Das 2024 habe ich als schwierig empfunden, obwohl ich die besten Vorsätze hatte und dem Jahr sehr positiv gegenübergestanden habe.
Ein unangenehmer Vorgang aus 2023 zog sich noch weit in 2024 hinein und wird auch in 2025 noch nicht endgültig zum Abschluss kommen.
Aber es gab auch einige positive Begegnungen und Aspekte. Zu erwähnen sind zahlreiche Straßen-Aktionen. Zuletzt hatte ich eine Solidaritäts-Demonstration im Dezember angemeldet, die ziemlich erfolgreich war; denn viele Menschen, meistens die „üblichen Verdächtigen“, erlebe ich als angenehm und positiv und auch mal und immer wieder „zusammen und solidarisch im Regen stehend“
Der Internationale Frauentag ist sicherlich zu erwähnen. Ich war auf dem Südermarkt dabei und habe in paar Worte gesprochen.
In Dänemark nahm ich im „Ladywalk“ statt und wir hatten viel Spaß und es gab sogar ein Gläschen Sekt danach. Die Bekanntschaft mit einer Frau konnte ich ein paar Tage später bei einem musikalischen Ereignis, einem „Salsa-Abend“ im Flensborg Hus, ein wenig bewegend (tanzend) vertiefen.
Wir haben zum Safe-Abortion-Day Aktionen durchgeführt wie zum Tag gegen geschlechtsspezifische Gewalt (Brötchentüten-Aktion) und zwischen den Veranstaltungen haben wir über Netzwerke und bei Sitzungen Kontakt gehalten und Themen fortentwickelt und Öffentlichkeitsarbeit gemacht.
Es war vieles kaputt im letzten Jahr, sodass ich mich an einigen Stellen als Technikerin bewähren musste. Allerdings mache ich die Erfahrung, dass ich „ganz kleine Sachen“ nicht mehr so gut sehen kann. Früher habe ich ohne Schwierigkeiten IC-Fassungen eingelötet oder aber bei anderen Menschen Splitter entfernt
Ich erlebe, dass Fahrräder, die oft genutzt werden, erhöhtem Verschleiß unterliegen. So musste ich auch da reparieren und habe inzwischen sogar gelernt, Speichen zu setzen und das Rad nachher wieder zu zentrieren.
Es gab viel „Gegenwind“ im letzten Jahr, den ich leider eher „aus der Community“ erfahren habe, jedenfalls mehr als „von außen“, wo ich meistens sehr positive Erlebnisse hatte.
Das Forum erlebe ich als „fragiles Gebilde“. Das hohe Risiko, das mit dem Betreiben eines solchen Forums verbunden ist, habe ich erst zum Ende des Jahres in aller Tragweite und als ziemlich bedrohlich wahrgenommen.
Selbst in einer so gemytlichen Stadt wie Flensburg ist es zu Gewalt und Angriffen gekommen. Davon waren die Jüdische Gemeinde betroffen, eine Einrichtung der Sinti und Roma und das „Flensbunt“, ein queeres Zentrum in der Fördestadt. Am CSD selbst ist es nicht zu Gewalt gekommen, aber davor wurden Flaggen und Banner gestohlen und beschädigt/vernichtet. Auch später ist es wieder zu Beschädigungen an der Einrichtung sebst gekommen.
Zu einigen Themen habe ich Leserinnenbriefe an die Zeitung geschrieben und erlebe immer wieder, dass die durchaus wahrgenommen werden. So erhielt ich manchmal „auf offener Straße“ Belobigungen und eine Zuschrift per Post von einer Leserin, die vermutlich die Zeitung sehr genau liest.
Zu unseren Aktionen haben wir eine gute Presse-Arbeit geleistet. So bin ich fast immer recht gut vorbereitet und habe Info-Papiere dabei und „mache mich bekannt“, soweit das noch nicht geschehen ist, um für eine Nacharbeit zur Verfügung zu stehen.
Wir hatten Kontakt zu mehreren Abgeordneten des Bundestages, des Landtages und der Stadtpolitik.
Zwei Jubiläumsveranstaltungen waren Treffpunkte, um eine Gemeinschaft des gemeinsamen Tuns zu erleben. So war ich mit einer Kollegin in Kiel beim Jubiläum von Haki und erlebte in Flensburg das Jubiläum der Gleichstellungsarbeit. Bei beiden Veranstaltungen hatte ich das Gefühl, dass die Einrichtungen inzwischen breit aufgestellt sind und sich nicht nur „um ein Thema“ kümmern.
Persönlich habe ich viel Freude an meinen Kindern und Enkelkindern und erfreue mich besonders am „Werden und Wachsen“ der Enkel.
Meine Ernährung habe ich umgestellt und komme weitgehend ohne Fleischprodukte aus.
Nach wie vor backe ich mein Brot selbst und achte auf "ausreichend Bewegung" (meistens).
Ach ja: ich mache mir Sorgen: um die Umwelt, wegen der Kriegsgefahr und wegen der Entwicklung im Gesundheits- und Pflegesektor.
... und natürlich auch wegen der Spammer, die das Forum heimsuchen. Eine gewisse Zeit ist immer Ruhe - und dann geht es wieder los.