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Re: Waldspaziergang
Verfasst: Do 1. Aug 2024, 08:51
von Anne-Mette
Moin,
heibo hat geschrieben: Do 1. Aug 2024, 06:49
eine Strumpfhose drunter.
eine Strumpfhose haben wir bestimmt schon mal gesehen;
das Foto ist unnötig.
Ich denke, es ist bedenklich, wenn eine erotische Komponente eine Rolle spielt und es dann etwas mit "als Frau" bezeichnet wird. Das war ja auch "ziemlich dick aufgetragen" mit der genannten Ausstattung für einen "Waldspaziergang"

.
Dabei kann ich mir schon vorstellen, dass das die "Gefahren" sind, die von einigen Frauen - auch hinsichtlich des Selbstbestimmungsgesetzes geäußert werden: die sexuelle Komponente (oder die so aufgefasst werden könnte) spielt eine Rolle und es wird befürchtet: die neuen Möglichkeiten könnten schon "ausgenutzt werden".
Stellt euch das mal umgekehrt vor: eine Frau, die "als Mann" einen Waldspaziergang macht, würde sicherlich nicht in Tgerfell-Unterhose unterwegs sein und die mit einer Getränkeflasche ausstopfen, damit der Eindruck entstehen soll, sie hätte einen Riesenschw***.
Eine an den Einsatzzweck angepasste Bekleidung bedeutet in den meisten Fällen "mehr als Frau oder Mann".
Re: Waldspaziergang
Verfasst: Do 1. Aug 2024, 09:25
von ExUserIn-2026-04-08
Anne-Mette hat geschrieben: Do 1. Aug 2024, 08:51
Ich denke, es ist bedenklich, wenn eine erotische Komponente eine Rolle spielt und es dann etwas mit "als Frau" bezeichnet wird. Das war ja auch "ziemlich dick aufgetragen" mit der genannten Ausstattung für einen "Waldspaziergang"

