Hallo CrossdresserInnen

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Euer überschwängliches Lob für meine Geschichte macht mich ein bißchen verlegen - und natürlich auch stolz. Selbstverständlich haben mich schon die ersten, ermutigenden Antworten dazu animiert, mich an einen zweiten Teil zu setzen, den ich Euch hiermit nun präsentieren kann.
Der "Cliffhanger" am Ende dieses zweiten Teils deutet es schon an: es wird auch danach weiter gehen. Das Gerüst, das mittlerweile in meinem Kopf entstanden ist, sieht noch zwei weitere, ausführliche Kapitel und ein fünftes, kürzeres, abschließendes vor. Aber lasst mir dafür, bitte, angemessen Zeit: ich habe mir selber bewußt einen hohen Qualitätsanspruch gesetzt, auch die weiteren Kapitel sollen gegenüber dem - offenbar gut gelungenen - ersten Teil möglichst nicht abfallen. Manches fliegt mir zwar einfach so zu, aber um manche anderen Wendungen muß ich lange ringen und an jedem einzelnen Wort feilen. Das ist dann harte Arbeit, die mir zwar auch viel Freude bereitet - sonst täte ich's nicht -, aber vor allem anderen bedeutet es Zeitaufwand.
Dann also viel Spaß bei der weiteren Lektüre!
Herzliche Grüße
Wally
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Unter Kuratel
Teil 2
So liebevoll von Susanne mit deren seidenem rosa Nachthemd in mein Prinzessinnen-Bettchen geschickt, war ich alsbald selig eingeschlummert und hatte nach all den Aufregungen geschlafen wie ein Murmeltier. Nur ganz kurz war mir in irgendeinem wirren Traum Maren die Spröde erschienen, Maren die Glutäugige: in kurzer Lederhose, die Daumen in die Hosenträger gehakt, steppte sie auf einer provisorisch im Freien aufgebauten Holzbühne zu einem von einer Blasmusik-Kapelle dargebotenen Schuhplattler. Bizarres zu Bizarrem...
Nun war Montag morgen; der Schulalltag holte mich wieder ein. Erholsam ausgeschlafen duschte ich kurz, fuhr in meine gewohnten Klamotten, kontrollierte den korrekten Inhalt meiner Schulmappe und setzte mich in die Küche, um mein Morgenmüsli zu löffeln. Susanne leistete mir Gesellschaft: noch im Morgenmantel, etwas schläfrig und wortkarg - offenbar hatte sie nicht so gut geschlafen wie ich -, saß sie mir mit frei fallender, blonder Haarpracht und einem Becher Milchkaffee in der Hand an dem trauten, kleinen Tisch in der Küche gegenüber; sie gab mir ein paar Tips zu der für mich noch fremden Busverbindung und verabschiedete mich dann an der Wohnungstür mit einem Küsschen auf die Wange. Der neue Schulweg erwies sich als problemlos, der Unterricht war "business as usual": eine langweilige Deutschstunde - es ging um Grammatik und irgendwelche mittelhochdeutschen Minnesänger, zwei anstrengend-stressige Stunden Mathematik mit Kurvendiskussion und geometrischen Ableitungen, dann eine Französischstunde - dank der schon sehr alten, aber trotzdem sehr charmanten Lehrerin eine willkommene, erholsame Abwechslung; zuletzt noch eine öde Geschichtsstunde über irgendwelche französischen und englischen Könige, die sich in kaum mehr als den mühsam auswendig zu lernenden Jahreszahlen ihrer Regentschaft voneinander zu unterscheiden schienen. Dazwischen Pausen mit teils groben, halbstark herumlärmenden, teils still verschüchterten, introvertierten Schulkameraden um mich herum, zu welch letzteren ich mich selbst eindeutig zu zählen hatte.
Der Rückweg in warmer Frühlingssonne zu meinem neuen Interims-Zuhause erschien mir wie die Rückkehr in ein verlorenes Paradies: die heitere Ruhe der gepflegten, dörflichen Umgebung, Susannes liebevolles Lächeln, als sie mir öffnete, die gemütliche Wohnung und mein "Mädchenzimmer" darin, in dem schon jetzt nur noch ein ganz kleiner Teil von mir sich eingeengt und eingeschüchtert fühlte, während eine bisher eher verschämt versteckte, aber kontinuierlich wachsende Seite in mir darin befreit aufatmete und sich wonnevoll entfaltete. All das ließ mir das Herz aufgehen.
