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Re: High Heels in Würzburg

Verfasst: Sa 11. Okt 2025, 18:58
von Marcella67
Kurz auf die Zimmer, ein wichtiges Utensil musste ja noch geholt werden, und dann ab in die Gaststätte. Als wir den Gastraum betraten, wurden wir nach dem Freitag-Abend mit einem herzlichen „Hi Mädels“ begrüßt.
Wir bestellten dann unsere ersten Getränke und stellten das besagte Telefon
58ca818e-765e-46a4-8ff3-ac79db7b0739~1 (Mittel).jpg
auf den Tisch.

Per WhatsApp gab ich dann meiner Liebsten grünes Licht für das Telefon, aber sie las die Nachricht erst später. Also kurzerhand zum Rauchen und angerufen. Am Telefon meldete sich dann Eve, die zu einer Gruppe von Motorradfahrern gehörte.
Danach ging das Telefon durch die Reihen und klingelte plötzlich, meine Frau war dran und war ganz verdutzt, dass sich jemand Unbekanntes meldet.

Eve setzte sich dann zu uns. Nach längeren Gesprächen stellte sich heraus, dass ihr Mann auch gerne Frauenkleider trägt. Nachdem alle anderen aus der Clique im Bett verschwunden waren, gesellte er sich auch noch (ein wenig zurückhaltend) zu uns.
Schade nur das Eve sich noch nicht bei uns gemeldet hat, ich hatte ihr meine Nummer gegeben.

Ein wunderschöner Abend ging dann gegen 0:00 Uhr zu Ende.

Danach noch schnell das Outfit für Sonntag rausgelegt und den Rest schon mal gepackt und ab in die Heia!

LG Marcella

Re: High Heels in Würzburg

Verfasst: So 12. Okt 2025, 17:04
von Maya
Freitag 10:30 Uhr, Hauptbahnhof Andernach. Unglaublich, aber der Zug aus Köln ist absolut pünktlich.
Endlich der Tag auf den wir soooo unendlich lange gewartet haben.
Da der Weg aus Richtung Köln nach Würzburg quasi an meiner Haustür vorbei führt, habe ich Marcella eine Mitfahrgelegenheit angeboten, die sie sinnvollerweise auch angenommen hat.
Ich parke direkt vorm Bahnhof und warte auf Marcella, die mich noch nie im Männermodus gesehen hat.
Aber als sie aus dem Bahnhof kam, ist sie mir ja fast direkt ins Auto gelaufen,g
Um den Tag standesgemäss einzustimmen, habe ich Marcella dann zu einem leckeren Frühstück in meiner Lieblingsbäckerei eingeladen.
Dann ging es zu mir nach Hause. Aufbrezeln.
Zwei gutgelaunte und frisch gestylte Ladys hittn that Road. Würzburg is waiting.
Nach entspannter Fahrt, ohne Beeinträchtigung, erreichen wir gegen 16Uhr unser vor Ewigkeiten reserviertes Hotel, ca.20Km von Würzburg entfernt, in einem alten, aber sehr gepflegten kleinen Dorf.
Was mag und dort erwarten, in dem seit 1877 familiengeführten kleinen Hotel-Restaurant?
Wir betreten den Gasthof. An einem Tisch sitzen einige ältere Herrschaften und spielen irgendwelche Spiele.
Totenstille, die Blicke auf uns gerichtet und ich sehe nur noch Fragezeichen in den Gesichtern, hihi.
So kenne ich das. Männer sind mit uns, unerwartet, fast immer überfordert.
Aber keine bösen, oder abfällige Blicke und auch keine blöden Bemerkungen. Die haben einfach nur weitergespielt.
Nachdem wir uns bei der Servicekraft als Hotelgäste zu erkennen gaben, mussten wir jedoch auf Lana warten, da sie die Zimmer reserviert hatte.
Wir nahmen in einer Nische, beim Betreten des Lokals schlecht einsehbar, direkt rechts hinter der Eingangstür Platz und bestellten erst mal ein Bier.
Nur wenige Minuten später kam dann auch Lana. Perfektes timing.
Nach etlichen Viedokonferenzen nun endlich Begrüssung, Umarmung, Live und in Farbe.
Wir bezogen unsere Zimmer, hübschten uns noch mal auf und trafen uns wenig später im Biergarten des Hotels, für ein allererstes reales Kennenlernen. Aber irgendwie hatte ich ein Gefühl der Vertrautheit, als würden wir uns schon ewig kennen.
Sehr schnell wurde mir klar, dass das zwischen uns einfach nur passt und wir ein wunderschönes Wochenende haben werden.
Auch Marcella wirkte locker und entspannt, obwohl ich sicher war, dass das für sie alles viel aufregender war, als es schien, da dies ja nun ihr erster richtiger Ausflug enfemme, ausserhalb des Stammtisches war. Und dann auch gleich ein ganzes Wochenende. :roll:
Wir hatten schon vorher beschlossen, den restlichen Freitag bei einem leckeren Essen im Hotel zu verbringen, um uns besser kennen zu lernen.
Wir trafen uns in der bereits vollen Gaststube. Beim Betreten wieder das Übliche. Fragezeichen in den Männergesichtern, freundliches lächeln (definitiv kein Auslachen) bei den nun anwesenden Damen. Aber auch hier wieder keinerlei erkennbares, ablehndes Verhalten.
Kommen wir nun zu meinem besagten Telefon, welches ich mitgebracht hatte, da dies insbesondere von Marcella so gewünscht war. Sie wollte das unbedingt mal real sehen und erleben. Fand ich eh gut, da ich damit schon oft in Lokalitäten ganz viel Spass hatte.
Aber dass sich dieses Telefon zu einem deartigen Kommunikationsmagneten entwickelte, hätte ich niemals gedacht.
IMG_1166.JPG
Wen es detailiert interessiert, kann es hier im Bastelthread nachlesen:
viewtopic.php?p=333631#p333631

