaus auf ihr Zimmer. Neidische und hasserfüllte Blicke ihrer Mitschüler folgen ihr. Katrin bemerkt sofort wieder die vergiftete Atmosphäre von Ablehnung, Neid und Hass.
"Na, das ganze Wochenende herumgehurt? Wie viel haste denn eingenommen?" wird sie von Marion, eine Stellvertreterin von Sabine, angezickt.
"Danke der Nachfrage, ich hatte ein sehr abwechslungsreiches Wochenende! Du mit deiner Gesichtsfünf hättest mir dort nur den Schuhlöffel reichen dürfen!" antwortet Katrin und macht Marion für einen Moment mundtot.
"Katrin, komm bitte zu mir!" wird sie von Frau Schmidt gerufen. Beide gehen ins Gutshaus in den Aufenthaltsraum.
"Schön, dass du pünktlich bist. Wie war dein Wochenende?"
"Ich kann nur sagen, schade das es schon zu Ende ist, es war herrlich und ich fühle mich gut. Aber hier in der Jugendherberge ist irgendwie das Klima vergiftet."
"Du hast recht! Als Alle so früh von der Disko wieder kamen, wollt mir keiner sagen warum, Bodo läuft mit geschwollenen Lippen durch die Gegend und keiner wollte heute in die Stadt gehen. Kannst du mir sagen, was los ist?"
"Können sie sich dass nicht denken? In ihrer überheblichen Art wollten sie die Disko stören, Bodo griff mich an und ich habe ihm den Mund gestopft. Die Jugendliche der Stadt haben die Schnauze voll und schmissen alle raus."
"Das hat dein Ansehen in der Klasse nicht gerade gefördert!"
"Welches Ansehen? Für die war ich doch immer die komische Figur mit der man alles machen kann, nun wehre ich mich und die Typen können damit nichts anfangen. Sie sind neidisch, weil ich von den Jugendlichen der Stadt akzeptiert werde und sie hassen mich, weil ihr Scherz nach hinten losgegangen ist. Im Grunde hat sich nichts geändert, nur die Fronten sind eindeutiger!"
"Komm, lass uns in den Speisesaal gehen, es gibt gleich Abendbrot!"
"So richtigen Hunger habe ich eigentlich nicht"¦"
"Komm, es ist besser das du dich zeigst!"
"OK"
"Nabend, Kleene, wie war dat Wochenende für dich?
"Guten Abend, Frau Bruchmüller! Ohhh"¦ Das Wochenende war sehr schön"¦!"
"Un Kräfte zehrend, na dann jib ich dir mal een bisschen wat zu futtern, damit de wieda zu Kräften kommst!"
"Bitte, nicht so viel, eigentlich habe ich keinen Hunger"
"Schnick schnack, Kleene, du mampfst dat schön uff, ick will nich, dat du als Hungahaken durch de Jejend lofst, sonst jloben alle, ich kann nich kochen!" sprach die Köchin und drückt Katrin ein Tablett mit Abendessen in die Hand, wieder ausreichend für eine verhungerte Kompanie.
Katrin setzt sich diesmal wieder provozierend mitten im Speisesaal an einem Tisch und beginnt seelenruhig mit ihrer Mahlzeit, als lärmend ihre Mitschüler den Raum betraten. Als sie Katrin sehen verstummen sie schlagartig und flüstern sich leise Bemerkungen zu. Einzelne Wörter, wie Schlampe"¦ Transe"¦ schwule Sau"¦ sind für alle hörbar. Nachdem alle ebenfalls ihr Essen empfangen und sich an die Tische gesetzt haben, erkennt ein Außenstehender ein merkwürdiges Bild:
Katrin sitzt im Zentrum des Speisesaales alleine am Tisch und genießt ihre Mahlzeit. Ihre Mitschüler sitzen dagegen am Rande des Saales, so dass zwischen Ihnen und Katrin ein freier Raum entstanden ist. Die Atmosphäre ist von Hass und Neid erfüllt. Wenn Blicke tödlich wären, müsste Katrin 1000 Tode sterben. Aus den leisen Unterhaltungsfetzen, die verständlich sind, ist zu vernehmen, dass die Klasse eine neue Gemeinheit gegen Katrin plant und nicht wissen, dass Katrin gar nicht an der Wanderung teilnimmt.
Nachdem Katrin mit ihrem Essen fertig ist, geht sie auf ihr Zimmer. Dort angekommen schließt sie die Tür und ihre ganze Selbstbeherrschung bricht zusammen. Diese ganze Situation ist nicht spurlos an ihr vorbeigegangen und sie fällt in einen hemmungslosen Weinkrampf. Auf der einen Seite die Liebe und Achtung ihrer neuen Freunde, auf der anderen Seite die Abneigung und der Hass der Mitschüler, dieses Gefühlschaos zermürbt allmählich Katrin. Als Klaus ist sie ja einiges gewohnt und konnte sich abschotten, aber als Katrin gelingt es ihr nicht, sonst kann sie die Zuneigung, Achtung und Liebe auch nicht zulassen. In ihrer Verzweiflung merkt Katrin gar nicht, dass Frau Bruchmüller ihr Zimmer leise betreten hat. Sie ahnte schon während der Mahlzeit, dass ihre Kleene am Ende ihrer Kräfte ist. Schweigend setzt sie sich neben Katrin aufs Bett, nimmt das zitternde Bündel in ihren Arm, drückt sie an ihre Brust und versucht Katrin zu beruhigen.
Es dauert eine ganze Weile, bis sich Katrin beruhigt hat. Instinktiv klammert sich Katrin fest, Halt suchend an dieser mütterlichen Frau. Ihr beruhigendes Gemurmel und die Streicheleinheiten helfen Katrin sich wieder zu fangen. In diesem Moment bekommt Katrin das Alles, wonach sie sich seit Jahren gesehnt hat, die Wärme und Liebe einer Familie.
"Jeht es wieda, meine Kleene?"
"Ja, danke! "¦Warum, warum können Menschen nur so"¦ so grausam sein?"
"Ick weiß es och nich, Kleene!"
Schweigend sitzen beide noch eine ganze Weile beisammen, jede in ihrer eigenen Gedankenwelt und doch auch den Anderen wahrnehmend.
Nachdem sich Katrin beruhigt hat, wünscht ihr Frau Bruchmüller eine gute Nacht, streichelt dabei zärtlich ihre Wange, gibt ihr einen sanften Kuss auf die Wange und verlässt Katrins Zimmer.
51. Endlich Leben
Als Katrin am nächsten Morgen munter wird ist es bereits früher Vormittag. Auf ihrem Tisch im Zimmer sieht sie ein liebevoll geschmücktes Tablett mit Frühstück stehen. Sie kann über Frau Bruchmüller nur immer wieder staunen, dass diese Frau sich so leise bewegen kann und so voller Liebe steckt. Die Menge entsprach mal wieder der Verpflegung für eine ausgehungerte Fußballmannschaft. Katrin verspürt etwas Hunger und macht sich über die Speisen her. Nach dem ausgiebigen Frühstück geht Katrin unter die Dusche. Anschließend kleidet sie sich an. Als erstes kommen die neuen rosafarben Dessous. Tanga und BH bestehen nur aus einem Hauch von Spitze, die zart Katrins Körper umschmeichelt. Es folgen halterlose Strümpfe, eine weiße, dünne Bluse und die Jeans in pink, mit den vielen Strass-Steinchen. Als Abschluss zieht sich Katrin die rosa Pumps mit den sechs Zentimeter hohen Absätzen und die Jacke im Bolerostil an. Alle Sachen, bis auf die Dessous, sind ja gewissermaßen Geschenke ihrer Mitschüler. Der Abschluss der morgendlichen Ankleidezeremonie bildet das dezente Make-up, das Katrin sich langsam mit viel Können auflegt, durch das Permanentmahe-up lernt sie das Schminken immer besser.
Als sie fertig ist, nimmt Katrin das Tablett mit den Frühstücksresten und bringt es in die Küche, in der die Köchin emsig herumwerkelt. Es muss ja aufgeräumt werden und alles für die nächste Gruppe vorbereitet werden.
"Guten Morgen, Frau Bruchmüller"
"Juten Morjen, Kleene, haste jut jeschlafen?"
"Nachdem ich endlich eingeschlafen war, sehr gut. Warum haben sie mich denn nicht geweckt als die Meute abzog? Ich hätte mir das gerne angesehen." sagte Katrin mit einem Blick aus dem Fenster. Der Tag war grau in grau und es nieselte leicht.
"Da hättest du nich ville jesehen, da war dat Wetta noch schön un außerdem haben se nicht besseres verdient, basta!"
"Kann ich ihnen ein bisschen helfen?"
"Nee, nee, lass mal jut sein, Kleene. Kommt den de Verehrer nich jleich zu dir?"
"Nein, erst heute Nachmittag, er hat irgendwas zu erledigen! Silke und Lena sind in die Kreisstadt gefahren um Verwandte zu besuchen, also habe ich nichts zu tun und kann ihnen ein bisschen helfen!"
"Na jut, dann machen wa beede de Unterkunft in Ordnung, Wäsche einsammeln, neue verteilen un een bisschen fejen, mehr is nich." Gemeinsam gehen sie in das Unterkunftsgebäude rüber und machen sich an die Arbeit, die ihnen schnell von der Hand geht. Nur in Katrins altem Zimmer müssen noch die Kampfspuren endgültig beseitigt werden. Katrin selbst steht mit gemischten Gefühlen in diesem Raum.
"He, Kleene, nimm dirs nisch so zu Herzen, det verklemmt dir nur deene Brust. Dat hier ist alles vorbei."
"Meinen Sie wirklich? Ich möchte mich aber daran erinnern, dann weiß ich, dass mein Weg der richtige ist. Eines habe ich gelernt, je mehr andere sich über mich aufregen, desto weiblicher bin ich! Hier ist Katrin geboren und schlimm erniedrigt worden und hier hat sie gleichzeitig ihren Sieg über sich selbst errungen."
"Oh Mann, Kleene, du böscht je ne Philosphin aba rescht haste!"
"Ob jeder Mensch solch einen Punkt hat, wo er die wichtigste Entscheidung seines Lebens getroffen hat?"
"Möglisch, ich weeß es nicht. Komm, lasch uns fertisch werden."
Bis zum Mittag haben sie alles geschafft und gehen Mittagessen. Während der Mahlzeit überwacht Mama Bruchmüller mit Argusaugen darauf, das ihre "Kleene" auch ja genug zu sich nimmt. Katrin muss sie regelrecht bremsen. Sonst hätte sie sich aus der Küche rollen müssen.
Endlich, am Nachmittag ist das markante Knattern von Peters Moped zu hören. Katrin eilt auf ihr Zimmer, zieht den roten Anorak mit dem weißen Webpelzkragen an, schnappt sich ihre weiße Handtasche und eilt zu Peter. Der schnappt sich Katrin sofort, umarmt sie fest und beide versinken in einem innigen und langen Kuss! Voller Rührung schaut Frau Bruchmüller dem verliebten Paar zu.
