Re: Wie soll ich ihm helfen?
Verfasst: Sa 28. Sep 2019, 21:34
@Frieda
Danke für deine ehrlichen Worte! Es ist mir, da ich sehr selbstreflektiert bin, wichtig, die Meinungen anderer zu hören/lesen.
Gegenfrage: Wie oft lassen einem die eigenen Gedanken daran scheitern, so zu sein wie man möchte?
Du hast mit deiner Wahrnehmung bestimmt recht und sind wir uns ehrlich, aufgeben ist oft ein verlockender Weg. Vor allem, wenn man gerne den Weg des geringsten Widerstandes nimmt, wie es ja oft bei uns Menschen ist. Da ich aber auch keine Scheu vor hohen Bergen habe, bin ich eher der Typ Frau, der sich eben auch mit schwierigen Situationen auseinandersetzt, anstatt wegzulaufen. Ab und an mögen meine Worte so scheinen, als würde ich gerne aufgeben wollen, dem ist aber nicht so.
Und sei dir versichert, bei uns ist die Beziehung auf einer sehr starken Gefühlsebene. Klar, hat die Kosmetik mit der Äußerlichkeit zu tun und ja, du hast recht, es verwirrt mich auch. Ich denke aber auch, dass darf ruhig so sein. Mein Mann konnte sich bis zu dem Punkt wo er heute steht langsam hin entwickeln. Mir wurde ein ... nennen wir es "Produkt" seines Ichs präsentiert, von dem ich bisher keine Ahnung hatte. Somit gesehen, brauche auch ich eine gewisse Zeit, um in die Sache hineinzuleben und das äußerliche ... ja, ich liebe meinen Mann auch von seinem Aussehen her, aber eben nicht ausschließlich. Zwischen uns gibt es viel mehr als die Optik und dessen bin ich mir und auch er sich bewusst.
Das Glück meiner gesamten Familie ist mir irrsinnig wichtig ... das schließt das Glück meines Mannes in keinster Weise aus. Was ich schon mal in einem meiner ersten Beiträge schrieb ... es macht mich traurig, traurig, dass er offensichtlich nicht so Leben konnte, wie er wollte und somit bestimmt nicht hundert prozentig glücklich gewesen sein konnte (sinngemäß) ...
Ebenso habe ich mal geschrieben, dass ich es nicht leiden kann, wenn man in Normen und Rollen gesteckt wird. Jeder steckt in meinen Augen seine eigenen Normen und Rollen ab und sollte dann auch danach leben können. Das tat er damals nicht ehrlich (was ich verstehen kann), aber somit hatte ich bisher unwissend/unschuldig ein falsches Bild von ihm. Ich denke, dass kann man mir oder auch anderen Partnerinnen schwer zum Vorwurf machen. Ich war immer ehrlichen Herzens und das bin ich auch jetzt. Es steht mir aber auch zu, zu sagen, wenn ich mit etwas ein Problem haben könnte und ich eben Angst vor meiner eventuellen unpassenden/unkontrollierten Reaktion habe, dann ist diese Ehrlichkeit auch von Herzen und zum Schutz der Gefühle meines Mannes. - ich hoffe ich habe mich gerade verständlich ausgedrückt ... manchmal bin ich doch etwas wirr (wie du sicher schon bemerkt hast)
Danke für deine liebgemeinten Worte, aber gleichzeitig sollten wir uns alle hier vor Augen halten, dass wir eben nur einen Ausschnitt der verschiedenen Leben die hier gelebt werden kennen und da auch nur, was eben jeder bereit ist preisgegeben zu wollen.
Ich hoffe, du schreibst mir trotzdem immer wieder deine Gedanken, auch wenn wir ab und an nicht der gleichen Meinung sind. Das wäre mir auch weiterhin sehr wichtig, denn nur so kann man immer wieder neu an sich arbeiten und über sein Selbst nachdenken.
AnnaJo
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@Conny
Vielen lieben Dank für die Tipps. Ich werde sie meinem Mann weiter reichen. Auch wenn wir aus einem anderen Land kommen, wird es hier bei uns eventuell eben auch solche Studios geben.
Liebe Grüße
AnnaJo
Danke für deine ehrlichen Worte! Es ist mir, da ich sehr selbstreflektiert bin, wichtig, die Meinungen anderer zu hören/lesen.
Gegenfrage: Wie oft lassen einem die eigenen Gedanken daran scheitern, so zu sein wie man möchte?
Du hast mit deiner Wahrnehmung bestimmt recht und sind wir uns ehrlich, aufgeben ist oft ein verlockender Weg. Vor allem, wenn man gerne den Weg des geringsten Widerstandes nimmt, wie es ja oft bei uns Menschen ist. Da ich aber auch keine Scheu vor hohen Bergen habe, bin ich eher der Typ Frau, der sich eben auch mit schwierigen Situationen auseinandersetzt, anstatt wegzulaufen. Ab und an mögen meine Worte so scheinen, als würde ich gerne aufgeben wollen, dem ist aber nicht so.
