Hallo,
ja, wieso steigen heute die Zahlen wohl so?
Meine Meinung dazu entsteht durch meine eigene Geschichte.
Gebohren 1967, sage ich immer, in meiner Jugendzeit hätte es bei einem comming out eine an die Ohren gegeben, mit dem Hinweis
"werd wieder normal, sonst gibt es noch eine".
So habe ich versucht, das Leben so zu verbringen und mich so zu verhalten, wie es durch meine Geschlechtsmerkmale zu erwarten war.
2019 habe ich mich im Hebst in der Familie als CD geoutet, Trans* wolllte ich nicht zugeben bzw eingestehen.
Und nun?
HET seit letztem Januar, Vä/Pä nach TSG läuft. Diese Zahlen wie meine, kommen zu denen der jungen Mitbürger doch dazu. Und die haben die Chance durch die geänderten Vorraussetzungen früher sie selbst zu sein.
Momo58 hat geschrieben: Fr 14. Mai 2021, 14:46
Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen gibt es keine Transsexualität/-identität,
Momo, wieso hast Du ein Problem mit dem Begriff "Transsexuell"?
Ist dieser Begriff nicht offizielle Bezeichnung?
In meinen Indikationsschreiben zur HET und Bart - Epi ist diese Bezeichnung genutzt, ebenso in dem Endo Bericht und den Überweisungen meines Hausartztes.
Ok, da die Bezeichnung aus dem englischen kommt und dort Geschlecht bedeutet ist sie nicht falsch, bei uns im deutschsprachigen wird sie nunmal mit der sexuellen Orientierung in Verbindung gebracht. Dafür kann der Begriff selbst aber nichts. Höchstens die fehlende Aufklärung.
Ich selbst habe keine Probleme damit.
Selbst bezeichne ich mich heute als Trans*, Transgender (zb bei der Vorstellung bei der Arbeit), Transsexuell (beim neuen Arbeitsvertrag gegenüber der Personalabteilung, oder dem Termin bei der neuen Bank vergangenen Freitag) oder als Transfrau bei sehr jungen Mitbürgern (im Grundschulalter) zb gestern beim Einkaufen oder vor 1,5 Wochen bei meiner Arbeit als Hausmeisterin, wenn ich gefragt werde ob ich ein Mädchen oder Junge bin, hin und wieder auch Transident.
Wichtig ist doch offen zu sein, sichtbar zu sein, zum Verständnis der anderen Bevölkerung beizutragen, besonders wenn wir, wie ich und viele andere, die biologische Identität nicht verbergen können.
Zu einem Arbeitskollegen hatte ich gesagt:
"Ich bin ganz normal, vielleicht halt auf eine andere Art, wie es die meisten anderen definieren".
Fazit: Ich finde es gut, wenn der Frage nachgegangen wird, wieso die Zahlen steigen.
Und hoffentlich festgestellt wird, das dies dadurch entsteht, weil es heute eher möglich ist selbst zu sein ohne sich verstecken zu müssen, und keine Mode - Erscheinung.
LG Dunja