Freitag 10:30 Uhr, Hauptbahnhof Andernach. Unglaublich, aber der Zug aus Köln ist absolut pünktlich.
Endlich der Tag auf den wir soooo unendlich lange gewartet haben.
Da der Weg aus Richtung Köln nach Würzburg quasi an meiner Haustür vorbei führt, habe ich Marcella eine Mitfahrgelegenheit angeboten, die sie sinnvollerweise auch angenommen hat.
Ich parke direkt vorm Bahnhof und warte auf Marcella, die mich noch nie im Männermodus gesehen hat.
Aber als sie aus dem Bahnhof kam, ist sie mir ja fast direkt ins Auto gelaufen,g
Um den Tag standesgemäss einzustimmen, habe ich Marcella dann zu einem leckeren Frühstück in meiner Lieblingsbäckerei eingeladen.
Dann ging es zu mir nach Hause. Aufbrezeln.
Zwei gutgelaunte und frisch gestylte Ladys hittn that Road. Würzburg is waiting.
Nach entspannter Fahrt, ohne Beeinträchtigung, erreichen wir gegen 16Uhr unser vor Ewigkeiten reserviertes Hotel, ca.20Km von Würzburg entfernt, in einem alten, aber sehr gepflegten kleinen Dorf.
Was mag und dort erwarten, in dem seit 1877 familiengeführten kleinen Hotel-Restaurant?
Wir betreten den Gasthof. An einem Tisch sitzen einige ältere Herrschaften und spielen irgendwelche Spiele.
Totenstille, die Blicke auf uns gerichtet und ich sehe nur noch Fragezeichen in den Gesichtern, hihi.
So kenne ich das. Männer sind mit uns, unerwartet, fast immer überfordert.
Aber keine bösen, oder abfällige Blicke und auch keine blöden Bemerkungen. Die haben einfach nur weitergespielt.
Nachdem wir uns bei der Servicekraft als Hotelgäste zu erkennen gaben, mussten wir jedoch auf Lana warten, da sie die Zimmer reserviert hatte.
Wir nahmen in einer Nische, beim Betreten des Lokals schlecht einsehbar, direkt rechts hinter der Eingangstür Platz und bestellten erst mal ein Bier.
Nur wenige Minuten später kam dann auch Lana. Perfektes timing.
Nach etlichen Viedokonferenzen nun endlich Begrüssung, Umarmung, Live und in Farbe.
Wir bezogen unsere Zimmer, hübschten uns noch mal auf und trafen uns wenig später im Biergarten des Hotels, für ein allererstes reales Kennenlernen. Aber irgendwie hatte ich ein Gefühl der Vertrautheit, als würden wir uns schon ewig kennen.
Sehr schnell wurde mir klar, dass das zwischen uns einfach nur passt und wir ein wunderschönes Wochenende haben werden.
Auch Marcella wirkte locker und entspannt, obwohl ich sicher war, dass das für sie alles viel aufregender war, als es schien, da dies ja nun ihr erster richtiger Ausflug enfemme, ausserhalb des Stammtisches war. Und dann auch gleich ein ganzes Wochenende.
Wir hatten schon vorher beschlossen, den restlichen Freitag bei einem leckeren Essen im Hotel zu verbringen, um uns besser kennen zu lernen.
Wir trafen uns in der bereits vollen Gaststube. Beim Betreten wieder das Übliche. Fragezeichen in den Männergesichtern, freundliches lächeln (definitiv kein Auslachen) bei den nun anwesenden Damen. Aber auch hier wieder keinerlei erkennbares, ablehndes Verhalten.
Kommen wir nun zu meinem besagten Telefon, welches ich mitgebracht hatte, da dies insbesondere von Marcella so gewünscht war. Sie wollte das unbedingt mal real sehen und erleben. Fand ich eh gut, da ich damit schon oft in Lokalitäten ganz viel Spass hatte.
Aber dass sich dieses Telefon zu einem deartigen Kommunikationsmagneten entwickelte, hätte ich niemals gedacht.
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Wen es detailiert interessiert, kann es hier im Bastelthread nachlesen:
viewtopic.php?p=333631#p333631
Nachdem das Telefon offen sichtbar auf dem Tisch stand, dauerte es nicht lange, bis die erste Bemerkung kam.
Mit einem etwas mitleidigem Gesichtsausdruck, meinte ein älterer Tischnachbar aus einer grösseren Runde: Schönes Telefon, worauf ich antwortete: Jaaaa, und das funktioniert sogar. Das hat dann am ganzen Nachbartisch zu ratlosen Diskussionen geführt, worauf ich dann mein Telefon einfach auf den Nachbartisch stellte und sagte. Da! telefoniert doch einfach mal damit.
Alle schauten erst mal, als wolle ich sie so richtig nach Strich und Faden verarschen.
Der Erste nahm ungläubig den Hörer ab und erschrak förmlich mit einem erstaunten Gesicht, als er ein Freizeichen hörte. Jetzt wollte er es wohl wissen uns wählte die Nummer eines Nachbarn. Als dessen Handy bimmelte, war plötzlich völlige Stille in dieser grösseren Runde. Der Angerufene nahm das Gespräch an und alle am Tisch waren erstaunt darüber, wie sowas möglich war.
Damit waren wir plötzlich total im Gespräch mit quasi dem ganzen Nachbartisch. Das Eis war gebrochen.
Wie sehr das Eis gebrochen war, hat Marcella ja schon erwähnt.
Das ging dann am Samstag beim Frühstück und später am Abend intensiv weiter.
Aber das schreibe ich in einem weiteren Beitrag.
Der Freitag endete so gegen 23:30, nach einem wirklich tollen Abend mit vielen netten Leuten, an dem wir drei uns noch näher kommen konnten und uns auf den Samstag freuten.
Nachtisch.jpg
Wir verabredeten uns um 9 Uhr zum Frühstück. Auch hier waren wir drei wieder auf einer Wellenlänge, da keine schon um 7 Uhr frühstücken musste. Alles ganz locker und entspannt.
Das Frühstück war jedenfalls für mich ein Erlebnis. Aber dazu dann mehr im nächsten Beitrag.....................