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Re: Steffi's Leben bis ins kleinste Detail.

Verfasst: So 26. Apr 2020, 19:20
von Steffi-BLN
Kapitel 12
Meine Zeit in Spandau


Bei meinem Freund(Kumpel, nicht fester Freund, nur so zur Info) in Spandau war es echt schön, hatte ich sogar mein eigenes Zimmer von ihm bekommen. Er war ziemlich vermögend, hatte mit 20 oder so viel Geld geerbt.
Ich meldete mich sogar polizeilich da an und bekam mit 17 dann auch das erste mal Geld vom Jobcenter. Mein Freund bekam sogar Miete vom Jobcenter wovon er mir aber auch 200 Euro jeden Monat gab. Ich hatte wieder viel Geld zur Verfügung. Mit dem Gras verkaufen hörte ich auf, keine Lust mehr von Spandau nach Friedrichsfelde zu fahren. Das wer immer ein Weg von 90 Minuten gewesen etwa. Darauf hatte ich keine Lust.
Ich fuhr aber 2 mal die Woche nach Wedding um mir Gras zu besorgen. Ich durfte dafür sogar immer mit dem Roller von meinem Freund fahren, obwohl ich kein Führerschein besaß. Es war ein 50ccm Roller, der ungefähr 70kmh fuhr. Das ging auch mehrere Jahre gut. Okay es gab 3 Aktionen, bei zwei davon wurde ich sogar erwischt.

Ich war Kart fahren. Es regnete ziemlich an diesem Tag, fuhr dann wieder los nach Hause. Und als ich an einer Ampel stehenbleiben wollte, touchierte ich ganz leicht einen Mercedes an der Ampel. Ich probierte abzuhauen, es hatte sogar geklappt, wenn mich nicht 3 Türken in ihrem BMW verfolgt hätten. Sie fuhren so dicht an mich ran, hatte Angst dass sie mich wegräumen, also blieb ich stehen. Und es kam die Polizei. Ich sagte ich hätte mir den Schlüssel einfach so genommen und so bekam mein Freund keinen Ärger und den Schlüssel wieder.

Dann einmal, es war in einer 30er Zone. Ich sehe im Rückspiegel ein Polizeiwagen, es saß aber nur einer drin, also machte ich mir nicht so die Sorgen. Hielt mich auch an die Geschwindigkeit aber es half nichts. Er machte die Sirene an und forderte mich auf stehen zu bleiben. Ich kannte mich aber in der Gegend sehr gut aus, kannte sogar mehrere Schleichwege. Die Verfolgungsjagd ging locker 15 Minuten, er schaffte es überall durchzukommen, genau so sah dann aber auch sein Auto aus danach, völlig zerkratzt an den Seiten. Auf der Flucht hat sogar ein Fahrradfahrer versucht sein Fahrrad genau vor mich zu Rollen. Hätte das geklappt, hätte ich sogar sterben können, zum Glück hat es nicht geklappt. Irgendwann entschied ich mich dann doch stehen zu bleiben. Ich schaltete den Roller aus, wollte mein Helm abziehen, doch zog der Polizist seine Waffe und rief nur dass ich mich auf den Boden legen soll. Die Handschellen klickten und es kam noch die Kripo, ein Mannschaftswagen und noch ein normaler Wagen mit 2 Polizisten. Ich kam für eine Nacht auf die Gefangenensammelstelle.
Ich wurde dafür sogar angeklagt und vor Gericht geladen. Als ich den Gerichtstermin nicht wahrnahm, holte mich die Polizei ein paar Tage später ab und ich musste in Untersuchungshaft. Da war ich dann für 2 Monate etwa und durfte auf den neuen Gerichtstermin warten. Da drin war es für eine kurze Zeit echt die Hölle. Auf der Aufnahme Station war ein Araber der immer alle abzog, einschließlich mich. Aber als ich dann 2 oder 3 Wochen später auf eine andere Station kam, sag ich einen Kroaten den ich noch aus Wedding kannte. Er saß wegen Banküberfall in der Untersuchungshaft und wartete auch auf seinen Gerichtstermin. Von da an war der Aufenthalt dort echt super. Wir teilten immer zusammen. Ich arbeitete im Garten und als ich dann mein Gerichtstermin hatte, und nur eine Geldstrafe bekam, gab ich ihn alles was ich noch an Tabak, Tee, Essen usw. hatte.
Ich fing zu der Zeit an, viel am Computer und der Playstation online zu spielen. War richtig gefesselt davor. Und mit Ende 17 Anfang 18 durfte ich dann endlich meine erste eigene Wohnung, auch in Spandau beziehen.

Re: Steffi's Leben bis ins kleinste Detail.