"Kleene, ruf an, wenn de heute Abend verhindadt bischt nach Hause zu kommen!" unterbricht sie die beiden Verliebten mit einem Schmunzeln im Gesicht. Katrin wird mal wieder knall rot im Gesicht und sagt verlegen:
"Ja, ja"¦ mache ich!"
Beide schwingen sich aufs Moped und Peter fährt stolz wie ein Ritter mit seiner Beute zum Schloss ihrer Träume"¦
Einen Zwischenhalt müssen beide einlegen. Katrin muss zur Ärztin und sich noch die Fäden an ihren Brüsten ziehen lassen. Alles war gut verheilt und es gibt keine weiteren Probleme. So gibt es nichts mehr, was die beiden Verliebten stört.
Die nächsten Tage vergehen wie im Fluge. Die meiste Zeit verbringt Katrin mit Peter zusammen. Beide lernen sich immer besser kennen und ihre Liebe zueinander vertieft sich zusehends. Sie verbringen zusammen Stunden voller Zärtlichkeiten und sonnten sich in der Zuneigung des Partners. Peters Eltern sorgten dafür, dass Katrin ein ganz normales Familienmitglied wird.
Ab und zu trifft sie sich in dieser Zeit auch mit ihren Freundinnen Silke und Lena. Peter ist dann für einige Zeit abgesagt, beim Mädchentratsch hat er nichts zu suchen. Nur bei Shoppingtouren durfte er die Mädels begleiten, als Packesel.
In dieser kurzen Zeit blüht Katrin richtig auf. Sie lernt zum ersten Mal, wie es ist, Freunde zu haben, zu lieben, geliebt zu werden und wie es ist, eine Familie zu haben. Nur eins überschattet ihr Glück, die Sorge um die Reaktion ihres Vaters auf seine "neue" Tochter. Katrin ahnt, dass das sehr hart werden wird, und sie weiter kämpfen muss.
52. Familiennachmittag
Am Mittwoch der letzten Woche von Katrins Aufenthalt sitzen die ganze Familie Rumstein und Katrin gemütlich beim Kaffee zusammen und plaudern über dies und das. In einer Gesprächspause sagt Ingrid ganz beiläufig zu Katrin:
"Morgen, nach deinem Frühstück hole ich dich ab und wir beide machen das Geschäft von Frau Meinhard mit einer Anprobe unsicher!"
"Was für eine Anprobe?" fragt Katrin etwas erstaunt.
"Na für das Kleid, das du zur Hochzeit am Freitag tragen wirst."
"Hochzeit?????"¦ Habe ich da irgendetwas verpasst?" Katrin ist ziemlich verwirrt und blickt auch so um sich. Ingrid sieht ihren Mann an und fängt an herzhaft zu lachen.
"Nein, Katrin nicht eure Hochzeit, die hat noch Zeit, sondern die meiner Cousine Margret am Freitag. Du kommst natürlich mit. Ich habe bei Frau Meinhard ein schönes Kleid für dich bestellt, dass du anprobieren sollst. Anschließend lassen wir uns bei Frau Neumann im Friseurgeschäft runderneuern. Am Freitag früh morgens gehen wir beide noch einmal zu Frau Neumann in ihren Laden und lassen unsere Frisuren für die Feier in Ordnung bringen!"
"Das hört sich nach einem ausgefüllten Programm an, es könnte interessant werden, aber kann ich da so einfach mitkommen? Es ist doch eure Familie." entgegnet Katrin erstaunt.
"Warum nicht!" entgegnet Ingrid, "Du bist doch Peters Freundin und fast verlobt! Als solche gehörst du zu unserer Familie!"
"Und außerdem" sagt Siegfried, "kannst du damit Peter helfen. Nur wenige von der Familie wissen, was mit Peter los ist. Mit deinem Auftreten kannst du den anderen den Mund stopfen und einigen Gerüchten entgegenwirken. Nicht alle Menschen sind so tolerant! Außerdem möchte ich die komischen Gesichter derjenigen sehen, die über Peter Bescheid wissen, aber nicht wissen, was für ein besonderes und hübsches Mädchen du bist"
"Wir haben ja auch zu eurer Belustigung beigetragen, als wir dich das erste Mal gesehen haben." sagt lakonisch Ingrid
"Wenn ich Peter damit helfen kann, komme ich mit!"
"Danke, wir haben auch keine andere Antwort erwartet." Peter hört mit wachsendem Unbehagen zu.
"Aber Marion wird doch auch da sein" stöhnt Peter.
"Wer ist Marion?" fragt Katrin und Ingrid erklärt ihr alles:
"Marion ist Peters direkte Cousine, sie ist seit dem Sandkasten hinter Peter her. Sie macht ihm ständig schöne Augen und will ihn auch unbedingt heiraten!"
"Na das kann ja lustig werden!" stöhnt Katrin. "Wie soll denn das ganze ablaufen?"
"Da meine Cousine in der Nähe wohnt, können wir beide uns Freitag morgen beim Friseur noch ein mal den letzten Schliff holen und anschließend hübsch machen, um zur Trauung in der Kirche und anschließend zum Familienwohnsitz zur standesamtlichen Trauung zu fahren. Nach der Trauung gibt es die obligatorische Feier, nach der wir uns wieder nach Hause fahren lassen."
"Fahren lassen?"
"Ja, mit dem Limousinenservice mit Fahrer!"
"Und dafür den ganzen Aufwand?" moniert Peter.
"Ja, außerdem mein lieber Sohn, das ist die beste Gelegenheit, deine hübsche Freundin und Verlobte zu präsentieren und die Gerüchteküche abzustellen!" sagt streng der Vater und meint danach lächelnd "Du kannst mit Katrin ruhig angeben, sie ist doch so eine wunderhübsche junge Frau, genau wie es in der Familie Rumstein Tradition ist, nur die schönsten Frauen kommen für uns in Frage!"
Katrin kann nur daneben sitzen und rot werden.
"He, Mädel, was wahr ist, muss wahr bleiben, du bist eben was Besonderes, in vielerlei Hinsicht und sehr hübsch!" Katrin wird wieder verlegen, wie immer dann, wenn gesagt wird, sie ist eine schöne Frau. Soweit ist ihr Selbstbewusstsein nun doch noch nicht ausgeprägt, dass sie erkennt, dass ihre Erscheinung wirklich die einer attraktiven, schönen, jungen Frau ist.
Nach dem Kaffee verabschiedet sich Katrin von der ganzen Familie Rumstein. Sie hat sich mit Silke und Lena verabredet, um den letzten Mädchennachmittag mit allem Drum und Dran zu veranstalten. Alle drei treffen sich bei Silke zu Hause, trinken Kaffee, naschen Kuchen und tratschen wie eingefleischte Kaffeetanten eine Weile munter herum, bis Katrin immer stiller wurde.
"He, Katrin, was ist los? Du bist ja auf einmal so ruhig" fragt Lena Katrin direkt.
"Ach, nichts, nur es ist unser letztes richtiges Treffen, die Ferien sind bald vorbei und ich muss wieder nach Hause fahren!"
"Aber das ist doch nicht so schlimm, es gibt doch Telefone." sagt Silke.
"Du vergisst, das ich mich dann mit meinem Vater auseinander setzen muss und davor graust es mir."
"Das schaffst du schon!" sagt Lena sehr überzeugend.
"Ihr kennt mein Vater nicht, der sieht doch nur, ohne zu hinterfragen, die Schwuchtel oder sonst was Abartiges in mir."
"Der muss doch blind sein, wenn er nicht stolz auf seine hübsche Tochter wird!"
"Silke, jetzt fängst du auch noch damit an, ich sei hübsch. Ich gebe ja zu, dass ich froh bin, dass keiner erkennt, was ich wirklich bin, aber mehr auch nicht."
"Du untertreibst ja ganz schön. Hast du dir mal die Zeit genommen, dich genau im Spiegel zu betrachten? Was meinst du denn, warum ich immer gesagt habe, du bist für uns eine Konkurrenz. Es ist zwar scherzhaft gemeint, aber wer nicht weiß, was du bist, sieht doch jedes männliche Wesen nur sabbernd hinter dir her stieren. Du weckst bei jedem Typen den männlichen Jagd- und Beschützerinstinkt. Du bist viel mehr Frau als du selbst glaubst." sagt Lena.
"Alle beneiden Peter um dich! Du und Peter seid das ideale Paar, ich freue mich für ihn, dass ihr zusammen seid."
"Meinst du denn, Lena und ich hätten dich so schnell als Mädchen akzeptieren können. Für uns ist diese Situation auch neu. Wenn du nur ein verkleideter Junge währst, da hätten wir wohl einige kleine, aber überwindliche Probleme. Wenn wir zusammen sind, bist du für uns eben nur Katrin, das Mädchen Katrin, nicht mehr und nicht weniger."
"Meint ihr beide es wirklich so?"
"Na klar" tönt es von beiden, "Komm doch mal vor dem Spiegel und prüfe es selbst nach"!
Katrin tritt vor den Spiegel und sieht sich selbst. Silke und Lena umarmen Katrin und ein genauer Vergleich mit ihren Freundinnen zeigt ihr, dass sie Recht haben, sie ist wirklich eine Frau! Zwischen den drei Mädchen gibt es keine großen Unterschiede, ein Junge ist dort nicht zu erkennen.
Gestärkt mit neuem Selbstbewusstsein geht sie an diesem Abend zurück zur Herberge, wo sie wieder auf das herzlichste von Frau Bruchmüller begrüßt wird. Das folgende Abendbrot ist wieder sehr reichlich.
Katrin geht nach dem Essen noch etwas spazieren und lässt sich das Erlebte noch einmal durch den Kopf gehen. Vor zweieinhalb Wochen war sie ein verklemmter und verschüchterter Junge, Spielball seiner Mitmenschen. Der Streich seiner Mitschüler hat ihr wahres Ich freigesetzt und das wird von Tag zu Tag stärker. Die Komplimente über ihr Aussehen sind keine Anspielungen, das weiß sie jetzt. Vom ehemaligen Jungen ist eigentlich nichts mehr zu erkennen, bis auf den kleinen Rest zwischen ihren Beinen, der sie nur noch stört.
Mit diesen Gedanken schläft sie am Abend beruhigt ein.
53. Die Anprobe
Am nächsten Morgen räkelt sich Katrin noch eine Weile, steht dann gemächlich auf und verrichtet ihre Morgentoilette. Heute schlüpft sie mal wieder sicherheitshalber in ihren TV-Slip und überprüft den richtigen Sitz. Keck streckt sie ihre Brüste vor und betrachtet sie intensiv im Spiegel. Die Narben der Brust- OP sind nicht mehr zu sehen. Stolz streichelt Katrin zärtlich über ihre Brüste, das primäre Merkmal ihrer neuen Weiblichkeit. Sie gerät leicht ins träumen und erinnert sich an die zärtlichen Berührungen von Peter. Sie spürt, wie sie dabei immer erregter wird.
