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Re: Von der Verzweiflung ins Verstehen

Verfasst: Do 12. Dez 2019, 09:58
von Carry
Frieda hat geschrieben: Mi 11. Dez 2019, 22:11 Wenn ich richtig gezählt habe trennen dich von deinem Eröffnungspost zu diesem Post hier 23 Tage.... WOW, absolute Klasse und ehrliche Gratulation für diesen Quantensprung liebe Carry. 👍 (hs)

Für mich bist du der Beweis, dass es beim Scheitern einer Partnerschaft zwischen Hetero und Trans, es nicht am Trans liegen kann.
Ganz ehrlich, ich finde es Klasse wie du, dein Partner, ja und auch wir hier im Forum, durch diese Eure Geschichte gewachsen sind
Guten Morgen liebe Frieda,

vielen lieben Dank für Deine so warmen Worte (flo) , ich weiß das sehr zu schätzen!

Die 23 Tage seit meinem Eröffnungspost hier im Forum waren, glaube ich, auch die intensivsten Tage meines Lebens! Das Outing ist ja nun schon gut 6 Monate her und seit dem habe ich mich ja die ganze Zeit mit dem Thema befasst, aber so richtig an die Oberfläche kam das ganze tatsächlich erst vor ca. 1 Monat - woraufhin ich mich ja dann hier angemeldet habe. Es war wahrlich ein Quantensprung - das empfinde ich selbst ebenso! Manchmal platzt ein Knoten, an dem man vorher ewig lange "rumgeknibbelt" hat eben einfach "plötzlich"....

Du sagst, dass ich für Dich der Beweis bin, dass es beim Scheitern einer Partnerschaft zwischen Hetero und Trans* nicht am Trans liegen kann - das kann und möchte ich nicht so stehen lassen und würde Dir gerne meine Sicht schildern.
Erstmal glaube ich grundsätzlich, dass man in so einer Situation, wenn eine Partnerschaft daran scheitert, nicht wirklich von "Schuld" sprechen kann. Jeder Mensch ist letztendlich schon selbst dafür verantwortlich, in wie weit er seine persönlichen Grenzen überdenken, oder verschieben kann und will, das ja, aber wenn das jemand nicht kann, sollte man ihm dafür keine "Schuld" zusprechen, denke ich.
Jeder Mensch steht auf seiner ganz persönlichen Entwicklungsstufe - und manchmal, so traurig das auch ist, passt es dann einfach nicht mehr.
Ich habe mal ein Gedanken-Experiment gemacht und mir überlegt, wie hätte ich bei meinen Ex-Partnern reagiert in der gleichen Situation?
Und ich muss ehrlich sagen, dass ich bei jedem von Ihnen in der gleichen Situation schlicht und ergreifend gegangen wäre. Klingt hart, ist aber die Wahrheit. Ich wäre bei keiner meiner Ex-Beziehungen überhaupt in der Lage gewesen, diesen Weg mitgehen zu können. Zum einen sicherlich, weil ich einfach noch zu jung war, noch nicht die nötige Reife hatte, um all das mittragen zu können, zum anderen auch, weil wahrscheinlich die Liebe nicht ausgereicht hätte - wenn es denn -so im Rückblick betrachtet- überhaupt Liebe war?!
Bei meinem Herzblatt jetzt hat es aber von der ersten Sekunde an keine Frage gegeben, ob ich den Weg mitgehen kann oder will - nur lag dieser Weg anfangs halt noch ganz schön im Dunkeln, aber jetzt war ich bereit, in meinem Wesen gefestigt genug, um mich dem Ganzen zu stellen und eine vollkommen neue Richtung in mein Leben zu lassen - und - ich liebe ihn so tief und aus ganzem Herzen, dass mich der Gedanke, ohne ihn leben zu müssen, zerrissen hätte. ...nun ist das alles noch immer keine Garantie dafür, dass es auch klappt - denn auch der Trans*-Mensch kann unter Umständen vielleicht (noch) nicht bereit sein, sich in einer Beziehung dem Ganzen zu stellen. Ich habe meinem Schatz ja auch ganz schön was abverlangt und tue es noch.
Wenn mein Liebster nicht immer und immer wieder so gesprächsbereit wäre, wenn er nicht all meinen Schmerz, die Tränen und die Zweifel aushalten könnte, wenn er sich in sein Schneckenhaus zurückziehen würde und nicht bereit wäre, mir immer wieder die "scheinbar dümmsten" Fragen zu beantworten und er nicht bereit wäre, den eigenen Schmerz auszuhalten, dass es mir teilweise wirklich richtig schlecht ging, dann hätte das so nicht funktioniert. Mein Schatz hat einen ganz ganz wesentlichen Anteil daran, dass ich diese Schritte überhaupt gehen konnte und kann. Wie oft habe ich Nachts bittere Tränen geweint und gehofft, er merkt es nicht, weil ich nicht wollte, dass es ihm wieder schlecht geht, weil es mir so schlecht geht - und dann war es immer wieder einzig und allein sein Trösten, sein Auffangen meiner Tränen, sein stilles Verstehen, wenn er es natürlich mitbekommen hat, dass ich weine und er mich manchmal wortlos einfach nur ganz fest gehalten hat... Er hat diese Gabe, in mir wild und schmerzhaft drehende Gedanken und Gefühle beruhigen zu können, indem ich mich an seiner Liebe "festhalten" kann, wenn die Fahrt auf der Achterbahn zu wild wird. Aber es verlangt ihm eben auch alles ab, er muss sich, genauso wie ich, seinen eigenen Dämonen stellen, er muss auch die Angst um unsere Beziehung aushalten können, genauso wie ich.
Ich denke wirklich, dass es einzig und allein auf das Zusammenspiel von Beiden, also von dem Hetero und dem Trans* Teil der Beziehung ankommt - wenn nur einer alleine bereit ist, sich ins Feuer zu stellen, funktioniert das nicht. Wir müssen uns BEIDE im tiefen Vertrauen auf unsere Liebe dem Unbekannten und Ungewissem Neuen in unserem gemeinsamen Leben stellen...
Also nochmals vielen vielen Dank für die Blumen (flow) , aber die gehören definitiv zu mindestens 50% meinem Schatz (he) .