Verfasst: Do 30. Apr 2020, 09:41
von Steffi-BLN
Kapitel 13
Meine erste eigene Wohnung und meine erste Ausbildung


Ich bezog also meine erste eigene Wohnung und bekam sogar von meinem Kumpel die große Couch geschenkt. Auch half er mir das neue Bett, Matratze, Couchtisch und sonstigen Kleinkram von Ikea in die neue Wohnung zu bringen. Sie hatte eine schöne Einbauküche, ein kleines aber feines Bad. Im September 2006 glaube ich war es, da fing ich eine Ausbildung als Fahrzeuglackierer beim TÜV Rheinland an, da lernte ich auch Sven kennen, er war auch Sprüher, kiffte und wir fingen auch recht schnell an in den großen Mittagspausen mit dem Kiffen. Was natürlich große Auswirkungen hatte auf dem darauffolgenden Unterricht. Wir konnten uns kaum konzentrieren und unsere Leistungen ließen immer mehr nach.
Wir machten auch öfters Party bei mir in der Wohnung. Und wir fehlten auch immer öfters, woraufhin ich natürlich eine Abmahnung brkam und dann im März 2007 gekündigt. Mich ließ das leider völlig kalt, kiffte weiter, hing vor der Playstation und der Kontakt mit Sven brach auch recht schnell wieder ab.

Soziale Kontakte? Kannte ich nicht, war nur immer kurz bei meinem Dealer, dann wieder schnell nach Hause. Im Sommer 2007 wurde ich aus der Wohnung gekündigt wegen Mietschulden. Hatte mich nicht rechtzeitig gekümmert dass ich wieder rechtzeitig beim Jobcenter angemeldet bin und so wurden 3 Monate keine Miete gezahlt.
Ich zog erstmal bei meinem Nachbar direkt nebenan ein. Wir verstanden uns sehr gut. Er wurde aber ein paar Monate später auch aus der Wohnung gekündigt, wegen Mietschulden"¦ kurz zuvor musste er sogar in die JVA Plötzensee wegen irgendeiner Geldstrafe. Weiß gar nicht mehr genau wieviel es waren. Aber ich verkaufte mein Fahrrad für 200 Euro und legte sogar noch etwa 150 Euro von meinem Hartz IV dazu um ihn rauszuholen. Das musste ich einfach tun, schließlich hat er mich sofort aufgenommen, nachdem ich meine Wohnung verloren hatte.

Er bekam dann direkt von der Sozialen Wohnhilfe eine Wohnung gestellt, ich durfte auch da mit einziehen. Stimmt, ich hatte ja noch 2 Katzen, Amy und Lucy. Sie durften natürlich auch mit. Die Wohnung war ein richtiges Drecksloch, nur ein Waschbecken und Toilette, die Dusche war im Treppenhaus. Die Küche, ohh jee. Keine Schränke, nur der Herd inklusive Kochplatten. Aber mir war es eigentlich völlig egal. War ich doch so vertieft immer in meinem Computer, bzw. dass Call of Duty und FIFA spielen. Ich war inzwischen 20 oder 21. Mein Onkel nahm zu mir Kontakt über Facebook auf. Eigentlich ist er gar nicht mein richtiger Onkel, es ist der Bruder von der neuen Freundin meines Vaters. Also sind wir nicht Blutsverwandt. Bei ihm konnte ich auch öfter mal schlafen.

Er kümmerte sich ziemlich gut im mich, bekam er wohl mit, dass ich immer mehr den sogenannten Bach runter ging. Wir kifften oft zusammen. Er kaufte mir sogar einen komplett neuen PC. Er fragte mich sogar ob ich nicht bei ihn einziehen wolle, das lehnte ich aber erstmal ab, da ich ja meine 2 Katzen noch hatte. Die hätte ich nicht mitnehmen können.

Doch ein paar Wochen später ließ ich mich breitschlagen und zog bei ihm ein. Meine 3 Sachen konnten wir in 2 Fuhren zu ihn fahren. Meine Katzen habe ich bei meinem Kumpel gelassen. In der Hoffnung dass er sich weiter um sie kümmert. Mit blutete das Herz, das könnt ihr mir glauben. Weinte ich auch noch oft in den nächsten Tagen und Wochen. Ich gab meinem Kumpel aber noch oft Geld für Katzen Futter und Katzenstreu. Doch als er der Kontakt auch da wieder ab brach, dass erfuhr ich später, hat er sie ins Tierheim abgegeben.
Bei meinem Onkel zockte ich einfach weiter und konnte so alles wieder gut verdrängen. Da ging ich sogar zu weit und benutzte immer die Kreditkarte von ihm um mir sogenannte "FIFA Points" zu kaufen. Da gingen mehrere Hundert Euro in einem Monat drauf, dazu das Kiffen was er ja bezahlte.

Re: Steffi's Leben bis ins kleinste Detail.

Verfasst: Do 30. Apr 2020, 10:00
von Steffi-BLN
Kapitel??
Mein 30ter Geburtstag


Nicht dass ihr euch wundert, aber ich mache erst einmal hier weiter, da es mir auf der Seele brennt, diese schöne wie auch sehr dunkle Zeit in meinem Leben zu verfassen.

Einiges hiervon steht auch in meinem Tagebuch hier im Forum, kopiere also einige Stellen, also nicht wundern.