Mit einem Bedauern wendet sie sich der Realität zu und kleidet sich an. Zuerst kommen wieder zarte Dessous für das Drunter. Sie zieht sich heute wieder den Jeansrock mit der Weste und die dazu passende Jacke an. Der petticoatartige Unterrock stellt ihren Rock wieder weit aus und wippt mit jedem Schritt aufregend hin und her. Frau Bruchmüller hat sich viel Mühe gegeben, alles nach der Wäsche wieder voll zu Geltung zu bringen. Katrin fühlt sich einfach wohl.
Nach dem ausgiebigen Frühstück wird Katrin von Inge mit dem Auto abgeholt. Gemeinsam fahren beide zum Marktplatz und gehen in die Boutique von Frau Meinhard. Nach ihrem Eintreten werden beiden von Frau Meinhard herzlich begrüßt und in einen separaten Anproberaum geführt.
"Frau Meinhard, das hier ist Katrin, von der ich ihnen erzählt habe. Wir benötigen für sie ein schönes Kleid für die Hochzeit meiner Cousine Margret!"
"Ich habe einige passende Kleider bereit gelegt, da kann sie sich eines aussuchen. Die ungefähren Maße kenne ich ja Gott sei Dank, da das Mädel ja schon Kundin bei mir ist. Ich vergesse nicht so schnell, wer bei mir einkauft und welche Größe benötigt wird!"
Alle Drei sitzen gemütlich an einem kleinen Tisch und trinken während der Unterhaltung einen Kaffee. Frau Meinhard ergreift die Initiative.
"So Katrin, dann wollen wir mal mit dir beginnen. Bitte, ziehe doch mal deinen Rock und die Bluse aus!"
Frau Meinhard schob derweilen einen Garderobenständer rein, an dem vier lange Kleider hängen, Eins schöner als das Andere. Katrin steht in ihrer weißen Unterwäsche wie ein unschuldiger Engel mit leichtem Erröten im Gesicht mitten im Raum. Sie betrachtet sich alle Kleider nacheinander und wählte ein zart rosafarbenes seidiges Kleid aus. Das Oberteil ist korsettförmig geschnitten und legt sich eng an den Oberkörper an, der Rockteil wird durch drei Unterröcke mit vielen stufenförmigen Volants aus Spitze ausgestellt.
"Ich sehe, du trägst das weiße Mieder, es steht dir gut. Für das Kleid, das du dir ausgesucht hast, brauchst du andere Unterwäsche".
Um das Kleid anzuprobieren, muss Katrin zuerst ein Unterbrustkorsett mit Halbschalen im passenden Farbton anziehen. Die Schnürung ist ziemlich eng, betont aber ihre Figur.
"Mann, ich bin doch keine Zitrone die ausgepresst werden soll" stöhnt Katrin beim Schnüren und bekommt die Weisheit der Frauen vorgesetzt.
"Wer schön sein will, muss leiden!" sagt grinsend Ingrid.
"Du gewöhnst dich schnell an die Schnürung, Kleine!" sagt Frau Meinhard.
"Du musst ruhig, flach und gleichmäßig atmen, dann geht die Anpassung schneller."
Als Katrin das Kleid anhat, betrachtet sie sich im Spiegel und muss über ihr schönes Aussehen staunen. Sie probiert dabei verschiede Frisuren, hält ihre Haarpracht mal hoch oder an die Seite und dreht sich dabei vor dem Spiegel hin und her. Das Kleid betont mit einem leichten V-förmigen Ausschnitt dezent ihre Oberweite. Der Rock reicht fast bis zum Boden und wird durch die Unterröcke leicht ausgestellt. Angesteckt durch die Atmosphäre und ihre Kleidung beginnt Katrin zur Belustigung der Anwesenden, sehr affektiert durch den Ankleideraum zu stolzieren und imitiert dabei eine völlig versnobte Dame. Nach einigen Minuten wird Katrin jedoch wieder ernst.
"Das Kleid ist viel zu schön, das"¦ das kann ich nicht tragen"¦"
"Doch mein Kind" sagt Frau Meinhard, "Es ist wie für dich speziell genäht. Du hast dir mit sicherem Blick das schönste von den vier Kleidern ausgesucht. Es steht dir sehr gut!"
"Und Katrin, Peter wird nur noch Augen für dich haben" meint Ingrid.
"Aber die hat er doch sowie so schon"¦!" antwortet Katrin mit einem Lächeln, das sie noch hübscher erscheinen lässt.
"Ingrid, meinst du wirklich, ich kann morgen mit diesem Kleid zur Feier gehen?".
"Natürlich, Kleines, deswegen habe ich es doch dich auswählen lassen. Stell dir vor, die Haare schön gemacht, etwas Schmuck und perfektes Make-up. Fertig ist die Prinzessin!"
Katrin muss schlucken und wird mal wieder rot.
"So Frau Rumstein, jetzt sind sie dran!" sagt Frau Meinhard und rollt den nächsten Garderobenständer mit festlichen Kleidern. Nach einigem Suchen und Durchwühlen des Kleiderständers, wählt Ingrid ein ähnliches Kleid aus blauer Seide aus. Auch Ingrid kommt dadurch in den Genuss, ein Korsett unter dem Kleid ihrer Wahl tragen zu müssen. Auch sie fängt an, sich über die Enge zu monieren. Katrins einziger Kommentar dazu:
"Siehste, jetzt bist du auch eine Zitrone"¦!"
Ingrids Kleid ist aus blauer Seide und reicht ebenfalls bis zum Boden. Der Rockteil wird auch durch drei Unterröcke ausgestellt. Beide Frauen üben eine Weile das Gehen und Hinsetzen in ihren neuen, langen Kleidern. Nachdem sie sich wieder umgezogen haben und alle Kleidung, einschließlich den passenden Dessous und Schuhe zusammen gestellt und verpackt sind, gehen beide Frauen fröhlich tratschend zum Friseursalon Neumann und bestellten zwei mal das volle Programm, damit morgen Früh nicht so viel Zeit benötigt wird. Neben Maniküre, Pediküre und kosmetischer Behandlung werden auch ihre Frisuren gemacht
Als ihre Behandlung fertig ist, fahren beide entspannt zur Villa Rumstein, wo das Mittagessen und beide Männer auf sie warten. Peter kann sich nicht bremsen und reißt regelrecht Katrin überfallartig in ihre Arme und verpasst ihr einen intensiven Kuss.
"He, was"¦ soll"¦ dieser"¦ Überfall?" stammelt Katrin, immer wieder von Küssen unterbrochen. Peter hat Katrin fest umarmt, so dass sie ihre Arme nur noch auf seine Schultern legen kann.
"Du siehst einfach zum Anbeißen hübsch aus, und außerdem hab ich dich so lange nicht gesehen!"
"Ich bin doch erst gestern Abend zur Herberge gefahren und MMMpf"¦!"
"Viel zu lange habe ich dich nicht gesehen."
"Und was soll das erst nächste Woche werden, wenn ich zu Hause bin?"
"Das ist ja das Schlimme! Ich will jede Sekunde mit dir zusammen sein!" sagt Peter und küsst sie wieder. Da das Mittagessen droht kalt zu werden, werden die beiden Turteltauben von Siegfried gestört.
"He, mein Sohn, sei nicht so stürmisch und lass dem Mädel noch Luft zum atmen. Kommt jetzt beide essen!"
Schweren Herzens trennen sich beide und setzen sich, Händchen haltend, an den Mittagtisch und essen etwas. Kaum sind die Teller leer, geht der zärtliche Nahkampf der Hände wieder los.
Nach dem Essen klatscht Siegfried in die Hände und sagt:
"So, Mädels, jetzt wollen wir sehen, was ihr uns so morgen präsentiert, also macht mal eine Modenschau."
Ingrid und Katrin sehen sich an, grinsen leicht und sagen im Chor:
"Nööö, ihr müsst bis Morgen warten!"
Dieser Spruch missfällt den Männern total aber sie müssen warten, wenn Frauen nicht wollen, dann"¦
54. Ein normaler Nachmittag
Beide Pärchen ziehen sich für eine kleine Siesta zurück. Als beide alleine in Peters Zimmer sind, macht Katrin es sich etwas bequemer und zieht ihren Rock und die Bluse aus und legt sich auf Peters Bett. Sie deckt sich mit einer leichten Wolldecke zu. Beide wollen eigentlich etwas ruhen, aber bei dem Anblick den Katrin bietet, kann sich Peter wieder kaum beherrschen. Er reißt sich förmlich seine Kleidung vom Leib und krabbelt, nur mit Turnhose bekleidet zu Katrin unter die Decke. Statt nun zu ruhen, beschäftigt er sich intensiv mit Katrin. Ehe sich Katrin versieht, sind ihre Brüste von jeglicher Wäsche befreit und Peter beschäftigt sich ausgiebig mit den beiden Wonnehügeln. Katrin erlebt ein wahren Sturm angenehmer Gefühle und weiß nicht, wohin mit ihrer Lust. Sie kann nur Peter umarmen und seine Zärtlichkeiten erwidern. Langsam geraten sie in einen Rausch der Ekstase und entledigen sich ihrer restlichen Kleidung. Nach ihrem Höhepunkt des heftigen Liebesspieles kuscheln sich beide aneinander.
"He, du Nimmersatt, kann denn eine Frau hier mal nicht in Ruhe ein Mittagsschläfchen halten?"
"Wenn Frauen so reizvoll sind wie du"¦ nein. Es macht mir viel zu sehr Spaß, deinen Körper zu berühren und dich zu fühlen"¦!"
Zur Bekräftigung seiner Worte streichelt Peter Katrin intensiv überall dort, wo er bequem Zugriff hat. Katrin kann nur eines, sie genießt die Zärtlichkeiten mit einer für sie ungewohnten Intensität und würde an liebsten vor Behagen wie eine Katze schnurren.
Ihr bleibt nur eines, die Zärtlichkeiten zu erwidern und so tasten je zwei Paar Hände jeweils den Körper des anderen ab und verteilen viele Streicheleinheiten. Nur langsam kommen beide etwas zur Ruhe und unterhalten sich. Peter will alles wissen, was Katrin und seine Mutter am Vormittag getrieben haben und wie die Kleider aussehen, aber Katrin schweigt und sagt nur eines:
"Lass dich überraschen Liebling, so wird die Vorfreude größer!"
"Du bist ein gemeines, kleines Biest!"
"Und du bist neugierig wie ein altes Waschweib, das Mmmppff"¦!"
Weiter kommt sie wieder nicht, weil Peter ihren Mund wieder einmal mit einem Kuss verschließt. Für eine Weile waren das auch die letzten Worte, die gesprochen werden konnten. Erst als sie von Ingrid an den Kaffeetisch gerufen werden, trennen sie sich. Beim Zusammensuchen ihrer einzelnen Bekleidungsstücke albern sie beide etwas herum, schaffen es aber doch schließlich rechtzeitig etwas zerzaust zum Kaffee trinken zu erscheinen.