Susanne war nun wieder ganz die seriöse, gepflegte Junglehrerin: in dunklem, knielangem Rock und einer hübschen, kurzärmeligen, dezent gestreiften Bluse, die das lichtkühle Graublau ihrer schönen, klaren Augen widerspiegelte, das prächtige, blonde Haar kunstvoll hochgesteckt. "Na, dann mach dich erst mal frisch; in ein paar Minuten ist auch das Essen fertig. Ich hab für uns draußen auf dem Balkon den Tisch gedeckt - wenn wir schon mal so herrliches Wetter haben!"
"Frisch machen" sollte ich mich? Was meinte sie damit? In meiner von zuhause gewohnten Routine bedeutete mittägliches "sich frisch machen" allenfalls, dass man sich vor dem Essen die Hände wusch. Ich ging in mein Zimmer, legte die Schultasche in eine Ecke und sah mich um. Das Bett - ich hatte mich entschlossen, es während meines Aufenthalts permanent als solches stehen zu lassen, in der zur Chaiselongue umgebauten Form brauchte ich es nicht - hatte Susanne in meiner Abwesenheit liebevoll akkurat für mich gerichtet; ihr seidenes rosa Nachthemd, in dem ich mich am Vorabend erst etwas verschämt und dann doch so wohlig-glückselig in mein Prinzessinnenbettchen gekuschelt hatte, lag fein ordentlich zusammengelegt wieder für mich bereit auf dem sorgfältig aufgeschüttelten und geglätteten Kopfkissen. Ich war gerührt angesichts dieser liebevollen Fürsorge.
Auch auf dem Fußende des Betts war etwas für mich bereitgelegt: da lag ein frischer, hautfarbener Büstenhalter - nicht derselbe, aber ähnlich dem, den mir Susanne gestern so überraschend von Brust zu Brust buchstäblich ans Herz gelegt hatte. Und daneben, ebenso blütenfrisch aus ihrem Schrank, ein ebenfalls hautfarbenes, elastisches Miederhöschen, taillenhoch, mit geradem Beinabschluß und einem neckischen Schleifchen am Bund.
Ich spürte, wie mir gleichzeitig heiße Schamröte in die Wangen und ein wohliges Kribbeln in Schultern und Lenden schoss: nun war klar, was meine bezaubernde Gastgeberin damit gemeint hatte, ich solle mich frisch machen. Den Ausdruck "mein liebes Mädchen", den sie gestern abend anläßlich ihres zärtlich-keuschen Gutenacht-Kusses gebraucht hatte, meinte sie offenbar bemerkenswert konkret, wörtlich und konsequent... In etwas genierlich-verunsichertem, aber auch euphorisch erregtem Gehorsam nahm ich die delikaten Sachen, ging damit ins Bad, duschte mich und genoss den Wechsel in Susannes schrankfrische, mich sanft-pikant umschmeichelnde, weibliche Unterwäsche. Ich gönnte mir für darüber noch ein frisches Hemd zur Hose und ein Paar frische Socken an die Füße und begab mich so - rundherum wohlig erfrischt und verstohlen, fremdartig erregt - zu Tisch.
Es gab ein einfaches, aber sehr leckeres Omelett mit frischen Kräutern, und als Nachtisch Vanillepudding mit Himbeersirup. Susanne stellte mir ein paar einfühlsame Fragen zu meinem Schultag, ich erzählte in knappen Worten davon. Das war für mich jetzt schon wieder so weit weg, eine komplett andere Welt...
Nach einer kleinen Pause, in der wir uns beide genüßlich in der Sonne räkelten, fragte mich Susanne, mit einem verschwörerischen Blitzen in den Augen: "Hast du die Sachen angezogen?" Mein schüchternes Nicken war eigentlich überflüssig: das prompte Erröten meiner Wangen auf diese Frage war schon Antwort genug. "Die Sachen" drängten sich mir sofort wieder ins Bewußtsein, mit ihrem beständigen, sanft-lasziven, gleichmäßigen Zug und Druck auf verschwiegene, spezifisch weibliche Körperregionen. Es war heute anders, sanfter als gestern, als Susanne ihre haltende, schützende, formende Intimhülle - die eigenen Brüste schutzlos preisgebend - meinem überraschten, aufgewühlten, verzückten Leib hatte angedeihen lassen. Heute war es eher ein Gefühl stiller, weiblicher Solidarität, heimlicher Verschwörung, ein süßes, gemeinsames Geheimnis: verdeckt unter dem unschuldigen Alltagskleid dieselbe, delikate Wäsche zu tragen und voneinander zu wissen.