Vielen Dank auch für die Beiden tollen Lieder, die ich mir sehr aufmerksam angehört habe! Vor Allem das erste spricht mir sehr aus der Seele. (smili)
Ja, es braucht Mut! ....und ja, ich hätte mir vor 23 Tagen auch noch nicht vorstellen können, welche Entwicklung wir bis hier her schon genommen haben - und es freut mich und berührt mich sehr, dass unsere Geschichte auch hier im Forum "helfen" kann und Menschen wachsen lässt! (dr)

In diesem Sinne wünsche ich Dir, liebe Frieda, und allen anderen natürlich auch noch einen schönen und liebevollen Tag! (moin) (flo) (so)

Liebe Grüße, die Carry

Re: Von der Verzweiflung ins Verstehen

Verfasst: Do 12. Dez 2019, 10:07
von Carry
Céline hat geschrieben: Mi 11. Dez 2019, 19:41 Ich muss mir gerade ein paar Tränen verdrücken weil ich mich so sehr für Euch freue
Oh nein, hey, kein Grund für Tränen ...aber es berührt mich sehr, wie Du mit mir / mit uns mitfühlst! (dr) (flow) Vielen vielen lieben Dank dafür, Céline, auch Dein immer so positives Verstehen gibt mir viel Kraft!
Fühl' Dich aus der Ferne gedrückt (dr)
Carry

