Jasmine hat geschrieben: Do 26. Jan 2023, 10:04
Über die Frage, wo ich bei anderen Menschen hinschaue, ist meine persönliche Meinung anders. Sei mir bitte nicht bös, aber ich habe eine andere Meinung wo man bei Menschen hinschaut.
Ich oute mich da gerne, in einer eher unbekannten Situation schaue ich mir den gesamten Menschen an, auch wenn der Mensch nackt ist.
Warum auch nicht, daran ist nichts Schlimmes. Je bekannter mir die Person ist, umso weniger beachte ich da Dinge.
Übertragen heisst das, wenn in deiner Saunagruppe, dir nicht mehr so viel Beachtung geschenkt wird ist das völlig normal und okay.
Das kannst du aber nicht auf eine zufällige oder unbekannte Situation übertragen, oder wenn gar ein "Game Changer" eingeführt
wird, wie die Person es in dieser lesbischen Wandergruppe getan hat ohne eine Info zu geben.
Sprich in einer unbekannten Situation erzeugt etwas einfach mehr Aufmerksamkeit, das ist menschlich, das wohnt sogar allen Wesen inne,
es ist einfach der Überraschungseffekt.
Nicht mehr nicht weniger es verändert nur etwas.
Ein Beispiel, wir hatten zu Sylvester eingeladen, dabei war auch eine Freundin die mich bestimmt 1,5 oder 2 Jahre nicht gesehen hatte.
Denkst du, Jasmine, sie hätte mich nicht gemustert? Klar hat sie. Völlig okay kam die Aussage von ihr "die Hose sitzt total gut bei dir, aber
du hast ein Bäuchlein bekommen", ja check, sowas ist ein gutes Feedback.
Und ich finde es falsch nichts anmerken zu dürfen, ich habe sie auch später etwas vehement gebremst weil sie mir zu viel über ihre
verstorbene Mutter erzählt hat.
Ich habe auch schon gehört "am Anfang der Transition war es etwas seltsam für uns, jetzt bist du die die du bist" oder
wie oft wurde ich schon gefragt wann ich zur OP gehe, dann sage ich "es ist jetzt nicht die Zeit dazu".
Aber offensichtlich interessiert es auch im angezogenen Zustand und jetzt?
Der Schlüssel ist doch behutsam auf alle zu achten und nicht unbedacht die Situation völlig aus den Angeln zu heben.
Um offen zu sein, fühle ich mich in gemischten Gesellschaften wohler, als in geschlechtlich einseitig sortierten.
Das entspricht mehr meinem Wesen und auch meinem Begehren, wie Marlene das immer nennt.
Daher ist mir das was da zwischen den Beinen schon fast wieder egal, aber zu verlangen, das das alle so sehen müssen
geht einfach zu weit, geht gegen innerste Prozesse und Überzeugungen, das finde ich grundfalsch.
Vielleicht habe ich inzwischen auch Stärke zu sagen es ist mir völlig egal wo ihr mich einsortiert, solange wir gut
miteinander umgehen.
Alles Liebe Marie
