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Re: Mathieu Carrière "Ich fühle mich schon lange innerlich als Frau"
Verfasst: Mo 3. Aug 2020, 21:29
von Laila-Sarah
Ralf-Marlene hat geschrieben: Mo 3. Aug 2020, 20:28
Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 3. Aug 2020, 19:29
...
Wenn die Perücke wie ein toter Opossum auf dem Kopf sitzt, der Gang gelangweilt-männlich herüber kommt und als Argument warum man eine Frau sein möchte "lange Haare sind schön" kommt. Dann denkt man eher. Er braucht Geld und Publicity. Nach dem Junglecamp, Shopping Queen versucht er es jetzt so. Ich denke so denken einige Menschen. Es sieht nicht wie ein langer Prozess aus oder etwas was man lange vorbereitet hat.
VlG
Liebe Laila-Sarah,
es ist ziemlich egal, wie sehr wir uns bemühen, wer transfeindlich ist wird transfeindlich bleiben.
Ich finde Deine Formulierungen nicht gekonnt provokant sondern verletzend. Eigentlich kenne ich Dich nicht so, sondern eher empathisch gegenüber Anderen.
Selbst wenn Deine Annahmen, die für mich nichts über Herrn Carrière sagen, was würdest Du dann fordern? Was würde dies ändern?
Verwundert grüßt Dich
Hallo Marlene,
also ich habe mir deinen Text einige male durchgelesen. Ich verstehe ganz ehrlich nicht wie du von dem Auszug was ich geschrieben habe zu deinen Schlussfolgerungen kommst.Du kennst mich halbwegs und weist, dass ich keine zynischer Mensch bin. Deshalb glaub mir wenn ich sage: "Meine Logik kann deiner Logik hier nicht folgen.", dass es auch genau so gemeint ist.
VlG
Re: Mathieu Carrière "Ich fühle mich schon lange innerlich als Frau"
Verfasst: Mo 3. Aug 2020, 21:36
von conny
Frieda hat geschrieben: Mo 3. Aug 2020, 18:28
Mein Fazit:
Mittlerweile ist es für mich glaubhaft, dass Mathieu Carrière das Thema Crossdressing nicht negativ darstellen wollte. Michi hat mich auch daran erinnert, dass "Bild" nicht sehr für seine Seriösität bekannt ist.
Wie kommt das in dem Video zum Ausdruck? Der dazu gehörige Text ist leider hinter einer Bezahlschranke.
Text und Video stammen aus einem Gespräch, das Carrière mit der "Bild" geführt hat (andere Presseartikel beziehen sich auf diese Quelle).
Beide Veröffentlichungen dürften von ihm autorisiert sein.
Re: Mathieu Carrière "Ich fühle mich schon lange innerlich als Frau"
Verfasst: Mo 3. Aug 2020, 23:34
von heike65
Hm,
Ich weiss das viele hier mir wenig Emphatie für manche Dinge vorwerfen.
Aber ganz ehrlich, als ich die flambierte Frau mit Gudrun Landgrebe und Mathieu Carriere gesehen hab war das für mich klar, klarer wie für mein eigens Ich.
Ob das späte Outing etc dazu abzieht noch einmal in die Schlagzeilen zu kommen, who cares ?
Ich wünsch ihm oder ihr einfach nur einfach ein paar schöne Jahre, ganz einfach schön und ohne Konventionen anderer Menschen

Re: Mathieu Carrière "Ich fühle mich schon lange innerlich als Frau"
Verfasst: Di 4. Aug 2020, 08:08
von Marlene K.
Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 3. Aug 2020, 19:29
...
... die Perücke wie ein toter Opossum auf dem Kopf sitzt, der Gang gelangweilt-männlich ... man eine Frau sein möchte "lange Haare sind schön" kommt.
...
Liebe Laila-Sarah,
solche Wertungen, nicht klar als nicht ernst gemeint gekennzeichnet sondern als überspitzte Annahme, sind Abwertungen und damit transfeindlich in ihrem geforderten Perfektioinismus.
Weiter habe ich Dir die Frage gestellt, ob Du wirklich denkst, die Welt wäre weniger transfeindlich, wenn unser Passing besser wäre. Ich denke nicht. Die lauteste Empörung erlebe ich bei heterosexuellen Männern, die auf meine vermeintliche "Verkleidung" heringefallen sind, am schlimmsten, wenn sie ansatzweise mit mir "geflirtet" haben...
Jede*r, auch Herr Carrière, hat das Recht so unperfekt oder auch trashig herumzulaufen, wie Mensch möchte und sich fühlt. Alle Irritationen liegen in der Person des irritierten Menschen, seiner Haltung.
