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Re: Ein offenes Gespräch mit meiner Mutter & wie es ausging

Verfasst: Fr 24. Jun 2011, 14:29
von Vamper
Hui.. ich muss mir das mal gerade runterschreiben ich bin total perplex. Aber auf eine positive Weise! :)
Ich wollte vorhin zu meiner Psychiaterin fahren für meinen letzten Termin. Als ich dort ankam dachte ich, ich seh nicht richtig: Meine Mutter stand dort vor der Tür und wartete! Ich sagte zu ihr: "Du musst doch heute arbeiten? Warum bist du hier?!" und sie :"Lass erstmal reingehen ok?"
Gut, wir gingen rein und meine Psychiaterin fragte,ob es in Ordnung sei wenn meine Mutter mit hineinkommen könne zum Gespräch. Sie hat sich wohl extra wegen mir den halben Tag urlaub genommen was sollte ich da sagen außer "Natürlich".

Ja.. dann ging es los, meine Psychiaterin berichtete mir, das meine Mutter sie angerufen habe und ihr die Sache erklärt habe. Darum habe sie mir auch von einem "Kollegen" erzählt, obwohl wissend das ich es eigentlich nicht so gerne mag, mit männlichen Personen zu reden. Aber dieser Mann habe seinen Schwerpunkt auf das Thema Transidentität / Transsexualität gelegt, daher sei sie sich sicher, das ich bei ihm gut aufgehoben wäre.

Und was soll ich sagen ich bin sprachlos, überrascht und froh zugleich. Hätte nie gedacht das meine Mutter so dermaßen hinter mir steht. ))):s

Re: Ein offenes Gespräch mit meiner Mutter & wie es ausging

Verfasst: Fr 24. Jun 2011, 14:31
von Anne-Mette
Moin,

na siehst Du - nutze die positiven Signale die Dich in der letzten Zeit erreicht haben.
Sie werden nicht immer so deutlich sein wie in diesem Fall - aber es wird bestimmt noch mehr geben (na)

Gruß
CPG

Re: Ein offenes Gespräch mit meiner Mutter & wie es ausging

Verfasst: Fr 24. Jun 2011, 14:54
von Vamper
Ja das ist das was ich meinte ich habe vieles verpasst. Hätte ich nur früher den Mut gehabt es vorallem meiner Mutter zu sagen. Aber hätte hätte hätte.. so eine Liste könnte wahrscheinlich jeder hier aufstellen :D
Ich bin froh das es jetzt ganz raus ist und ich weiß ich kann auf meine Mutter als Unterstützung bauen. Das ist mir sehr wichtig. Eine Einladung zum Christopher Street Day habe ich eben auch noch von einer Freundin bekommen. Eigentlich würde ich nicht in eine so große Menschenmenge gehen oder generell raus wenn es nicht grade wichtig ist. Da ich aber weiß von ihr, das mich da wohl keiner "dumm anmachen" wird, werde ich mir mal ein schönes Outfit suchen. Nichts aufgetackeltes, was alltagstaugliches. Das ich sozusagen dorthin gehe als was ich mich fühle :) Ich werde zwar in den nächsten Tagen, immer wieder sagen "Nein da kann ich nicht hin" , aber... doch ich will das :) Jetzt heißt es Herz (Gefühle) gegen Kopf (Angst).

Re: Ein offenes Gespräch mit meiner Mutter & wie es ausging

Verfasst: Fr 24. Jun 2011, 15:43
von Alisha301
Vamper hat geschrieben: ... Das ich sozusagen dorthin gehe als was ich mich fühle...
Nur zu!
Du wirst sehen es macht alles viel mehr Spaß.

LG Alisha )))(:

Re: Ein offenes Gespräch mit meiner Mutter & wie es ausging

Verfasst: Fr 24. Jun 2011, 18:36
von Bianca D.
Hallöchen Vamper,

Um noch mal auf die Zeit bzw das Alter zu kommen: Ich bin 50 und erst seit 2 Jahren auf dem Weg zur Frau.Ein paar Jahre davor habe ich als gelegentlicher Crossdresser angefangen,habe aber
bald gemerkt,daß das nicht das ist,was ich will.Seit einem knappen Jahr bin ich jetzt überall geoutet,zu letzt auf der Arbeit(der Prozess läuft gerade).Die Ungeduld,die dich antreibt,habe ich auch durchgemacht,aber dank vieler Gespräche mit Betroffenen und meinem Psycho,hat das schon nachgelassen.Was ich damit sagen will: Du bist halb so alt wie ich,mach alles in Ruhe,denn der Geist
muß den tiefgreifenden Änderungen an Körper und Seele,folgen können.Das mußte auch ich erst kapieren,auch wenn's schwer fällt.

LG Bianca