Nachdem das Telefon offen sichtbar auf dem Tisch stand, dauerte es nicht lange, bis die erste Bemerkung kam.
Mit einem etwas mitleidigem Gesichtsausdruck, meinte ein älterer Tischnachbar aus einer grösseren Runde: Schönes Telefon, worauf ich antwortete: Jaaaa, und das funktioniert sogar. Das hat dann am ganzen Nachbartisch zu ratlosen Diskussionen geführt, worauf ich dann mein Telefon einfach auf den Nachbartisch stellte und sagte. Da! telefoniert doch einfach mal damit.
Alle schauten erst mal, als wolle ich sie so richtig nach Strich und Faden verarschen.
Der Erste nahm ungläubig den Hörer ab und erschrak förmlich mit einem erstaunten Gesicht, als er ein Freizeichen hörte. Jetzt wollte er es wohl wissen uns wählte die Nummer eines Nachbarn. Als dessen Handy bimmelte, war plötzlich völlige Stille in dieser grösseren Runde. Der Angerufene nahm das Gespräch an und alle am Tisch waren erstaunt darüber, wie sowas möglich war.
Damit waren wir plötzlich total im Gespräch mit quasi dem ganzen Nachbartisch. Das Eis war gebrochen.
Wie sehr das Eis gebrochen war, hat Marcella ja schon erwähnt.
Das ging dann am Samstag beim Frühstück und später am Abend intensiv weiter.
Aber das schreibe ich in einem weiteren Beitrag.
Der Freitag endete so gegen 23:30, nach einem wirklich tollen Abend mit vielen netten Leuten, an dem wir drei uns noch näher kommen konnten und uns auf den Samstag freuten.
Nachtisch.jpg
Wir verabredeten uns um 9 Uhr zum Frühstück. Auch hier waren wir drei wieder auf einer Wellenlänge, da keine schon um 7 Uhr frühstücken musste. Alles ganz locker und entspannt.
Das Frühstück war jedenfalls für mich ein Erlebnis. Aber dazu dann mehr im nächsten Beitrag.....................

Re: High Heels in Würzburg

Verfasst: Mo 13. Okt 2025, 17:10
von Maya
Vorab eine kurze Erklärung zur Überschrift dieses Threads.
Als wir beschlossen hatten, dass wir uns treffen wollen, haben wir zuerst einen Ort gesucht, bei dem wir alle ungefähr die gleiche Anfahrt hatten.
Dabei kam Würzburg heraus.
Weil wir alle gerne Minis und HighHeels tragen, wurde eine WA Gruppe eröffnet mit dem Namen: „High Heels in Würzburg“, da eigentlich klar war, dass wir in High Heels durch Würzburg ziehen werden.
Das Hotel war schnell gefunden und die Zimmer gebucht.
Dann, als alles soweit klar war und wir endlich enspannt die lange Wartezeit aussitzen konnten, der Schock. :shock:
Nach genaueren Recherchen, was denn in Würzburg so alles los ist, die Hiobsbotschaft, dass quasi die gesamte Innenstadt aus unterschiedlichem Kopfsteinpflaster besteht, was sich im Nachhinein auch so bestätigte.
Eine echte Katastrophe! :evil:
Aber den Namen haben wir nun mal vergeben und wollten ihn auch beibehalten.
Aus diesem Grunde haben wir uns wenigstens die Arbeit gemacht, uns auf einem Foto auf der Brücke mit hohen Absätzen zu verewigen, um uns anschliessend wieder umzuziehen und mit kopfsteinpflastergerechtem Schuhwerk durch Würzburg zu ziehen. Zu sehen hier, im Post Nr.1 von Marcella. Daher die leider nun nicht mehr so passende Überschrift.