Re: Von der Verzweiflung ins Verstehen

Verfasst: Do 12. Dez 2019, 10:20
von Carry
JuLa67 hat geschrieben: Mi 11. Dez 2019, 22:39 Als mir meine Frau bei der Vorstellung von mir gleich nach dem Outing sagte, mit Perücke geht gar nicht, musste ich erstmal schlucken. Ich dachte, dass mich dann ja jeder erkennt, nix mehr mit inkognito :shock:
Aber andererseits war ich so froh, dass ich nicht abgelehnt wurde. Es ging ja bloß um die Perücke. Da musste ich dann halt durch. Das war sozusagen mein Anteil, den ich zu leisten hatte und auch leisten wollte auf unserem gemeinsamen Weg.
Hallo liebe JuLa,

auch Dir ganz lieben Dank für Deine positiven und warmen Worte! (flow)

Ja, so eine Perücke und MakeUp sind für mich (zur Zeit noch?) ein "NoGo" und die Frage des "Erkennens" durch andere stellt sich derzeit bei uns nicht, da mein Schatz (zur Zeit noch?) keine Ambitionen hat, auch außerhalb unserer 4 Wände als Frau gekleidet zu sein - insofern stellt sich diese Frage einfach nicht.
Aber so oder so, ich kann Deine Partnerin absolut verstehen, dass sie sagt, Perücke geht gar nicht - das wäre bei mir zum jetzigen Zeitpunkt definitv auch so!
Und ich finde es TOP, dass Du Dich auf diese, ihre Grenze einlassen konntest und das für Dich auch so annehmen konntest und es als Deinen "Anteil" siehst, den Du leisten WOLLTEST - darauf kommt es ja an. "Müssen" in jeder Form und auf beiden Seiten ist da, glaube ich, absolut kontraproduktiv.
Ich glaube inzwischen, dass nur so ein solcher Weg gangbar wird, indem beide sich aufeinander zu bewegen und es von jeder Seite auch akzeptiert wird, wenn die andere Seite zu irgendeiner Sache sagt "das kann ich (noch?) nicht" ...
Ich habe bei meinem Schatz verstanden, dass er z.B. die Silikonbrüste "braucht" um sich in einem Frauen-Outfit auch so fühlen zu können, wie er sich das wünscht. Auch wenn ich Anfangs gesagt habe, dass es für mich ein absolutes NoGo ist, habe ich doch verstanden, dass das z.B. etwas ist, womit ich mich auseinandersetzen muss und vor Allem auch WILL! Käme mein Herzblatt jetzt zu mir und würde den Wunsch äußern, eine Perücke und MakeUp zu tragen, würde ich ziemlich sicher im Moment sagen, das geht gar nicht - zumindest nicht in meinem Beisein. Aber wer weiß, was alles noch kommen wird - ob dasüberhaupt jemals eine Fragestellung bei uns wird? Und da sind wir auch schon wieder bei dem Thema: Ich mache (oder versuche es nach Kräften) mir keine Gedanken mehr über "was wäre wenn" - wir schauen von heute auf morgen und leben heute das, was für uns beide heute lebbar ist!

In diesem Sinne - alles Liebe auch Dir und einen schönen Tag
die Carry (moin)

Re: Von der Verzweiflung ins Verstehen

Verfasst: Do 12. Dez 2019, 10:30
von Carry
MichelleMarie hat geschrieben: Do 12. Dez 2019, 08:48 Es die Art von Mut, Liebe und Toleranz die unser Leben so lebenswert macht und du bist ohne Zweifel ein wundervoller Mensch und ich bin mir sicher das "Wesen" an deiner Seite steht Dir in nichts nach, denn sonst könntest du ihn nicht so lieben
Pffffpuhhh.... :oops: jetzt kommen mir die Tränen!
Wow, Michelle, DANKESCHÖN ---))) (he) , das hast Du jetzt so lieb gesagt (dr)

Ja, dieses "Wesen" an meiner Seite, dieser wunderbare, kostbare und so besondere Mensch - mein über alles geliebtes Herzblatt (Schatz - wenn Du das hier gerade mitliest - musst nicht wieder mit dem Kopf schütteln und rot werden = ist so! (he) ) macht mich zu einem besseren Menschen und liebt mich ebenso in meiner ganzen Unvollkommenheit - dessen bin ich mir sehr bewusst und ich denke auch, dass es diese Art des gemeinsamen Wachstums ist, welche das Leben wirklich lebenswert macht. Es ist die Art von Erfahrung, die letztlich im Leben zählt!