Nach dem Kaffee sitzt die Familie beisammen und plaudert über allgemeine Dinge. Ingrid und Siegfried haben Katrin viel über ihre große Familie zu erzählen. So erfährt Katrin auch von der Existenz der Tante Agata, eine echte von und zu, mit ihren 96 noch relativ rüstig und auf die alte Etikette bedacht, manchmal auch ein Familientyrann.
Nach dem Abendbrot sitzen alle noch etwas gemütlich beisammen und schauen in die Röhre. Da das Fernsehprogramm wie immer nichts zu bieten hat, ziehen sich Katrin und Peter zurück, sie wollen die ihnen noch verbliebene Zeit intensiv nutzen und so erleben beide in der Nacht noch schöne Höhepunkte, nach denen sie befriedigt eng aneinander gekuschelt, einschlafen.
55. Typisch Frauen
Am Freitagmorgen wurde die gesamte Familie Rumstein und natürlich auch Katrin durch das hässliche Rasseln und Tuten mehrere Wecker aus ihrem Schlummer gerissen. Es verspricht ein schöner Altweiber-Sommertag mit viel Sonne zu werden.
Noch halb schlummernd, kuschelt sich Katrin eng an Peter. Beide erinnern sich an die schönen Augenblicke der Nacht und würden am Liebsten an der Stelle weiter machen, an der beide eingeschlafen sind. Nach einem kleinen Austausch von Zärtlichkeiten krabbelt Katrin langsam aus dem Bett und geht so wie die Natur und der Chirurg sie erschaffen hat, stolz ins Badezimmer und verrichtet ihre Morgentoilette. Anschließend zieht sie ihre Dessous, BH, TV-Slip, Tanga und Strumpfhose an, die sie anschließend unter einem Jogginganzug versteckt. Peter liegt noch faul im Bett und sieht Katrin die ganze Zeit zu.
"Los aufstehen, du Langschläfer!" ruft Katrin und zieht Peter die Bettdecke weg. Er beschwert sich, dass es noch zu früh sei und wirft ein Kopfkissen nach Katrin, die es postwendend zurück schmeißt und sich auf Peter wirft. Sie beginnt ihn überfallartig abzukitzeln.
"Hi, hi, hi"¦ Mama, Hilfe, ha, ha, ha"¦!"
"Stehst endlich auf, du Faulpelz!" ruft Katrin und kitzelt weiter.
"Ha, ha, ha"¦ ja, ja"¦ ich ergebe mich ja"¦ hi, hi, "¦hör bitte auf"! Katrin hört auf und gibt Peter frei. Im gleichen Moment klopft es an der Tür und Siegfried schaut ins Zimmer
"Hilfe, Papa, diese Frau zwingt mich aufzustehen!"
"Ein guten Rat kann ich dir geben: Mein Sohn, gewöhne dich daran"¦!" kommt es ironisch von der Tür, die schnell geschlossen wird, weil sich ein Kopfkissen in Richtung Tür auf Reisen begeben hat. Ein leichter Wurf von Katrin. Die Tür wird noch einmal einen Spalt geöffnet
"Siehst du, mein Sohn, dass meine ich! Frauen haben ihren eigenen Kopf"¦! Kommt frühstücken!" sprach es und die Tür wurde wieder geschlossen.
Peter blieb nichts anderes übrig, als sich knurrend aus dem Bett zu wälzen, während er von Katrin zur eile angetrieben wird.
Endlich ist auch Peter fertig und beide gehen zur Küche, wo ein Frühstück auf sie wartet.
"Katrin, in einer halben Stunde müssen wir zum Friseur!"
"Geht klar!"
"Mann, macht doch nicht so eine Hecktick, es ist doch erst"¦ Aua, Papa sie haut mich!" stöhnt Peter mit vollem Mund
"Ich habe es dir schon mal gesagt, Sohn gewöhn dich drr"¦ aua!" auch Siegfried erhält von Ingrid einen leichten Rippenstoß, wie zuvor Peter von Katrin.
"Wenn Katrin und ich zum Friseur fahren, werdet ihr beide die Küche aufräumen und euch fertig machen. Ihr wisst ja, duschen, rasieren und eure Anzüge anziehen," sagt Ingrid energisch und zwinkert anschließend Katrin lächelnd zu, als von den beiden Männern ein bestätigendes Murmeln kommt.
Ingrid und Katrin trinken in Ruhe ihren Kaffee aus und fahren zum Friseur, während die beiden Männer aufräumen, Nach einer Stunde kommen beide Frauen mit einer feierlichen Frisur und dezent geschminkt zurück. Ihr Aussehen vom Gesicht her widerspricht arg dem Schlabberlook der beiden Frauen. Peter und Siegfried sind bereits dabei, sich in ihre Anzüge zu zwängen. Als Peter Katrin sieht, will er sie gleich wieder umarmen und küssen, wird aber von seiner Mutter daran gehindert, mit dem Hinweis auf ihre neuen Frisuren. Vater und Sohn blicken sich an und können nur bedauernd mit den Achseln zucken. Beide Frauen gehen lachend in das elterliche Schlafzimmer und verriegeln von innen die Tür.
"So Katrin, jetzt machen wir uns beide hübsch. Fangen wir mit dir an. Ziehe dich schon mal aus, ich helfe dir dann ins Korsett"
Als Katrin nur noch mit dem zart rosanen Tanga da steht, fragt Ingrid
"Mußt du noch was verstecken?" Katrin wird erst mal wieder rot und stammelt
"Nnnnein"¦ Ich habe meine TV-Hose an, die versteckt alles ohne Beule"¦!"
"Was es nicht alles gibt, sieht ja echt aus!" kommt locker die Bemerkung von Ingrid.
"Katrin, du brauchst doch nicht rot zu werden, ich weiß doch wie ein Junge aussieht!"
"Aber nicht mehr lange, sobald ich volljährig bin kommt alles weg!"
"Es stört dich?"
"Ja!"
"Und Peter, weiß er es?"
"Ja, ich habe ihm gleich am Anfang unserer Beziehung gesagt, das ich soweit wie möglich eine Frau werden will!"
"Aber seine Neigung"¦?"
"Er weiß doch dann, was ich war, beziehungsweise jetzt noch bin. Dadurch kommt er damit klar. Wir haben beide ausführlich mehrmals darüber gesprochen. Wir wollen aus unserer Beziehung keine Eintagsfliege machen! Dafür sind unsere Gefühle zueinander viel zu stark geworden"
"Da denkt ihr ja schon weiter, als Siegfried und ich. So, komm jetzt erst einmal das Korsett!"
"Oh Mann, wieder Zitrone spielen:"
Als Erstes wird nun Katrin in das rosafarbenes Unterbrustkorsett geschnürt. Je weiter das Korsett geschlossen wird, desto mehr werden Katrins Brüste durch die abgearbeiteten Halbschalen vorteilhaft betont.
"Wie kommt es denn eigentlich, dass du schon so einen schönen kleinen Busen hast?"
"Schon mal was von Silikon gehört? Das Ganze war nicht ganz legal. Aber so weiß ich, wie eine Frau sich fühlt. Ich möchte sie gar nicht mehr missen, vor allem wenn Peter sie so zärtlich streichelt, ich könnt"¦ ups!"
"Ist schon in Ordnung, du brachst nicht gleich rot zu werden. Das ist doch völlig normal. Es zeigt doch nur, dass du wirklich eine Frau bist und auch so fühlst. So, jetzt noch die Strümpfe und die Schuhe. Wirst du mit den 10 cm Absätze klarkommen!"
"Ja, ich habe doch Stiefel mit der gleichen Absatzhöhe, mit denen habe ich in der ersten Woche geübt!" Nachdem Katrin erst einmal so weit fertig ist, folgt das gleiche Prozedere bei Ingrid, nur das Katrin jetzt schnürt. Zuvor hatte sich Ingrid ohne Bedenken auch entkleidet. Katrin ist auch für sie nur eine junge Frau.
Als Ingrid auch ihre hohen Schuhe an hat, betrachten sich beide in dem großen Spiegel.
"Ich glaube, wenn uns die Männer so sehen könnten, müssten wir uns ganz schnell in Sicherheit bringen. So einfach nach dem Motto, sei spätestens bei drei auf dem Baum!" sagt Ingrid mit einem Schmunzeln.
"Nur mit den Korsetts schaffen wir das nicht! Eher müssten wir uns einen Waffenschein für unser Aussehen ausstellen lassen!" Beide Frauen können nur noch herzhaft lachen.
Was für ein Bild im Spiegel. Zwei Frauen, eng in ein Korsett geschnürt mit einer schönen Taille, gekleidet in zarten Dessous in zartem Rosa und blau!
"Lass uns die Kleider anziehen, die Herren der Schöpfung werden langsam ungeduldig!" Nun folgen die Unterröcke und jeweils das lange Kleid. Kaum sind diese geschlossen, blicken zwei Königinnen des Balls aus dem Spiegel.
"Du Katrin, ich habe noch eine kleine Überraschung für dich. Ich möchte, dass du heute diesen Schmuck trägst. Es sind Familienerbstücke. Meine Großmutter, meine Mutter und ich haben diese Sachen zu unserem ersten Ball getragen. Es ist so eine Art Tradition. Ich möchte, dass du sie fortsetzt!" sagt Ingrid und überreicht Katrin ein Schmuckkästchen. Neugierig öffnet Katrin das Kästen und kommt aus dem Staunen nicht raus. Für die Haare eine kleine Tiara, Ohrringe, eine Halskette, ein Armband und einen Ring. Alles aus Gold und mit Brillianten besetzt.
"Das"¦ das kann ich nicht tragen, es ist doch viel zu kostbar"
"Ach was, du trägst es und jetzt Schluss mit der Diskussion. Außerdem ist das Schmuck für eine junge Dame, ich kann ihn nicht mehr tragen!"
Ingrid schreitet zur Tat und legt Katrin den Schmuck an.
"So, das war's, du siehst himmlisch aus"
"Ich glaube eher wie ein Weihnachtsbaum!" Ingrid muss darüber herzhaft lachen
"Nein Katrin, wie eine Prinzessin!"
Das Ankleiden und die Make-up Kontrolle dauerte anderthalb Stunden, die, die beiden Männer nervös warten.
"Typisch Frauen, uns scheuchen, aber selbst trödeln" schnauft Peter.
"Mein Sohn, gewöhne dich daran. Das ist nämlich ein Privileg der Frauen! Und sei dir gewiss, diese Wartezeit lohnt sich immer und außerdem, die Limousine kommt erst in dreißig Minuten. Als noch keine Panik!"
An der Jugendherberge angekommen, wird der Abschied noch etwas ausgekostet, bis Siegfried das Ganze beendet:
"Kinder, Kinder, ihr seht euch doch morgen wieder!"