Re: High Heels in Würzburg

Verfasst: Di 14. Okt 2025, 14:43
von Maya
Samstag, 7:30Uhr, der Wecker bimmelt gnadenlos.
Aufstehen, fertig machen, schon mal etwas aufhübschen, schliesslich ist man nicht mehr die Jüngste und möchte nicht als Schreckschraube gelesen werden.
FrühstückIMG_20250913.jpg
Um 9Uhr haben wir uns zum Frühstück verabredet.
Wir treffen uns im Hotel und gehen gemeinsam zum Gastraum.
Was ist denn jetzt los? Kaum betreten wir den Gastraum, werden wir von verschiedenen Leuten freundlich mit „Hallo“ und „guten Morgen“ begrüsst. Auch von einigen Männern. Scheinbar haben wir am Vorabend irgendetwas bewegt.
Das war zumindest für mich, schon recht beeindruckend und auch sogar ein wenig unheimlich. Das kannte ich so noch nicht mal im Männermodus. War aber ein tolles Gefühl. Daran könnte ich mich gewöhnen..............
Mein Telefon hatte ich natürlich diesmal nicht dabei. Trotzdem kam ein älterer Herr zu mir, um mir mitzuteilen, dass er immer noch die Funktionsfähigkeit anzweifeln würde, worauf ich ihm sagte, dass er heute Abend nochmal die Chance bekäme, sich vom Gegenteil zu überzeugen. Wie ich schon erwähnte, das Teil war ein richtiger Kommunikationsmagnet.
Das Frühstück war lecker und ansonsten unspektakulär. Die Servicekräfte und auch die anderen Gäste waren sehr freundlich zu uns. Ich jedenfalls fühlte mich akzeptiert und integriert.

Anschliessend ging es auf die Zimmer zum Umziehen, denn schliesslich wollten wir ja Würzburg „unsicher“ machen. Ursprünglich in HighHeels, was wir dann ja leider ändern mussten. Die Gründe habe ich ja erläutert.
Ausgang-IMG_20250913.jpg
Fortsetzung im nächsten Beitrag. Ich kann hier nur 2 Fotos einstellen.

Re: High Heels in Würzburg

Verfasst: Di 14. Okt 2025, 14:52
von Maya
In Würzburg angekommen, erst mal besagtes Foto auf der alten Mainbrücke in hohen Absätzen geschossen, damit wenigstens ein ganz klein wenig zur Threadüberschrift passt. Ein junges Mädel hat uns bereitwillig verewigt.
Dann Schuhwerktausch, kopfsteinpflastertauglich.
Was wir nicht auf dem Schirm hatten war, dass an diesem Wochenende das alljährlich stattfindende StraMu-Fest war.
Die Hölle war los. Die gesamte Innenstadt war für Fahrzeuge komplett gesperrt, ausser der Strassenbahn, begleitet von Ordnern, die ihr den Weg frei machten. Alle paar Meter eine Attraktion, verteilt durch die gesamte Innenstadt und am Mainufer. Menschen ohne Ende.
Und mitten drin, statt nur dabei: WIR!
Im Hintergrund, auf der Brücke, kann man nur erahnen, wie voll die ganze Stadt war.
Wü-Mainufer-IMG_20250913.jpg
Wer glaubt, dass ich übertreibe, schaut hier: https://stramu-wuerzburg.de/programm/vo ... bersicht2/

Auch hier wieder ausschliesslich nette und freundliche Kontakte.
Nach weiterer Teilnahme am Geschehen und schlendern durch die Strassen suchten, wir nach einem Kaffee, welches wir auch am Rande fanden. Hier machten wir eine ausgiebige Pause. Schliesslich hatten wir uns ja noch viel zu erzählen.
Mädels halt. (dr)
Kaffee-Wü.jpg

