Re: Transsexualität - Ich bin trans. Sicher?
Verfasst: Mo 29. Jun 2020, 21:00
Hi Michi, ich weiß nicht wirklich was ich mit Deinem Text anfangen soll.
Fakt ist Korte spricht in dem Beitrag überwiegend von Jungen Transmännern und das das Verhältnis von 3 bis 4 zu 1 Transfrau zu Transmann sich in den letzten 5 Jahren auf bis zu 1 zu 8 verändert hat. Das ist eine extreme Verschiebung in Richtung Transmann, die ich,- übrigens wertneutral - als Schwemme, bezeichnet.
Weiterhin habe ich keinem Unredliche Absichten unterstellt. Du interpretierst hier völlig frei irgendwelche Dinge hinein, die ich nie gesagt habe.
Ich spreche von Jugendlichen, die durch Gruppendynamik den falschen Eindruck gewonnen haben, eine HRT oder GaOp wäre der einzige und richtige Ausweg für Ihre Probleme , die nichts mit TS zu tun haben. Ich verallgemeinere dies auch nicht aber es fällt halt doch auf, dass solche Fälle nicht nur in der Praxis eines Psychiaters sondern auch in den ehrenamtlichen Beratungen vorkommen. Insofern ist das nichts wo man einfach mal sagen kann: "das betrifft so wenige, machen wie weiter wie bisher und wenn die wenigen Fälle sich vertanhaben, was soll"™s, sollen halt noch ne OP zurück machen und auf Kinder verzichten"
Sorry, aber so geht das nicht!
Ich habe viele Trans* Menschen kennen gelernt. Darunter gibt es viele Gruppen mit verschiedenen Ansichten, von "alles Selbstbestimmt" bis zu "ist doch alles ok wie es ist". Jeder hat seine Erfahrungen gemacht, ABER die kann man nicht verallgemeinern. Jeder Trans*Mensch ist einzigartig und für keinen gibt es den Universalweg.
Daher finde ich es absolut ok, wenn davor gewarnt wird und gefordert wird vor unumkehrbaren Maßnahmen genau hin zu sehen, ob der Weg wirklich richtig ist oder nicht.
Was bringt es wenn durch die Selbstbestimmung vielleicht 5% besser versorgt werden als jetzt, dafür aber vielleicht 20% schlechter? Es gibt noch keine Zahlen wie viele Transmänner aus den letzten 5 Jahren ihren Weg bereuen werden.
Aber jede/r hat doch das Recht auf eine angemessene Behandlung. Selbstbestimmung ja, aber nur dann wenn die Person völlig frei von äußeren Einflüssen und wertneutral und vollständig über alle Folgen der Entscheidung aufgeklärt die Entscheidung trifft.
Alles andere ist in meinen Augen grob fahrlässig und dassmuss nun mal durch eine dritte Person geprüft werden, da die beeinflusste Person in der Regel gar nicht erkennt, dass sie beeinflusst wurde. (Wie geschrieben habe ich das selbst erlebt!)
Im übrigen ist Dein Beispiel mit dem Rollstuhl unlogisch. Hier liegt in der Regel eine Sicherheit vor, dass die Person nicht gehen kann (Querschnittslähmung, Muskelschwund, u.a.) Bei einem Jugendlichen Trans*Menschen liegt diese Gewissheit eben nicht vor,
Wie oben geschrieben kann die persönliche Gewissheit falsch sein weil fremdbeeinflusst.
Im übrigen ist es auch eine Fremdbeeinflussung, wenn überspitzt formuliert in Foren zu lesen ist "GaOp für alle nur auf persönlichem Wunsch hin, weil sonst leiden alle unnötig".
Genauso kann man fordern " eine Millionen für alle, sonst leiden zu viele". Ich weiß, das klingt jetzt zynisch, aber nicht jeder Trans*Mensch hat den gleichen Leidensdruck, es gibt einige, deren Druck wirklich extrem hoch ist, aber es gibt auch viele, denen ein etwas längerer Weg nicht geschadet sondern eher genutzt hat.
Von dem her plädiere ich für den goldenen Mittelweg. Die Chinesen wollen versuchen ein Gehirn zu transplantieren. Die Person die es trifft wird auch sagen " Ich will ewig leben also muss das erlaubt sein, weil ich leide sonst wenn ich sterben muss". Wo führt das hin? Wer soll entscheiden wer den Körper bekommt? Der alte aber reiche Industriemagnat oder das junge Unfallopfer?
Hier ist es doch ähnlich: Ich will selbstbestimmte Gaops, egal ob jemand anders damit falsche Entscheidungen trifft und dann nicht damit leben kann oder andere Bevölkerungsgruppen dann sagen "Wieso bekommen die einen Brustaufbau und ich nicht" (Cis Frauen mit A Körbchen) oder "Warum bekommen TS, wie von manchen gefordert, eine Gesichtsfeminisierung und ich muss mit meiner Hasenscharte leben?"