Es ist also mein 30ter Geburtstag, besser gesagt ein Tag davor. Also der 30.01.2018.
Ich kaufte mir wieder neues Gras und werde meinen 30ten Geburtstag alleine zuhause verbringen, soviel stand auf jeden Fall schon mal fest. An diesem Abend, ich war komplett kaputt, hatte mich aufgegeben und habe schon nach Möglichkeiten gesucht wie ich es am besten mache, so dass es am wenigsten Schmerzen bereitet. Ich weinte den ganzen Abend, bis spät in die Nacht rein. Aber irgendetwas in mit drin hat sich noch gewehrt, wollte noch nicht gehen. So sagte ich mir dann, entweder jetzt öffentlich als Transfrau zu leben, mich überall zu outen usw. Oder von dieser Welt Abschied nehmen. Ich entschied mich für das erste. Es brodelte so in mir, diese Vorfreude auf dass was kommt, natürlich auch die Angst davor. Was passieren kann? Werden die Leute lachen? Wie genau mache ich es jetzt? Wo fange ich an? Und und und, so viele Fragen. Ich fing an zu googeln. Eine genaue Reihenfolge gibt es da nicht. Es gibt auf jeden Fall parallelen, aber letztendlich ist jeder Weg doch verschieden. Die einen fangen erst mit der Therapie an. Dia anderen fangen erst an sich zu outen.
Ich habe angefangen mich bei meiner kleinen Schwester aus Spanien zu outen, wir hatten ja nur über Facebook ab und an mal Kontakt, aber telefoniert usw. hatten wir nie. Trotzdem hatte ich das Bedürfnis, ihr es als erstes zu erzählen. Ich schrieb ihr über Facebook, was ich genau ihr geschrieben hatte, füge ich hier mal ein.

"Du must dich selber gut fühlen, und was die anderen darüber denken soll dir nicht stören. Die echten Freunde sollte da sein egal was du bist Frau oder Mann. Bei mir ist das überhaupt kein Problem, wie gesagt ich werde dich unterstützen und lieben auch als Frau. Du kannst mit mir deauf zählen daa ich dir bei alles helfen werden.
Das waren schon schöne Worte, aber meiner Mutter traute ich an dem Tag noch nicht zu schreiben, dass geschieht einige Tage später, sie antwortete so darauf;
"Das ist doch was ganz natürliches. Ich freue mich für dich, dass du für dich die Entscheidung getroffen hast, auch so zu leben. Das ist der beste Weg. Da bin ich sehr stolz auf dich. Auch das du dich mir geöffnet hast."
Es lief wie am Schnürchen wie man so schön sagt. Ich besuchte auch dann eine Selbsthilfegruppe, ich natürlich noch als Mann verkleidet, führte da tolle Gespräche, hatte zwar ein Outfit da im Rucksack, traute mich aber noch nicht. Sie sagten dass dies überhaupt kein Problem sei. Alles in allem trotzdem ein schöner Abend.
Meiner großen Schwester erzählte ich es auch, hatte die Nummer von meiner kleinen Schwester bekommen. Was sie dazu sagte, weiß ich nicht mehr. Aber wir verabredeten uns dann für ein Wochenende dass sie mal bei mir schläft und wir uns einen schönen Abend machen. Daraus wurde nichts, und jetzt kommt das für mich schlimmste was sie getan hat. Sie schrieb mir dann mal über WhatsApp dass sie gerade mit unserem Vater schreibt, aber ich mir keine Sorgen machen brauche, sie wird ihm nichts erzählen.
Ein paar Stunden später bekomme ich dann vom Facebook Messenger eine Nachricht, es ist eine Freundin von meinem Vater. Darin dann diese Nachricht hier;
"Hey mein Sohn ich habe kurz von deiner Schwester erfahren was mit dir ist .Nur zur Info ich habe kein Problem damit !!!!!! Du bist und bleibst immer mein Sohn !!!!!! Ich stehe hinter dir egal was du machen möchtest !!!! Melde dich bei mir oder sende mir deine Handy nummer meine ist 00000000 Ich hab dich lieb! !!!!!! DEIN Papa"
Total schön, okay die Worte dass ich immer sein Sohn bleibe und so, waren nicht so schön, aber ich weiß wie es gemeint war.
Ich muss dazu sagen er hat eine ziemlich große Pferde Ranch wo immer ziemlich viel los ist. Und da meinte er auch nur wenn ich dann da als Frau bin mir keine Sorgen machen bräuchte und wenn irgendjemand auch nur den kleinsten Mucks über mich abgeben sollte, bekommt der Stress. Auch ein guter Freund direkt reingerufen "Der kriegt dann eine" Waren schon ziemlicher Balsam diese Worte.

Ja wir verabredeten uns dann eigentlich für den Samstag, aber ihm ist leider was dazwischen gekommen. Und so haben wir es auf nächste Woche verschoben.

Was aber überhaupt nicht schlimm ist, weil so bin ich in dieser Nacht endlich das ERSTE mal als Frau draußen gewesen. Und ich kann euch sagen, ich habe Blut geleckt.

Habe ja eine total liebe kennengelernt die mich dann endlich besuchen kam. Haben uns auf Anhieb super verstanden
Nach dem ersten Gläschen Wein, fing sie mich dann an zu schminken und mir genau zu erklären alles. Ich habe alles aufgesaugt wie ein Schwamm. Ist ja nicht so dass ich mich nicht schminken kann, aber sie macht dass auch schon länger und konnte mir so gute Tipps geben, speziell was Eyeliner, Highlighter und Contouring angeht. Die Zeit rannte nur so davon und wir unterhielten uns über dies und das und dann war es schon knapp 5 Uhr ^^
Ja und dann habe ich von mir aus gesagt das ich sie zum Bus bringe. Ich meine Pumps (mit 9,8 cm Pfennig Absatz) angezogen und wir sind losgelaufen. Ich muss dazu sagen ich war schon ein bisschen geübt mit den Schuhen zu laufen, aber draußen mit Handtasche und so ist das nochmal was anderes.