"Ja, ja, Papa, es ist aber doch so schön"¦"
"Glaub ich dir, macht jetzt mal Schluss!"
Nachdem sich beide verabschiedet haben und Katrin das Auto verlassen hat, geht sie zum Gutshaus auf ihr Zimmer. Neidische und hasserfüllte Blicke ihrer Mitschüler folgen ihr. Katrin bemerkt sofort wieder die vergiftete Atmosphäre von Ablehnung, Neid und Hass.
"Na, das ganze Wochenende herumgehurt? Wie viel haste denn eingenommen?" wird sie von Marion, eine Stellvertreterin von Sabine, angezickt.
"Danke der Nachfrage, ich hatte ein sehr abwechslungsreiches Wochenende! Du mit deiner Gesichtsfünf hättest mir dort nur den Schuhlöffel reichen dürfen!" antwortet Katrin und macht Marion für einen Moment mundtot.
"Katrin, komm bitte zu mir!" wird sie von Frau Schmidt gerufen. Beide gehen ins Gutshaus in den Aufenthaltsraum.
"Schön, dass du pünktlich bist. Wie war dein Wochenende?"
"Ich kann nur sagen, schade das es schon zu Ende ist, es war herrlich und ich fühle mich gut. Aber hier in der Jugendherberge ist irgendwie das Klima vergiftet."
"Du hast recht! Als Alle so früh von der Disko wieder kamen, wollt mir keiner sagen warum, Bodo läuft mit geschwollenen Lippen durch die Gegend und keiner wollte heute in die Stadt gehen. Kannst du mir sagen, was los ist?"
"Können sie sich dass nicht denken? In ihrer überheblichen Art wollten sie die Disko stören, Bodo griff mich an und ich habe ihm den Mund gestopft. Die Jugendliche der Stadt haben die Schnauze voll und schmissen alle raus."
"Das hat dein Ansehen in der Klasse nicht gerade gefördert!"
"Welches Ansehen? Für die war ich doch immer die komische Figur mit der man alles machen kann, nun wehre ich mich und die Typen können damit nichts anfangen. Sie sind neidisch, weil ich von den Jugendlichen der Stadt akzeptiert werde und sie hassen mich, weil ihr Scherz nach hinten losgegangen ist. Im Grunde hat sich nichts geändert, nur die Fronten sind eindeutiger!"
"Komm, lass uns in den Speisesaal gehen, es gibt gleich Abendbrot!"
"So richtigen Hunger habe ich eigentlich nicht"¦"
"Komm, es ist besser das du dich zeigst!"
"OK"
"Nabend, Kleene, wie war dat Wochenende für dich?
"Guten Abend, Frau Bruchmüller! Ohhh"¦ Das Wochenende war sehr schön"¦!"
"Un Kräfte zehrend, na dann jib ich dir mal een bisschen wat zu futtern, damit de wieda zu Kräften kommst!"
"Bitte, nicht so viel, eigentlich habe ich keinen Hunger"
"Schnick schnack, Kleene, du mampfst dat schön uff, ick will nich, dat du als Hungahaken durch de Jejend lofst, sonst jloben alle, ich kann nich kochen!" sprach die Köchin und drückt Katrin ein Tablett mit Abendessen in die Hand, wieder ausreichend für eine verhungerte Kompanie.
Katrin setzt sich diesmal wieder provozierend mitten im Speisesaal an einem Tisch und beginnt seelenruhig mit ihrer Mahlzeit, als lärmend ihre Mitschüler den Raum betraten. Als sie Katrin sehen verstummen sie schlagartig und flüstern sich leise Bemerkungen zu. Einzelne Wörter, wie Schlampe"¦ Transe"¦ schwule Sau"¦ sind für alle hörbar. Nachdem alle ebenfalls ihr Essen empfangen und sich an die Tische gesetzt haben, erkennt ein Außenstehender ein merkwürdiges Bild:
Katrin sitzt im Zentrum des Speisesaales alleine am Tisch und genießt ihre Mahlzeit. Ihre Mitschüler sitzen dagegen am Rande des Saales, so dass zwischen Ihnen und Katrin ein freier Raum entstanden ist. Die Atmosphäre ist von Hass und Neid erfüllt. Wenn Blicke tödlich wären, müsste Katrin 1000 Tode sterben. Aus den leisen Unterhaltungsfetzen, die verständlich sind, ist zu vernehmen, dass die Klasse eine neue Gemeinheit gegen Katrin plant und nicht wissen, dass Katrin gar nicht an der Wanderung teilnimmt.
Nachdem Katrin mit ihrem Essen fertig ist, geht sie auf ihr Zimmer. Dort angekommen schließt sie die Tür und ihre ganze Selbstbeherrschung bricht zusammen. Diese ganze Situation ist nicht spurlos an ihr vorbeigegangen und sie fällt in einen hemmungslosen Weinkrampf. Auf der einen Seite die Liebe und Achtung ihrer neuen Freunde, auf der anderen Seite die Abneigung und der Hass der Mitschüler, dieses Gefühlschaos zermürbt allmählich Katrin. Als Klaus ist sie ja einiges gewohnt und konnte sich abschotten, aber als Katrin gelingt es ihr nicht, sonst kann sie die Zuneigung, Achtung und Liebe auch nicht zulassen. In ihrer Verzweiflung merkt Katrin gar nicht, dass Frau Bruchmüller ihr Zimmer leise betreten hat. Sie ahnte schon während der Mahlzeit, dass ihre Kleene am Ende ihrer Kräfte ist. Schweigend setzt sie sich neben Katrin aufs Bett, nimmt das zitternde Bündel in ihren Arm, drückt sie an ihre Brust und versucht Katrin zu beruhigen.
Es dauert eine ganze Weile, bis sich Katrin beruhigt hat. Instinktiv klammert sich Katrin fest, Halt suchend an dieser mütterlichen Frau. Ihr beruhigendes Gemurmel und die Streicheleinheiten helfen Katrin sich wieder zu fangen. In diesem Moment bekommt Katrin das Alles, wonach sie sich seit Jahren gesehnt hat, die Wärme und Liebe einer Familie.
"Jeht es wieda, meine Kleene?"
"Ja, danke! "¦Warum, warum können Menschen nur so"¦ so grausam sein?"
"Ick weiß es och nich, Kleene!"
Schweigend sitzen beide noch eine ganze Weile beisammen, jede in ihrer eigenen Gedankenwelt und doch auch den Anderen wahrnehmend.
Nachdem sich Katrin beruhigt hat, wünscht ihr Frau Bruchmüller eine gute Nacht, streichelt dabei zärtlich ihre Wange, gibt ihr einen sanften Kuss auf die Wange und verlässt Katrins Zimmer.
51. Endlich Leben
Als Katrin am nächsten Morgen munter wird ist es bereits früher Vormittag. Auf ihrem Tisch im Zimmer sieht sie ein liebevoll geschmücktes Tablett mit Frühstück stehen. Sie kann über Frau Bruchmüller nur immer wieder staunen, dass diese Frau sich so leise bewegen kann und so voller Liebe steckt. Die Menge entsprach mal wieder der Verpflegung für eine ausgehungerte Fußballmannschaft. Katrin verspürt etwas Hunger und macht sich über die Speisen her. Nach dem ausgiebigen Frühstück geht Katrin unter die Dusche. Anschließend kleidet sie sich an. Als erstes kommen die neuen rosafarben Dessous. Tanga und BH bestehen nur aus einem Hauch von Spitze, die zart Katrins Körper umschmeichelt. Es folgen halterlose Strümpfe, eine weiße, dünne Bluse und die Jeans in pink, mit den vielen Strass-Steinchen. Als Abschluss zieht sich Katrin die rosa Pumps mit den sechs Zentimeter hohen Absätzen und die Jacke im Bolerostil an. Alle Sachen, bis auf die Dessous, sind ja gewissermaßen Geschenke ihrer Mitschüler. Der Abschluss der morgendlichen Ankleidezeremonie bildet das dezente Make-up, das Katrin sich langsam mit viel Können auflegt, durch das Permanentmahe-up lernt sie das Schminken immer besser.
Als sie fertig ist, nimmt Katrin das Tablett mit den Frühstücksresten und bringt es in die Küche, in der die Köchin emsig herumwerkelt. Es muss ja aufgeräumt werden und alles für die nächste Gruppe vorbereitet werden.
"Guten Morgen, Frau Bruchmüller"
"Juten Morjen, Kleene, haste jut jeschlafen?"
"Nachdem ich endlich eingeschlafen war, sehr gut. Warum haben sie mich denn nicht geweckt als die Meute abzog? Ich hätte mir das gerne angesehen." sagte Katrin mit einem Blick aus dem Fenster. Der Tag war grau in grau und es nieselte leicht.
"Da hättest du nich ville jesehen, da war dat Wetta noch schön un außerdem haben se nicht besseres verdient, basta!"
"Kann ich ihnen ein bisschen helfen?"
"Nee, nee, lass mal jut sein, Kleene. Kommt den de Verehrer nich jleich zu dir?"
"Nein, erst heute Nachmittag, er hat irgendwas zu erledigen! Silke und Lena sind in die Kreisstadt gefahren um Verwandte zu besuchen, also habe ich nichts zu tun und kann ihnen ein bisschen helfen!"
"Na jut, dann machen wa beede de Unterkunft in Ordnung, Wäsche einsammeln, neue verteilen un een bisschen fejen, mehr is nich." Gemeinsam gehen sie in das Unterkunftsgebäude rüber und machen sich an die Arbeit, die ihnen schnell von der Hand geht. Nur in Katrins altem Zimmer müssen noch die Kampfspuren endgültig beseitigt werden. Katrin selbst steht mit gemischten Gefühlen in diesem Raum.
"He, Kleene, nimm dirs nisch so zu Herzen, det verklemmt dir nur deene Brust. Dat hier ist alles vorbei."
"Meinen Sie wirklich? Ich möchte mich aber daran erinnern, dann weiß ich, dass mein Weg der richtige ist. Eines habe ich gelernt, je mehr andere sich über mich aufregen, desto weiblicher bin ich! Hier ist Katrin geboren und schlimm erniedrigt worden und hier hat sie gleichzeitig ihren Sieg über sich selbst errungen."
"Oh Mann, Kleene, du böscht je ne Philosphin aba rescht haste!"
"Ob jeder Mensch solch einen Punkt hat, wo er die wichtigste Entscheidung seines Lebens getroffen hat?"
"Möglisch, ich weeß es nicht. Komm, lasch uns fertisch werden."
Bis zum Mittag haben sie alles geschafft und gehen Mittagessen. Während der Mahlzeit überwacht Mama Bruchmüller mit Argusaugen darauf, das ihre "Kleene" auch ja genug zu sich nimmt. Katrin muss sie regelrecht bremsen. Sonst hätte sie sich aus der Küche rollen müssen.
