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Re: Unendliche Geschichte Personenstandsänderung

Verfasst: Fr 1. Feb 2019, 11:01
von Bibi Melina
Hallo Christiane

Eine ganz dringende frage drängt sich mir auf und zwar hast du dich a) schon vor der op weiblich gekleidet und so und b) wieviele Jahre waren das?

Es ist entscheidend das du zu wissen denn wenn du dich schon vorher weiblich gekleidet hast und gefühlt usw. Dann sund die Chancen natürlich größer an die vä/pä zu kommen

Um schnelle Antwort wird gebeten LG
Hexemelina

Re: Unendliche Geschichte Personenstandsänderung

Verfasst: Fr 1. Feb 2019, 12:15
von Christiane.LE
Hexemelina ,danke das du dich sorgst aber ich bin nicht auf der Wurstsuppe her geschwommen !?
LG. Christiane

Re: Unendliche Geschichte Personenstandsänderung

Verfasst: Fr 1. Feb 2019, 13:09
von Lavendellöwin
Liebe Christiane,

sei mir bitte nicht böse, aber ich wiedehole nochmal,
was ich schon in einem anderen Thread von dir zu
diesem Thema geschrieben habe..

davon absehen, finde ich aber die Entscheidung nach
deinem Weg trotzdem nicht ok und das du deinen
wahren Namen nicht bekommst eine Unmöglichkeit!

Also nochmal, was steht in deinem Gutachten zur VÄ/PÄ?
Ich vermute, das du dich seit Oktober 2016 als Frau
fühlst und da liegt der Haken. Hätte da wie bei mir
seit Kindheit gestanden wäre die Sache schon durch.

Was muss also passieren das du einen positiven
Bescheid bekommst? Denk mal nach..

Alles Liebe Marie (flo)

Re: Unendliche Geschichte Personenstandsänderung

Verfasst: Fr 1. Feb 2019, 13:53
von Britt
Christiane.LE hat geschrieben: Fr 1. Feb 2019, 07:54 Transgender muss nach erfolgreicher Geschlechtsangleichung zur Frau weiterhin mit Männernamen leben.

nein Spaß bei Seite so etwas darf es nicht geben und sohlte auch nicht sein.
So sind nun mal die Gesetze : Gucke mein Post weiter oben
Christiane.LE hat geschrieben: Fr 1. Feb 2019, 07:54 wehre dich und setz dich mit den Medien und Presse zusammen und sprich offen drüber, die Medien sowie Presse haben schon manchen zu ihren Rechten verholfen und viel bewegt mit ihren Berichterstattungen.
Was wirst du erreichen?
Ein Artikel in der Bild mit ihrem Foto und der Überschrift:
Transe muss trotz Geschlechtsumwandlung mit dem männlichen Namen weiterleben!

Nein Danke, da gebe ich lieber den Tipp abzuwarten.

Britt

Re: Unendliche Geschichte Personenstandsänderung

Verfasst: Fr 1. Feb 2019, 14:02
von Christiane.LE
Britt was ich alles so schrieb wusste ich gar nicht .Hallo?
LG.Christiane

Re: Unendliche Geschichte Personenstandsänderung

Verfasst: Fr 1. Feb 2019, 15:17
von Marielle
Guten Tag zusammen,

ich möchte gern an etwas erinnern: Die gegenseitige Unabhängigkeit von körperlichen Massnahmen und Änderungen in den behördlichen Registern war und ist eine ganz wesentliche Forderung der trans*- und intergeschlechtlichen Community.

Dafür wurde vor ein paar Jahren bis vor das Bundesverfassungsgericht geklagt (Entfall des OP-Zwangs für PÄ) und grade im letzten Jahr -im Gesetzgebungsverfahren zur Dritten Option- wurde mit viel Einsatz versucht, die Einträge im Geburtenregister und die Vornamensführung von körperlichen Diagnosen oder Zuständen zu TRENNEN! Aber wenn's grade passt, argumentiert man halt mal eben andersherum.

Hoffentlich lesen hier keine der konservativen Bundestagsabgeordneten mit, denen kein Argument zu dumm oder zu dreist ist, um ihre genitalbasierte Sicht auf die Geschlechtsidentität durchzusetzen. Über eine entsprechende Schlagzeile in der Zeitung würden die sich richtig freuen.

Marielle

Re: Unendliche Geschichte Personenstandsänderung

Verfasst: Fr 1. Feb 2019, 15:41
von Christiane.LE
Ehrlich 3 Jahre ?.Ich hatte schon als Jugendliche etwa 21 Jahre Antrag gestellt auf Geschlechtsumwandlung aber solde dann 3 Jahre als Frau leben in der DDR ganz alleine ohne Hilfe und derzeit waren die Menschen noch sehr Homophob und ich wäre sowas von aufgefallen und denke des öfteren bestimmt mit Gewalt bedroht .So hatte ich es auf die Sexuelle schiene gelegt und das denn Herrn Doktoren in Berlin in der Charite erzählt und alles verdrängt und dann ziemlich schwere Psychische Probleme bekommen bis hin zur Rente .Die Psychiater hier in Leipzig solde schon vor über 15 Jahren zu Seikowski mein heutigen Therapeut wussten die es .Und ab Oktober 1016 Wars mir egal und ich lebte äußerlich als Frau.So war es nun Gut.
LG. Christiane

Re: Unendliche Geschichte Personenstandsänderung

Verfasst: Fr 1. Feb 2019, 17:01
von Karla
@Marielle:
Es ist sicher gut, daß die GaOP als NOTWENDIGE Bedingung für die PÄ weggefallen ist.
Als HINREICHENDE Bedingung dafür sollte sie aber gelten, da Penis und Hoden eben nicht nachwachsen!
Alles andere ist und bleibt Diskriminierung.
LG Elly

Re: Unendliche Geschichte Personenstandsänderung

Verfasst: Fr 1. Feb 2019, 22:07
von Inga
Hallo Christiane,

auch wenn es auf den ersten Blick verlockend erscheint, möchte ich raten: Lass die Finger von der Bild-Zeitung.

