Seite 2 von 2

Re: Transsexualität und MDK/GKV

Verfasst: Mo 10. Dez 2018, 13:23
von Joe95
Anja hat geschrieben: Mo 10. Dez 2018, 13:07 Mein Hausarzt konnte mir ja auch bereits ohne dieses Blatt Hormone verschreiben.
Meines wissens kann dir jeder zugelassene Allgemeinmediziner Hormone verschreiben.
Nur, wenn du es dir irgendwann anders überlegst und behauptest du hättest das nicht gewollt und nicht verstanden wie sich das auswirkt, hat er ein Problem.
Ist eben wie bei jedem Medikament.

Re: Transsexualität und MDK/GKV

Verfasst: Mo 10. Dez 2018, 13:31
von Anja
Moinsen (moin)
Joe95 hat geschrieben: Mo 10. Dez 2018, 13:23 Nur, wenn du es dir irgendwann anders überlegst und behauptest du hättest das nicht gewollt und nicht verstanden wie sich das auswirkt, hat er ein Problem.
Ist eben wie bei jedem Medikament.
Das kann ich nicht glauben. Das würde ja bedeuten, das ich als erwachsener Mensch nicht verantwortlich bin für das, was ich mir "einwerfe"?
Dann könnte ja ein Alkoholiker auch locker eine Brauerei verklagen...
Ich glaube, wenn so ein Fall einträte, läge die Beweislast bei mir und ich müsste dem Arzt ein verschulden oder eine Nachlässigkeit nachweisen. Und das wäre wohl nicht so einfach.
Jedes Medikament hat außerdem Packungsbeilagen, wo genau drinsteht, welche Wirkungen es hat und welche Nebenwirkungen.

Grüße
die Anja

Re: Transsexualität und MDK/GKV

Verfasst: Mo 10. Dez 2018, 13:48
von Joe95
Anja hat geschrieben: Mo 10. Dez 2018, 13:31 Das kann ich nicht glauben.
Ist eigentlich auch nicht zu glauben, aber es gibt ja Menschen, die nach ihrer Transition merken das es wohl doch nicht das richtige ist.
Die möchten dann gerne alles rückgängig machen.
Wie Heike schon sagte, wenn dann ein Arzt ohne ausreichende Diagnose Hormone verschrieben hat kann das teuer werden.

Übrigens:
Der Grund warum du den, der dir das Bier verkauft hat, nicht verklagen kannst ist das es rezeptfrei ist und du über 18 bist.

Re: Transsexualität und MDK/GKV

Verfasst: Mo 10. Dez 2018, 13:56
von Jasmin_35
wir sollten uns hier nicht im hätte, wäre, wenn verzetteln. ich geh erstmal davon aus, das jeder für sich selber verantwortlich ist.

Wenn ein arzt oder therapeut zu der begründeten meinung kommt, das eine hormontherapie sinn macht, wird der sie auch empfehlen, was jemand daraus macht muss jeder selber wissen.

ich denke, wir sollten zum eigentlichen thema zurückkehren, sonst sind wir gleich vom hunderste ins tausenste gekommen

Re: Transsexualität und MDK/GKV

Verfasst: Mo 10. Dez 2018, 14:10
von Anja
Moinsen (moin)

und ich dachte immer, man ist als Erwachsener selbst für sein Handeln verantwortlich 🤔
Aber wenn ich den Arzt (Hausarzt, Psychologen, Endokrinologen) davon überzeuge, das ein Hormontherapie das Richtige für mich ist, kann ich doch später nicht mit dem Finger auf den zeigen. Ich meine, kein Arzt zwingt mich ja eine HT zu machen. Es war eher andersrum. Ich habe den Moment, das erste Mal Hormone zu nehmen, herbeigesehnt. Und damit bin ich sicher nicht alleine.
Das wird sich mit Sicherheit zumindest auch mein Hausarzt und meine Psychologin notiert haben. Meine Endo bekam es ja schwarz auf weiss von meiner Psychologin.
Ich glaube nach wie vor nicht, das man den Arzt so einfach belangen kann, nur weil es rezeptpflichtig ist. Wissen tue ich es nicht.
Und ich hoffe, ich muss es niemals herausfinden :wink:

Ich bin nun fast 3 Jahre in HT und am Freitag wies mich meine Friseurin auf (neue) kurze Haare in den Geheimratsecken hin. (ap)
Sind durch das Färben erst richtig sichtbar geworden, deswegen fielen sie mir vorher nicht so auf.
Ich sag ja, Zaubermedizin! (he)

Grüße
die Anja

Re: Transsexualität und MDK/GKV

Verfasst: Mo 10. Dez 2018, 14:19
von heike65
Anja hat geschrieben: Mo 10. Dez 2018, 14:10 Moinsen (moin)

und ich dachte immer, man ist als Erwachsener selbst für sein Handeln verantwortlich 🤔
Aber wenn ich den Arzt (Hausarzt, Psychologen, Endokrinologen) davon überzeuge, das ein Hormontherapie das Richtige für mich ist, kann ich doch später nicht mit dem Finger auf den zeigen. Ich meine, kein Arzt zwingt mich ja eine HT zu machen. Es war eher andersrum. Ich habe den Moment, das erste Mal Hormone zu nehmen, herbeigesehnt. Und damit bin ich sicher nicht alleine.
Das wird sich mit Sicherheit zumindest auch mein Hausarzt und meine Psychologin notiert haben. Meine Endo bekam es ja schwarz auf weiss von meiner Psychologin.
Ich glaube nach wie vor nicht, das man den Arzt so einfach belangen kann, nur weil es rezeptpflichtig ist. Wissen tue ich es nicht.
Und ich hoffe, ich muss es niemals herausfinden :wink:

Ich bin nun fast 3 Jahre in HT und am Freitag wies mich meine Friseurin auf (neue) kurze Haare in den Geheimratsecken hin. (ap)
Sind durch das Färben erst richtig sichtbar geworden, deswegen fielen sie mir vorher nicht so auf.
Ich sag ja, Zaubermedizin! (he)

Grüße
die Anja
Das sollte man so sehen, ist aber gerichtlich nicht so

Re: Transsexualität und MDK/GKV

Verfasst: Mo 10. Dez 2018, 14:29
von Joe95
Anja hat geschrieben: Mo 10. Dez 2018, 14:10 und ich dachte immer, man ist als Erwachsener selbst für sein Handeln verantwortlich 🤔
Die meisten Menschen schon.
Aber leider gibts auch Ausnahmen.
Aber wenn ich den Arzt (Hausarzt, Psychologen, Endokrinologen) davon überzeuge, das ein Hormontherapie das Richtige für mich ist, kann ich doch später nicht mit dem Finger auf den zeigen.
Du vielleicht nicht. Ich auch nicht. Wahrscheinlich keiner hier.
Aber es gibt Menschen, die können das ohne mit der Wimper zu zucken.
Ich meine, kein Arzt zwingt mich ja eine HT zu machen. Es war eher andersrum. Ich habe den Moment, das erste Mal Hormone zu nehmen, herbeigesehnt. Und damit bin ich sicher nicht alleine.
Bist du nicht.
Ich weiß, es gibt Menschen, die versuchen eine Transition rückgängig zu machen. Ich hab keine Ahnung was in denen vor sich geht, aber ich glaube sie sind sehr verzweifelt.

Re: Transsexualität und MDK/GKV

Verfasst: Mo 10. Dez 2018, 14:31
von heike65
Danke Joe95

besser kann man das nicht formulieren

Heike

Re: Transsexualität und MDK/GKV

Verfasst: Di 11. Dez 2018, 20:52
von Franka
Hallo Mina,

ich hatte die Diagnose F64.0 nach der 3. Stunde bei der Therapeutin und habe damit meine Hormone direkt von meinem Hausarzt bekommen.
Beim Endo war ich noch nie. Ist aber auch eine besondere Situation, da mein Hausarzt auch unser Laborarzt ist (ich arbeite im medizinischen Labor) und wir quasi Kollegen sind.
Er sieht mich also seit Jahren jeden Tag und hat meine Entwicklung schon lange vor der Therapie mitbekommen.
Im Labor überwachen wir dann auch die Blutwerte regelmäßig.
Der Kampf mit der Kasse und dem MDK wegen der Laserepi hat sich dagegen 1,5 Jahre hingezogen. Am Ende war die Epi ja EBM-Leistung und die Kasse konnte wohl nicht anders, sonst würde ich vielleicht immer noch auf die Epi warten.
Freue mich schon auf das, was dann bei der GAOP mit der Kasse wieder auf mich zukommt.