Sorry aber bitte nicht immer das absolute eigene Glück im Auge haben, sondern auch mal den Blick auf die Gesamtheit richten.
LG Chrissie
Fakt ist Korte spricht in dem Beitrag überwiegend von Jungen Transmännern und das das Verhältnis von 3 bis 4 zu 1 Transfrau zu Transmann sich in den letzten 5 Jahren auf bis zu 1 zu 8 verändert hat. Das ist eine extreme Verschiebung in Richtung Transmann, die ich,- übrigens wertneutral - als Schwemme, bezeichnet.
Weiterhin habe ich keinem Unredliche Absichten unterstellt. Du interpretierst hier völlig frei irgendwelche Dinge hinein, die ich nie gesagt habe.
Ich spreche von Jugendlichen, die durch Gruppendynamik den falschen Eindruck gewonnen haben, eine HRT oder GaOp wäre der einzige und richtige Ausweg für Ihre Probleme , die nichts mit TS zu tun haben. Ich verallgemeinere dies auch nicht aber es fällt halt doch auf, dass solche Fälle nicht nur in der Praxis eines Psychiaters sondern auch in den ehrenamtlichen Beratungen vorkommen. Insofern ist das nichts wo man einfach mal sagen kann: "das betrifft so wenige, machen wie weiter wie bisher und wenn die wenigen Fälle sich vertanhaben, was soll"™s, sollen halt noch ne OP zurück machen und auf Kinder verzichten"
Sorry, aber so geht das nicht!
Ich habe viele Trans* Menschen kennen gelernt. Darunter gibt es viele Gruppen mit verschiedenen Ansichten, von "alles Selbstbestimmt" bis zu "ist doch alles ok wie es ist". Jeder hat seine Erfahrungen gemacht, ABER die kann man nicht verallgemeinern. Jeder Trans*Mensch ist einzigartig und für keinen gibt es den Universalweg.
Daher finde ich es absolut ok, wenn davor gewarnt wird und gefordert wird vor unumkehrbaren Maßnahmen genau hin zu sehen, ob der Weg wirklich richtig ist oder nicht.
Was bringt es wenn durch die Selbstbestimmung vielleicht 5% besser versorgt werden als jetzt, dafür aber vielleicht 20% schlechter? Es gibt noch keine Zahlen wie viele Transmänner aus den letzten 5 Jahren ihren Weg bereuen werden.
Aber jede/r hat doch das Recht auf eine angemessene Behandlung. Selbstbestimmung ja, aber nur dann wenn die Person völlig frei von äußeren Einflüssen und wertneutral und vollständig über alle Folgen der Entscheidung aufgeklärt die Entscheidung trifft.
Alles andere ist in meinen Augen grob fahrlässig und dassmuss nun mal durch eine dritte Person geprüft werden, da die beeinflusste Person in der Regel gar nicht erkennt, dass sie beeinflusst wurde. (Wie geschrieben habe ich das selbst erlebt!)
Im übrigen ist Dein Beispiel mit dem Rollstuhl unlogisch. Hier liegt in der Regel eine Sicherheit vor, dass die Person nicht gehen kann (Querschnittslähmung, Muskelschwund, u.a.) Bei einem Jugendlichen Trans*Menschen liegt diese Gewissheit eben nicht vor,
Wie oben geschrieben kann die persönliche Gewissheit falsch sein weil fremdbeeinflusst.
Im übrigen ist es auch eine Fremdbeeinflussung, wenn überspitzt formuliert in Foren zu lesen ist "GaOp für alle nur auf persönlichem Wunsch hin, weil sonst leiden alle unnötig".
Genauso kann man fordern " eine Millionen für alle, sonst leiden zu viele". Ich weiß, das klingt jetzt zynisch, aber nicht jeder Trans*Mensch hat den gleichen Leidensdruck, es gibt einige, deren Druck wirklich extrem hoch ist, aber es gibt auch viele, denen ein etwas längerer Weg nicht geschadet sondern eher genutzt hat.
Von dem her plädiere ich für den goldenen Mittelweg. Die Chinesen wollen versuchen ein Gehirn zu transplantieren. Die Person die es trifft wird auch sagen " Ich will ewig leben also muss das erlaubt sein, weil ich leide sonst wenn ich sterben muss". Wo führt das hin? Wer soll entscheiden wer den Körper bekommt? Der alte aber reiche Industriemagnat oder das junge Unfallopfer?
Hier ist es doch ähnlich: Ich will selbstbestimmte Gaops, egal ob jemand anders damit falsche Entscheidungen trifft und dann nicht damit leben kann oder andere Bevölkerungsgruppen dann sagen "Wieso bekommen die einen Brustaufbau und ich nicht" (Cis Frauen mit A Körbchen) oder "Warum bekommen TS, wie von manchen gefordert, eine Gesichtsfeminisierung und ich muss mit meiner Hasenscharte leben?"
Sorry aber bitte nicht immer das absolute eigene Glück im Auge haben, sondern auch mal den Blick auf die Gesamtheit richten.
LG Chrissie