Danke Danke Danke, Du hast mich voll be -und gerührt mit Deinen Worten! (flow) (dr)
Carry (moin)

Re: Von der Verzweiflung ins Verstehen

Verfasst: Do 12. Dez 2019, 11:31
von Anja
Moinsen (moin) meine Liebe,
Carry hat geschrieben: Do 12. Dez 2019, 10:30 ich denke auch, dass es diese Art des gemeinsamen Wachstums ist, welche das Leben wirklich lebenswert macht.
Ich glaube, das solche Momente einen mehr zusammenschweißen als alles andere. In glücklichen Momenten ist es leicht, zusammen zu bleiben. Aber wenn eine Beziehung schwere und schwierige Zeiten durchmachen kann, ohne kaputt zu gehen, dann hat sie auch Bestand. Und da haben immer beide Seiten ihren Anteil daran (he)
Frieda hat geschrieben: Mi 11. Dez 2019, 22:11 Für mich bist du der Beweis, dass es beim Scheitern einer Partnerschaft zwischen Hetero und Trans, es nicht am Trans liegen kann.
Da halte ich es mit Carry, nur weil es eine Partnerin gibt, die mit dieser Seite des Partners umgehen lernt, ist es kein Beweis für irgendwas, sondern eher die Ausnahme von der Regel. Die meisten Partnerinnen haben da nun mal kein Verständnis für eine mehr oder weniger dominante weibliche Seite des Partners.

Mit der selben Logik ließe sich ja auch "beweisen", das Krebs spontan verschwindet, nur weil es Menschen gibt, bei denen das so war. Das sind aber, wie gesagt, Ausnahmen... :wink:

Grüße
die Anja

Re: Von der Verzweiflung ins Verstehen

Verfasst: Do 12. Dez 2019, 11:32
von Carry
Jasmine hat geschrieben: Mi 11. Dez 2019, 15:10 Ich und meine Menalee auch.
Wir halten euch auf dem Laufenden :wink: (yes)

Re: Von der Verzweiflung ins Verstehen

Verfasst: Do 12. Dez 2019, 11:49
von Carry
Anja hat geschrieben: Do 12. Dez 2019, 11:31 Da halte ich es mit Carry, nur weil es eine Partnerin gibt, die mit dieser Seite des Partners umgehen lernt, ist es kein Beweis für irgendwas, sondern eher die Ausnahme von der Regel. Die meisten Partnerinnen haben da nun mal kein Verständnis für eine mehr oder weniger dominante weibliche Seite des Partners.
Hey Schnecke (moin)

...ach, das liegt, glaube ich, gar nicht mal unbedingt an mangelndem Verständnis - sondern eher an der - aus welchen Gründen auch immer - mangelnden Bereitschaft, sich so einer Situation überhaupt stellen zu wollen / zu können. Das ist ja nunmal echt kein Zuckerschlecken - für keine Seite, das ist ja auch nicht wegzudiskutieren. "Man", also beide Seiten natürlich, muss schon den Willen haben, da gemeinsam durchzugehen - und selbst wenn eine Partnerin grundsätzlich Verständnis hat und/oder aufbringen lernen kann, heißt das noch lange nicht, dass sie auch die Kraft aufbringen kann, sich diesen "Stürmen" zu stellen, die da auf einen zurollen. Sich damit auseinander zu setzen, dass der Partner Trans* ist, bedeutet in der Tiefe, dass man alles, was man bislang über sich selbst dachte, ja auch hinterfragen muss, es schüttelt einen komplett durch bis ins Mark - und es kostet einen richtig was. Das muss man wirklich wollen und dann braucht man vor Allem eines: genug tragende Liebe!
Wie schon gesagt, ich denke einfach, dass man nicht von "Schuld" sprechen sollte, wenn eine Beziehung daran zerbricht. Niemand ist schuld daran, wenn es sich um zwei Menschen handelt, die einfach auf unterschiedlichen Entwicklungsstufen stehen und die sich in der Tiefe (noch) nicht so "nackt" begegnen können oder wollen, wie es nötig ist, damit das funktioniert.

