Hallo in die Runde!
Meine Sportarten sind Joggen und Rad fahren, auch wenn ich das früher intensiver betrieben habe und es gerne wieder öfter machen würde. Ansonsten gehe ich gerne wandern und auch schwimmen, im Sommer sehr gern in offenen Gewässern und im Winter, damit ich überhaupt was mache, im Hallenbad. Allgemein entspannt es mich, beim Sport nebenbei die Natur vorbeiziehen zu sehen. Fitnessstudio, Sportplatz oder -halle sind eher nicht so mein Revier.
Mittlerweile sind aber auch gelegentlich Joga, Stretching und Fitnessgymnastik zu Hause dazugekommen - da gibt es im Internet was das Herz begehrt zum Mitmachen, für jeden Geschmack und jede Schwierigkeitsstufe. Und das dann sehr gerne auch en femme.
Bei allem spielt Crossdressing auch insofern eine gewisse Rolle, dass es einer der Motivationsgründe ist. Vielleicht nicht immer und nicht der wichtigste (außer vielleicht bei Bauch-Beine-Po

), aber der Gedanke an die Wunschtaille hilft manchmal, sich dazu aufzuraffen, ein paar Kalorien zu verbrennen. Das gilt auch für Sachen wie Treppe statt Aufzug oder Kurzstrecke zu Fuß statt mit dem Auto.
Insgesamt ist es offen gestanden viel zu wenig an Bewegung. Deshalb - und weil durch die verschiedenen Sport- und Bewegungsarten für Abwechslung gesorgt ist - spielt das Risiko, sichtbar zu viel von den "falschen" Muskeln aufzubauen, für mich derzeit keine Rolle, weder in die eine Richtung (Stichwort Schwimmen) noch in die andere (Stichwort Bauch-Beine-Po). Aber die Frage nach Sport, den man vermeidet, ist gut, denn sie berührt die umfassendere Frage, wie weit man als Nur-Crossdresser (nicht Trans) dafür geht, sich in seiner Girl-Time schöner zu fühlen, auch wenn die entsprechende Veränderung für einen mehr oder weniger langen Zeitraum auch im Male-Modus da ist. Das Beste sind ja die Sachen, für die das weibliche Gegenüber im Spiegel einfach nur eine zusätzliche Motivation ist, mit denen man sich aber so oder so einen Gefallen tut (Beispiel: genügend und regelmäßiger Schlaf, gepflegte Haut, schlanker und fitter durch Sport und gesunde Ernährung). Und dann gibt es noch die Sachen, die man "nur"(?) für die Frau in einem macht - von neutral (jedenfalls heutzutage) bis deutlich weiblich konnotiert, also beispielsweise von langen Haaren und Körperenthaarung über dezenten und weniger dezenten Nagellack mit entsprechend längeren Nägeln bis hin zu feminin gezupften Augenbrauen und auffallend trainierten Gesäßmuskeln.
Ich war sehr lange nicht en femme draußen und auch noch nie in Sportsachen. Erstmal würde ich gerne überhaupt den "Wiedereinstieg" zu finden, bevor der Winter vorbei ist, weil es mit Daunenjacke, Schal und Mütze doch um einiges leichter ist. Der Gedanke, erstmals en femme joggen zu gehen oder eine sportliche Runde auf dem Fahrrad zu drehen, reizt mich inzwischen allerdings so sehr, dass entsprechende Klamotten bereits den Weg in meinen Schrank gefunden haben. Wandern könnte ich mir auch vorstellen, aber da hab ich noch nichts Passendes anzuziehen.
Bevor es ans Joggen geht, muss ich aber erst noch genügend Zeit finden, mich intensiv mit dem Makeup zu befassen. Das ist mangels Übung sowieso nicht meine Stärke, aber wenn man damit auch noch Sport machen will, wirds ja nun nicht gerade einfacher. Dank diesem Thread steht jedenfalls schon mal Fixierpuder auf der Liste, das hatte ich vorher noch gar nicht auf dem Schirm. Meine Idee war bis jetzt, bei Gelegenheit nach wasserfestem oder sogar speziell für sportliche Aktivitäten gedachtem Makeup Ausschau zu halten. Ansonsten habe ich noch gedacht, mal mit BB- oder CC-Creme zu experimentieren, aber ob das reicht? Bis jetzt fand ich Camouflage unabdingbar für einen akzeptablen Look, aber das scheint beim Sport ja ein absolut hautunfreundliches No-Go zu sein. Allenfalls leichtes Makeup wird empfohlen. Was wiederum absolut crossdresserunfreundlich ist! Hat da jemand noch Tipps in der Richtung?
Ein stimmiges und haltbares Makeup erscheint mir umso wichtiger, weil ich mir im knappen Sportoutfit vermutlich ohnehin schon exponierter vorkommen werde und mein Outdoor-Sport voraussichtlich eher wohnortnah stattfinden wird, sodass man nie ganz ausschließen kann, Bekannten über den Weg zu laufen. Andererseits kann man sich unangenehmen Situationen joggender- oder radfahrenderweise ja auch relativ gut entziehen.
Liebe Grüße,
Flora