Re: High Heels in Würzburg

Verfasst: Di 14. Okt 2025, 14:59
von Maya
Dann zogen wir wieder durch die belebten Strassen und am Mainufer entlang. Eine junge Frau wünschte uns im Vorbeigehen einen schönen Tag.
Einfach so. ))):s Wieder einmal für mich aussergewöhnlich auffallend, wie ich es als Mann so noch nicht erlebt habe.
Wir fanden dann einen Platz in einem kleinen Strassenlokal, wo es leckere Cocktails gab.
Auch hier liess es sich der Inhaber nicht nehmen, einen kleinen Plausch mit uns zu führen.
Ich sass sehr nahe an der Strasse, wenige Meter entfernt von einer Ampel. Mit ausgestrecktem Arm hätte ich den Beifahrern die Hand schütteln können.
Ein Polizeiauto hält direkt neben uns mit heruntergelassener Scheibe. Ein junger Polizist schaut direkt zu uns, weniger als 1m entfernt und wünscht uns einen schönen Tag. )))(:
Strassenlokal-Wü.jpg
Der Hunger stellt sich ein. Marcella sucht und findet eine angesagte Pizzeria mit hervorragenden Bewertungen.
Dazu noch gleich um die Ecke. Da wollen wir hin.
Draussen kein freier Platz, also müssen wir rein.
Die wieder sehr nette Servicekraft bringt uns unsere Pizzen, die nicht nur gut aussahen, sondern auch sehr lecker waren.
Die Bewertungen haben nicht gelogen.
Pizza-Wü.jpg
Es wurde dunkel und wir beschlossen, den Abend in der Gaststube des Hotels ausklingen zu lassen.
Schliesslich gab es noch viel zu erzählen, also ab zurück ins Hotel

Re: High Heels in Würzburg

Verfasst: Di 11. Nov 2025, 01:12
von Lana
Das Thema liegt ja schon eine Weile brach. Ein paar Gedanken dazu wollte ich aber noch aufschreiben, diesmal weniger darüber, was wir erlebt haben (dazu kommt noch was am Schluss), sondern mehr davon, wie es mir damit ging.

Ich hatte mich bis dahin erst ein paar Mal mit Anderen aus diesem Forum getroffen. Jedesmal kannte ich sie nur von dieser Plattform. Es war mir damals immer schwer gefallen, über meinen Schatten zu springen und "Leute aus dem Internet" zu treffen. War das nicht eher was für die jüngere Generation?
Wie dem auch sei, meine Neugier überwog und ich war sehr gespannt, welche Menschen sich hinter den Beiträgen und Profilen des Forums wirklich verbargen. Und ich wurde jedesmal mit schönen Gesprächen, viel Spaß und neuen Gedanken belohnt.
(dr)


Dennoch war mir die Idee mit Würzburg lange Zeit nicht so ganz geheuer. Und diesmal hatte ich mich gleich auf drei gemeinsame Tage eingelassen. Entstanden war das Ganze schon vor Monaten, in der Dynamik eines privaten Chats von vier Forumsteilnehmerinnen. Irgendwie fand ich die Idee auch ganz interessant, und um das Ganze voranzubringen habe ich im Januar vier Zimmer in einem fränkischen Weindorf in der Nähe von Würzburg reserviert. Damit war die Sache für mich erstmal erledigt, schließlich war es bis September noch lange hin. Und weil die Zimmer bis zum letzten Moment kostenfrei storniert werden konnten, war es auch nicht so richtig verbindlich. Damit tröstete ich mich, wenn ich Angst hatte, dass sich irgendwann herausstellen würde, dass es doch nicht so recht passt oder wir zu unterschiedliche Vorstellungen hatten. Welche gemeinsamen Interessen neben dem Forumsthema hatten wir denn? Und das allein konnte doch unmöglich genug sein, um drei Tage miteinander zu verbringen ohne dass die Gefahr bestand, dass wir uns bald nichts mehr zu sagen hätten, oder, noch schlimmer, über ein Thema ein unguter Streit ausbrechen würde?

Der Vorteil der Chatgruppe war ja, dass wir uns bis dahin besser kennenlernen konnten. Der Nachteil der Chatgruppe war, dass wir uns besser kennenlernen konnten.
Einige Monate später stieg eine von uns Vieren aus der gemeinsamen Chatgruppe aus und meldete sich zugleich vom geplanten Wochenende ab. So ein Mist, dachte ich da. Was mach ich bloß, wenn es mir irgendwann ähnlich geht? Ich kann die anderen beiden doch nicht einfach im Stich lassen, sie freuten sich doch so darauf, endlich mal ein ganzes Wochenende en femme zu verbringen, mit allem drum und dran, und völlig frei, fernab ihrer Heimat. Aber für mich war es einfach ein Städtetrip mit unbekannten Leuten. Ich würde da so rumlaufen wie sonst auch.