Endlich, am Nachmittag ist das markante Knattern von Peters Moped zu hören. Katrin eilt auf ihr Zimmer, zieht den roten Anorak mit dem weißen Webpelzkragen an, schnappt sich ihre weiße Handtasche und eilt zu Peter. Der schnappt sich Katrin sofort, umarmt sie fest und beide versinken in einem innigen und langen Kuss! Voller Rührung schaut Frau Bruchmüller dem verliebten Paar zu.
"Kleene, ruf an, wenn de heute Abend verhindadt bischt nach Hause zu kommen!" unterbricht sie die beiden Verliebten mit einem Schmunzeln im Gesicht. Katrin wird mal wieder knall rot im Gesicht und sagt verlegen:
"Ja, ja"¦ mache ich!"
Beide schwingen sich aufs Moped und Peter fährt stolz wie ein Ritter mit seiner Beute zum Schloss ihrer Träume"¦
Einen Zwischenhalt müssen beide einlegen. Katrin muss zur Ärztin und sich noch die Fäden an ihren Brüsten ziehen lassen. Alles war gut verheilt und es gibt keine weiteren Probleme. So gibt es nichts mehr, was die beiden Verliebten stört.
Die nächsten Tage vergehen wie im Fluge. Die meiste Zeit verbringt Katrin mit Peter zusammen. Beide lernen sich immer besser kennen und ihre Liebe zueinander vertieft sich zusehends. Sie verbringen zusammen Stunden voller Zärtlichkeiten und sonnten sich in der Zuneigung des Partners. Peters Eltern sorgten dafür, dass Katrin ein ganz normales Familienmitglied wird.
Ab und zu trifft sie sich in dieser Zeit auch mit ihren Freundinnen Silke und Lena. Peter ist dann für einige Zeit abgesagt, beim Mädchentratsch hat er nichts zu suchen. Nur bei Shoppingtouren durfte er die Mädels begleiten, als Packesel.
In dieser kurzen Zeit blüht Katrin richtig auf. Sie lernt zum ersten Mal, wie es ist, Freunde zu haben, zu lieben, geliebt zu werden und wie es ist, eine Familie zu haben. Nur eins überschattet ihr Glück, die Sorge um die Reaktion ihres Vaters auf seine "neue" Tochter. Katrin ahnt, dass das sehr hart werden wird, und sie weiter kämpfen muss.
52. Familiennachmittag
Am Mittwoch der letzten Woche von Katrins Aufenthalt sitzen die ganze Familie Rumstein und Katrin gemütlich beim Kaffee zusammen und plaudern über dies und das. In einer Gesprächspause sagt Ingrid ganz beiläufig zu Katrin:
"Morgen, nach deinem Frühstück hole ich dich ab und wir beide machen das Geschäft von Frau Meinhard mit einer Anprobe unsicher!"
"Was für eine Anprobe?" fragt Katrin etwas erstaunt.
"Na für das Kleid, das du zur Hochzeit am Freitag tragen wirst."
"Hochzeit?????"¦ Habe ich da irgendetwas verpasst?" Katrin ist ziemlich verwirrt und blickt auch so um sich. Ingrid sieht ihren Mann an und fängt an herzhaft zu lachen.
"Nein, Katrin nicht eure Hochzeit, die hat noch Zeit, sondern die meiner Cousine Margret am Freitag. Du kommst natürlich mit. Ich habe bei Frau Meinhard ein schönes Kleid für dich bestellt, dass du anprobieren sollst. Anschließend lassen wir uns bei Frau Neumann im Friseurgeschäft runderneuern. Am Freitag früh morgens gehen wir beide noch einmal zu Frau Neumann in ihren Laden und lassen unsere Frisuren für die Feier in Ordnung bringen!"
"Das hört sich nach einem ausgefüllten Programm an, es könnte interessant werden, aber kann ich da so einfach mitkommen? Es ist doch eure Familie." entgegnet Katrin erstaunt.
"Warum nicht!" entgegnet Ingrid, "Du bist doch Peters Freundin und fast verlobt! Als solche gehörst du zu unserer Familie!"
"Und außerdem" sagt Siegfried, "kannst du damit Peter helfen. Nur wenige von der Familie wissen, was mit Peter los ist. Mit deinem Auftreten kannst du den anderen den Mund stopfen und einigen Gerüchten entgegenwirken. Nicht alle Menschen sind so tolerant! Außerdem möchte ich die komischen Gesichter derjenigen sehen, die über Peter Bescheid wissen, aber nicht wissen, was für ein besonderes und hübsches Mädchen du bist"
"Wir haben ja auch zu eurer Belustigung beigetragen, als wir dich das erste Mal gesehen haben." sagt lakonisch Ingrid
"Wenn ich Peter damit helfen kann, komme ich mit!"
"Danke, wir haben auch keine andere Antwort erwartet." Peter hört mit wachsendem Unbehagen zu.
"Aber Marion wird doch auch da sein" stöhnt Peter.
"Wer ist Marion?" fragt Katrin und Ingrid erklärt ihr alles:
"Marion ist Peters direkte Cousine, sie ist seit dem Sandkasten hinter Peter her. Sie macht ihm ständig schöne Augen und will ihn auch unbedingt heiraten!"
"Na das kann ja lustig werden!" stöhnt Katrin. "Wie soll denn das ganze ablaufen?"
"Da meine Cousine in der Nähe wohnt, können wir beide uns Freitag morgen beim Friseur noch ein mal den letzten Schliff holen und anschließend hübsch machen, um zur Trauung in der Kirche und anschließend zum Familienwohnsitz zur standesamtlichen Trauung zu fahren. Nach der Trauung gibt es die obligatorische Feier, nach der wir uns wieder nach Hause fahren lassen."
"Fahren lassen?"
"Ja, mit dem Limousinenservice mit Fahrer!"
"Und dafür den ganzen Aufwand?" moniert Peter.
"Ja, außerdem mein lieber Sohn, das ist die beste Gelegenheit, deine hübsche Freundin und Verlobte zu präsentieren und die Gerüchteküche abzustellen!" sagt streng der Vater und meint danach lächelnd "Du kannst mit Katrin ruhig angeben, sie ist doch so eine wunderhübsche junge Frau, genau wie es in der Familie Rumstein Tradition ist, nur die schönsten Frauen kommen für uns in Frage!"
Katrin kann nur daneben sitzen und rot werden.
"He, Mädel, was wahr ist, muss wahr bleiben, du bist eben was Besonderes, in vielerlei Hinsicht und sehr hübsch!" Katrin wird wieder verlegen, wie immer dann, wenn gesagt wird, sie ist eine schöne Frau. Soweit ist ihr Selbstbewusstsein nun doch noch nicht ausgeprägt, dass sie erkennt, dass ihre Erscheinung wirklich die einer attraktiven, schönen, jungen Frau ist.
Nach dem Kaffee verabschiedet sich Katrin von der ganzen Familie Rumstein. Sie hat sich mit Silke und Lena verabredet, um den letzten Mädchennachmittag mit allem Drum und Dran zu veranstalten. Alle drei treffen sich bei Silke zu Hause, trinken Kaffee, naschen Kuchen und tratschen wie eingefleischte Kaffeetanten eine Weile munter herum, bis Katrin immer stiller wurde.
"He, Katrin, was ist los? Du bist ja auf einmal so ruhig" fragt Lena Katrin direkt.
"Ach, nichts, nur es ist unser letztes richtiges Treffen, die Ferien sind bald vorbei und ich muss wieder nach Hause fahren!"
"Aber das ist doch nicht so schlimm, es gibt doch Telefone." sagt Silke.
"Du vergisst, das ich mich dann mit meinem Vater auseinander setzen muss und davor graust es mir."
"Das schaffst du schon!" sagt Lena sehr überzeugend.
"Ihr kennt mein Vater nicht, der sieht doch nur, ohne zu hinterfragen, die Schwuchtel oder sonst was Abartiges in mir."
"Der muss doch blind sein, wenn er nicht stolz auf seine hübsche Tochter wird!"
"Silke, jetzt fängst du auch noch damit an, ich sei hübsch. Ich gebe ja zu, dass ich froh bin, dass keiner erkennt, was ich wirklich bin, aber mehr auch nicht."
"Du untertreibst ja ganz schön. Hast du dir mal die Zeit genommen, dich genau im Spiegel zu betrachten? Was meinst du denn, warum ich immer gesagt habe, du bist für uns eine Konkurrenz. Es ist zwar scherzhaft gemeint, aber wer nicht weiß, was du bist, sieht doch jedes männliche Wesen nur sabbernd hinter dir her stieren. Du weckst bei jedem Typen den männlichen Jagd- und Beschützerinstinkt. Du bist viel mehr Frau als du selbst glaubst." sagt Lena.
"Alle beneiden Peter um dich! Du und Peter seid das ideale Paar, ich freue mich für ihn, dass ihr zusammen seid."
"Meinst du denn, Lena und ich hätten dich so schnell als Mädchen akzeptieren können. Für uns ist diese Situation auch neu. Wenn du nur ein verkleideter Junge währst, da hätten wir wohl einige kleine, aber überwindliche Probleme. Wenn wir zusammen sind, bist du für uns eben nur Katrin, das Mädchen Katrin, nicht mehr und nicht weniger."
"Meint ihr beide es wirklich so?"
"Na klar" tönt es von beiden, "Komm doch mal vor dem Spiegel und prüfe es selbst nach"!
Katrin tritt vor den Spiegel und sieht sich selbst. Silke und Lena umarmen Katrin und ein genauer Vergleich mit ihren Freundinnen zeigt ihr, dass sie Recht haben, sie ist wirklich eine Frau! Zwischen den drei Mädchen gibt es keine großen Unterschiede, ein Junge ist dort nicht zu erkennen.
Gestärkt mit neuem Selbstbewusstsein geht sie an diesem Abend zurück zur Herberge, wo sie wieder auf das herzlichste von Frau Bruchmüller begrüßt wird. Das folgende Abendbrot ist wieder sehr reichlich.
Katrin geht nach dem Essen noch etwas spazieren und lässt sich das Erlebte noch einmal durch den Kopf gehen. Vor zweieinhalb Wochen war sie ein verklemmter und verschüchterter Junge, Spielball seiner Mitmenschen. Der Streich seiner Mitschüler hat ihr wahres Ich freigesetzt und das wird von Tag zu Tag stärker. Die Komplimente über ihr Aussehen sind keine Anspielungen, das weiß sie jetzt. Vom ehemaligen Jungen ist eigentlich nichts mehr zu erkennen, bis auf den kleinen Rest zwischen ihren Beinen, der sie nur noch stört.
Mit diesen Gedanken schläft sie am Abend beruhigt ein.
53. Die Anprobe
Am nächsten Morgen räkelt sich Katrin noch eine Weile, steht dann gemächlich auf und verrichtet ihre Morgentoilette. Heute schlüpft sie mal wieder sicherheitshalber in ihren TV-Slip und überprüft den richtigen Sitz. Keck streckt sie ihre Brüste vor und betrachtet sie intensiv im Spiegel. Die Narben der Brust- OP sind nicht mehr zu sehen. Stolz streichelt Katrin zärtlich über ihre Brüste, das primäre Merkmal ihrer neuen Weiblichkeit. Sie gerät leicht ins träumen und erinnert sich an die zärtlichen Berührungen von Peter. Sie spürt, wie sie dabei immer erregter wird.