"Schade, dass man es nicht sieht." Halb scherzhaft zog Susanne einen kleinen Schmollmund. "So hast du deinen Spaß - und ich gehe leer aus." "Soll ich die Sachen
über der Hose und
über dem Hemd tragen?" gab ich scherzend den Ball zurück. Susanne lachte hell auf. "Unterm Strich nützt das doch auch nix. Dann habe zwar ich meinen Spaß, aber du wiederum nicht!" Das war ein schlagendes Argument, dem ich nichts mehr entgegen setzen konnte und wollte. --- Nach ein paar Minuten heiter entspannter Stille stand Susanne plötzlich, wie einer inneren Eingebung folgend, auf und machte sich irgendwo in der Wohnung zu schaffen, suchte wohl nach irgend etwas. Es dauerte geraume Zeit, bis plötzlich ein triumphierendes "Ja!!" von drinnen ertönte und meine holde Cousine mit einem rosa Samtbeutel in der Hand wieder auf dem Balkon erschien.
"Wußte ich"˜s doch, dass die Dinger noch in irgendeiner Ecke meines Schranks liegen mußten! Eine liebe Freundin, die leider gefehlt hat, als Gott den Busen verteilte, hat sie mir mal aufgedrängt, nachdem sie diesen Mangel vom Schönheitschirurgen hatte beheben lassen. Weiß der Himmel, was sie sich dabei gedacht hat, die ausgerechnet mir zu übereignen... Wahrscheinlich gar nichts; wahrscheinlich hat sie sich bloß geniert, die Dinger eigenhändig in den Abfall zu werfen, weil sie wohl ursprünglich mal sündteuer waren. Und ich habe sie dann aus Pietät nicht weggeworfen." Susanne faßte in den Beutel und legte zwei große, oval-runde, hautfarbene, schwabbelig-weiche, an der Rückseite leicht konkave Gegenstände auf den Tisch: Brustprothesen aus Silikon. Noch bevor ich dazu kam, sie genauer zu inspizieren, öffnete sie - nach einem schnellen Kontrollblick rundum, ob man uns womöglich beobachtete - die obersten zwei Knöpfe meines Hemds und schob mir die zwei ominösen Teile in die Körbchen meines BHs.
Prickelnde Schauer liefen mir über Schultern und Rücken, als Susanne, hinter mir stehend, meine mir so unversehens zugewachsenen Titten prüfend in beide Hände nahm, sie wog und knetete, ihre Form, ihre Weichheit, ihre Schwere und Beweglichkeit testete - und anschließend, zum Vergleich, mit ihren eigenen Brüsten unter ihrer züchtigen, hellgrauen Lehrerinnen-Bluse ganz genauso verfuhr. "Donnerwetterchen," nickte sie anerkennend, "das fühlt sich ja richtig echt an, das hätte ich gar nicht für möglich gehalten. Bloß kalt sind sie noch, brrrr... Aber das wird sich wohl schnell ändern."
In der Tat: die Einlagen waren im ersten Moment unangenehm kalt auf der Haut. Aber sie legten sich mir schön großflächig, glatt und weich an die Brust und übertrugen dabei sogar den sanften Druck von Susannes prüfenden Händen beinahe so, als ob sie unmittelbar meine Haut darunter angefaßt hätte. Als ich dann selber mit meinen eigenen Händen prüfend und erforschend darüber strich, die neu erworbenen Formen wog und streichelte und knetete, war ich restlos fasziniert und begeistert von ihrer organischen, lebensechten Rundheit und Weichheit, von ihrer Schwere und ihrem lasziven Nachschwingen in den Körbchen des BHs, von dem drall weichen Hervorstehen der dezent angedeuteten Mamillen. Das alles fühlte sich gar nicht mehr wie eine künstlich eingebrachte Füllung der BH-Körbchen an: schon nach wenigen Minuten vermittelten mir die beiden Prothesen - zumal sie nun langsam auch die Temperatur meines Körpers anzunehmen begannen - die Illusion, sie seien echte, gewachsene, lebendige Bestandteile meines Körpers:
meine Brüste.