So ging die Zeit ins Land, und der September kam immer näher, aber meine Vorfreude hielt sich nach wie vor in Grenzen. Darüber machte ich mir aber keine Gedanken mehr, schließlich war das schon oft so gewesen, wenn ich Dinge (zu) lange im voraus planen musste. Die richtige Stimmung wird sich zu gegebener Zeit schon noch einstellen!

Das hat dann auch geklappt, wie die bisherigen Beiträge und Bilder zeigen, und ich bin froh, dass ich gefahren bin. Auch wenn ich beim Packen mal wieder die Krise bekommen habe, weil es unmöglich erschien, mich auf eine kleine Auswahl von Kleidung und Schmuck zu beschränken. Weil es wiedermal viel zu viel Zeit beansprucht hat und ich gefühlt hundert mal zwischen der Wohnung und dem Auto hin und her laufen musste und immer die Sorge im Hinterkopf hatte, dass ich was Wichtiges vergessen hätte.

Weil es mir wichtig war, gut auszusehen. Ich ging davon aus, dass meine Reisegefährtinnen sicherlich einen kritischen Blick haben würden, besonders auf die Stellen, wo es immer besonders schwierig ist: Bartschatten, Augenmakeup,... - ganz einfach deshalb, weil sie diese Schwierigkeiten aus erster Hand selbst kannten.
Also war ich doch ein bisschen aufgeregt, wie ich bei ihnen wohl "ankommen" würde. Zumal ich meine Schminkfähigkeiten als eher unterdurchschnittlich einschätzen würde. Es ist mir meistens nicht wichtig genug, um damit viel Zeit zu verbringen.

Als ich dort war und sie zum ersten Mal sah, war das alles plötzlich gar nicht mehr wichtig. Weil es gut tat, sich mit anderen Menschen einfach an einen Tisch zu setzen und zu spüren, dass da eine Gemeinsamkeit ist. So ganz selbstverständlich, ohne dass wir explizit darüber sprechen müssen, ohne dass Gefühl zu haben, es uns gegenseitig versichern zu müssen. So eine Art Verbundenheit, gemeinsames Schicksal, oder was auch immer.

Dass es so war, und auch von außen so wahrgenommen wurde, ist uns mehrfach gesagt worden. Schon gleich am Freitag beim ersten Getränk nach der Ankunft, als die Bedienung dachte, wir seien alte Freundinnen, die zusammen einen Wochenendausflug machen.
(he)

Für mich alte Zweiflerin war das wohl das Schönste an diesen drei Tagen:
die Selbstverständlichkeit, mit der wir uns begegnet sind. Mit einer Nähe, die nur spürbar ist, wenn man sich persönlich trifft. Das hatte eine Leichtigkeit, die ich sonst im Leben oft vermisse.
(he)

Ich möchte deshalb alle ermutigen, sich mit anderen, die sie hier oder sonstwo virtuell kennengelernt haben, im wirklichen Leben zu treffen. Allein, in kleinen oder größeren Gruppen, ganz nach Bedarf. Und ich wünsche euch, dass ihr dabei ähnlich gute Erfahrungen macht wie ich.

Springt über euren Schatten, überwindet eure Angst, werft eure Bedenken über Bord und seid mutig, geht da raus und redet miteinander.

Und was war jetzt am Sonntag?
Nach dem Frühstück und dem Räumen der Zimmer waren wir noch auf einen Kaffee im benachbarten Kitzingen und haben uns zum Abschluss auf der alten Mainbrücke ablichten lassen. Wiedermal begleitet von freundlichen Begegnungen mit unbekannten Menschen.

Wue3.jpg

Der Abschied fiel mir dann doch schwerer als erwartet. Es hat mich emotional sehr berührt, das eine oder andere Tränchen musste ich auch verdrücken. (cry)

Wir waren tatsächlich in den drei Tagen so was wie alte Freundinnen geworden - und es war klar, dass dies nicht unser letzter gemeinsamer Ausflug war!
(he)

Vielen Dank, liebe Maya, liebe Marcella, für das tolle Wochenende! Und dafür, dass ihr einfach da seid!
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LGL