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Re: ...und es ist heute nicht einfacher

Verfasst: Di 16. Apr 2019, 22:39
von Michi
Jasmine hat geschrieben: Di 16. Apr 2019, 08:03 Da hast du natürlich Recht. Aber was bleibt mir denn sonst für eine Option?
Ich habe die Angst abgelegt, weil ich mein Leben nicht von anderen bestimmen lassen will.
...
Um es gleich anzumerken, es gab schon Übergriffe. Anfänglich hatte es mich belastet,
aber ich stellte mir bald die Frage "Wie will ich leben?" Will ich mich verstecken und vor allem+
will ich mein Leben von dieser Angst beherrschen lassen?
Dies ist nur meine Sichtweise dieser Dinge und wie ich damit umgehe.
Phi hat geschrieben: Di 16. Apr 2019, 14:46 Wenn eine Person verletzende Worte spricht und ich diese aufgreife (also persönlich nehmen), dann ist dies schon der Treibstoff für meine nachfolgenden Gedanken und Gefühle darauf, dann spüre ich Verletzung, unangenehme Gefühle, Abwehr, ...
Hallo ihr Beiden,

es geht mir doch gar nicht darum, auf dem gleichen Level eine Gegenreaktion zu bringen, und damit eine Bestätigung zu liefern. Ich würde nicht durchblicken lassen, was ich meinem Gegenüber in diesem Moment halte.

Ich halte es aber für unrealistisch, zu glauben .. sich einzureden, dass man aus einem eindeutig gegen die eigene Person gerichteten Übergriff völlig unberührt heraus gehen könne.

Sich davon (von der übergriffigen Erfahrung) dennoch nicht bzw. nicht wesentlich einschränken zu lassen, ist noch mal ein ganz anderer Punkt. Aber da spielen auch die ganz individuellen Voraussetzungen eine Rolle.


Liebe Grüße
Michi

Re: ...und es ist heute nicht einfacher

Verfasst: Mi 17. Apr 2019, 10:28
von Jasmine
MichiWell hat geschrieben: Di 16. Apr 2019, 22:39 ......Ich halte es aber für unrealistisch, zu glauben .. sich einzureden, dass man aus einem eindeutig gegen die eigene Person gerichteten Übergriff völlig unberührt heraus gehen könne.
Guten Morgen Michi
Unrealistisch? Wieso sollte es unrealistisch sein?
Einzureden? Einreden tue ich mir gar nichts, wäre auch nicht förderlich.
Ich habe durch meine Meditation und Yoga ein etwas anderes Bewusstsein erlangt.
Außerdem war auch der Buddhismus Teil meiner Entwicklung.
Das ist ein sehr weites Thema und ging über viele Jahre.
Für mich war damals die Frage wie ich mit einem sehr schlimmen Vorfall umgehe,
ob ich daran zerbreche oder mit dem erfahrenen Leid wachse
und mich weiterentwickele. Dies ist natürlich mein persönlicher Lebensweg und
meine Art mit solchen Sachen umzugehen. Einfach war dieser Weg nicht.
Aber das Ergebnis, das ich heute unbeschwert und glücklich leben leben kann,
zeigt mir das dieser Weg für mich der Richtige war.
Liebe Grüße Jasmine

Re: ...und es ist heute nicht einfacher

Verfasst: Mi 17. Apr 2019, 22:09
von Frieda
Phi hat geschrieben: Di 16. Apr 2019, 14:46 ...
Jasmine hat geschrieben: Mi 17. Apr 2019, 10:28 ...
MichiWell hat geschrieben: Di 16. Apr 2019, 22:39 ...

Es ist ein wirklich schweres Thema liebe Jasmine, liebe Phi und liebe Michi (mein Schatz).

Jasmine's und Phi's Worte verstehe ich, weil ich mich selbst darin übe so sein zu können.
Deine Worte mein Schatz verstehe ich, weil wir darüber geredet haben.

Ich denke dies hier könnte ein klassischer Fall sein, wo es keine Einigung (zum jetzigen Zeitpunkt) geben kann.
Weil es zu unterschiedliche Sichtweisen, und auch unterschiedliche Erfahrungen unter den Beteiligten gibt.

Ich möchte aber unbedingt positiv aus dieser Situation heraus gehen.
Zum ersten bin ich ebenfalls dankbar, dass unserer lieben Laila nix dramatischeres geschehen ist.
Und zweitens möchte ich dir Jasmine, dir Phi und auch dir mein Schatz von Herzen danken, weil ihr sehr respektvoll diese Situation beleuchtet habt. Es tut dem ganzen Forum gut, hautnah miterleben zu dürfen, wie hoch unser Niveau im Umgang mit Problemen, und unterschiedlichen Sichtweisen ist.

Namaste 🙏

Re: ...und es ist heute nicht einfacher

Verfasst: Mi 17. Apr 2019, 22:46
von heike65
Also ich find es easy
Es gibt Ausnahmen in der Familie, aber die Allgemeinheit ist super easy