Re: Reform des Transsexuellengesetzes
Verfasst: Fr 10. Mai 2019, 00:26
Guten Abend zusammen,
das Schöne und Gute an einer freien Gesellschaftsordnung ist, das darin jeder Mensch die Freiheit hat, über sich selbst soviele Gutachten erstellen zu lassen, wie er möchte. Keines, zwei oder zwanzig. Schräg ist aber, wenn Menschen, die es besser wissen könnten, einen Zwang dazu befürworten. Man fragt sich, warum sie das tun. Ein weiteres nettes Feature einer solchen Gesellschaft ist, dass jede_r zu jedem Thema eine Meinung haben darf; ob Ahnung vom Thema oder nicht. Nur fragt man sich dabei, warum das so ist.
Betreffend den jetzt wie 'Kai aus der Kiste' aufgeploppten Gesetzentwurf fragt man sich zwar zunächst: Warum jetzt so plötzlich? Jahrelang wurde die TSG-Reform verschleppt und nun muss alles ganz schnell gehen?
Bislang gibt es zwei Theorien darüber. Die eine besagt, dass die SPD und Ministerin Barley sich vor der Europawahl noch schnell als offen und (im guten Sinne) liberal darstellen wollen. Die andere geht davon aus, dass das BMI (in Person von Günter Krings) die Chance wittert, ihren selbstfabrizierten (aus ihrer nachträglichen Selbsteinschätzung aber völlig misslungenen) -§45b umgehend wieder abzuschaffen und die entsprechenden Regelungen zu verschärfen, um ihr absurd gestriges Weltbild durch Begutachtung und gerichtsanhängige Antragsverfahren zu retten.
Die sogar redaktionell schlampige Ausfertigung des Entwurfes, der der Verbändebeteiligung zugeleitet wurde, lässt allerdings keine Fragen offen. Es geht nicht um die Darstellung von Liberalität, sondern um die Definitionsmacht; diejenige, der gestrig Konservativen.
Es heisst also wiedermal: Arsch hoch!
Habt es gut, macht es besser
Marielle
das Schöne und Gute an einer freien Gesellschaftsordnung ist, das darin jeder Mensch die Freiheit hat, über sich selbst soviele Gutachten erstellen zu lassen, wie er möchte. Keines, zwei oder zwanzig. Schräg ist aber, wenn Menschen, die es besser wissen könnten, einen Zwang dazu befürworten. Man fragt sich, warum sie das tun. Ein weiteres nettes Feature einer solchen Gesellschaft ist, dass jede_r zu jedem Thema eine Meinung haben darf; ob Ahnung vom Thema oder nicht. Nur fragt man sich dabei, warum das so ist.
Betreffend den jetzt wie 'Kai aus der Kiste' aufgeploppten Gesetzentwurf fragt man sich zwar zunächst: Warum jetzt so plötzlich? Jahrelang wurde die TSG-Reform verschleppt und nun muss alles ganz schnell gehen?
Bislang gibt es zwei Theorien darüber. Die eine besagt, dass die SPD und Ministerin Barley sich vor der Europawahl noch schnell als offen und (im guten Sinne) liberal darstellen wollen. Die andere geht davon aus, dass das BMI (in Person von Günter Krings) die Chance wittert, ihren selbstfabrizierten (aus ihrer nachträglichen Selbsteinschätzung aber völlig misslungenen) -§45b umgehend wieder abzuschaffen und die entsprechenden Regelungen zu verschärfen, um ihr absurd gestriges Weltbild durch Begutachtung und gerichtsanhängige Antragsverfahren zu retten.
Die sogar redaktionell schlampige Ausfertigung des Entwurfes, der der Verbändebeteiligung zugeleitet wurde, lässt allerdings keine Fragen offen. Es geht nicht um die Darstellung von Liberalität, sondern um die Definitionsmacht; diejenige, der gestrig Konservativen.
Es heisst also wiedermal: Arsch hoch!
Habt es gut, macht es besser
Marielle