Also ich würde als Prothese nur welche aus Silikon nehmen. Die sehen echt aus, zumindest unter der Kleidung, haben das passende Gewicht und Pannen sind nicht zu befürchten. Alles andere ist nur aus der Not geboren. Für die ersten Male mag eine Bastellösung besser sein als gar nicht rausgehen, aber wenn es nicht bei einmaligen Versuchen bleibt, rentieren sich die Kosten für die Sillis schnell. Ich hatte beim ersten Ausgang mangels einer Alternative Wäsche in den BH gestopft - kann ich nicht empfehlen, ist zu leicht und neigt deswegen zum Hochrutschen. Besser als Sillis ist nur, sich eigene Brüste wachsen zu lassen, aber das ist nur für eine Dauerlösung sinnvoll.
Ich hatte Sillis von Special Trade, als Kompromiss zwischen Billigdingern aus dem Sexshop und professionellen (und teuren) Prothesen für BK-Frauen. Die haben etwa 1 1/2 Jahre bei täglicher Benutzung gehalten. Dann war die Hülle hinüber und bekam Risse, so dass die Dinger ein Fall für den Müll waren. Ob das ein guter Kompromiss war, weiß ich nicht, da ich die Alternativen nie ausprobiert habe.
Es gibt übrigens spezielle BHs für Frauen, die Brustkrebs hatten. Die haben in den Körbchen Einlagetaschen drin, wo die Prothesen reinkommen. Dann kann die Prothese nicht unerwartet herausfallen - wäre ja peinlich. In dem Falle brauchen die Prothesen nicht selbstklebend zu sein.
Wenn akzeptable, aber noch zu kleine Brustansätze vorhanden sind: Es gibt Einlagen für Damen, die gerne größere Brüste hätten. Diese sind bei "normalen" Versendern erhältlich, relativ preiswert und passen auch in normale BHs. Die hatte ich auch einige Zeit.
Ausnahme hiervon ist das Schwimmen. Im Badeanzug sind Sillis nicht zu gebrauchen, da zu schwer. Die rutschen so tief, dass die Brüste dann neben dem Bauchnabel sind. Hier ist es besser, sich Schaumstoffeinlagen in den Badeanzug zu nähen (so nicht schon vorhanden).
Nicole Fritz hat geschrieben: Mo 8. Apr 2024, 21:44
Bei mir kam es mal in den Sinn, mit Sillies schwimmen zu gehen. Dann sah ich irgendwie im Geiste, wie ich im trüben Wasser nach ihnen tauchte.
Eine kleine Geschichte dazu: Eine TG ist zum erstem Mal im Meer schwimmen gegangen. Sie hatte allerdings die Kraft der Wellen unterschätzt. Bereits die erste kräftige Woge riss ihr die Perücke vom Kopf und die Prothesen aus dem Bedeanzug. Die in der Nähe stehenden Badegäste, die dies sahen, sprangen sofort herbei, um ihr beim Einfangen von Perücke und Prothesen zu helfen.
Und zum Schluss noch passend, aber dennoch völlig daneben:
Quelle: https://secondtypewoman.info/images/bra1.jpg