Und sei dir versichert, bei uns ist die Beziehung auf einer sehr starken Gefühlsebene. Klar, hat die Kosmetik mit der Äußerlichkeit zu tun und ja, du hast recht, es verwirrt mich auch. Ich denke aber auch, dass darf ruhig so sein. Mein Mann konnte sich bis zu dem Punkt wo er heute steht langsam hin entwickeln. Mir wurde ein ... nennen wir es "Produkt" seines Ichs präsentiert, von dem ich bisher keine Ahnung hatte. Somit gesehen, brauche auch ich eine gewisse Zeit, um in die Sache hineinzuleben und das äußerliche ... ja, ich liebe meinen Mann auch von seinem Aussehen her, aber eben nicht ausschließlich. Zwischen uns gibt es viel mehr als die Optik und dessen bin ich mir und auch er sich bewusst.
Das Glück meiner gesamten Familie ist mir irrsinnig wichtig ... das schließt das Glück meines Mannes in keinster Weise aus. Was ich schon mal in einem meiner ersten Beiträge schrieb ... es macht mich traurig, traurig, dass er offensichtlich nicht so Leben konnte, wie er wollte und somit bestimmt nicht hundert prozentig glücklich gewesen sein konnte (sinngemäß) ...
Ebenso habe ich mal geschrieben, dass ich es nicht leiden kann, wenn man in Normen und Rollen gesteckt wird. Jeder steckt in meinen Augen seine eigenen Normen und Rollen ab und sollte dann auch danach leben können. Das tat er damals nicht ehrlich (was ich verstehen kann), aber somit hatte ich bisher unwissend/unschuldig ein falsches Bild von ihm. Ich denke, dass kann man mir oder auch anderen Partnerinnen schwer zum Vorwurf machen. Ich war immer ehrlichen Herzens und das bin ich auch jetzt. Es steht mir aber auch zu, zu sagen, wenn ich mit etwas ein Problem haben könnte und ich eben Angst vor meiner eventuellen unpassenden/unkontrollierten Reaktion habe, dann ist diese Ehrlichkeit auch von Herzen und zum Schutz der Gefühle meines Mannes. - ich hoffe ich habe mich gerade verständlich ausgedrückt ... manchmal bin ich doch etwas wirr (wie du sicher schon bemerkt hast)
Diesen Vergleich finde ich absolut passend und ja, die Wahrnehmung ist auch so. Nur eben, ab dem Satz "Vielleicht weil wir nur denken und nicht fühlen?" finde ich für mich absolut falsch. Ich denke viel ... manchmal zu viel ... ja. ABER ich fühle eben auch viel ... manchmal zu viel ... - ich denke einfach, wenn Gedanken und Gefühle in einem kleinen Hirntornado enden, dann bekommt man eben auch Angst oder ist einfach schlicht überfordert ... und genau das war hier der Fall. Und nein, ich denke absolut nicht in Schablonen, wenn dann nur in der Schablone, die mir mein Mann selber bisher vorgelebt hat. Ich kenne meinen Mann schon lange und somit habe ich ihn falsch kennengelernt und befinde mich jetzt wohl wieder etwas zurückgesetzt in allem, was die Sache spannend, aber auch ungewohnt macht.Frieda hat geschrieben: Sa 28. Sep 2019, 07:43 Wir haben Verständnis und Geduld mit Kleinkindern weil wir wissen, sie machen irgendwann etwas zum ersten Mal in ihrem Leben. Wir stellen uns verständnisvoll zu ihnen und erklären und zeigen ihnen geduldig bis sie es gelernt haben. Warum existiert diese Wahrnehmung nicht auch in dieser Situation, wie du sie uns beschrieben hast? Vielleicht weil wir nur denken und nicht fühlen? Weil wir in Schablonen gezwängt denken und uns zu unserem Liebsten nicht trauen zu fühlen?
Danke für deine liebgemeinten Worte, aber gleichzeitig sollten wir uns alle hier vor Augen halten, dass wir eben nur einen Ausschnitt der verschiedenen Leben die hier gelebt werden kennen und da auch nur, was eben jeder bereit ist preisgegeben zu wollen.
Ich hoffe, du schreibst mir trotzdem immer wieder deine Gedanken, auch wenn wir ab und an nicht der gleichen Meinung sind. Das wäre mir auch weiterhin sehr wichtig, denn nur so kann man immer wieder neu an sich arbeiten und über sein Selbst nachdenken.
AnnaJo
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@Conny
Vielen lieben Dank für die Tipps. Ich werde sie meinem Mann weiter reichen. Auch wenn wir aus einem anderen Land kommen, wird es hier bei uns eventuell eben auch solche Studios geben.
Liebe Grüße
AnnaJo