Ich stand auf, um mich in meinem Zimmer vor dem Spiegel zu betrachten: mein weites Herrenhemd wölbte sich links und rechts deutlich, aber sehr harmonisch rund aus. Erstaunlicherweise erschien mir das nicht fremd, ganz im Gegenteil: es war mir, als ob da vorher immer schon etwas gefehlt hätte und nun - endlich, endlich - das Bild meiner Person sich vervollständigte.
Susanne war mir nachgekommen; unmittelbar hinter mir stehend betrachtete auch sie über meine Schulter hinweg mein Spiegelbild. Halb scherzhaft, mit schüchternem Stolz wies ich darauf hin, dass sie nun ja wunschgemäß mein unter dem Hemd verstecktes, süßes, mit ihr geteiltes Geheimnis sehen könne. "Und sogar fühlen!" fügte sie lächelnd hinzu und griff mir - diesmal nicht kritisch prüfend, sondern genießerisch, zärtlich, wollüstig mit halb geschlossenen Augen, ihren ganzen, weichen Körper von hinten an mich schmiegend - erneut mit beiden Händen an die Brüste. Und dann drückte sie mir - ihre Hände immer noch an meinem Busen - einen langen, innigen, saugend spielenden Zungenkuss in den Nacken, ein bißchen seitlich, unter und hinter dem rechten Ohrläppchen. Ich stand wie vom Donner gerührt und wollte mich nie, nie, nie mehr herausbegeben aus diesem vom Blitzlicht des Lebens festgehaltenen Augenblick absoluten Glücks.
"Nun aber Schluss mit dem Lotterleben, wir beide haben heute noch eine Menge zu tun." Das war zweifellos richtig: ich hatte meine Hausaufgaben zu machen, und Susanne brauchte sicherlich auch Zeit für die Vor- und Nachbereitung ihres Schulunterrichts. Ich holte mir meine Schultasche auf den sonnigen Balkon und machte mich an die ungeliebte Arbeit, während Susanne sich teils an ihren Sekretär setzte, teils irgendwelche Unterlagen - Blätter, Papierschnipsel, Zeichnungen - über den Wohnzimmertisch und die Couch verteilte. Manchmal sang sie dabei leise - und unterbrach gelegentlich kurz ihre Arbeit, um mir ein Glas Cola oder einen Teller Obst heraus zu bringen und mir in beiläufiger Zärtlichkeit den Nacken zu streicheln: wie zufällig über genau der Stelle, an der sich mir die selig-innige Erinnerung an ihren Kuss - unauslöschbar wie ein Tattoo - in die Nervenbahnen eingebrannt hatte.
Die heitere, euphorische, erotisch knisternde Atmosphäre und die neuerdings beständig sanft, voll und warm unter meinem Hemd ruhenden, weichen, bereits organisch zu mir gehörigen Rundungen verwandelten mich allmählich, machten aus mir einen gänzlich anderen Menschen, auch einen anderen Schüler. Oder sollte ich schon sagen: eine Schülerin? Nicht, dass ich deshalb schneller mit meinen Hausarbeiten fertig geworden wäre; aber ich erledigte sie mit mehr Freude, mehr Sorgfalt, mehr Hingabe - und entsprechend besseren Ergebnissen.
So bildete sich im weiteren Verlauf dieser ersten Woche ein ganz neuer Alltag für mich heraus: morgens ausgeruht aus meinem Prinzessinnen-Bettchen und dem kuschelig-zarten, rosa Nachthemd schlüpfend, begab ich mich eher widerwillig zurück in den rauhen, groben Jungen-Alltag des Schulbetriebs, ließ das alles den ganzen Vormittag über mich ergehen und fügte mich im Großen und Ganzen darein, wenn auch mein Interesse und meine Aufmerksamkeit für den Unterricht mitunter zu wünschen übrig ließen. Allzu oft ertappte ich mich dabei, dass mir weit hinter den toten Augen irgendeiner im Geschichtsbuch abgebildeten, angeblich bedeutsamen Person ein für mich so unendlich viel mehr bedeutendes Paar klarer, graublauer, schelmisch lächelnder Augen erschien, oder hinter dem mathematisch zu diskutierenden Graphen einer Funktion von x hoch 4 zwei ebenso sanftrund symmetrisch hängende, lieblich warmweiche Wölbungen... Aber im Wesentlichen und mit einiger Mühe gelang es mir doch auch jetzt noch, dem Unterricht mit halbwegs hinreichender Konzentration zu folgen, und meine neuerlich merkbar ausführlichere, sorgfältigere Art der häuslichen Vor- und Nachbereitung tat ein Übriges.
