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Gutachtersystem (Vorher: Wo der Hass gesät ...)

Verfasst: So 16. Sep 2018, 15:43
von Wally
Marielle hat geschrieben: So 16. Sep 2018, 12:02
magst du mal erläutern, was genau du unter einem "hochentwickelten Gutachtersystem" verstehst?
Meinst du damit diesen stereotypenbasierten Unfug, der im Zuge von TSG-Verfahren zu durchlaufen ist?
Dieser "stereotypenbasierte Unfug" (in Gestalt der zwei damals renommiertesten Münchener Gutachter) hat mir immerhin erst die Hormontherapie und schließlich die Mamma-Augmentation für mein Weiterleben in der öffentlich MÄNNLICHEN (!) Rolle (weswegen ich dafür auch nie einen "Alltagstest" in der weiblichen Rolle absolvieren mußte) befürwortet, und die KK hat's daraufhin auch bezahlt. Und das schon vor 20 Jahren - zu einer Zeit also, in der der transsexuelle Weg generell noch weitaus "stereotyper" vorskizziert wurde als heute. Für die damalige Zeit galt mein Ansinnen als Pioniertat...

Die Stereotypen in der Begutachtung sind im Übrigen größtenteils auch gar nicht auf dem Mist der Gutachter gewachsen, sondern spiegelten allgemein übliche, kollektive Vorstellungen der damals noch sehr jungen Trans-Gemeinde selber - sozusagen ein frühes, noch unreifes Ergebnis kollektiver Bewußtwerdung. Wenn ich in den 80er Jahren TS-Selbsthilfegruppen besuchte (damals Viva in München und Transidentitas in Offenbach/Frankfurt), dann war da der allgemeine Tenor, dass ein "echter" MzF-TS SELBSTVERSTÄNDLICH das ganze Programm von Epilation bis komplette GA-Op nahm, seinen rechtlichen Status änderte und den Rest seines Lebens als Frau lebte, ohne Wenn und Aber. Wer davon abwich, der war nach den Vorstellungen der meisten, damaligen TS gar nicht transsexuell, sondern "bloß" ein Transvestit - und das wiederum galt nicht als Veranlagung, sondern bloß als "sexuelle Perversion", mit "denen" wollte eine "anständige" TS nix zu tun haben :roll: Selbst wer dann in dem neuen Leben als Frau trotzdem noch Frauen liebte, wurde deswegen schon kritisch beäugt.

Ich kann es heute als wohl wichtigsten, sozialen Beitrag verbuchen, den ich in meinem Leben geleistet habe, dass ich mich damals als so ziemlich Erster überhaupt in der deutschsprachigen TS-Szene intensiv für die differenziertere Sichtweise eingesetzt habe, die sich dann so ganz allmählich auch durchgesetzt hat. Die Freiheit, mit der wir heute - körperlich, sozial, rechtlich - unseren Weg individuell irgendwo "dazwischen" wählen können, galt noch in den frühen 80ern - unter den TS selber! - als völlig undenkbar; "komplett oder gar nicht" war damals die unhinterfragte Devise. Den Weg aus diesem starren Korsett heraus und hin zu der uns heute schon so selbstverständlich erscheinenden Freiheit haben die professionellen Gutachter maßgeblich mitgetragen. Ich kann mich da über "Stereotypen" nicht beklagen.

Wer freilich einen Gutachter bloß als Hindernis auf seinem Weg ansieht anstatt als professionelle Hilfe zu einer angemessen abgesicherten Selbstfindung vor entscheidenden, unumkehrbaren Schritten; wer den Gutachter anlügt, wer ihm unreflektiert Stereotypen vorspielt, nur um seinen Servus zu kriegen - der braucht sich dann auch nicht darüber zu beklagen, dass FÜR IHN das ganze Gutachten am Ende tatsächlich nur stereotyper Unfug war. Vorzugsweise eben solche Leute sind es, über die dann später die EpochTimes berichtet :cry:
Marielle hat geschrieben: So 16. Sep 2018, 12:02 Btw: Kennst du die Lebensgeschichten von Edgar Jung und Ernst Röhm?
Dass mich Gauland (oder Höcke, oder gar die offen lesbische Weidel??) eines Tages wegen meiner Transsexualität nach Stadelheim bringen und erschießen läßt, glaube ich nun weniger :P