Wir dann losgelaufen, ich noch ziemlich wackelig, sie mir noch ein paar Tipps gegeben. Und so liefen wir zur Haltestelle.
Begegnet sind wir nur einen, der hat schon ziemlich geschaut, aber es war mir so egal.
Sie hat dann noch an der Haltestelle von mir ein Foto gemacht.
Ja und dann kam dann auch der Bus schon, wir verabschiedeten uns und ich lief dann alleine wieder nach Hause. Auf dem Heimweg kam mir keiner entgegen nur auf der anderen Straßenseite, aber der hat mich glaube ich nicht beachtet, was mir aber egal gewesen wäre denke ich.

Das Kapitel ist noch lange nicht zu Ende, schreibe noch weiter.

Re: Steffi's Leben bis ins kleinste Detail.

Verfasst: Fr 1. Mai 2020, 16:33
von Steffi-BLN
Dann kam der Tag als ich das erste Mal den ganzen Abend unterwegs war.

An einem Wochenende war ich ja nun endlich bei meinem Vater auf der Ranch und ich kann euch sagen es war so großartig. Klar dank meiner Schwester wussten es gut an die 10 Leute da was mit mir ist. "Aber egal da musst du jetzt durch" hab ich mir gedacht. Und ich wurde nicht enttäuscht. Alle inklusive meinem Vater haben es so toll aufgenommen. Auch dann die Frau von meinem Halbbruder kennengelernt. Ihr habe ich es dann auch direkt erzählt obwohl ich sie eigentlich nicht kannte... Und sie fuhr mich dann auch am Sonntag nach Hause und wir unterhielten uns im Auto über eine Stunde. Sucht mir auch ein paar Sachen zusammen da wir beide Gr.38 haben. Hat total Interesse an mir gezeigt. Einfach nur Klasse wie es zur Zeit läuft. Aber das beste kam dann die darauffolgende Woche.

Mittags auf die Ranch gefahren und gegen 18:30 wieder zuhause gewesen. Und da mich schon jemand am morgen angeschrieben hat und gefragt hat ob ich denn heute in die Bar komme zu den Transsisters. Ich erstmal natürlich abgelehnt weil ich auch nicht wusste wie lange ich bei meinem Vater bin.

Aber als ich dann 18:30 zuhause war, dachte ich mir egal nun machst du es. Schnell duschen gegangen, ein bisschen geschminkt und Kleid angezogen.
Dann war es auch schon 19:30 etwa und ich rief mir ein Taxi. Da im Taxi... Okay das erspare ich euch jetzt. War nicht so schön die Sprüche die er abgelassen hat. Aber egal Um kurz nach 20 Uhr war ich dann da. Ausgestiegen aus dem Taxi. Nochmal schnell an einem Hauseingang mein Make-Up nachgeschaut und ob noch alles da ist wo es sein soll. Aber der Puder hielt stand.

Dann die paar Meter mit meinem 10 cm Pumps gelaufen was erstaunlicherweise sehr gut ging und die Tür aufgemacht. Ich kann euch gar nicht so genau sagen was da genau in meinem Kopf abging. Aber wo ich rein ging und dann nach hinten ging wurde ich direkt herzlich begrüßt, richtig gut aufgenommen. Mir die Jacke ausgezogen, mich auf die Couch gesetzt die Haare gerichtet und erstmal durchgeatmet. Dann hat mir eine ganz liebe die neben mir saß, erstmal einen Bacardi bestellt. Was genau richtig war. Und ich schwöre es euch. Das erste Mal in meinem Leben, ja das erste mal in meinem Leben habe ich eine Zugehörigkeit gespürt, es ist nicht in Worte zu fassen für mich. Mit so vielen netten Menschen unterhalten und Nummern ausgetauscht. Ich hab es einfach gemerkt das ich endlich nach 30 Jahren in meinem Leben angekommen bin. Oder besser gesagt wo ich hin möchte. Dann um 4 Uhr glaube ich haben wir uns dann verabschiedet und ich bin dann mit der U-Bahn von Schöneberg nach Spandau gefahren. (40 Minuten Fahrt etwa) Das musste aber sein. Die Hemmschwelle war weg und ich wurde auch von jemand nettes begleitet.
Mir war es auch so egal ob Leute geguckt haben. Ich habe dann auch wie ein Auto zurück geguckt...

Dann am Rathaus Spandau haben wir uns verabschiedet, ich ins Taxi eingestiegen und nach Hause.
Die darauffolgenden Wochen kümmerte ich mich um die Therapie die man machen muss um Hormone und Testosteronblocker verschrieben zu bekommen.
Bei einer war es schrecklich sie meinte nur ich soll es mir ja nochmal überlegen ob es nicht nur eine Phase ist usw. Klar, mein ganzes Leben indem ich es leider nicht verstanden habe, war alles nur eine Phase.
Dann war ich ja bei einer, bei ihr ist es super, sie ist einfach nur toll.
Im Sommer 2018 bekam ich dann die Indikation F64.0G. Das ist der ICD10 Schlüssel für Transsexualität. Das G steht dir gesichert.

Einen Termin bei der Endokrinologin gemacht für Mitte Dezember. Noch so lange warten, aber egal dass stehst du jetzt auch noch durch, dachte ich mir. Im September 2018 fing ich an meinen Mittleren Schulabschluss nachzuholen. Mit ein paar jungen Frauen da verstand ich mich auf Anhieb super und als wir mal auf die Frage kamen was wir denn nach unseren Abschluss machen wollen, meinte ich nur entweder Frisör oder Make-up Artist. Sie würden hellhörig und fragten mich ob ich mich denn auch selbst schminke. Ich sagte dann "ja, aber das hat andere Gründe." Eine ahnte dann schon was und wollte es dann in der Pause genauer wissen. Da erzählte ich es dann 3 Frauen. Sie fanden es total toll dass ich diesen Schritt endlich gewagt habe.

Im Dezember hatte ich dann endlich den lang ersehnten Termin bei der Endokrinologin, ich erzählte ihr dass ich das alles Schritt für Schritt mache. Nicht so eine von Null auf Hundert Aktion. Sie nahm mir Blut ab und wir machten einen neuen Termin für den 15.01.2019 aus.
Mit einer verstand ich mich sehr sehr gut und wir waren auch öfters nach der Schule zusammen, rauchten mal einen Joint. Ich muss dazu sagen, nach meinem Outing habe ich von einem Tag auf den anderen sofort mit dem Kiffen aufgehört, brauchte ich jetzt das Geld schließlich für was anderes.

Bei ihr habe ich sogar Silvester 2018/19 gefeiert. Leider brach der Kontakt dann immer mehr ab da sie einen Freund kennenlernte der dachte dass ich was von ihr möchte und sie hörte leider auf ihn.

Es ist jetzt der 15.01.2019. Hatte nun den Termin bei der Endokrinologin und die Blutwerte waren okay und ich bekam endlich das heiß ersehnte Rezept für die Östrogene und den Testosteronblocker. Ich war der glücklichste Mensch auf Erden. Und am Abend nahm ich dann das erste Mal das Gel und die Tablette.
In der Schule verstand ich mich dann immer mit Caro besser. Sie ist ein Engel, erzählte ihr auch nach kurzer Zeit was denn mit mir los ist. Sie dachte es sich schon, gab ich mich auch immer weiblicher. Ließ mir sogar schon die Nagel machen, die Sachen eigentlich schon komplett weiblich. Im März entschied ich mich dann endlich vor der ganzen Klasse zu outen.
Ich habe dass hier ungefähr gesagt, hatte mir ja schließlich was vorbereitet.

"Hallo zusammen. Ich erzähle euch heute etwas von mir, dass mich schon seit meiner Kindheit begleitet und wo ich mich letztes Jahr Anfang Februar dazu entschlossen habe diesen Weg zu gehen. Ja, worum geht es eigentlich? Ich bin Transsexuell. Heißt, ich fühle mich meinen biologischen männlichen Geschlecht nicht zugehörig. Dass begleitet mich schon seit ich etwa 7-8 Jahre alt war. Leider versteht man dies als kleines Kind nicht. Auch als die Pubertät dann begonnen hat, ging es mir eigentlich immer schlechter, aber da es da leider noch nicht das Internet gab, so wie es heute besteht, war einfach mal schnell googeln nicht möglich. Als ich dann mit 17-18 meine erste eigene Wohnung bezogen habe, wusste ich was bzw wer ich bin und was mich in meiner Jugend so beschäftigt hat. Aber da ich immer eine sehr schüchterne Person war und immer drauf bedacht war nicht aufzufallen, habe ich mich leider nicht getraut diesen Weg zu gehen. Ich dachte ich werde nie ein "normales" Leben führen können. Als ich dann letztes Jahr 30 wurde, habe ich mir gesagt, wenn ich so weitermachen wie bisher, bin ich in 1-2 Jahren nicht mehr auf dieser schönen Welt. Das wollte ich nicht.Also begann ich dann im Februar März letzten Jahres mich bei meiner Familie und Freunden zu outen. Das lief alles wirklich gut und ich habe daraus viel Kraft gewonnen. Seit etwa einem Jahr befinde ich mich auch in Therapie deswegen, weil man dies muss um die weiblichen Hormone zu bekommen und später dann auch weitere Operationen. Seit Mitte Januar nun, nehme ich jetzt die weiblichen Hormone und bin so glücklich. Und ich denke, ihr habt ja auch gesehen dass ich mich die letzten Monate, speziell die letzten 2 schon ziemlich verändert habe.
Warum erzähle ich euch das jetzt alles? Nun ich möchte bitte ab jetzt Stefanie, bzw Steffi von euch genannt werden und auch nur noch mit sie angesprochen werden. Die Lehrer werden dies auch tun. Nächsten Monat schicke ich auch den Antrag für die Vornamensänderung und Personenstandsänderung ab um dann auch endlich offiziell eine Frau sein zu dürfen und in meinem Ausweis dann auch Stefanie stehen wird.
Ich weiß das ist am Anfang nicht leicht für euch und es kann passieren das trotzdem nochmal mein männlicher Name genannt wird oder ich mit er angesprochen werde. Does werde ich natürlich berücksichtigen aber ich bitte euch drum, schon drauf zu achten, weil es fühlt sich einfach absolut falsch an für mich. So, ja das war es erstmal. Ich könnte natürlich noch viel viel mehr erzählen, aber dass würde den Rahmen jetzt sprengen. Wenn jemand von euch mehr darüber wissen will, kann er ja mich ja gerne ansprechen. Aber jetzt würde ich noch eine kleine Fragen/Antwort Runde machen, wenn ihr denn noch Fragen habt.
Ansonsten danke ich euch für eure Aufmerksamkeit und hoffe auf Toleranz, Respekt mir gegenüber."

Und alle nahmen es echt super auf, ein paar Frauen sagten dann auch wieder dass sie sich sowas schon gedacht hatten, oder dass ich schwul bin"¦ Aber das bin ich ja eben nicht.
Im Juni hatten wir dann die Prüfungen für den MSA und ich habe super bestanden. Meine schlechteste Note war eine 4 in Mathe. Sonst überall eine 3 und in Geschichte sogar eine glatte 1.
Von Mitte Juni bis Ende Juli hatte ich ein Praktikum in der Altenpflege. Es machte mir sehr viel Spaß, wurde total oft gelobt das ich die Arbeit richtig gut mache. Ich bekam sogar eine Ausbildung als examinierte Altenpflegerin angeboten. Ich beantragte mir mein Führungszeugnis. Und da war es dann wieder. Hatte noch 2 Einträge wegen Betrugs drin stehen. Die Ausbildung konnte ich also vergessen. Und da begannen wieder die Depressionen, war nur noch zuhause und der Kopf fing immer mehr zu grübeln an.

Re: Steffi's Leben bis ins kleinste Detail.

Verfasst: Fr 1. Mai 2020, 16:37
von Steffi-BLN
Kapitel??
Meine nächsten Suizidversuche


Anfang August war ich mit Caro noch auf dem Christopher Street Day in Hamburg, wir mieten uns in eine Pension ein für eine Nacht und der Tag bzw. die Nacht war einfach nur schön. Wir hatten unendlich viel Spaß. Getanzt ohne Ende, nette Leute kennengelernt.
Aber das konnte mich nur kurz ablenken. Ich war danach nur noch zuhause. Habe noch probiert mit meiner Therapeutin darüber zu sprechen, bekam dann Antidepressiva verschrieben(Citalopram). Aber irgendwie halfen sie nicht. An einem Abend, keine Ahnung was mich genau da geritten hat, ich trank eine Flasche Wein, holte mir dann bei Rewe nochmal eine Flasche und ein paar Proseccos. Zuhause wollte ich dann 75 Tabletten von dem Citalopram nehmen. Nahm aber nur 25 Stück und kurze Zeit später rief ich den Notarzt. Es war ein Hilfeschrei.
Eine Nacht war ich dann auf der Intensivstation und am nächsten Morgen kam die diensthabemde Psychiaterin und fragte mich ob ich freiwillig hier bleibe. Ich sagte erstmal nein und sie meinte nur zu mir das sich lieber zusagen sollte da sie sonst keine andere Wahl hat als den Amtsarzt zu holen und dann würde ich wohl länger bleiben.
Ich sagte dann zu und kam direkt auf die offene Station. Geholfen hat man mir nicht und so entschied ich mich 5 Tage später wieder zu gehen. Man ließ mich auch gehen.

Ich steigerte mich immer weiter rein, und so kam es wie es kommen musste, ich beende es da wo mein schlimmste Trauma geschah, im Tiergarten. Ich kaufte mir noch 40 Paracetamol Tabletten, hatte gelesen dass die reichen um nicht sofort, aber ziemlich schnell daran an Leberversagen stirbt. Dazu nahm ich 60 Citalopram Tabletten und jede Menge Alkohol. 2 Flaschen Wein, 2 von diesen Jack Daniel"™s Cola Dosen und auf dem Weg trank ich schon 4 Erdbeerbowlen. Es war etwa 22 Uhr als ich im Tiergarten ankam und gegen 23 hatte ich alles genommen und ich wurde kurze Zeit später bewusstlos. Es war eigentlich eine ruhige Ecke kam in der Zeit wo ich noch wach war, niemand. Aber so steht es im Arztbrief drin, rief wohl noch jemand den Notruf.

Ich wachte irgendwann in der Nacht dann wieder auf der Intensivstation auf, auf dem Nachttisch lag ein Kohlegetränk Becher. Mir ging es ziemlich beschissen um es mal auf deutsch zu sagen, zog ich da sogar meinen Zugang am Arm wollte keine lebenserhaltenden Maßnahmen. Daraufhin wurde ich fixiert bis zum Morgen. Da kam ich dann direkt auf die geschlossene und es kam der Amtsarzt und kurze Zeit später die Richterin und entschied dann auf 6 Wochen per richterlichen Beschluss.
Ich bekam auch eine 1zu1 Betreuung, hatten sie wohl Angst dass ich mir da was antun werde.
Einmal schaffte ich es sogar und machte so eine Keramikschüssel kaputt und hatte dann ein schon scharfes Stück und verletzte mich damit am Arm und an den Oberschenkeln.
In den nächsten Wochen "erholte" ich mich dann wieder, bekam so viele verschiedene Medikamente in den höchsten Dosen. Von Tavor zum Beispiel, das ist auch ein Benzodiazepin wie Diazepam bekam ich dann am Tag 8mg. Das wirkte aber dann auch nicht mehr. Also bekam ich dann Diazepam verschrieben, 4x 10mg am Tag. Das wirkte nur 2 Tage richtig gut.
Ja und dann kam meine Entlassung am 11.12.2019. Mir ging es eigentlich immer noch nicht gut, hatte ich eigentlich sagen müssen ich bin noch nicht bereit um zu gehen. Aber das tat ich nicht. Ich bekam einen Arztbrief mit für das neue Antidepressiva(Venlafaxin) was mir verschrieben wurde und Quetiapin 150mg. Damit ging ich dann zum Hausarzt am Donnerstag. Er gab mir ein Rezept für jeweils 100 Stück von dem Venlafaxin und dem Quetiapin mit. Bei dem Quetiapin macht es dann wieder klick und ich dachte mir, dieses Mal muss es einfach klappen. Ich liste das Rezept am Samstag Vormittag ein. Zuhause angekommen nahm ich dann von dem Quetiapin jeweils 20 Stück auf einmal. Insgesamt die ganzen 100 Stück.

Ich lag meinen Abschiedsbrief neben mich und wartete darauf einzuschlafen. Das passierte recht schnell. Mein Handy schaltete sich wohl aus und meine Freundin schrieb mir über WhatsApp. Sie wusste natürlich von allem und sie weiß auch das bei mir die Nachrichten immer ankommen wenigstens in WhatsApp. Also 2 Häkchen zu sehen sind. Dieses Mal nicht und sie verständigte die Polizei. Die Polizei Baden-Württemberg war wohl auch noch involviert, warum weiß ich nicht. Die Polizei öffnete dann gegen 22 Uhr meine Wohnung und fand mich dann komatös vor. Ich hatte eine Körpertemperatur von etwa 31 Grad oder so, atmete nur noch ganz schwach. Ich lag dann insgesamt fast 3 Tage im Koma, wurde intubiert kit so einem dicken Schlauch den sie mir in den Hals steckten. Hatte eine Sauerstoffsättigung von 60 Prozent, alles ziemlich kritisch.

Als ich wieder zu mir kam ich bin zusammengebrochen das es nicht geklappt hat. Bin ich wirklich zu dumm um mich selbst umzubringen?
Ich war dann wieder für 6 Wochen in der Psychiatrie, verlor meine 2 Katzen, vom Ordnungsamt wurden sie abgeholt. Meine Wohnung in dem Wohnheim verlor ich auch, da sie angst hatten dass ich mich ja da nochmal suizidieren könnte. Bin also dazu noch obdachlos, ich organisierte dann mitte Januar als ich auf der offenen war mir eine Unterkunft im Frauenhaus. Sie nahmen mich dann auch am 29.01.2019 auf. Da kam ich wieder etwas zur Ruhe, dachte ich jedenfalls. Aber das schneiden wurde immer mehr und tiefer.
An einem Tag dachte ich mir mit Tabletten bin ich zu blöd, also beende ich es jetzt per Zug. Ich spazierte auf den schienen etwa 2 Stunden weinte viel, legte mich sogar einmal schon hin auf die Gleisen, stand dann doch wieder auf. Irgendwann sahen mich dann auch die S-Bahn Fahrer und irgendwann holte mich die Bundespolizei ab.
Ich musste für eine Nacht in die Psychiatrie, durfte aber wieder am nächsten Tag gehen.
Vor etwa 3 Wochen schrieb ich meine Patientenverfügung dass ich ab sofort auf Essen und Trinken freiwillig verzichte, die Ärzte hier akzeptierten es aber nicht und so fing ich wieder an zu essen und zu trinken.


Jetzt habe ich mich entschieden mir noch eine allerletzte Chance zu geben und ich werde all meine Kraft da rein stecken.
Und zwar in die DBT, das heißt Dialektisch behavoriale Therapie. Das ist für Patienten mit Borderline mit Fokus auf Suizid. Das geht 3 Monate und wenn ich danach stabil genug bin werde ich nochmal 3 Monate eine Traumatherapie machen. Am 20.05.2020 habe ich das Vorstellungsgespräch.

Ich bin noch am überlegen ob ich es jetzt mich weiter ausweiten werde, ist ja doch noch eine Menge mehr passiert, aber ich weiß es noch nicht. Könnt ja gerne hier schreiben falls ihr noch mehr erfahren möchtet.

Eure Stefanie G.

Re: Steffi's Leben bis ins kleinste Detail.

Verfasst: Fr 1. Mai 2020, 17:06
von Engelchen
Wir beide haben ja schon so manche Schlacht geschlagen und ich bin froh soviel positive Energie von dir zu spüren.
Wenn du meine Hilfe brauchst - meine Hand ist ausgetreckt
Du weißt auch das ich immer da bin, auch mein Angebot dich für ein paar Tage hier aufzunehmen steht immer noch.
Schreib dir einfach von der Seele wenn es dir gut tut.

Ich drück dich mal ganz dolle

Lisa

Re: Steffi's Leben bis ins kleinste Detail.

Verfasst: Fr 1. Mai 2020, 19:52
von Aria
Hey Steffi! Finde ich gut, dass du dir mal den ganzen Müll von der Seele geschrieben hast. Ehrlich gesagt, habe ich deine Beiträge immer nur mal überflogen, denn wenn ich tiefer eingestiegen wäre, wäre, wären bei mir alte Wunden wieder aufgebrochen, was ich absolut nicht möchte. Ich wünsche mir so sehr, dass du mit deinen nächsten Therapien Erfolg hast und endlich Frieden in dein Leben einkehrt.

Bleib stark und gib bitte nicht auf!
Peace

Aría

Re: Steffi's Leben bis ins kleinste Detail.

Verfasst: Sa 2. Mai 2020, 13:20
von Tatjana_59
Hallo Steffi,

Wenn es dir gut tut weiterhin alles von der Seele zu schreiben dann mach das einfach.
Manches niederzuschreiben hat mir auch schon gut getan.
Sollte es doch zu sehr aufwühlen lass es bleiben.
Ich habe deine Geschichte komplett gelesen, nicht nur hier, sondern auch das was du früher berichtet hast über dein Leben.
Die meisten hier haben ihr Päckchen zu tragen.
Doch dürfte ja kaum jemand hier im Forum sein der/die eine ähnliche Achterbahn im Leben hinter sich hat.
Somit kann ich mir auch nur entfernt vorstellen dass es User gibt die nur Ansatzweise das mitmachen mussten wie du.
Bitte pass auf dich auf, bleib gesund.

Herzliche Grüße Tatjana

Re: Steffi's Leben bis ins kleinste Detail.

Verfasst: Sa 2. Mai 2020, 18:53
von Marela
Hallo Steffi,
zunächst großen RESPEKT und auch ein DANK für Deinen Beitrag.
Ich habe Deine Geschichte aufmerksam gelesen und sie hat mich berührt.

Mein Eindruck ist folgender:
ich kenne Dich ja nicht, nur jetzt diese Geschichte.
Du kannst gut erzählen und schreiben, bist intelligent und Du machst einen sehr sympatischen Eindruck.
Und trotz allem Leidensdruck und Schwierigkeiten die Du erleben musstest,
lese ich auch ganz viel positives aus Deinen Zeilen.
Und ich habe den Eindruck, dass Du nicht (wie Du schreibst) zu doof bist Dir mit Tabletten das Leben zu nehmen,
sondern dass Du in Wirklichkeit leben wolltest und es auch jetzt willst. Deswegen bist Du noch da.
Und das ist gut so (!)

Auch fand ich toll und wertvoll, dass Dein Outing so oft so gut angenommen wurde.
Ich wünsche Dir, dass Du die positiven Sachen in Deinem Leben nach vorne stellst,
mache halt wieder einen Neustart, Du bist jung und hast noch so viele Chancen.
Nach Regen kommt Sonne...

Lieben Gruß
Marela

Re: Steffi's Leben bis ins kleinste Detail.

Verfasst: Sa 2. Mai 2020, 19:01
von Marela
Hallo noch einmal,
ein kleiner Nachsatz:
Schön - zum Schluss hast Du Dich ja Stefanie genannt (klingt auch besser!), obwohl Du mal geschrieben hast "Steffi wäre Dir lieber".
Nun zu Deinem letzten Beitrag - JA, ich würde gern noch weiter von Dir lesen...
Marela

Re: Steffi's Leben bis ins kleinste Detail.

Verfasst: So 31. Mai 2020, 16:31
von Steffi-BLN
Hallo zusammen,

habe ja schon ein paar Tage nichts mehr geschrieben und nun wollte ich mich mal wieder zu Wort melden.
Ich hatte letzte Woche ja das Vorgespräch für die DBT. Das Gespräch war ganz okay, es wurden halt wieder viele Sachen hervor geholt usw, aber das war ja klar.
Sie meinte dass ich auf der Warteliste nun stehe für die 2-wöchige Diagnostik. In den 2 Wochen werden halt meine ganzen Diagnosen nochmal gestellt, Medikamentenplan usw.
Sie sagte dass dies wohl 1-3 Wochen dauert bis ich aufgenommen werden kann. Am Donnerstag rief ich da an um mir einen Termin geben zu lassen und was sagte sie mir? Der 28.07.
Wieder 2 Monate warten? Ich war schon wieder ziemlich deprimiert. Aber 2 Stunden später oder so, bekam ich dann nochmal einen Anruf und ich kann nun doch schon am Mittwoch anfangen.
Ich bekomme ein Einzelzimmer was ich wirklich gut finde.
Den Platz hier im Frauenhaus behalte ich auch. Muss nur meine Sachen für die 2 Wochen in den Keller packen, aber sobald ich wiederkomme, bekomme ich dann auch hier wieder ein Einzelzimmer.
Mittwoch um 7:30 Uhr werde ich aufgenommen.

Lieben Gruß

Re: Steffi's Leben bis ins kleinste Detail.

Verfasst: So 31. Mai 2020, 17:23
von Engelchen
Liebe Stefanie,
das sind ja mal wieder schöne neue Nachrichten.
Ich gratuliere dir zu deinem Vorwärtskommen.
Ich drück dir die Daumen das es von dir positiv angenommen werden kann und du in eine neue Zukunft sehen kannst.
Liebe Grüße

Lisa