.
Hallo Anne-Mette,
ich sehe das etwas anders. Geschlecht hat für mich immer eine sexuelle Komponente. Das liegt mMn in der Natur der Sache. Was Sally praktiziert, hat mich sehr stark an meinen eigenen Werdegang erinnert. Es war vor über 25 Jahren als ich das erste Mal "en femme" im Wald unterwegs war. Meine kleidung war schlicht auch nicht "passend" für den Zweck, aber der Sinn hinter der Aktion, den ich heute sehe, war ein ganz anderer. Es ist eine Selbstermächtigung wenn ein Mann in Frauenkleidern in der Öffentlichkeit unterwegs ist. Das ist kleidungstechnisch nicht immer passend, vielleicht auch in Ermangelung passender Kleidung, aber es ist ein, vielleicht sogar einer der wichtigsten Schritte zum eigenen Ich. Das was Du als "erotische Komponente" bezeichnest, ist nichts anderes als eine bewusste Wahrnehmung des eigenen Selbst. Ich habe viel Verständnis dafür, wenn man dabei über das Ziel hinaus schießt.
Auf der anderen Seite gebe ich Dir insofern Recht, als dass ein solcher Auftritt die Spaltung der Menschen die uns tolerieren und in die, die uns ablehnen, vertiefen kann. Aber grundsätzlich werden die Menschen, die uns gewogen sind, dadurch nicht abgeschreckt. Ich habe die Erfahrung gemacht, als ich das erste Mal(mit 62 Jahren) in einem großen Secondhand-Laden ein Hochzeitskleid anprobierte und mich selbstverliebt im Spiegel betrachtete. Eine Passantin hat nur wissend gelächelt, da sie offensichtlich wusste, dass das intensive Gefühle auslösen kann und sehr wissend lächelte.
Dass Sally in einem sexy Outfit den Wald besuchte, hat nach meiner Einschätzung viel mit den Einschränkungen zu tun, die in ihrem Kopf stecken. Diese Einschränkungen hinter sich zu lassen und den Mut zu haben, an die Öffentlichkeit zu gehen, ist aus meiner Sicht bewundernswert. Wenn sie ihr Frauenleben leben will, wird sie ihren Weg noch gehen. Auf diesem liegen noch genügend "Peinlichkeiten". Machen wir die Dinge für sie nicht schwerer als sie sowieso sind. Es ist für manche ein langer Weg vom "als Frau" zu "Frausein leben".
Re: Waldspaziergang
Verfasst: Do 1. Aug 2024, 14:23
von Sally B.
Hallo
Ich muss da jetzt noch mal etwas zu schreiben, ich kannte den Wald schon, von früheren Besuchen. Ich wusste also, dass die Wege dort gut befestigt sind und zum Teil Asphaltiert. Ansonsten wäre ich mit den High Heels woanders hin gefahren.
Nein es war nicht der Plan, dass man die Halterlosen sieht. Das Kleid ist so lang, dass es oberhalb der Knie aufhört. Es ist nur eben ein dünner polyesterstoff, also sehr leicht. Ich habe nur einfach nicht drauf geachtet ( vielleicht zu aufgeregt), wenn es im Ort schon ein wenig windig ist, dass es weiter draußen nicht besser wird.
Wer legt den fest, was die richtige Bekleidung im Wald ist. Wenn ich so die Kommentare lese, heißt das doch, wenn man als Mann in Frauenkleidung raus geht, sollte man, wie alle, schwarz weiß unterwegs sein. Ist aber nicht mein Ding und auch nicht meine Einstellung. Beispiel, ich war vor ein paar Jahren, mit meiner Frau in der Stadt. Dort lief eine Frau rum, die hatte ein Kleid an, ich sage mal eine Gardine ist blickdichter. Meine Frau war gleich am schimpfen, wie kann man so in der Stadt rumlaufen. Meine Antwort, Respekt die zieht ihr Ding durch und so ist das bei mir, bei allen Paradiesvögeln, Respekt für alle, sie oder er, die IHR Ding durchziehen. High Heels, Halterlose, strapse, sind eben mein Ding. Ich habe mich ja nicht beschwert, dass der Mann mich angebaggert hat. Es war nur, mein Erlebnis, dass erste mal in Frauenkleidung draußen.
Sorry wenn ich hier jemanden zu nahe getreten bin mit, als Frau draußen. Werde das nächste Mal drauf achten, wie ich etwas Scheibe oder formuliere
Gruß Sally B.
Re: Waldspaziergang
Verfasst: So 4. Aug 2024, 09:21
von petra0103
Hallo Sally,
die Diskussion beschreibt in meinen Augen genau das Spannungsfeld, in dem wir uns bewegen, wenn wir Outdoor unterwegs sind. Auf der einen Seite seine eigenen Gefühle und Empfindungen ausleben, auf der anderen Seite die Akzeptanz in der Gesellschaft zu beachten. Im Vordergrund sollte natürlich ersteres stehen, aber das Umfeld sollte man auch nicht ganz aus den Augen verlieren.
Ich kann mich auch noch daran erinnern, als ich das erste Mal im Rock unterwegs war. Nachts um 2 Uhr, damit mich ja keiner sieht. Da ging es bei mir ausschließlich darum, im Rock die ersten Schritte outdoor zu machen. Ich hatte da schon einen unauffälligen Rock an, aber ich wäre auch mit einem Glitzerrock o.ä. rausgegangen.
Liebe Grüße
Petra
Re: Waldspaziergang
Verfasst: Fr 16. Aug 2024, 14:52
von MelanieD
Ich war (als Melanie noch jung war) auch schon im Rock und mit Hund im Wald. Lange bevor ich das erste Mal in der Öffentlichkeit war, ich kann mich noch an das Gefühl erinnern, mal Luft um die ansonsten freien Beine zu haben und das erste "Draußen" Gefühl. Und wenn Dich jetzt jemand gesehen hat, so what? Schön, dass ihr dann drüber lachen konntet
Ein anderes Mal später war ich dann zu später Stunde in der Stadt unterwegs, hab vor einer Gruppe Jungs die Straßenseite gewechselt, mir wurde hinterhergepfiffen... (hatte eigentlich einen ziemlich langen unauffälligen Rock an, glaube ich) Mir wurde aber schon etwas anders: Von mehreren jungen Männern wollte ich jetzt nicht in einer ansonsten leeren Straße angesprochen werden, auch nicht direkt neben der Fußgängerzone.
Und kurz darauf wurde ich damals noch von einer Polizeistreife kontrolliert. Irgendwie hatte ich wohl so eine Aura an dem Abend... Jedenfalls war mein Puls dann deutlich beschleunigt.
Also, bin gespannt, was Du als nächstes berichten wirst

