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Re: Amazon„Fahrerin wurde Rückkehr trotz Tornado„Warnung verweigert
Verfasst: Mo 20. Dez 2021, 13:50
von Claudia-67
Hallo,
Mary hat geschrieben: Mo 20. Dez 2021, 11:43
Du bestellst da 1x und weißt das?! Das ist bemerkenswert. Woran machst du fest, dass du von einem Fahrer auf alle schließen kannst?
Und was ist verwerflich daran, dass deine Nachbarschaft dort bestellt und dies häufiger tut? Ich habe z.B. eine Freundin, die aus diversen Gründen nicht "normal" einkaufen kann. Da fahren Paketdienste, auch die von Amazon, ebenfalls häufiger vor....
bestellt habe ich genau einmal.
Wer sich aber andauernd auf Geh- und Radwege stellt, um seine Pakete loszuwerden oder trotz freier Parkplätze die Einfahrt dafür zuparkt, hat ein asoziales Benehmen. Ich wohne an einer Hauptverkehrsstraße und wenn so ein Typ zur Hauptverkehrszeit meine Einfahrt zuparkt, gibt es erstmal Stau, wenn ich nicht in meine Garage fahren kann. Spricht man die Leute darauf höflich, aber bestimmt an sich zukünftig anders zu verhalten, werden die ausfallend. So extrem, wie sich hier die Amazon-Fahrer benehmen, machen es nicht mal die von Hermes.
Erfahrungen muss man halt nicht nur durch Bestellungen machen. Da lobe ich mir DHL und vor allem UPS. Die zahlen aber auch andere Löhne für die Fahrer.
Was meine Meinung zu bestimmten Berufsgruppen betrifft...
Wer einen Job mit Kundenkontakt hat, muss entsprechend auftreten. Komisches Verhalten ist keine Werbung für den Arbeitgeber. Ich habe gelegentlich auch Kundenkontakt und da muss ich mich entsprechend verhalten, auch wenn der Kunden anstrengend ist.
LG
Claudia
Re: Amazon„Fahrerin wurde Rückkehr trotz Tornado„Warnung verweigert
Verfasst: Mo 20. Dez 2021, 14:18
von Mary
Dann musst du das aber auch so schreiben. - Meiner Erfahrung nach fahren und parken die alle wie die Henker, egal unter welcher Flagge die Fahrer unterwegs sind. Und das liegt an dem gnadenlosen Druck, dem sie alle ausgesetzt sind. Bei mir hat ein Hermes Fahrer schon mal an einem Samstagabend um 21:00 Uhr geklingelt. Das ist weder für den Fahrer noch für den Kunden witzig. Oder der Hermes Bote, der mir ständig die schweren Katzenfutter - Pakete vor die Haustüre stellt. Egal ob da dann vielleicht mal einer drüber fällt oder es geklaut wird.
Ich gebe dir recht, toll ist das alles nicht. Nur, wie lösen wir das Dilemma? Der Mindestlohn und die Arbeitszeitregelungen scheinen schon mal nicht zu helfen.... Vermutlich wärst du nobelpreiswürdig, hättest du da die Lösung für.
Re: Amazon„Fahrerin wurde Rückkehr trotz Tornado„Warnung verweigert
Verfasst: Mo 20. Dez 2021, 18:48
von conny
Wenn hier Amazon an den Pranger gestellt wird, hilft es grundsätzlich wenig, dort nicht mehr zu bestellen. Die miserablen Arbeitsbedingungen finden sich bei so gut wie allen Zustellunternehmen. Also: auf online-Bestellungen ganz verzichten?!
Re: Amazon„Fahrerin wurde Rückkehr trotz Tornado„Warnung verweigert
Verfasst: Mo 20. Dez 2021, 18:51
von Blossom
conny hat geschrieben: Mo 20. Dez 2021, 18:48
Wenn hier Amazon an den Pranger gestellt wird,
wenn ich das in deinen Augen getan habe sollte: Mir missfällt das Geschäftsgebaren dieser Krake ganz allgemein. Daher ist Amazon bei mir auf ignore.
