Re: Tot ohne Gott: Online„Vortrag des Philosophen Franz Josef Wetz am 5. Mai
Verfasst: Di 5. Mai 2020, 07:15
Guten Morgen liebe Community
In meiner Ausbildung beim Ambulanten Hospizdienst erfuhr ich von Ferdinand Hodler. Er dokumentierte die Krankheit, das Sterben und den Tod seiner geliebten Valentine in einem ergreifenden Bilderzyklus. Sein künstlerisches Tagebuch des Sterbens berührt bis heute, finde ich.
Wir vom Ambulanten Hospizdienst sind allerdings nicht nur für den Sterbenden da, sondern auch und all zu oft für die Familie. Jedes Familienmitglied egal welchen Alters hat seine eigene Art mit dem Sterbeprozess und dem Danach umzugehen.
Und, wenn ich jetzt den Bogen zu Petra Sophie und den Videos schlagen darf, die du uns hier reingestellt hast (BTW.. großes Danke dafür
) möchte ich gerne sagen dürfen, dass ich es für unmenschlich halte, dass Roboter, bzw kI irgendwann meinen Job ersetzen könn(t)en!? Ich bin zwar sehr sehr dankbar von diesen Videos erfahren zu haben auch wenn es mir emotional sehr zugesetzt hat, aber ganz ehrlich, ich wage es zu bezweifeln das sie meinen Job gleichwertig übernehmen könn(t)en.
Es braucht nicht nur Empathie um den Sterbeprozess und das Danach zu begleiten, es braucht in meiner Wahrnehmung extrem viel Mitgefühl. Und sry ich wage es stark zu bezweifeln das etwas lebloses dem auch nur annähernd gerecht werden könnte, sich zB durch die 5 Phasen beim Sterben.. das Nichtwahrhabenwollen, den Zorn (übrigens für Sterbebegleiter die schwierigste Phase), das Verhandeln, die Depression und die Zustimmung, mitfühlend "arbeiten" begleiten zu können.
Und genauso sehe ich das auch in der Pflege. Eine Maschine mag womöglich so hyper tolle Sensoren haben, dass sie putzen kann ohne dabei etwas kaputt zu machen. Aber ich bezweifle es sehr stark, dass eine Maschine eine einfühlsame Pflege eines kranken oder alten Menschen emotional übernehmen kann. Ethisch empfinde ich das als grauenvoll.
Und... Ich frage mich, wozu soll es denn für die Menschheit gut sein, dass Alles von Maschinen erledigt werden soll!? Wo führt da unsere Entwicklung hin... zu einer neuen Spezie, ein mutiertes Faultier?
Namaste
PS: beruflich interessiert mich der Beitrag heute Abend natürlich sehr...Danke für diese Info liebe Olivia

In meiner Ausbildung beim Ambulanten Hospizdienst erfuhr ich von Ferdinand Hodler. Er dokumentierte die Krankheit, das Sterben und den Tod seiner geliebten Valentine in einem ergreifenden Bilderzyklus. Sein künstlerisches Tagebuch des Sterbens berührt bis heute, finde ich.
Wir vom Ambulanten Hospizdienst sind allerdings nicht nur für den Sterbenden da, sondern auch und all zu oft für die Familie. Jedes Familienmitglied egal welchen Alters hat seine eigene Art mit dem Sterbeprozess und dem Danach umzugehen.
Und, wenn ich jetzt den Bogen zu Petra Sophie und den Videos schlagen darf, die du uns hier reingestellt hast (BTW.. großes Danke dafür
Es braucht nicht nur Empathie um den Sterbeprozess und das Danach zu begleiten, es braucht in meiner Wahrnehmung extrem viel Mitgefühl. Und sry ich wage es stark zu bezweifeln das etwas lebloses dem auch nur annähernd gerecht werden könnte, sich zB durch die 5 Phasen beim Sterben.. das Nichtwahrhabenwollen, den Zorn (übrigens für Sterbebegleiter die schwierigste Phase), das Verhandeln, die Depression und die Zustimmung, mitfühlend "arbeiten" begleiten zu können.
Und genauso sehe ich das auch in der Pflege. Eine Maschine mag womöglich so hyper tolle Sensoren haben, dass sie putzen kann ohne dabei etwas kaputt zu machen. Aber ich bezweifle es sehr stark, dass eine Maschine eine einfühlsame Pflege eines kranken oder alten Menschen emotional übernehmen kann. Ethisch empfinde ich das als grauenvoll.
Und... Ich frage mich, wozu soll es denn für die Menschheit gut sein, dass Alles von Maschinen erledigt werden soll!? Wo führt da unsere Entwicklung hin... zu einer neuen Spezie, ein mutiertes Faultier?
Namaste
PS: beruflich interessiert mich der Beitrag heute Abend natürlich sehr...Danke für diese Info liebe Olivia