Mit einem Bedauern wendet sie sich der Realität zu und kleidet sich an. Zuerst kommen wieder zarte Dessous für das Drunter. Sie zieht sich heute wieder den Jeansrock mit der Weste und die dazu passende Jacke an. Der petticoatartige Unterrock stellt ihren Rock wieder weit aus und wippt mit jedem Schritt aufregend hin und her. Frau Bruchmüller hat sich viel Mühe gegeben, alles nach der Wäsche wieder voll zu Geltung zu bringen. Katrin fühlt sich einfach wohl.
Nach dem ausgiebigen Frühstück wird Katrin von Inge mit dem Auto abgeholt. Gemeinsam fahren beide zum Marktplatz und gehen in die Boutique von Frau Meinhard. Nach ihrem Eintreten werden beiden von Frau Meinhard herzlich begrüßt und in einen separaten Anproberaum geführt.
"Frau Meinhard, das hier ist Katrin, von der ich ihnen erzählt habe. Wir benötigen für sie ein schönes Kleid für die Hochzeit meiner Cousine Margret!"
"Ich habe einige passende Kleider bereit gelegt, da kann sie sich eines aussuchen. Die ungefähren Maße kenne ich ja Gott sei Dank, da das Mädel ja schon Kundin bei mir ist. Ich vergesse nicht so schnell, wer bei mir einkauft und welche Größe benötigt wird!"
Alle Drei sitzen gemütlich an einem kleinen Tisch und trinken während der Unterhaltung einen Kaffee. Frau Meinhard ergreift die Initiative.
"So Katrin, dann wollen wir mal mit dir beginnen. Bitte, ziehe doch mal deinen Rock und die Bluse aus!"
Frau Meinhard schob derweilen einen Garderobenständer rein, an dem vier lange Kleider hängen, Eins schöner als das Andere. Katrin steht in ihrer weißen Unterwäsche wie ein unschuldiger Engel mit leichtem Erröten im Gesicht mitten im Raum. Sie betrachtet sich alle Kleider nacheinander und wählte ein zart rosafarbenes seidiges Kleid aus. Das Oberteil ist korsettförmig geschnitten und legt sich eng an den Oberkörper an, der Rockteil wird durch drei Unterröcke mit vielen stufenförmigen Volants aus Spitze ausgestellt.
"Ich sehe, du trägst das weiße Mieder, es steht dir gut. Für das Kleid, das du dir ausgesucht hast, brauchst du andere Unterwäsche".
Um das Kleid anzuprobieren, muss Katrin zuerst ein Unterbrustkorsett mit Halbschalen im passenden Farbton anziehen. Die Schnürung ist ziemlich eng, betont aber ihre Figur.
"Mann, ich bin doch keine Zitrone die ausgepresst werden soll" stöhnt Katrin beim Schnüren und bekommt die Weisheit der Frauen vorgesetzt.
"Wer schön sein will, muss leiden!" sagt grinsend Ingrid.
"Du gewöhnst dich schnell an die Schnürung, Kleine!" sagt Frau Meinhard.
"Du musst ruhig, flach und gleichmäßig atmen, dann geht die Anpassung schneller."
Als Katrin das Kleid anhat, betrachtet sie sich im Spiegel und muss über ihr schönes Aussehen staunen. Sie probiert dabei verschiede Frisuren, hält ihre Haarpracht mal hoch oder an die Seite und dreht sich dabei vor dem Spiegel hin und her. Das Kleid betont mit einem leichten V-förmigen Ausschnitt dezent ihre Oberweite. Der Rock reicht fast bis zum Boden und wird durch die Unterröcke leicht ausgestellt. Angesteckt durch die Atmosphäre und ihre Kleidung beginnt Katrin zur Belustigung der Anwesenden, sehr affektiert durch den Ankleideraum zu stolzieren und imitiert dabei eine völlig versnobte Dame. Nach einigen Minuten wird Katrin jedoch wieder ernst.
"Das Kleid ist viel zu schön, das"¦ das kann ich nicht tragen"¦"
"Doch mein Kind" sagt Frau Meinhard, "Es ist wie für dich speziell genäht. Du hast dir mit sicherem Blick das schönste von den vier Kleidern ausgesucht. Es steht dir sehr gut!"
"Und Katrin, Peter wird nur noch Augen für dich haben" meint Ingrid.
"Aber die hat er doch sowie so schon"¦!" antwortet Katrin mit einem Lächeln, das sie noch hübscher erscheinen lässt.
"Ingrid, meinst du wirklich, ich kann morgen mit diesem Kleid zur Feier gehen?".
"Natürlich, Kleines, deswegen habe ich es doch dich auswählen lassen. Stell dir vor, die Haare schön gemacht, etwas Schmuck und perfektes Make-up. Fertig ist die Prinzessin!"
Katrin muss schlucken und wird mal wieder rot.
"So Frau Rumstein, jetzt sind sie dran!" sagt Frau Meinhard und rollt den nächsten Garderobenständer mit festlichen Kleidern. Nach einigem Suchen und Durchwühlen des Kleiderständers, wählt Ingrid ein ähnliches Kleid aus blauer Seide aus. Auch Ingrid kommt dadurch in den Genuss, ein Korsett unter dem Kleid ihrer Wahl tragen zu müssen. Auch sie fängt an, sich über die Enge zu monieren. Katrins einziger Kommentar dazu:
"Siehste, jetzt bist du auch eine Zitrone"¦!"
Ingrids Kleid ist aus blauer Seide und reicht ebenfalls bis zum Boden. Der Rockteil wird auch durch drei Unterröcke ausgestellt. Beide Frauen üben eine Weile das Gehen und Hinsetzen in ihren neuen, langen Kleidern. Nachdem sie sich wieder umgezogen haben und alle Kleidung, einschließlich den passenden Dessous und Schuhe zusammen gestellt und verpackt sind, gehen beide Frauen fröhlich tratschend zum Friseursalon Neumann und bestellten zwei mal das volle Programm, damit morgen Früh nicht so viel Zeit benötigt wird. Neben Maniküre, Pediküre und kosmetischer Behandlung werden auch ihre Frisuren gemacht
Als ihre Behandlung fertig ist, fahren beide entspannt zur Villa Rumstein, wo das Mittagessen und beide Männer auf sie warten. Peter kann sich nicht bremsen und reißt regelrecht Katrin überfallartig in ihre Arme und verpasst ihr einen intensiven Kuss.
"He, was"¦ soll"¦ dieser"¦ Überfall?" stammelt Katrin, immer wieder von Küssen unterbrochen. Peter hat Katrin fest umarmt, so dass sie ihre Arme nur noch auf seine Schultern legen kann.
"Du siehst einfach zum Anbeißen hübsch aus, und außerdem hab ich dich so lange nicht gesehen!"
"Ich bin doch erst gestern Abend zur Herberge gefahren und MMMpf"¦!"
"Viel zu lange habe ich dich nicht gesehen."
"Und was soll das erst nächste Woche werden, wenn ich zu Hause bin?"
"Das ist ja das Schlimme! Ich will jede Sekunde mit dir zusammen sein!" sagt Peter und küsst sie wieder. Da das Mittagessen droht kalt zu werden, werden die beiden Turteltauben von Siegfried gestört.
"He, mein Sohn, sei nicht so stürmisch und lass dem Mädel noch Luft zum atmen. Kommt jetzt beide essen!"
Schweren Herzens trennen sich beide und setzen sich, Händchen haltend, an den Mittagtisch und essen etwas. Kaum sind die Teller leer, geht der zärtliche Nahkampf der Hände wieder los.
Nach dem Essen klatscht Siegfried in die Hände und sagt:
"So, Mädels, jetzt wollen wir sehen, was ihr uns so morgen präsentiert, also macht mal eine Modenschau."
Ingrid und Katrin sehen sich an, grinsen leicht und sagen im Chor:
"Nööö, ihr müsst bis Morgen warten!"
Dieser Spruch missfällt den Männern total aber sie müssen warten, wenn Frauen nicht wollen, dann"¦
54. Ein normaler Nachmittag
Beide Pärchen ziehen sich für eine kleine Siesta zurück. Als beide alleine in Peters Zimmer sind, macht Katrin es sich etwas bequemer und zieht ihren Rock und die Bluse aus und legt sich auf Peters Bett. Sie deckt sich mit einer leichten Wolldecke zu. Beide wollen eigentlich etwas ruhen, aber bei dem Anblick den Katrin bietet, kann sich Peter wieder kaum beherrschen. Er reißt sich förmlich seine Kleidung vom Leib und krabbelt, nur mit Turnhose bekleidet zu Katrin unter die Decke. Statt nun zu ruhen, beschäftigt er sich intensiv mit Katrin. Ehe sich Katrin versieht, sind ihre Brüste von jeglicher Wäsche befreit und Peter beschäftigt sich ausgiebig mit den beiden Wonnehügeln. Katrin erlebt ein wahren Sturm angenehmer Gefühle und weiß nicht, wohin mit ihrer Lust. Sie kann nur Peter umarmen und seine Zärtlichkeiten erwidern. Langsam geraten sie in einen Rausch der Ekstase und entledigen sich ihrer restlichen Kleidung. Nach ihrem Höhepunkt des heftigen Liebesspieles kuscheln sich beide aneinander.
"He, du Nimmersatt, kann denn eine Frau hier mal nicht in Ruhe ein Mittagsschläfchen halten?"
"Wenn Frauen so reizvoll sind wie du"¦ nein. Es macht mir viel zu sehr Spaß, deinen Körper zu berühren und dich zu fühlen"¦!"
Zur Bekräftigung seiner Worte streichelt Peter Katrin intensiv überall dort, wo er bequem Zugriff hat. Katrin kann nur eines, sie genießt die Zärtlichkeiten mit einer für sie ungewohnten Intensität und würde an liebsten vor Behagen wie eine Katze schnurren.
Ihr bleibt nur eines, die Zärtlichkeiten zu erwidern und so tasten je zwei Paar Hände jeweils den Körper des anderen ab und verteilen viele Streicheleinheiten. Nur langsam kommen beide etwas zur Ruhe und unterhalten sich. Peter will alles wissen, was Katrin und seine Mutter am Vormittag getrieben haben und wie die Kleider aussehen, aber Katrin schweigt und sagt nur eines:
"Lass dich überraschen Liebling, so wird die Vorfreude größer!"
"Du bist ein gemeines, kleines Biest!"
"Und du bist neugierig wie ein altes Waschweib, das Mmmppff"¦!"