Re: Waldspaziergang
Verfasst: Sa 17. Aug 2024, 06:28
von Christiane
Hallo Sally,
irgendwie hat mich Dein Erlebnis an meinen Strandspaziergang erinnert, den ich vor langer Zeit mal gemacht habe. Das mit dem Rock und dem Wind hatte ich ja mit meinem Kleid damals auch.

Sieh es als Lerneffekt.

Und, wenn Du Dich sonst wohl gefühlt hast, war doch alles richtig.
Das Du gleich angebaggert wurdest, ist natürlich nicht so toll.
Auch dies ein Erfahrungswert, den Du beim nächsten Mal bestimmt berücksichtigen wirst, in dem Du eine hübsche Unterhose anziehst, oder so.

"Luftige Grüße".

Christiane
Re: Waldspaziergang
Verfasst: Sa 17. Aug 2024, 21:52
von Vesta
Sally B. hat geschrieben: Mi 31. Jul 2024, 19:03
nächste mal schreibe ich, als Frau verkleidet
Schreib "als Frau gekleidet", das klingt besser.
Aber der Einwand von Anne-Mette ist richtig. Wenn du für den Anlass völlig unpassende weibliche Kleidung anziehst, dann bist du in dem Moment noch lange keine Frau, zumindest nicht in der Wahrnehmung der anderen, sondern Freak, Fetischist oder Transvestit, und das durchaus im negativen Sinne. Und hohe Absätze, halterlose Strümpfe und zu kurzes Kleid (?) sind im Wald völlig unpassend, egal ob die Wege geteert sind oder nicht, es sei denn, du kämest offensichtlich von der großen Feier im Restaurant gleich nebenan.
Ich meine, mir ist egal, wie du in den Wald gehst, solange du damit niemanden bedrohst. Wenn du mit hohen Absätzen dir den Wind unter das Kleid blasen lassen willst, weil dir das seit vielen Jahren ein Bedürfnis war, dann mach das, das ist dein Problem, nicht meins, nur gehe nicht mit den falschen Erwartungen ran, du könnest deswegen eine Frau sein.
Re: Waldspaziergang
Verfasst: Mi 21. Aug 2024, 12:34
von Sally B.
Wenn ich so die Kommentare lese, habe ich ganz viele Fragen im Kopf
Wer bestimmt oder gibt vor was wo angemessen ist?
Wo ist es angemessen, als Mann in Frauenkleidung unterwegs zu sein
Was ist den angemessen, wenn man als Frau gekleidet unterwegs ist
Darf man ruhig etwas Haut oder Strumpf zeigen oder sollte man besser erstmal die alten Kleider von Oma auftragen
Überall gibt es, die Regenbogen Demos für mehr Toleranz (traurig das man das überhaupt tun muss), dass jeder sein Leben so leben kann, wie er es für richtig hält.
Bei den Kommentaren, denke ich, sollte man erstmal in den eigenen Reihen für Toleranz sorgen, bevor man es bei den Normalos einfordert
Gruß Sally B.
Re: Waldspaziergang
Verfasst: Mi 21. Aug 2024, 19:20
von Juliane
Sally B. hat geschrieben: Mi 21. Aug 2024, 12:34
Darf man ruhig etwas Haut oder Strumpf zeigen oder sollte man besser erstmal die alten Kleider von Oma auftragen
Gruß Sally B.
Moin