Mittags genoss ich dann befreit die Rückkehr in meine still beschauliche Prinzessinnen-Klausur, in mein kleines, hermetisch abgeschlossenes, weibliches Paradies unter Susannes liebevoll sanfter Regentschaft. Das "Frischmachen" vor dem Mittagessen wurde zum festgefügten, den Wechsel in die neue, andere Rolle einleitenden und besiegelnden Ritual, freilich tagtäglich ergänzt und perfektioniert durch immer wieder neue, weitere, aufregende, die Metamorphose intensivierende Details. Zu der mittlerweile obligatorischen, weiblichen Unterwäsche, die Susanne für mich wohl jeweils möglichst ähnlich der von ihr selbst getragenen auswählte - mal keusch weiß und "funktionell", mal unauffällig hautfarben, mal kindlich bunt verspielt, mal hauchzart und sexy - und den ebenso obligatorischen, die BH-Körbchen drall, rund und schwer füllenden, alsbald schon als mein Ureigenes wahrgenommenen Brüsten kam mal eine körpernah geschnittene, den Busen plastisch herausstellende, weiße Rüschenbluse dazu, dann eine zarte Nylonstrumpfhose samt halbhohen Sandalen aus Susannes reichhaltigem Schuhregal, dann ein schlichter, knielanger Rock. Es erwies sich als großes Glück, dass wir zu diesem Zeitpunkt - ich selbst war ja noch jugendlich schmal - tatsächlich eine bis ins Detail reichend ähnliche Statur hatten: was Susanne paßte, konnte - bis auf nur sehr wenige Ausnahmen - problemlos auch ich tragen. Erst viele Jahre später gestand mir Susanne in einer stillen Stunde, dass sie in jenen Wochen klammheimlich, mit diebischem Vergnügen an unserem pikanten, gemeinsamen Spiel, ihre Garderobe und Wäsche durch ausgedehnte Zukäufe - für sich selbst wie für mich - schon fast exzessiv erweitert und ihr noch nicht allzu üppiges Junglehrerinnen-Konto dafür so ziemlich leergeräumt hatte.
Meine erste Schulwoche unter Susannes delikater Vormundschaft war zu Ende gegangen, das Wochenende stand bevor. Nachdem sich das Wetter die letzten Tage vorübergehend etwas eingetrübt hatte, schien die Sonne an diesem Samstagmorgen um so strahlender und versprach einen erstmals frühsommerlich warmen, zu ausgedehnten Unternehmungen im Freien einladenden Tag.
Da ich nicht zur Schule mußte, erübrigte sich das mittägliche Ritual des "Frischmachens". Susanne hatte die mir für diesen Tag zugedachte Kleidung stattdessen schon früh morgens im Bad bereitgelegt: einen elastisch-weichen, hautfarbenen BH, ein straffes, weißes Miederhöschen und - mir stockte der Atem, als ich es sah - ein sehr jungmädchenhaft, unschuldig-sexy wirkendes, gänzlich ärmelloses, schulterfreies, vom züchtig hochgeschlossenen Hals bis zur Taille hinunter hauteng elastisches, rotes Sommerkleidchen, das unten in einem noch nicht mal knielangen, weichen Plisseerock endete. Sonst nichts. Passende Sandälchen - das wußte ich - würden sich in Susannes Schuhschrank finden...