Re: Von der Verzweiflung ins Verstehen

Verfasst: Do 12. Dez 2019, 11:54
von Carry
Anja hat geschrieben: Do 12. Dez 2019, 11:31 Ich glaube, das solche Momente einen mehr zusammenschweißen als alles andere. In glücklichen Momenten ist es leicht, zusammen zu bleiben. Aber wenn eine Beziehung schwere und schwierige Zeiten durchmachen kann, ohne kaputt zu gehen, dann hat sie auch Bestand. Und da haben immer beide Seiten ihren Anteil daran
Das sehe ich ganz genau so! In den guten und "leichten" Zeiten beieinander zu bleiben, ist einfach - aber die Hand des anderen im Sturm nicht loszulassen, das ist das, was der Beziehung letztlich wirklich Kraft und Bestand verleiht! Wenn einer im Wind strauchelt, muss in dem Moment der andere umso fester am Boden stehen, und umgekehrt, und mit dieser Erfahrung im Rücken kann man die wärmende Stille erst richtig genießen , wenn sich der Sturm gelegt hat.

(dr)

Re: Von der Verzweiflung ins Verstehen

Verfasst: Do 12. Dez 2019, 12:25
von Anja
Moinsen (moin) meine Liebe,
Carry hat geschrieben: Do 12. Dez 2019, 11:49 Niemand ist schuld daran, wenn es sich um zwei Menschen handelt, die einfach auf unterschiedlichen Entwicklungsstufen stehen und die sich in der Tiefe (noch) nicht so "nackt" begegnen können oder wollen, wie es nötig ist, damit das funktioniert.
Da kommt schon wieder deine heimliche Seite durch (he)
Gerne mehr davon. Du hast eine bsondere Art die Dinge zu sehen, das finde ich schon bemerkenswert. Vor allem, weil mir diese Sicht manchmal verborgen bleibt.
Da gabs bei mir schon den einen oder anderen Aha-Moment (moin)

Grüße
die Anja

Re: Von der Verzweiflung ins Verstehen

Verfasst: Do 12. Dez 2019, 12:32
von Violetta Arden
Liebe Carry,
Ich wollte Dir einfach mal sagen, dass Du eine wunderbare Partnerin bist. Nach anfänglichem Schock und Weltuntergangsstimmung hast Du Dich bemüht, Verständnis aufzubringen. Ganz großes Kompliment.
Alles Liebe und viel Erfolg auch Eurem gemeinsamen Weg.
Gerda Joanna

Re: Von der Verzweiflung ins Verstehen

Verfasst: Do 12. Dez 2019, 12:37
von Frieda
Anja hat geschrieben: Do 12. Dez 2019, 11:31
Frieda hat geschrieben: Mi 11. Dez 2019, 22:11 Für mich bist du der Beweis, dass es beim Scheitern einer Partnerschaft zwischen Hetero und Trans, es nicht am Trans liegen kann.
Da halte ich es mit Carry, nur weil es eine Partnerin gibt, die mit dieser Seite des Partners umgehen lernt, ist es kein Beweis für irgendwas, sondern eher die Ausnahme von der Regel. Die meisten Partnerinnen haben da nun mal kein Verständnis für eine mehr oder weniger dominante weibliche Seite des Partners.

