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Re: Wintersonnenwende

Verfasst: So 22. Dez 2024, 14:11
von Sabrina Verena
Ich fürchte, der Ursprung dieser Bräuche hängt tatsächlich mit dieser düsteren Praxis aus der Vergangenheit zusammen.
Und die Entwicklung, die Du ansprichst lässt da durchaus Befürchtungen aufkommen.
Wie war das noch in Mölln und Roststock ?
Und das war vor 2015.
LG Verena

Re: Wintersonnenwende

Verfasst: So 22. Dez 2024, 14:34
von Lavendellöwin
Hmm...

naja, in fast allen Kulturen wird dem "Verbrennen" eine reinigende Wirkung zugeschrieben,
eine Art Läuterung auf dem Weg zur Wiedergeburt oder dem neu entstehen.

So wie beim Verbrennen der Fastnacht zum Aschermittwoch zum Beispiel oder das Feuerwerk an Sylvester,
es geht immer um das Gleiche, alte Geister vertreiben und Platz für Neues schaffen.

Es ist übrigens ein frühneuzeitlicher Mythos das nur Frauen bei den Hexenverfolgungen verbrannt wurden.
Es waren auch Männer, kurz alle die der Hexerei überführt wurden.
Die Sache mit dem Scheiterhaufen wurde in Europa tatsächlich dann richtig modern, als das Kreuzigen wegen
der Analogie zum Tod Jesu nicht mehr wirklich gern gesehen war-so hätte man Täter zu Opfern gemacht.
Das Töten durch ein Tier oder durch Eisen, war zu heidnisch behaftet..

aber so schräg das klingt die sahen das mit dem Scheiterhaufen tatsächlich als Läuterung für die die da drauf standen...

aber so tief mag ich da jetzt auch nicht einsteigen.

Habt es gut, Marie (flo) /Klugscheissmodus aus wie das manche schreiben

Re: Wintersonnenwende

Verfasst: So 22. Dez 2024, 15:53
von Lana
Juliane hat geschrieben: So 22. Dez 2024, 10:19Ich mag unsere mitteleuropäischen Jahreszeiten. Und wer Sommer will, muss auch
den Winter akzeptieren.
In einer Gegend leben, wo Tag und Nach, mit jeweils etwa 12 Stunden immer so ziemlich
gleich lang sind, könnte ich nicht.
Ich auch nicht. Aber wie lange ich die deutsche Winterdüsternis mit sehr kurzen Tagen und teilweise wochenlang ohne Sonnenschein unter dem grauen Deckel noch aushalten kann, weiß ich nicht.

Zum Glück gibt es nicht nur die gleichförmigen tropischen Verhältnisse als Alternative, sondern Gegenden mit Jahreszeiten, wo auch der Winter deutlich angenehmer ausfällt als hier, weil zum Beispiel an vielen Tagen klarer Himmel und Sonnenschein stattfindet. Da muss es nicht mal wärmer sein als hier, aber heller und trockener, dann fühlt sich das Leben schon viel angenehmer an. Kürzere Tage wird man aber immer haben. Klassiker sind (Süd-) Kalifornien, Südost-Australien oder die Mittelmeerregion.

In allen Fällen gibt es ausgeprägte Jahreszeiten, im Winter manchenorts sogar Schnee, aber nur selten dieses Schmuddelwetter, das einem hier die Stimmung verderben kann.

In Deutschland glauben viele, dort sei es immer heiß wie im Sommer. Weil sie diese Regionen nur aus ihrem Sommerurlaub kennen. Wer aber mal die Gelegenheit hat, einen ganzen Jahresverlauf dort zu verbringen, wird überrascht sein von der Vielseitigkeit der Natur und des Wetters.