Sally.
Hi hi hi hiiii

. Genau das tue ich seit Jahrzehnten. Also Haut und Strumpf, hier im Sinne von echten alten Damenstrümpfen, zeigen.
Nur kann das eigentlich kaum jemand sehen, oder wissen, denn das Obendrüber verdeckt so etwas im Regelfall.
Und Kleider trage ich auch gerne. Nur von Oma sind die nicht. Die (Oma) ist ja seit Jahrzehnten tot. Aber hübsche Kleider, die auch an
einer Figur von 1,90 und nicht optimal weiblichen Proportionen einigermaßen aussehen, gibt's ja glücklicherweise auch.
Da hilft dann eine kritische Partnerin sehr. Hilfsweise ein guter Spiegel und Selbstkritik.
Musst dich eben daran gewöhnen, dass dir die älteren Herren hinterherglotzen oder sogar -pfeifen.
LG Juliane
Re: Waldspaziergang
Verfasst: Mi 21. Aug 2024, 20:08
von Momo58
Die Diskussion um die richtige Kleidung beim Waldspaziergang erinnert mich gerade an die Schlagersängerin Anita Hofmann. Ihre Arbeitskleidung besteht aus eleganten Kleidern und Hosenanzügen mit 12 cm High Heels. In ihrem Garten trägt sie einen olivgrünen Overall mit Gummistiefeln. Im Wald sind Wanderstiefel angesagt.
Ich selbst kleide mich immer der Situation entsprechend, elegant im Theater, Wanderkleidung im Wald.
Re: Waldspaziergang
Verfasst: Do 22. Aug 2024, 15:34
von michaelaa54
ich bewundere dich für den mut überhaupt rauszugehen. ich habe ihn noch nicht gehabt. wenn dann so ein zwischenfall dazukommt ist das zwar peinlich, aber am ende doch auch lustig. ich wünschte mir einmal den mut das auch so durchzuziehen. es wäre wahrscheinlich wunderschön.auf alle fälle wünsche ich dir für die zukunft alles gute und weiterhin schöne ausflüge.
Re: Waldspaziergang
Verfasst: Mo 23. Sep 2024, 01:18
von Lana
Gestern war ich auch im Wald spazieren. Eigentlich gab es keine besonderen Vorkommnisse, außer dass ich von entgegen kommenden Damen freundlich gegrüßt wurde, von den wenigen Herren hingegen kaum. Alles in allem jedoch nichts auffälliges.
Sally B. hat geschrieben: Mi 21. Aug 2024, 12:34
Wer bestimmt oder gibt vor was wo angemessen ist?
Das bestimme ich für mich, und alle anderen für sich. Wenn ich gerade Lust auf Rock habe und das Wetter passt, dann gehe ich damit auch in den Wald.