Re: Amazon„Fahrerin wurde Rückkehr trotz Tornado„Warnung verweigert
Verfasst: Mo 20. Dez 2021, 18:53
von Claudia-67
Hallo,
conny hat geschrieben: Mo 20. Dez 2021, 18:48
Wenn hier Amazon an den Pranger gestellt wird, hilft es grundsätzlich wenig, dort nicht mehr zu bestellen. Die miserablen Arbeitsbedingungen finden sich bei so gut wie allen Zustellunternehmen. Also: auf online-Bestellungen ganz verzichten?!
wenn man verzichten kann, ja. Das ist immer die beste Lösung. Bietet der Versender verschiedene Paketdienste an, nehme ich Zweifelsfall immer DHL oder UPS und nicht die Billigheimer, die nur ihre Leute ausbeuten.
LG
Claudia
Re: Amazon„Fahrerin wurde Rückkehr trotz Tornado„Warnung verweigert
Verfasst: Mo 20. Dez 2021, 20:07
von Michi
Claudia-67 hat geschrieben: Mo 20. Dez 2021, 18:53
Bietet der Versender verschiedene Paketdienste an, nehme ich Zweifelsfall immer DHL oder UPS und nicht die Billigheimer, die nur ihre Leute ausbeuten.
So mache ich das auch. Leider ist eine direkte Wahl nicht immer möglich .. der Versender entscheidet oft selbst. Aber mit einer Lieferung zur Packstation ist ja nur DHL möglich.
Liebe Grüße
Michi
Re: Amazon„Fahrerin wurde Rückkehr trotz Tornado„Warnung verweigert
Verfasst: Mo 20. Dez 2021, 20:25
von Magdalena
Hallo,
die Zeiten haben sich geändert. Vieles ist vom klassischen Einzelhandel zum Onlinehandel verschoben worden. Gerade in ländlichen Regionen ist einiges nicht mehr am Ort zu kaufen. Selbst die großen Ketten bieten nicht das volle Sortiment in ihren Filialen an. Ich erlebte es sowohl bei Elektronik als auch bei Bekleidung. Bei einigen ist es möglich die Waren in eine Filiale liefern zu lassen. Aber eben nicht bei allen. Es bleibt dann nur noch die Möglichkeit es zu bestellen und nach Hause liefern zu lassen. Dabei kann in den seltensten Fällen der Transporteur gewählt werden.
Die Fahrer und Fahrerinnen machen einen Knochenjob. Bei einem Haushaltsgerätegeschäft kaufte ich vor Jahren eine Heimrolle. Die hatte ein gutes Gewicht. Und dann kam eine zierliche Frau, welche sich mit dem schweren Gerät abschleppen musste. Seit dem schaue ich genauer darauf, wie gerade große und schwere Geräte geliefert werden.
Viele liebe Grüße von Magdalena
Re: Amazon„Fahrerin wurde Rückkehr trotz Tornado„Warnung verweigert
Verfasst: Mo 20. Dez 2021, 20:47
von Simone 65
Claudia , du lobst DHL . Hier bei mir ist DHL eine Katastrophe. Am Samstag angekündigt und dann wird die Nachverfolgung abgeschaltet. Er kommt nicht . Es sind schon einige Pakete von Nachbarn weggekommen. Von DHL angeblich zugestellt.
Hier bei uns ist Hermes am besten .
Ich denke es kommt auf die Region an .
Alle Zusteller sind gehetzt.
Liebe Grüße Simone.
Re: Amazon„Fahrerin wurde Rückkehr trotz Tornado„Warnung verweigert
Verfasst: Mo 20. Dez 2021, 21:21
von Inga
Mary hat geschrieben: Mo 20. Dez 2021, 11:39
Es ist hier sicher nicht der geeignete Ort dem Arbeitgeber Amazon, die Frage von Subunternehmertum in Deutschland und die Möglichkeiten des Eingreifens unserer Politik zu diskutieren....