Ich weiß, es ging um die Frage ob der Auftritt von Herrn Carrière unserer Sache nützt oder nicht. Da bin ich sicher, dieser nützt auch wenn er Irritationen auslöst. Er regt zum Denken an.
Re: Mathieu Carrière "Ich fühle mich schon lange innerlich als Frau"
Verfasst: Di 4. Aug 2020, 08:47
von Jaddy
heike65 hat geschrieben: Mo 3. Aug 2020, 23:34
Aber ganz ehrlich, als ich die flambierte Frau mit Gudrun Landgrebe und Mathieu Carriere gesehen hab war das für mich klar, klarer wie für mein eigens Ich.
Oh ja. Den Film finde ich großartig(1). Seitdem ist mir Carriere auch immer mal wieder aufgefallen und ein ambivalentes Gender deshalb nicht im Mindesten überraschend. Eher ein Ausdruck davon, alle Möglichkeiten des Lebens zu nutzen und störende Konventionen dabei zu ignorieren.
heike65 hat geschrieben: Mo 3. Aug 2020, 23:34Ob das späte Outing etc dazu abzieht noch einmal in die Schlagzeilen zu kommen, who cares ?
Ich wünsch ihm oder ihr einfach nur einfach ein paar schöne Jahre, ganz einfach schön und ohne Konventionen anderer Menschen
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(1) in einer Szene macht G.Landgrebe als Domina ihrem Kunden das Hundehalsband mit Leine ab, als er sich schon wieder anzieht und er streift sich die (vorgebundene) Krawatte über den Kopf. Ich bin fast vom Kinosessel gerrutscht vor lachen.
Re: Mathieu Carrière "Ich fühle mich schon lange innerlich als Frau"
Verfasst: Di 4. Aug 2020, 14:45
von Laila-Sarah
Ralf-Marlene hat geschrieben: Di 4. Aug 2020, 08:08
Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 3. Aug 2020, 19:29
...
... die Perücke wie ein toter Opossum auf dem Kopf sitzt, der Gang gelangweilt-männlich ... man eine Frau sein möchte "lange Haare sind schön" kommt.
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Liebe Laila-Sarah,
solche Wertungen, nicht klar als nicht ernst gemeint gekennzeichnet sondern als überspitzte Annahme, sind Abwertungen und damit transfeindlich in ihrem geforderten Perfektioinismus.
Das sehe ich eben anders. Wenn ich etwas dilettantisch und unseriös empfinde, dann ist es mein Empfinden und nicht eine Beleidigung. Wir reden hier auch über einen Menschen des öffentlichen Lebens. Einen Schauspieler und Selbsvermarkter.
Ralf-Marlene hat geschrieben: Di 4. Aug 2020, 08:08
Weiter habe ich Dir die Frage gestellt, ob Du wirklich denkst, die Welt wäre weniger transfeindlich, wenn unser Passing besser wäre. Ich denke nicht. Die lauteste Empörung erlebe ich bei heterosexuellen Männern, die auf meine vermeintliche "Verkleidung" heringefallen sind, am schlimmsten, wenn sie ansatzweise mit mir "geflirtet" haben...
Ja genau diesen Teil hatte ich auch nicht verstanden, weil ich dachte: Du wirfst mir Transfeindlichkeit vor. Jetzt ist klarer. Nein sicherlich hast du Recht. Der besagte Mensch hat nicht den Einfluss oder die Macht, Transfeindlichkeit gänzlich umzupolen.
Ralf-Marlene hat geschrieben: Di 4. Aug 2020, 08:08
Jede*r, auch Herr Carrière, hat das Recht so unperfekt oder auch trashig herumzulaufen, wie Mensch möchte und sich fühlt. Alle Irritationen liegen in der Person des irritierten Menschen, seiner Haltung.
Dieses Recht hat er natürlich. Ich wollte es auch nicht verbieten. Ich fand den Medienauftritt nur nicht überzeugend.
Ralf-Marlene hat geschrieben: Di 4. Aug 2020, 08:08
Ich weiß, es ging um die Frage ob der Auftritt von Herrn Carrière unserer Sache nützt oder nicht. Da bin ich sicher, dieser nützt auch wenn er Irritationen auslöst. Er regt zum Denken an.
Genau darum ging es.
Viele denken: Wir wären ein Haufen Paradiesvögel, Knalltüten oder Exzentriker mit speziellen Gelüsten. Und zum Teil sind wir es bestimmt auch. Aber es gibt auch solche unter uns die nicht so sind und einfach nur in der Gesellschaft mit dabei sein wollen und keinen Sonderlingstautus wünschen. Für die bringen solche Auftritte m.M.n. das Ziel der Akzeptanz nicht näher.
Und da sind wir halt anderer Meinung und ich respektiere deine Meinung.
VlG