Warum denn auch nicht? So lange ich kein Überlebenstraining machen will, ist die Kleidung nicht so wichtig.
Momo58 hat geschrieben: Mi 21. Aug 2024, 20:08
Ich selbst kleide mich immer der Situation entsprechend, elegant im Theater, Wanderkleidung im Wald.
Es gibt ja zum Glück nicht nur anmutige Abendkleider oder sackartige Wanderhosen. Und warum sollte man im Wald nicht hübsch unterwegs sein, wenn einem gerade danach ist? So lange die Aktivität nicht von der gewählten Kleidung eingeschränkt wird, sollte das doch kein Problem sein, oder?
LGL
Re: Waldspaziergang
Verfasst: Mo 23. Sep 2024, 07:22
von ExUserIn-2026-04-08
Lana hat geschrieben: Mo 23. Sep 2024, 01:18
außer dass ich von entgegen kommenden Damen freundlich gegrüßt wurde, von den wenigen Herren hingegen kaum.
Das ist auch meine Erfahrung, die ich im Allgemeinen, nicht nur im Wald mache. Frauen kommunizieren anders und begegnen sich anders. Sie sind generell viel offener und freundlicher. Ein Lächeln kostet nichts.
Re: Waldspaziergang
Verfasst: Mo 23. Sep 2024, 11:31
von Wally
michaelaa54 hat geschrieben: Do 22. Aug 2024, 15:34
ich bewundere dich für den mut überhaupt rauszugehen. ich habe ihn noch nicht gehabt. wenn dann so ein zwischenfall dazukommt ist das zwar peinlich, aber am ende doch auch lustig. ich wünschte mir einmal den mut das auch so durchzuziehen. es wäre wahrscheinlich wunderschön.
Liebe Michaela,
Ich lebe nun schon das vierte Jahr 24/7 als Frau: und zwar ganz bewusst OHNE Perücke und Schminke, also auch ohne herkömmliches "Passing" als Frau, mit Halbglatze, Baritonstimme und Adamsapfel. Dafür vom Hals abwärts konsequent und eindeutig weiblich: Rock/Bluse/Kleid, Nylons+Pumps, Brust und Hüften harmonisch passend aufgepolstert, Schmuck und Accessoirs weiblich. Der ganze Stil durchaus sexy figurbetont - aber im Rahmen dessen, was Frauen üblicherweise tragen, nix "schrilles". Der unverkennbar männliche Kopf darüber ist ja schon provozierend genug; da ich ihn sowieso nicht wirklich verstecken kann, stehe ich ganz offen dazu, als Transgender (früher hätte man es "Tunte" genannt) erkennbar zu sein. Ich bin nun mal so. Das in meinem Avatar gezeigte Outfit ist Teil meiner Alltagskleidung.
Wie gesagt: nun schon bald 4 Jahre... Meine Erfahrungen damit in der Öffentlichkeit waren und sind fast durchweg positiv - so positiv, dass ich schon nach dem ersten halben Jahr meine gesamte, männliche Kleidung entsorgt habe: ich war und bin mir sicher, dass ich sie nie mehr brauchen werde. Die Leute begegnen mir fast ausnahmslos unauffällig freundlich, die Männer im Vergleich zu vorher spürbar rücksichtsvoller und hilfsbereiter, die Frauen spontan offener und kommunikativer. Um mit irgendeiner fremden Frau Kontakt aufzunehmen, muss ich seitdem nicht mehr mit einem verkrampften "Entschuldigung" erst eine Glasglocke durchbrechen, ich kriege schon einen offenen Blick und ein freundliches Lächeln, sobald ich mich gezielt auf sie zu bewege. Niemand starrt mich indezent an, niemand grenzt mich aus - alles im grünen Bereich. NULL Probleme. Und ich selber atme auch nach 4 Jahren immer noch jedesmal befreit auf, wenn ich so vor die Tür gehe: endlich darf ich mich offen so zeigen, endlich muss ich mich nicht mehr verstecken.
Gerade weil ich Deine Ängste aus meinen eigenen, früheren Jahrzehnten als Mann sehr gut kenne und nachvollziehen kann, muss ich heute - angesichts meiner letzten vier Jahre - darüber schmunzeln: sie sind völlig gegenstandslos. Es passiert Dir nichts, wenn Du heute als (auch klar erkennbar Trans-) Frau in die Öffentlichkeit gehst. Die Zeiten, als das ein Spießrutenlauf war, sind Gottseidank schon lange vorbei. Nimm Dir ein Herz und tu's einfach. Jeder weitere Tag, den Du davor zurückschreckst, ist ein weiterer, verlorener Tag.
Re: Waldspaziergang
Verfasst: Mo 23. Sep 2024, 12:56
von ExUserIn-2026-04-08
Wally hat geschrieben: Mo 23. Sep 2024, 11:31
Die Zeiten, als das ein Spießrutenlauf war, sind Gottseidank schon lange vorbei. Nimm Dir ein Herz und tu's einfach. Jeder weitere Tag, den Du davor zurückschreckst, ist ein weiterer, verlorener Tag.
Und nicht nur das. Jede weitere Trans-Person, die sich in der Öffentlichkeit zeigt, macht es "normaler" in dem Sinn, dass es keines Aufhebens bedarf, wenn Menschen wie wir sich zeigen. Das hilft uns allen auch auf de politischen Ebene, in der die Zeichen eher düsterer werden. je mehr Menschen sehen, dass wir nichts "besonderes" sind und uns ganz normal in der Gesellschaft bewegen, nimmt unseren Kritikern den Wind aus den Segeln und entlarvt sie als Scharlatane und Opportunisten.
So kommt zum persönlichen Vorteil auch der Vorteil für unsere gemeinsamen Interessen, nämlich als ganz normale Menschen leben zu wollen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger ...