Nun finde ich endlich etwas Zeit um hier reagieren zu können.
Liebe Laila-Sarah, ich meine tatsächlich das Wort so, wie ichs schrieb...Arschengel.
In meiner Wahrnehmung haben unsere "Feinde", Gegner, Arschengel die größte Macht, all unsere negativen Eigenschaften in uns zum Vorschein zu bringen und das blitzschnell auf Knopfdruck.
Nach den ersten Reaktionen von euch muss ich mir eingestehen, dass ich es nicht für möglich hielt so "missverstanden" zu werden. Ich will mich nun anstrengen mich klarer auszudrücken.
Danke liebe Vanessa für deine Idee mit der Erklärung aus wiki!

Liebe Laila....nein niemand brauch sich zu sorgen um mich, bzw Gedanken um mich zu machen. Mein denken um dieses Thema wurde gestern abend beim lesen in meinem aktuellsten Buch angestachelt. Soooo gern möchte ich euch den Absatz zeigen wollen, bremse ich mich aber aus Respekt zu euch, da es mir am Herzen liegt nicht aufdringlich zu sein.
Durch die bisherigen Reaktionen von euch, bin ich geneigt zukünftig mit mir achtsamer im Umgang mit der Bezeichnung "Feind" umzugehen. Mich diesem Thema immer wieder zu stellen, ob beim lesen, nachdenken oder meditieren, hat es für mich auf einen Zustand der Normalität gebracht, dass ich mir dessen gar nicht mehr bewusst bin, wie kraftvoll vielleicht auf euch dieses Wort wirkt.
Gedankensprung: Ich als Mutter war geneigte dazu, den Vater meiner Kinder als Hexer oder A******** zu bezeichnen. Genauso seine Eltern, waren sie für mich nur Arschlöcher. War ich damals fast von Rache und Hass getrieben, wie sie Jahre mit mir umgegangen sind. Mein Psychologe schaffte es in 2 großen Schritten mich davon weg zu bringen. Im ersten Schritt blieb mein Exmann noch sehr lange (nur) der Hexer in meiner Wortwahl. Später dann löste ich diesen Begriff durch Arschengel ab. Arschengel sind so nix negatives für mich, ich kann mit diesem Begriff auch vor meinen Kids hantieren ohne denjenigen herabzusetzen...in meiner Wahrnehmung jedenfalls(!). Wir müssen mit schwierigen Menschen in unserem Leben zurecht kommen, so lehre ich es immer und immer wieder meine Kids. Überall begegnen wir ihnen, ob es der Zickenkrieg bei meiner Tochter in der Klasse ist, ob es Behörden sind die uns Regeln auferlegen die wir erfüllen müssen, obwohl sie für uns kaum nachvollziehbar sind(siehe einige Zeitungsartikel bzgl des Thema Trans zB), oder sind es politische Gegener von denen wir eine drohende Gefahr für unsere friedliche Zukunft ausgehen sehen.
Ich bleibe bei meinem persönlichen Beispiel, meiner Geschichte. Durch das Frauenhaus wurde mir klar das mein Exmann ein Energievampir ( Psychische Vampire, auch als Energie-Vampire bekannt, sind emotional unreife Personen, die Zeit und Energie von denen abzapfen, die sie umgeben. Sie sind gewöhnlich stark an sich selbst interessiert und es mangelt ihnen an Empathie. Die Beziehungen, die sie bilden, dienen größtenteils dem Selbstzweck...lt Wikihow) ist/war. Auch nach der Trennung versuchten mein Exmann und seine Eltern mich noch zu kontrollieren und zu bestimmen. Ob es bezüglich wegen der Kids waren, oder mein Muttersein war, dieses vorm Jugendamt mies zu machen, oder ob es meine angebliche Verantwortungslosigkeit bei meinem Autos sei. Die Jahre nach der Trennung ging die Hölle eigentlich weiter. Ich entwickelte in dieser Zeit eine Angst zum Briefkasten zu gehen, weil ich immer Gefahren sah, was sie mir jetzt wieder für Steine in den Weg legen wollten.
Mein Exmann verstarb vor 22 Monaten recht brutal. Der Krebs den er hatte nahm ihm sein Leben in weniger als 2 Monaten. Tja was bedeutete dies für mich?
Sein Tod war für mich die wahre Befreiung. Ich habe mich in meinem ganzen Leben noch nie so frei gefühlt, wie in den Wochen nach seinem Tod. Ich erfuhr auch Bestätigung durch seinen Therapeuten, wie aussichtslos seine Heilung bzgl seiner psychischen Verfassung war. Er war bis zu seinem Tod uneinsichtig welches körperliche und seelische Leid er seiner Tochter und mir zugefügt hatte. Als er tot war begann ich nachzudenken über mich, bzgl Rache und Wiedergutmachung, also Karma. Ich selbst empfand eine Zeit lang ein Gefühl von Sieg in mir. So viele Jahre der Unterdrückung, trotz das ich immer versuchte ihn zu verstehen, zu helfen....entwickelten sich trotzdem negative Gefühle in mir. Nach seinem brutalen Abgang aus dieser Welt, meiner Welt fühlte ich schon eine Befriedigung in mir, die nochmals gesteigert wurde, als nur 3 Monate nach seinem Tod, sein Vater endlich ins Krankenhaus kam (was die Familie seit bald 20 Jahre ihm predigte) und er aus der Narkose erwachte mit einem Bein weniger. Darüber nachzudenken, wie gestraft meine Ex-Schwiegereltern nun mehrfach sind (erst der Tod des Sohnes, dann der Verlust eines Beines vom Ex-Schwieva, und das zusätzliche Leid meiner Ex-Schwiegermutter die ihn im Alter nun pflegen muss, da ihr Mann in seinem negativen, mürrischen, nöligen, meckerischen und aggresivem Wesen, sehr anstrengend ist) gab mir extremen Aufschwung vorriges Jahr. Ich suhlte mich förmlich in den Gedanken, wie Karma die Waagschale nun endlich korrigiert hatte, nachdem meine Tochter und ich Jahre allein für uns kämpfen mussten.
Es kam der Punkt wo ich in meinen Büchern von der Metta (liebenden Güte) erfuhr.
Seitdem beschäftige ich mich damit. Und ich fing an mich damit auseinander zusetzen, welches Leid mein Exmann und seine Eltern ertragen mussten und müssen. Ich fing an darüber nachzudenken, welche Gefühle dabei in mir entstanden. Und über die Zeit hin, entwickelte sich in mir das Mitgefühl zu allen drein.
Nach dem Tod meines Exmannes wurde ich von seiner Oma gefragt, ob ich bereit wäre ihr zu helfen und mich um sie zu kümmern. Sie war die einzigste aus dieser Familie die von Anfang an, lieb zu mir war. Seit zwei Jahren kümmere ich mich nun also um die alte Dame. Während sich mein denken mit der Metta-Meditation veränderte, fing ich tatsächlich an darüber nachzudenken, ob ich meinen Ex-Schwiegereltern im Notfall, mal behilflich sein sollte, trotz allem was geschehen ist.
Ich weiß es grade ehrlich nicht ob ihr mich nun etwas besser verstehen könnt.
Ich selbst habe ein ziemliche Entwicklung hinter mir. Wenn ich bedenke, an welchem Punkt ich vor 6 Jahren war, niemals hätte ich damals geglaubt mich mit diesem Thema so intensiv irgendwann auseinander zusetzen.
Namaste
