Re: Offener Brief zur elektronischen Patientenakte | heise.de
Verfasst: Fr 17. Jan 2025, 10:45
Man kann damit seine Rezepte anschauen, bei mir steht da auch Menge und Dosierung mit drauf, und teilweise Infos zur Einnahme, was der Arzt so alles dazu geschrieben hat. Außerdem kann man Rezepte einer Apotheke zuordnen und sozusagen vorbestellen, zum abholen braucht man trotzdem die Gesundheitskarte.Shoshana hat geschrieben: Fr 17. Jan 2025, 09:42 Ob die was taugt habe ich allerdings noch nicht ausprobiert.
Die App ist so sicher, dass man sich bei jedem Öffnen anmelden muss (Fingerabdruck oder App-PIN), auch wenn das Display nur eine Sekunde aus war oder man eine andere App offen hatte. Darüber hinaus muss man ziemlich oft mit Gesundheitskarte, Personalausweis, oder über eine verbundene (unterstützte) App der Krankenkasse neu einloggen, damit neue Rezepte abgerufen werden können.
Wirklich genutzt habe ich sie genau ein Mal, um das ausgestellte Rezept nach Verlassen der Arztpraxis nochmal zu prüfen, bevor ich die 40km Heimfahrt angetreten bin.
Da es Akte und App zwar schon länger gibt, bislang jedoch niemand damit gearbeitet hat, kann ich nur sagen, dass man in der App meiner Krankenkasse einzelne Arztpraxen, Apotheken, Krankenhäuser, usw. freischalten muss, auf Wunsch zeitlich beschränkt, damit die überhaupt Zugriff auf die Akte haben. Diese ist dann in Vertraulichkeits-Kategorien gegliedert, für die man die vorher freigeschalteten Einrichtungen jeweils berechtigen oder sperren kann. Selbiges kann man nochmal zusätzlich bei jedem Dokument machen. Ob das alles wirklich funktioniert, wovon ich - nach anfänglichen Schwierigkeiten ähnlich Einführung e-Rezept - allerdings ausgehe, wird die Praxis in der Praxis zeigen.Tira hat geschrieben: Do 16. Jan 2025, 12:36 Angeblich soll es ja auch möglich sein per App alle möglichen Einschränkungen vorzunehmen, aber das glaub ich auch erst, wenn ich's gesehen habe und es überprüft worden ist.
Alternativ kann man die Akte vor Ort in der jeweiligen Praxis mit Gesundheitskarte und PIN freigeben.
In der Generation meiner Eltern wird mein Vater das alles recht gut hinkriegen, meine Mutter mit meiner Hilfe. Meine Schwiegereltern haben ein Handy mit Tasten und können am Laptop bestenfalls in Word einen Brief tippen und ausdrucken. Für die ist jegliche Digitalisierung ein Problem, angefangen bei der Zählerstandsmeldung an den Stromanbieter. Das bedeutet aber nicht, dass man deshalb von Digitalisierung abrücken sollte, sondern lediglich, dass man Menschen ohne Zugang zu entsprechender Technik nicht abhängen darf.