LGL

Re: Wintersonnenwende

Verfasst: So 22. Dez 2024, 16:25
von Lavendellöwin
Lana hat geschrieben: So 22. Dez 2024, 15:53 Aber wie lange ich die deutsche Winterdüsternis mit sehr kurzen Tagen und teilweise wochenlang ohne Sonnenschein unter dem grauen Deckel noch aushalten kann, weiß ich nicht.
Hey..

dieses Jahr ist es aber auch wieder extrem, das ist alle paar Jahre, besonders wenn der Boden
viel Feuchtigkeit gespeichert hat und noch warm ist..
ich erinnere mich an das erste Jahr, 2012 hier in Freiburg, das war einfach nur grausam-im wahrsten Sinne.
Ich war fast schon wieder dabei die Koffer zu packen und zu sagen nein, aber daran gewöhnt man sich.
Lass dich nicht davon einfangen..dazu bist du eigentlich nicht der Mensch.
Lana hat geschrieben: So 22. Dez 2024, 15:53 Da muss es nicht mal wärmer sein als hier, aber heller und trockener, dann fühlt sich das Leben schon viel angenehmer an.
Ja, sehr, aber auch das schiebt sich die letzten Jahre..grade in Norditalien wo ich zum Teil aufgewachsen bin.
Lana hat geschrieben: So 22. Dez 2024, 15:53 die Mittelmeerregion
Nie mehr im Frühling auf die Balearen-zu windig. Da sind wir sogar im Markgräfler Land besser dran.
Das Gleiche auf Lanzarote, obwohl ich die Insel liebe ist sie zu windanfällig.

Im Grunde würde ich im Sommer fast zuhause bleiben, mal abkühlen oben am Schluchsee, weils doch nicht so elend heiss wird oder
in den Norden fahren-in Stockholm im Midsommar hatten wir mal 30 Grad, nimm dir ein Starköl, setz dich wo hin und chill it away.

Im Hochsommer noch dahin fahren wos noch heisser ist und sich anfühlt wie wenn man in einem Riesenföhn steht,
find ich nicht mehr so schick..der Juli in der Gegend von Bordeaux (wir haben da Wohnungssitting gemacht, geile Zeit) und einen
Ausflug nach Saint-Émilion oder Arcachon kann ich aber auch ans Herz legen

Erhol dich gut, Lana...Marie (flow)

Re: Wintersonnenwende

Verfasst: So 22. Dez 2024, 18:25
von Lina
Wintersommerwende - ja jetzt kommt derrot gekleidete Joulnir - vermutlich identisch mit Odin - und bringt Geschenke mit. Und nix mit Bestrafung von denen, die sich nicht benommen haben. Das würde später erfunden.

Und er hast genauso wenig mit Jesus oder Christentum zu tun wie der Name "Weihnachten".

Deshalb von mir nix mit krampfhaft woken "season's greetings", sondern frohe Weihnachten an alle ungeachtet Kultur oder Religion.

Re: Wintersonnenwende

Verfasst: Mo 23. Dez 2024, 08:47
von Desiree Maxima
HeikeCD hat geschrieben: Sa 21. Dez 2024, 22:38 und in denen man auf keinen Fall Wäsche waschen darf
Aaaahhhhh - mein Korb mit Schmutzwäsche ist fast voll :-P Ich dachte immer, das gilt nur für die Silvesternacht.
Maya hat geschrieben: Sa 21. Dez 2024, 22:13 Einfach nur Schmuddel.
ja leider. Meist hängt über Wien im Winter eine dichte Nebeldecke und es ist oft an vielen aufeinanderfolgenden Tagen nur grau in grau *bäh* Glücklicherweise ist man in einer Autostunde von hier schon in den Bergen und in nicht mal eineinhalb Stunden erreicht man den östlichsten und zugleich nördlichsten 2000er der Alpen, den Schneeberg. Dort kann man, wenn es in Wien grau in grau ist, oft im schönsten Winterwonderland wandern, spazieren oder sogar Gleitschirmfilegen, wenn der Wind mitspielt.


Was ist der Unterschied, zwischen einem Optimisten und einem Pessimisten?
Der Optimist sagt am 21. Dezember: "Juhuuuuu, die Tage werden wieder länger."
Der Pessimist anwortet: "Ja, aber in einem halben Jahr werden sie schon wieder kürzer."

Alles Liebe
Desiree