Hey Lana..
okay-ich gebe dir mit, was ich derzeit sehe. Ich antworte aber etwas durcheinander, stör dich bitte nicht daran.
Lana hat geschrieben: Mo 21. Jul 2025, 23:07
Aber wie genau die bestehenden ethischen Grundsätze im Fall der KI spezifisch interpretiert werden, das muss neu verhandelt werden. Und auch sowas geht nicht von jetzt auf gleich
Du meinst jetzt in der öffentlichen Meinung und im Alltag?
Ansonsten gibt es Rahmenwerke und Leitlinien, die mögen nicht vollständig sein, aber es ist falsch das nichts verhandelt ist.
Auch die Themenfelder sind völlig klar, von Datenschutz und Privatsphäre bis Nachhaltigkeit.
Aber nur weil die Öffentlichkeit die Diskussion nicht wahrnimmt, heisst das nicht, das sie nicht stattfindet
Du kannst gerne mal bei der UNESCO
https://www.unesco.de/themen/ethik-neue ... utschland/ oder beim
BMWE
https://www.bundeswirtschaftsministeriu ... igenz.html reinschauen.
Wenn dir das nicht reicht, habe ich noch viele Ressourcen und eine Präsentation.
An vielen Unis findest du auch eigene Diskurse für Wissenschaft und Ausbildung.
Lana hat geschrieben: Mo 21. Jul 2025, 23:07
Von Mist und Weltuntergang hab ich nichts gesagt, beides bekommen "wir" derzeit auch ohne KI ziemlich gut hin.
Da gebe ich dir Recht, wir schaffen das auch ohne KI. Was ich da geschrieben habe war auch weniger auf dich, denn auf andere
hier im Thread und in anderen Threads bezogen.
Lana hat geschrieben: Mo 21. Jul 2025, 23:07
Die überstürzte Einführung wird nicht funktionieren, das kann man wissen, wenn man sich an die Zeit der Dotcom-Blase und den Zusammenbruch des Neuen Marktes im Jahr 2000 erinnert.
Es gibt dabei Parallelen, aber auch Unterschiede. In der Dotcom Ära waren es hauptsächlich Start-ups die es gekostet hat. Falsche Gewinnprognosen und übertriebene Euphorie,
das war falsch. Viele Unternehmen waren nicht profitabel und zu spekulativ.
Heute sind da viele Tech-Giganten unterwegs und es gibt ein viel kleineres Risiko für breite Verluste. Ein schnelles Börsendebüt macht da kaum wer.
Aber dieses finanzielle Thema ist nicht die treibende Kraft und war es im Grunde nie.
Würde es nach mir gehen, wäre das Netz völlig demonetarisiert und nur auf Anhäufen von Wissen angelegt.
Lana hat geschrieben: Mo 21. Jul 2025, 23:07
Die pauschale Aussage, dass keine Zeit ist, eine neue Technologie mit derart gravierenden Auswirkungen ordentlich einzuführen bringt jedenfalls keine Erkenntnis.
Die Idee davon besteht aktiv seit Turing in den 1940/50er Jahren und noch länger oder such nach Joseph Weizenbaum...nur für die Umsetzung war die Power noch nicht da.
Das ändert sich gerade massiv. Ein Link zur Geschichte der KI
https://www.agorate.de/KI/die-geschichte-der-ki
Und wird mit einem sehr guten Machine Learing noch schneller werden. 70 Jahre Zeit über die Auswirkungen nachzudenken, ist das so der Zeitraum den
du dir nochmal vorstellst? Nein, die Sache ist out und läuft. Wir brauchen also Fachpersonen, die da tief drin stecken, nicht morgen sondern eher gestern.
Woher nimmst du also die Aussage, das die Technologie zu schnell und nicht ordentlich eingeführt wäre. Kannst du an der Stelle denn beurteilen
ob es ordentlich ist? Kennst du die Projektmanagementmethoden die in der Softwareentwicklung verwendet werden, weisst du z.B. was Kanban ist?
Daraus erklärt sich auch die Geschwindigkeit jetzt, nicht mehr alles wird in die kleinste Aufgabe mit Ablauflisten runtergebrochen..das ist völlig unpraktikabel.
Womit ich beim nächsten Punkt bin
Lana hat geschrieben: Mo 21. Jul 2025, 23:07
Wenn in der Planungsphase mangels "Zeit" Wünsche und Ziele nicht klar definiert und mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen abgeglichen werden, dann dauert es später umso länger, das wieder gerade zu biegen, falls es überhaupt noch möglich ist. Das kann man bei allen industriellen Großprojekten der letzten Jahrzehnte in Deutschland bewundern.
Das passiert deshalb weil agile und klassische Projektmanagementmethoden falsch vermischt und nicht verstanden werden.
Oft fehlt da auch einfach das Transformationsbewusstsein. Schwaches Projektmanagement, fehlende Kompetenzen.
Für sich ständig ändernde Anforderung ist Prince zu starr und manche fühlen die Freiheit nicht richtig die z.B. Scrum bietet.
Und vieles ist völlig intransparent, das ist einer der Hauptknackpunkte. Oder Kosten vorher klein rechnen um starten zu können, wie in Stuttgart oder Berlin.
Das schafft nicht grade Vertrauen.
Lana hat geschrieben: Mo 21. Jul 2025, 23:07
Warum ist es für dich so schwer zu verstehen, dass eine technikkritische Haltung durchaus zukunftsoffen sein kann? Ist Fortschritt für dich nur durch kritiklose und schnelle Übernahme neuer Technik denkbar? Ist unreflektierte Veränderung der Verhältnisse per se immer positiv?
Ich bin auch nicht kritikfrei was das angeht, das solltest du in meinem Beitrag weiter oben, oder in anderen Beiträgen zum Thema vielleicht gesehen haben.
Aber das du mir vorwirfst unreflektiert zu sein, nehm ich dir echt übel denn ich benenne Vor- und auch Nachteile.
Wenn ich aber auf pauschale Ablehnung stosse, nehme ich andere entgegengesetzte Haltung ein, das ist meine Art, nicht weil ich es möchte,
sondern weil es einfach für Diskussionen angebracht ist.
Habs gut, Marie