Herzliche Grüße
Wally

Re: Wo der Hass gesät und gedüngt wird, sodass er blühen kann

Verfasst: So 16. Sep 2018, 16:15
von Anne-Mette
Moin,
Dass mich Gauland (oder Höcke, oder gar die offen lesbische Weidel??) eines Tages wegen meiner Transsexualität nach Stadelheim bringen und erschießen läßt, glaube ich nun weniger
Mit einzelnen Personen werden sie sich nicht zufrieden geben, bohren sie doch am Fundament unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung (pl)

Gewalt entsteht dabei "ganz von allein" - und könnte jede(n) treffen.

Gruß
Anne-Mette

Re: Wo der Hass gesät und gedüngt wird, sodass er blühen kann

Verfasst: So 16. Sep 2018, 17:08
von Wally
Anne-Mette hat geschrieben: So 16. Sep 2018, 16:15
Mit einzelnen Personen werden sie sich nicht zufrieden geben, bohren sie doch am Fundament unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung (pl)
Nö, höchstens in der Nase - aber wo finde ich jetzt den nasebohrenden Smilie? :mrgreen:

Verflucht - ich hatte mir doch vorgenommen, hier nicht zu politisieren (arg)
STOP, nicht hauen, ich halt ja schon mein liederliches Lästermaul! Bin gaaanz brav. :)p

Herzlichen Gruß
Wally

Re: Wo der Hass gesät und gedüngt wird, sodass er blühen kann

Verfasst: So 16. Sep 2018, 17:31
von Inga
Hallo,

die Gutachteritis als Gesinningsprüfung zur Selektion durch "Experten" über die innere Idendität eines Menschen ist deutsche Tradition, die angeblich die Echtheit eines unüblichen Wunsches erkennen sollte und Simulanten aussondern sollte, ist uin Deutschland öfters probiert worden, hat sich immer wieder nicht bewähr, hat bei den Betroffenen viel Leid und Verzweiflung erzeugt, und ist darum als zweifelhaft abgeschafft bzw. massiv eingeschränkt worden.

Als in den 50er Jahren Flüchtlinge aus dem Ostblock über die innerdeutsche Grenze in die damalige Bundesrepubliuk bzw.Berlin (West) kamen, wurden Gutachten erstellt, ob es sich wirklich um politische Flüchtlinge handelte, die im östlichen System verfolgt wurden, oder um Wirtschaftsflüchtlinge, die im Westen besser leben wollten. Letztere sind bedrängt worden, in den Osten zurückzukehren. Was war aber nun politisch, was war wirtschaftlich begründet?

In den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts mussten sich viele von uns, die aus Gewissensgründen den Kriegsdienst mit der Waffe damals verweigerten, einer "Prüfung ihres Gewissens" unterziehen, ob sie es aufgrud ihres Gewissens wirklich ernst meinen oder vortäuschen würden. Sinnvolle objektive Maßstäber gabe es letztendlich nicht. Diese Prüfungen war zwar aufwändig, haben viele Verwaltungsleute und manche Gerichte beschäftigt, manchen in die Verzweiflng getrieben, hat sich angsichts der vielen Fehleinschätzungen nicht gerade bewährt und und ist letztendlich aus deswegenm weitgehend abgeschafft worden. (Unterdessen ist auch die Wehrpflicht abgeschafft worden und darum stellt sich für viele die Frage nicht mehr so drängend.)