Allzu leicht kannst du mit deinem Anliegen ins Lächerliche gezogen werden, redaktionell anders verfälscht und verfremdet dargestellt werden oder einfach plötzlich auch fallen gelassen werden und du kannst dich kaum dagegen wehren.

In deinen Beiträgen klingst du mir wie eine Einzelkämpferin. Suche dir Menschen in Leipzig und Umgebung, mit denen du gemeinsam kämpfen kannst und die dich in deinem Weg unterstützen. Gemeinsam habt ihr mehr Ideen und gemeinsam seid ihr stärker. Außerdem macht es gemeinsam mehr Spass als sich allein mit Behörden und Gerichten herumzuschlagen.

Liebe Grüße
Inga

Re: Unendliche Geschichte Personenstandsänderung

Verfasst: Sa 2. Feb 2019, 12:56
von Marielle
@Marielle:
Es ist sicher gut, daß die GaOP als NOTWENDIGE Bedingung für die PÄ weggefallen ist.
Als HINREICHENDE Bedingung dafür sollte sie aber gelten, da Penis und Hoden eben nicht nachwachsen!
Alles andere ist und bleibt Diskriminierung.
LG Elly

Guten Tag Elly, Hallo zusammen,

ich verstehe durchaus was du meinst und fände es auch besser, wenn das in Rede stehende Problem ordentlich und reibungslos gelöst würde.


Aber: Eine Bedingung bleibt eine Bedingung, egal welches Attribut man ihr beistellt. Politik und 'öffentliche Meinung' funktionieren auch keinesfalls nach mathematischen oder logischen Prinzipien, mit denen man entsprechende Unterscheidungen machen könnte.

Selbst eine 'hinreichende Bedingung', die von einem selbstbestimmten körperlichen Zustand ausgeht, um rechtliche Folgen zu begründen, ist de facto eine verknüpfende Bedingung. Sie wird als solche wahrgenommen und ist auch wirksam. Dabei ist es egal, in welche Richtung (ob mit selbst- oder fremdbestimmten körperlichen Zuständen) diese Bedingung gelten soll; sie ist wirksam, solange sie besteht.

Meine Meinung: Es handelt sich um ein beständiges Dilemma der nicht emanzipierten Transsexualität. Diese verneint zunächst -m.E. völlig zu Recht- die Bindung der geschlechtlichen Identität an körperliche Gegebenheiten oder die Erfüllung von Stereotypen und ähnliches, um die rechtsverbindlichen und gesellschaftlichen Folgen dieser Bindung für sich selbst abzuwenden. Dann dreht sie sich einmal um sich selbst und postuliert scheinveränderte -im Grunde aber dieselben- Bindungen und fordert die gleiche Art von Folgen -rechtsverbindlich und gesellschaftlich anerkannt. Dann zwar aus dem eigenen Blickwinkel heraus, der die (Fremd-)Definition der Grundlagen durch die (Selbst-)Definition der Grundlagen ersetzt, sich aber von der Definition als solches und den entstehenden Bindungen nicht emanzipieren kann.

Dabei wird leider zweierlei übersehen: Wenn man sich genau einmal um die eigene Achse dreht, verändert sich der eigene Blickwinkel nicht. Und zweitens verkennt dieser Ansatz, dass grade die Bindung zwischen irgendwelchen körperlichen oder kulturellen Markern und den damit konstruierten Folgen und Kategorien das Problem, aber keinesfalls Teil einer allgemeingültigen Lösung ist. Sie kann nicht Teil einer solchen Lösung sein, weil sie eine Bedingung -und damit eine Bindung zwischen Marker und Kategorie- bleibt; auch wenn im Einzelfall eine 'hinreichende Bedingung' gewünscht und hilfreich ist.

Habt es gut

Marielle

Re: Unendliche Geschichte Personenstandsänderung

Verfasst: So 3. Feb 2019, 00:47
von Karla
...das war mir jez zu hoch!
Staat, Gesellschaft und auch das Gericht dürfen eigentlich ab dem Outing niemand misgendern - auch Christiane nicht!
Tessa Ganserer hat da einiges erklärt.
Dazu paßt das Schreiben an "Herrn Andre Gärtner" gar nicht!
Das Schreiben hätte daher an "Frau Christiane Gärtner" gerichtet werden müssen.
..mit dem Inhalt:
"Liebe Christiane, leider müssen wir Dir mitteilen, daß wir Dich amtlich trotz GaOP bis Oktober 2019 weiterhin misgendern müssen"
Hört jemand den Amtsschimmel wiehern?
LG Elly