Ich schlüpfte in die nun schon fast gewohnte, gleichwohl im Moment des Anziehens noch immer ein wohlig-genierliches Kribbeln verursachende, weibliche Unterwäsche mitsamt den lasziv schweren, weichen, im Zuge des Warmwerdens sich in mein Körpergefühl nahtlos integrierenden, als mein eigen empfundenen Brüsten. Das Kleidchen anzuziehen erwies sich als nicht ganz einfach: der hakelige Rückenreißverschluss war schwer zu erreichen, und um das wirklich knalleng sitzende, nur mäßig elastische Oberteil überhaupt schließen zu können, mußte ich forciert ausatmen und den Bauch einziehen. Nach einiger Mühe gelang es, ich schlich mich auf leisen Zehen hinüber in mein Zimmer vor den großen Spiegel - und sah die Mühe von einem im wahrsten Sinn des Wortes atemberaubenden Ergebnis belohnt: die hinreißend sexy den Stoff des Oberteils in sanft natürlicher Form auswölbenden Brüste wurden von einer als Blickfänger mittig dazwischen prangenden, weißen Tüllrose verziert, die schmale Taille darunter (jeder deutlich erschwerte Atemzug ließ mich spüren,
wie schmal sie tatsächlich war...) betonte noch zusätzlich den darunter sich ausbreitenden, von dem in Falten gelegten, weichen Plisseestoff ausgerundeten Bogen der Hüften. Meine noch jugendlich zart geformten, weiß und unschuldig aus schulterfreiem Top und kurzem Röckchen ragenden Arme und Beine kontrastierten aufs Köstlichste mit den schon üppig weiblich entwickelten, runden Formen des in frischfröhliches Rot eingehüllten Rumpfes.
Ungläubig zeichnete ich mit meinen Händen all die lockend delikaten Details dieses Körpers nach: was sich da vor mir so jungmädchenhaft offenherzig, verfühererisch-weiblich im Spiegel zeigte, das war doch tatsächlich ICH! Die fremdartig süßen, wohlig kribbelnden Schauer, die mich schon so häufig erfaßt hatten, seit ich hier bei Susanne wohnte, gingen mir diesmal in einer noch nicht erlebten Intensität durch Mark und Bein. Ich atmete einmal tief durch - soweit mein Kostüm das erlaubte - und wandte mich der Küche zu, in der ich Susanne schon seit geraumer Zeit werkeln hörte.
Auch Susanne war - in Erwartung eines sonnig warmen Tages - sehr luftig in einen kurzen, weißen Rock und ein hauchdünnes, seidig glänzendes, rosa Top mit Spaghetti-Trägern gehüllt, das mit dem Wechselspiel seiner im Licht irisierenden Reflexe die zarten Brüste mal lieblich betonend nachzeichnete und im nächsten Augenblick wieder geheimnisvoll verbarg - eine Augenweide für jegliches voyeuristisch gestimmte Gemüt beiderlei Geschlechts. Offenbar trug sie darunter - sehr entgegen ihrer sonstigen Gewohnheit - keinen BH. Das blonde Haar hatte sie sich im Nacken zu einem kurzen, nur wenige Windungen fassenden, von einer Haarspange abgeschlossenen Zopf geflochten, aus dem die restliche Länge weich und üppig zwischen ihre Schultern herabfiel. Sie räumte gerade die letzte, frisch gespülte Tasse aus der Spülmaschine in den Schrank, sah mich und eilte mit aufblitzenden Augen auf mich zu. "Lass dich erst mal ansehen!" rief sie, hielt mich mit ausgestreckten Armen an den Schultern auf Abstand und betrachtete mich vom nachlässig gekämmten Scheitel bis zu den vorerst noch in Hauspantoffeln steckenden Füßen. "Ach, mein Engel," seufzte sie nach einer Weile und zog mich in eine herzlich innige Umarmung, "du siehst in dem Kleid so hinreissend süß aus!" Dann nahm sie vorsichtig zart meine linke Hand, verbeugte sich zu einem angedeuteten Handkuss und fragte in gestelztem Ton, scherzhaft einen werbenden Galan parodierend: "Das Frühstück ist bereitet. Darf ich Sie auf den Balkon geleiten, junge Dame?"
Ich fühlte mich nackt, als wir auf den Balkon hinaustraten - mehr als nackt: bloßgestellt, schutzlos, verletzbar. Im intimen, geschützten Rahmen der Wohnung hatte ich mich inzwischen daran gewöhnt, mich unter Susannes liebevoll aufmunterndem Blick, unter ihrer aktiven Mithilfe und Mitgestaltung meine ängstliche Scham wenigstens zeitweise beiseite zu schieben und mich der selig-süßen Illusion hinzugeben, all das Weiberzeug mache aus mir wirklich und tatsächlich eine Frau. Susannes Wohnung war für mich so etwas wie eine intime Privatbühne, in der ich mir - in Traumkostüme gekleidet, mit Susanne als einziger, dankbarer Zuschauerin - eine weibliche Traumwelt erschaffen konnte. Aber der Balkon war nicht so vollständig geschützt: im Prinzip war er - wenn auch nur aus einiger Entfernung - aus mehreren Richtungen einsehbar. So offenherzig, halbnackt und sexy wie gerade jetzt als junges Mädchen, im knappen, engen Sommerkleidchen, in solche Teilöffentlichkeit hinaus zu treten, machte mir eine Höllenangst; es kostete mich immense Überwindung, und nur unter vorsichtiger, vorheriger Vergewisserung, dass uns niemand beobachtete, wagte ich es schließlich. Das Wagnis wurde wiederum belohnt mit der euphorisch-süßen Illusion, nun tatsächlich frei in aller Offenheit und Öffentlichkeit, als Frau unter Frauen, im luftig-leichten Sommerkleidchen mit Susanne beim Frühstück zu sitzen und meinen jugendlich unschuldigen Körper seine verlockenden, weiblichen Reize freizügig aussenden zu lassen. Nicht auf dem Balkon saß ich an diesem Morgen mit Susanne beim Frühstück, sondern auf Wolke Nr. 7.
Aber was machte mir da bloß immer wieder so schreckliche, abgrundtiefe, bodenlose Angst? War es die Lächerlichkeit weiblicher Kleidung auf meinem Jünglingskörper, der Tunteneffekt, HUAHAHA, wie komisch? Ach, wäre es nur das gewesen... Kleidung ist etwas Äußerliches, ein Gegenstand, ein Ding: mag sie in Gottes Namen lächerlich sein, dann werfen wir dieses Ding eben weg oder verbrennen es, wählen andere Kleidung. Nein: es war die
Bedeutung, die diese ganz spezielle Kleidung für mich tief in meinem Inneren hatte; das wurde mir in diesen schicksalhaften Tagen klar. Diese Kleidung symbolisierte und verkörperte in den tiefsten Tiefen meiner Seele Teile meiner selbst, Teile, die meine ureigenste Identität ausmachten, mein allertiefstes Ich; ohne diese Teile wäre ich ein Nichts, eine leere Hülle, ein totes Gerippe. Und je nackter, karger, unmittelbar auf den geschlechtlichen Kern ausgerichtet ein Kleidungsstück ist, je unpassender, skurriler, beschämender es somit auf dem Körper des
anderen Geschlechts wirkt - um so nackter, schutzloser, verletzbarer gibt sich dahinter auch der zugehörige Teil der Seele zu erkennen. Wenn Susanne mich in all diese weiblichen Sachen steckte, mich darin bestätigte, mir darin Zuneigung und vielleicht? - vielleicht?? sogar ein Stückchen wirklicher, echter Liebe bezeugte, dann ging es doch im Grunde gar nicht um diese Kleidungsspielchen: ihre Liebe und Zuneigung galt dem nackten, bloßen, verletzlichen, trotz aller Angst sich ihr vertrauend öffnenden Menschen, den sie dahinter erkannt hatte, für den das zwar auch alles nur äußeres Symbol war - aber das ehrlichstmögliche, passendste, charakterisierendste Symbol, obwohl und gerade weil es äußerlich zum Körper nicht zu passen schien. Und würde mich jemand in eben diesem sexy Sommerkleidchen, in dem ich jetzt mit Susanne beim Frühstück in der Sonne saß, auslachen und verhöhnen - dann würde er damit nicht bloß ein albernes, "falsches" Stück Stoff der Lächerlichkeit preisgeben, sondern - vermutlich ohne es überhaupt zu wissen und zu wollen - meine so unmittelbar nackt und offen und schutzlos wie kaum je sonst dahinter stehende, zarte Seele töten. Daher diese abgrundtiefe, schauerliche, existenzielle Angst...
Wir waren schweigend beim Frühstück gesessen, jede von uns ihren eigenen Gedanken nachhängend. Die Euphorie hatte längst wieder jubilierend den Sieg über die Angst errungen, ich genoss diese schweigend einvernehmliche, intime Zweisamkeit und die frischkühle, den so luftig entblößten, freizügig ausgestellten Körper sanft umschmeichelnde Morgenluft in vollen Zügen.
Susanne stellte ihren halbvollen Kaffeebecher, aus dem sie gerade genippt hatte, vorsichtig wieder hin und strahlte mich an: "Es wäre doch eine Sünde, bei diesem herrlichen Wetter zuhause herum zu hocken. Lass uns ausgehen!"