Und nun soll das bei dem Empfinden des eigenen Geschlechts gegenüber äußerlicher Einschätzungen nur durch aufwändige Gutachten wieder nur der allein selig machende Weg sein? - Eine Transsexuelle erklärte mir, dass das Bestehen solch gutachterlicher Prüfungen der sog. Experten eher ehr eine intellektuelle Leistung ist, einen mehr oder weniger festgelegten Fragenkatalog zu bedienen, was gebildeten Menschen mit guter Bildung halt leichter fällt, als einer Person mitz geringerer Bildung und somit mit geringerer Chancen, in ihrem tiefsten inneren Wunsch, wenigstens in den Akten der Amtsstuben unserer Gesellschaft als Transgender akzeptiert zu werden. Dass da auch och die Verfügbarkeit von finanziellen Resourcen eine weitere Rolle spielt, ist nur wieder ein weiteres Merkmal, wie die Chancengleichheit zum Glücklicher Sein durch Gutachteritis unterhöhlt wird.

Gtachteritis ist so was von Ewig gestrigen. Das ist m. E. wirklich nicht mehr nötig.

Liebe Grüße
Inga

Re: Wo der Hass gesät und gedüngt wird, sodass er blühen kann

Verfasst: So 16. Sep 2018, 20:05
von Marlene K.
Ich muss bei der AFD nicht in die Vergangenheit schweifen, um zu sehen, dass diese sexuell anders Empfindende nicht schätzen. Das geht auch aus ihrem Wahlprogramm, Stichwort "Genderideologie" und Familienbild hervor.
Abgesehen von anderen Ausgrenzungsbotschaften/Hassbotschaften sendet die Partei hier klare Signale,
ganz zu schweigen von Märschen mit Nazis.

Re: Gutachtersystem (Vorher: Wo der Hass gesät ...)

Verfasst: So 16. Sep 2018, 20:55
von Rosmarin
Wally hat geschrieben: So 16. Sep 2018, 15:43 Für die damalige Zeit galt mein Ansinnen als Pioniertat...
Das kann ich mir sehr gut vorstellen, liebe Wally, ganz herzlichen Dank für die ausführliche Beschreibung deines Weges und der damit verbundenen Widerstände von vielerlei Seiten! Meinen Respekt! -

Da weiter unten an die Gewissensprüfung bei der Kriegsdienstverweigerung erinnert wurde: Hier scheint mir der Unterschied darin zu liegen, dass ich das auch ohne "Bestanden!" durchgezogen hätte, es lag ja nur in meinem eigenen Ermessen...

Im Übrigen würde ich Gutachtern erst einmal sehr vertrauensvoll begegnen, welches persönliches Interesse sollten sie daran haben, mir irgendwelche Steine in den Weg zu legen? Mit zwei Psychologen habe ich in schwieriger Zeit und in ganz anderem Zusammenhang jedenfalls sehr gute Erfahrungen gemacht.

Und noch etwas: Deine Entscheidung, öffentlich als Mann zu leben plus Brustaufbau - was nur scheinbar ein Widerspruch ist - wäre auch meine erste Wahl und mein Traum, ohne mich mit 66 Jahren noch daran zu wagen, da setze ich mir nun selber eine "Grenze" ;-)

Man(n) muss nicht alles haben, in jedem Alter, was erstrebenswert und schön wäre...Schließlich gibt es auch "Biofrauen", die sich mit Sillies begnügen müssen, tröste ich mich da.

Liebe Grüße,

Rosmarin

Re: Wo der Hass gesät und gedüngt wird, sodass er blühen kann

Verfasst: So 16. Sep 2018, 21:12
von Valerie Bellegarde
Marielle hat geschrieben: So 16. Sep 2018, 12:02
Btw: Kennst du die Lebensgeschichten von Edgar Jung und Ernst Röhm? Die waren auch mal
Wally hat geschrieben: Sa 15. Sep 2018, 20:23offensichtlich gut akzeptiert

Habs gut

Marielle
Hier werden Edgar Julius Jung und Ernst Röhm zitiert als Beispiel von Verfolgung sexuell anders empfindender Menschen durch Nationalisten, dies geschieht aber m.E. in unzulässiger Weise. Beide Männer wurden nicht wegen ihrer Homosexualität verfolgt (nur Röhm war offen schwul) sondern weil sie sehr einflussreiche Gegner der Nazis waren, die 1934 noch nicht so fest im Sattel saßen. Jung als von Papens Redenschreiber z.B. war einer der einflussreichsten konservativen Politiker / Journalisten der Weimarer Zeit, er starb unter ungeklärten Umständen im KZ Oranienburg (wahrscheinlich umgebracht), Röhms Schicksal ist bekannt. Beide opponierten 1934 offen gegen Hitler, mit ihrer sexuellen Orientierung hatte das nichts zu tun, wenn, dann nur bei Röhm und auch hier wurde es nur zum Verwand genommen, um den Mord vor der Öffentlichkeit irgendwie zu "rechtfertigen".

Grüße, Valerie

Re: Gutachtersystem (Vorher: Wo der Hass gesät ...)

Verfasst: So 16. Sep 2018, 21:36
von Michi
Wally hat geschrieben: So 16. Sep 2018, 15:43 Dass mich Gauland (oder Höcke, oder gar die offen lesbische Weidel??) eines Tages wegen meiner Transsexualität nach Stadelheim bringen und erschießen läßt, glaube ich nun weniger :P
Meinst du echt, du und die Weidel, ihr seid sicher vor denen, die alles nicht "chrisltich-Herteronormative" verachten, wenn ihr euch wie die Läuse in derem Pelz versteckt?!

Da haben schon mal welche so gedacht ... und dann kam die Nacht der Langen Messer ... :twisted:

Re: Wo der Hass gesät und gedüngt wird, sodass er blühen kann

Verfasst: So 16. Sep 2018, 22:44
von conny
Jenina hat geschrieben: Sa 15. Sep 2018, 17:31 Hallo,

kein Wunder "Epoch Times" ist ein Organ der neuen Rechten, die mit vermeintlichem Anspruch und Bildung die erreichen will, für die die Schreihälse von Pegida und Co. zu laut sind. Umso gefährlicher ist dieser in geschickter Verkleidung daherkommende Faschismus.

Jenina
Der Artikel von Epoch Times bezieht sich auf einen von RT!

Re: Wo der Hass gesät und gedüngt wird, sodass er blühen kann

Verfasst: So 16. Sep 2018, 23:12
von Wally
Inga hat geschrieben: So 16. Sep 2018, 17:31
Gutachteritis ist so was von Ewig gestrigen. Das ist m. E. wirklich nicht mehr nötig.
Liebe Inga,

Allein schon der finanzielle Aspekt rechtfertigt doch eigentlich die Gutachten: immerhin reden wir da von fünfstelligen Euro-Beträgen pro Fall, die dann zum allergrößten Teil andere Leute mit ihren KV-Beiträgen bezahlen müssen. Ein bißchen Kontrolle möcht' bei solchen Dimensionen schon sein, im Interesse der Allgemeinheit, zu der wir ja selber auch gehören.

Vor allem aber: wie stellst Du Dir eigentlich die Arbeit eines Chirurgen vor? Der hat da einen ganz normalen, noch relativ jungen, äußerlich gesunden Mann vor sich - und dem soll er nun sein komplettes, gesundes (!!!) Geschlechtsteil amputieren!

Wenn ich als Zahnarzt jemandem auch nur einen einzelnen, vereiterten Backenzahn gezogen habe, hat es keinesfalls genügt, dass der Patient den Zahn ausdrücklich raus haben wollte. Ich mußte das genau untersuchen, röntgen, die Diagnose stellen und dokumentieren, die Indikation für die Extraktion dokumentieren und den Patienten ausführlich über mögliche Alternativen zur Extraktion aufklären. Ich mußte mit meiner ganzen Fachkompetenz genau wissen, WAS ich da tue und WARUM - nach allen Regeln der Kunst - ich es tue; und wenn ich das aus meinem Fachwissen heraus nicht mit den Regeln der Kunst unter einen Hut bringen konnte, MUSSTE ich es ablehnen, Patientenwunsch hin oder her. Sonst hätte ich nämlich riskiert, in Teufels Küche zu kommen, weil der Patient in der Woche drauf plötzlich seine Meinung ändert, mir wegen Körperverletzung ein Strafverfahren anhängt und mich mit zigtausend Euro Schadenersatz- und Schmerzensgeldforderungen vor den Kadi zerrt. Seine Unterschrift zum Extraktionswunsch hätte mir da genau NULL genützt, denn schließlich bin ICH der Spezialist und werde dafür bezahlt, dass ich mein Fach beherrsche und nach den Kunstregeln behandle. Der Patient als Laie kann und darf irren - ich als Fachmann darf das NICHT, eben dafür bin ich ja als Fachmann ausgewiesen.