Weiter kommt sie wieder nicht, weil Peter ihren Mund wieder einmal mit einem Kuss verschließt. Für eine Weile waren das auch die letzten Worte, die gesprochen werden konnten. Erst als sie von Ingrid an den Kaffeetisch gerufen werden, trennen sie sich. Beim Zusammensuchen ihrer einzelnen Bekleidungsstücke albern sie beide etwas herum, schaffen es aber doch schließlich rechtzeitig etwas zerzaust zum Kaffee trinken zu erscheinen.
Nach dem Kaffee sitzt die Familie beisammen und plaudert über allgemeine Dinge. Ingrid und Siegfried haben Katrin viel über ihre große Familie zu erzählen. So erfährt Katrin auch von der Existenz der Tante Agata, eine echte von und zu, mit ihren 96 noch relativ rüstig und auf die alte Etikette bedacht, manchmal auch ein Familientyrann.
Nach dem Abendbrot sitzen alle noch etwas gemütlich beisammen und schauen in die Röhre. Da das Fernsehprogramm wie immer nichts zu bieten hat, ziehen sich Katrin und Peter zurück, sie wollen die ihnen noch verbliebene Zeit intensiv nutzen und so erleben beide in der Nacht noch schöne Höhepunkte, nach denen sie befriedigt eng aneinander gekuschelt, einschlafen.
55. Typisch Frauen
Am Freitagmorgen wurde die gesamte Familie Rumstein und natürlich auch Katrin durch das hässliche Rasseln und Tuten mehrere Wecker aus ihrem Schlummer gerissen. Es verspricht ein schöner Altweiber-Sommertag mit viel Sonne zu werden.
Noch halb schlummernd, kuschelt sich Katrin eng an Peter. Beide erinnern sich an die schönen Augenblicke der Nacht und würden am Liebsten an der Stelle weiter machen, an der beide eingeschlafen sind. Nach einem kleinen Austausch von Zärtlichkeiten krabbelt Katrin langsam aus dem Bett und geht so wie die Natur und der Chirurg sie erschaffen hat, stolz ins Badezimmer und verrichtet ihre Morgentoilette. Anschließend zieht sie ihre Dessous, BH, TV-Slip, Tanga und Strumpfhose an, die sie anschließend unter einem Jogginganzug versteckt. Peter liegt noch faul im Bett und sieht Katrin die ganze Zeit zu.
"Los aufstehen, du Langschläfer!" ruft Katrin und zieht Peter die Bettdecke weg. Er beschwert sich, dass es noch zu früh sei und wirft ein Kopfkissen nach Katrin, die es postwendend zurück schmeißt und sich auf Peter wirft. Sie beginnt ihn überfallartig abzukitzeln.
"Hi, hi, hi"¦ Mama, Hilfe, ha, ha, ha"¦!"
"Stehst endlich auf, du Faulpelz!" ruft Katrin und kitzelt weiter.
"Ha, ha, ha"¦ ja, ja"¦ ich ergebe mich ja"¦ hi, hi, "¦hör bitte auf"! Katrin hört auf und gibt Peter frei. Im gleichen Moment klopft es an der Tür und Siegfried schaut ins Zimmer
"Hilfe, Papa, diese Frau zwingt mich aufzustehen!"
"Ein guten Rat kann ich dir geben: Mein Sohn, gewöhne dich daran"¦!" kommt es ironisch von der Tür, die schnell geschlossen wird, weil sich ein Kopfkissen in Richtung Tür auf Reisen begeben hat. Ein leichter Wurf von Katrin. Die Tür wird noch einmal einen Spalt geöffnet
"Siehst du, mein Sohn, dass meine ich! Frauen haben ihren eigenen Kopf"¦! Kommt frühstücken!" sprach es und die Tür wurde wieder geschlossen.
Peter blieb nichts anderes übrig, als sich knurrend aus dem Bett zu wälzen, während er von Katrin zur eile angetrieben wird.
Endlich ist auch Peter fertig und beide gehen zur Küche, wo ein Frühstück auf sie wartet.
"Katrin, in einer halben Stunde müssen wir zum Friseur!"
"Geht klar!"
"Mann, macht doch nicht so eine Hecktick, es ist doch erst"¦ Aua, Papa sie haut mich!" stöhnt Peter mit vollem Mund
"Ich habe es dir schon mal gesagt, Sohn gewöhn dich drr"¦ aua!" auch Siegfried erhält von Ingrid einen leichten Rippenstoß, wie zuvor Peter von Katrin.
"Wenn Katrin und ich zum Friseur fahren, werdet ihr beide die Küche aufräumen und euch fertig machen. Ihr wisst ja, duschen, rasieren und eure Anzüge anziehen," sagt Ingrid energisch und zwinkert anschließend Katrin lächelnd zu, als von den beiden Männern ein bestätigendes Murmeln kommt.
Ingrid und Katrin trinken in Ruhe ihren Kaffee aus und fahren zum Friseur, während die beiden Männer aufräumen, Nach einer Stunde kommen beide Frauen mit einer feierlichen Frisur und dezent geschminkt zurück. Ihr Aussehen vom Gesicht her widerspricht arg dem Schlabberlook der beiden Frauen. Peter und Siegfried sind bereits dabei, sich in ihre Anzüge zu zwängen. Als Peter Katrin sieht, will er sie gleich wieder umarmen und küssen, wird aber von seiner Mutter daran gehindert, mit dem Hinweis auf ihre neuen Frisuren. Vater und Sohn blicken sich an und können nur bedauernd mit den Achseln zucken. Beide Frauen gehen lachend in das elterliche Schlafzimmer und verriegeln von innen die Tür.
"So Katrin, jetzt machen wir uns beide hübsch. Fangen wir mit dir an. Ziehe dich schon mal aus, ich helfe dir dann ins Korsett"
Als Katrin nur noch mit dem zart rosanen Tanga da steht, fragt Ingrid
"Mußt du noch was verstecken?" Katrin wird erst mal wieder rot und stammelt
"Nnnnein"¦ Ich habe meine TV-Hose an, die versteckt alles ohne Beule"¦!"
"Was es nicht alles gibt, sieht ja echt aus!" kommt locker die Bemerkung von Ingrid.
"Katrin, du brauchst doch nicht rot zu werden, ich weiß doch wie ein Junge aussieht!"
"Aber nicht mehr lange, sobald ich volljährig bin kommt alles weg!"
"Es stört dich?"
"Ja!"
"Und Peter, weiß er es?"
"Ja, ich habe ihm gleich am Anfang unserer Beziehung gesagt, das ich soweit wie möglich eine Frau werden will!"
"Aber seine Neigung"¦?"
"Er weiß doch dann, was ich war, beziehungsweise jetzt noch bin. Dadurch kommt er damit klar. Wir haben beide ausführlich mehrmals darüber gesprochen. Wir wollen aus unserer Beziehung keine Eintagsfliege machen! Dafür sind unsere Gefühle zueinander viel zu stark geworden"
"Da denkt ihr ja schon weiter, als Siegfried und ich. So, komm jetzt erst einmal das Korsett!"
"Oh Mann, wieder Zitrone spielen:"
Als Erstes wird nun Katrin in das rosafarbenes Unterbrustkorsett geschnürt. Je weiter das Korsett geschlossen wird, desto mehr werden Katrins Brüste durch die abgearbeiteten Halbschalen vorteilhaft betont.
"Wie kommt es denn eigentlich, dass du schon so einen schönen kleinen Busen hast?"
"Schon mal was von Silikon gehört? Das Ganze war nicht ganz legal. Aber so weiß ich, wie eine Frau sich fühlt. Ich möchte sie gar nicht mehr missen, vor allem wenn Peter sie so zärtlich streichelt, ich könnt"¦ ups!"
"Ist schon in Ordnung, du brachst nicht gleich rot zu werden. Das ist doch völlig normal. Es zeigt doch nur, dass du wirklich eine Frau bist und auch so fühlst. So, jetzt noch die Strümpfe und die Schuhe. Wirst du mit den 10 cm Absätze klarkommen!"
"Ja, ich habe doch Stiefel mit der gleichen Absatzhöhe, mit denen habe ich in der ersten Woche geübt!" Nachdem Katrin erst einmal so weit fertig ist, folgt das gleiche Prozedere bei Ingrid, nur das Katrin jetzt schnürt. Zuvor hatte sich Ingrid ohne Bedenken auch entkleidet. Katrin ist auch für sie nur eine junge Frau.
Als Ingrid auch ihre hohen Schuhe an hat, betrachten sich beide in dem großen Spiegel.
"Ich glaube, wenn uns die Männer so sehen könnten, müssten wir uns ganz schnell in Sicherheit bringen. So einfach nach dem Motto, sei spätestens bei drei auf dem Baum!" sagt Ingrid mit einem Schmunzeln.
"Nur mit den Korsetts schaffen wir das nicht! Eher müssten wir uns einen Waffenschein für unser Aussehen ausstellen lassen!" Beide Frauen können nur noch herzhaft lachen.
Was für ein Bild im Spiegel. Zwei Frauen, eng in ein Korsett geschnürt mit einer schönen Taille, gekleidet in zarten Dessous in zartem Rosa und blau!
"Lass uns die Kleider anziehen, die Herren der Schöpfung werden langsam ungeduldig!" Nun folgen die Unterröcke und jeweils das lange Kleid. Kaum sind diese geschlossen, blicken zwei Königinnen des Balls aus dem Spiegel.
"Du Katrin, ich habe noch eine kleine Überraschung für dich. Ich möchte, dass du heute diesen Schmuck trägst. Es sind Familienerbstücke. Meine Großmutter, meine Mutter und ich haben diese Sachen zu unserem ersten Ball getragen. Es ist so eine Art Tradition. Ich möchte, dass du sie fortsetzt!" sagt Ingrid und überreicht Katrin ein Schmuckkästchen. Neugierig öffnet Katrin das Kästen und kommt aus dem Staunen nicht raus. Für die Haare eine kleine Tiara, Ohrringe, eine Halskette, ein Armband und einen Ring. Alles aus Gold und mit Brillianten besetzt.
"Das"¦ das kann ich nicht tragen, es ist doch viel zu kostbar"
"Ach was, du trägst es und jetzt Schluss mit der Diskussion. Außerdem ist das Schmuck für eine junge Dame, ich kann ihn nicht mehr tragen!"
Ingrid schreitet zur Tat und legt Katrin den Schmuck an.
"So, das war's, du siehst himmlisch aus"
"Ich glaube eher wie ein Weihnachtsbaum!" Ingrid muss darüber herzhaft lachen
"Nein Katrin, wie eine Prinzessin!"
Das Ankleiden und die Make-up Kontrolle dauerte anderthalb Stunden, die, die beiden Männer nervös warten.
"Typisch Frauen, uns scheuchen, aber selbst trödeln" schnauft Peter.
"Mein Sohn, gewöhne dich daran. Das ist nämlich ein Privileg der Frauen! Und sei dir gewiss, diese Wartezeit lohnt sich immer und außerdem, die Limousine kommt erst in dreißig Minuten. Als noch keine Panik!"