Ich sehe arbeitsbedingt relativ viele Abrechnungen von Menschen, die bei Amazon arbeiten und kann da nur feststellen, dass die in Bereich der Ungelernten und Angelernten häufig wesentlich höher ausfallen, als bei anderen Arbeitgebern. Dies trifft jedoch nur auf einen direkten Arbeitgeber Amazon zu.
Inwiefern man bei Amazon oder anderen Internethändlern bestellt, in welchem Umfang und in welcher Priorisierung muss doch jeder für sich selbst entscheiden.
Es grüßt
Mary
Hallo, Mary,
natürlich trifft jede Konsumentin selbst die Entscheidung, wo sie hin-, wo sie weg- und wo sie darüber hinweg guckt. Ausblenden tun wir alle sehr gerne. Genau deswegen kann meiner Meinung nach auch im Kreise eines Forums darüber geredet werden. Und genau deswegen sind mir Beiträge von Menschen suspekt, die das gezielt ausklammern wollen.
Die meiste Arbeit bei Amazon ist harte Knochenarbeit, die viele hier Mitlesenden und -schreibenden nicht allzu langen mit- und durchhalten würden - egal wie gut oder schlecht die Bezahlung aussieht. Deswegen ist m. E. dafür auch ein Mindestlohn als allermindeste Untergrenze zu gönnen (besser noch ein guter Tarifvertrag) , selbst wenn sich für den andere Mitmenschen nicht einmal an den Schreibtisch setzen würden.
Doch mir geht es nicht so sehr um die direkt bei Amazon Beschäftigten, sondern um das Sub-Unternehmertum, in dem die krassen Auswüchse herrschen, so wie bei der Erfüllungsdruck beim aufziehenden Tornado, wo selbst Amazon die Halle weg fliegt. Wenn die Fahrerin eine Festangestellte von Amazon wäre, stände Amazon noch viel merkwürdiger da. So aber ziehen sie sich mit einer lapidaren Ermahnung gegenüber dem Subunternehmen aus der Verantwortung für die Menschen, die letztendlich die Hand- und Knochenarbeit für das Versandunternehmen machen.
M. E. ist praktiziertes Subunternehmenstum meilenweit entfernt von Verantwortung an- und übernehmen.
Liebe Grüße
Inga
Re: Amazon„Fahrerin wurde Rückkehr trotz Tornado„Warnung verweigert
Verfasst: Di 21. Dez 2021, 07:35
von Mary
Habe ich das bestritten, liebe Inga? Aber das Subunternehmertum und wie sich die Auftraggebertum dazu stellt, ist ja ein anderes Thema und betrifft nicht nur Amazon. Siehe Tönnies.
Und zu dem hier vorgestellten Artikel hatte ich mich doch auch positioniert? Es gibt immer besseres und schlechteres und ich würde mir auch eine gerechtere Welt wünschen. Dennoch ist es Fakt, und ich spreche aus Erfahrung, Amazon bezahlt sowohl für die von dir als "Knochenjob" bezeichneten Jobs als auch für Büro- und andere körperlich weniger fordernde Stellen in Deutschland besser als andere Arbeitgeber, und beginnen 3,07 € über Mindestlohn. Inwiefern die hier Mitlesenden und Schreibenden diese Arbeit durchhalten würden entzieht sich meiner Kenntnis.
Und wieso unterstellst du mir, ich wolle hier eine Diskussion vermeiden? Das musst du mir erklären. Ich sage meine Meinung. Und aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit sehe ich reichlich Lohnabrechnungen.
Das die gesetzlichen Regelungen ein solches Subunternehmertum zulassen und wie gut oder schlecht das ist, ist ein anderes Thema. Grundsätzlich wünsche ich mir für jeden einen sicheren Arbeitsplatz mit guten Bedingungen und Bezahlung.
In diesen Sinne
es grüßt
Mary