Mit der selben Logik ließe sich ja auch "beweisen", das Krebs spontan verschwindet, nur weil es Menschen gibt, bei denen das so war. Das sind aber, wie gesagt, Ausnahmen... :wink:

Grüße
die Anja
Liebe Anja, nichts anderes habe ich zum Ausdruck gebracht mit der Stelle die du von mir zitiert hast ❣️

Ich neige nur eher dazu das Positive zu betonen, anstatt auf dem Negativen rum zu kauen. 😉
Und deswegen war es mir wichtig zu betonen, dass Trans in einer Beziehung nicht zwangsläufig zum Aus der Beziehung führen muss, denn viel zu oft haben wir diese Gedanken und Befürchtungen hier schon zu lesen bekommen"¼ï¸

Es ist echt gerade etwas irritierend für mich, was an meinen Worten so missverständlich war... aber egal!

Namaste 🙏

Re: Von der Verzweiflung ins Verstehen

Verfasst: Do 12. Dez 2019, 12:50
von Anja
Moinsen (moin)

also das:
Frieda hat geschrieben: Mi 11. Dez 2019, 22:11 Für mich bist du der Beweis, dass es beim Scheitern einer Partnerschaft zwischen Hetero und Trans, es nicht am Trans liegen kann.
bedeutet doch was ganz anderes als das:
Frieda hat geschrieben: Do 12. Dez 2019, 12:37 Und deswegen war es mir wichtig zu betonen, dass Trans in einer Beziehung nicht zwangsläufig zum Aus der Beziehung führen muss
oder? Beim zweiten Zitat bin ich ganz bei dir, bei ersten nicht, da sie eine vollkommen unterschiedliche Beduetung haben.
Frieda hat geschrieben: Do 12. Dez 2019, 12:37 Es ist echt gerade etwas irritierend für mich, was an meinen Worten so missverständlich war... aber egal!
Ich hab doch garnichts missverstanden?
Ich finde deine erste Aussage wertet "automatisch" Beziehungen ab, die daran scheitern.

Grüße
die Anja

Re: Von der Verzweiflung ins Verstehen

Verfasst: Do 12. Dez 2019, 13:21
von Frieda
Anja hat geschrieben: Do 12. Dez 2019, 12:50 ...
wenn du meinst liebe Anja🧘"â™€ï¸

Re: Von der Verzweiflung ins Verstehen

Verfasst: Do 12. Dez 2019, 14:18
von Carry
@Anja & @Frieda

Jetzt aber nicht "streiten" in dem Thread hier :wink:

Dass Trans*-Sein nicht zwangsläufig zum Aus einer Beziehung führen muss, darüber sind wir uns doch alle einig hier (dr) !

Ich hatte dann Friedas ersten Satz, auch nicht ganz richtig verstanden - ich dachte, es wäre so gemeint gewesen, dass ich (also meine Geschichte) quasi der Beweis sein sollte, dass dann der Trans-Partner nicht am Scheitern einer Beziehung "schuld" sein kann. Dazu ist ja dann auch alles gesagt, Ihr Lieben, oder!?

Und jetzt haben wir uns alle wieder lieb, ja?! (dr) :)p )))(:

Re: Von der Verzweiflung ins Verstehen

Verfasst: Do 12. Dez 2019, 14:23
von Carry
gerda joanna hat geschrieben: Do 12. Dez 2019, 12:32 Ich wollte Dir einfach mal sagen, dass Du eine wunderbare Partnerin bist. Nach anfänglichem Schock und Weltuntergangsstimmung hast Du Dich bemüht, Verständnis aufzubringen. Ganz großes Kompliment.
Merci, liebe Gerda (flow)

Ja, es war ja auch ein Weltuntergang - meine bisherige Welt(-sicht) ist ja auch untergegangen - aaaaber - und das ist das schöne an alledem - es ist ja eine ganz neue Welt entstanden, die jetzt nach und nach entdeckt und erkundet werden will - und mit meinem Schatzi an meiner Seite hab ich einfach den besten Begleiter für alle möglichen Expeditionen in unbekannte Welten :wink: ...

Ganz lieben Dank für das Kompliment und für all die positive Bestärkung, die ich hier durch euch alle erfahre!
Das tut sehr sehr gut ... (smili) (flo)

Carry