Nun ist ein plastischer Chirurg der Spezialist für's Skalpell, nicht für die Seele, und die Indikation für eine GA-Operation ist nicht so vergleichsweise simpel zu stellen und abzusichern wie für eine Zahnextraktion (obwohl es auch da schon sehr komplizierte Fälle gibt). Der Chirurg muß einerseits genau wie ich beim Zähneziehen wissen, was er da tut und warum es in diesem Einzelfall nach allen Regeln ärztlicher Kunst auch wirklich indiziert ist; andererseits hat er weder die Zeit, mit seinen Patienten, die ja oft genug selber noch bis zum letzten Moment um die Entscheidung ringen, wochen-, monate- und in manchen Fällen jahrelang ausgiebigst Vorgespräche zu führen, noch hat er überhaupt die nötigen, psychologischen/psychiatrischen Spezialkenntnisse dazu. Der KANN gar nicht anders, als sich für diese ärztliche Indikation auf andere Spezialisten zu stützen - eben auf die Gutachter. Ich wüßte wirklich nicht, wie das in einem seriösen Medizinbetrieb anders geregelt werden könnte.

Herzliche Grüße
Wally

Re: Wo der Hass gesät und gedüngt wird, sodass er blühen kann

Verfasst: Mo 17. Sep 2018, 06:36
von Jasmine
Aufgrund meiner Erfahrungen in meinem Umfeld sehe ich in diesem Artikel den verzweifelten Versuch der ewig gestrigen ihre längst überholten Vorstellungen zu publizieren. Ich habe genug erlebt, sodaß ich mir durch solche Artikel mein Leben nicht mehr beeinträchtigen lasse.
Liebe Grüße Jasmine

Re: Wo der Hass gesät und gedüngt wird, sodass er blühen kann

Verfasst: Mo 17. Sep 2018, 07:38
von Jenina
conny hat geschrieben: So 16. Sep 2018, 22:44 ....
Der Artikel von Epoch Times bezieht sich auf einen von RT!
Was ändert das am Charakter von Epoch Times? Soll das jetzt eine Rechtfertigung sein für ein Organ faschistischer Propaganda, nur weil es sich auf eine Plattform von Verschwörungstheoretikern und Fake News verbreitern bezieht? Es wäre schön wenn man sich beim Aussuchen seiner Freunde etwas mehr Mühe geben würde.

Jenina

Re: Wo der Hass gesät und gedüngt wird, sodass er blühen kann

Verfasst: Mo 17. Sep 2018, 09:45
von conny
Jenina hat geschrieben: Mo 17. Sep 2018, 07:38
conny hat geschrieben: So 16. Sep 2018, 22:44 ....
Der Artikel von Epoch Times bezieht sich auf einen von RT!
Was ändert das am Charakter von Epoch Times?
Jenina
Nichts. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass der Artikel aus einer Plattform stammt, die leider viele für das echte und wahre Informationsmedium halten.
Jenina hat geschrieben: Mo 17. Sep 2018, 07:38 Es wäre schön wenn man sich beim Aussuchen seiner Freunde etwas mehr Mühe geben würde.
Wie soll ich das verstehen?

Re: Wo der Hass gesät und gedüngt wird, sodass er blühen kann

Verfasst: Mo 17. Sep 2018, 15:36
von triona
Wally hat geschrieben: So 16. Sep 2018, 23:12
Kann es sein, daß du hier die rechtliche Absicherung des Chirurgen vor der Haftung bei möglichen Fehlentscheidungen der Patienten verwechselst mit der gesetzlich vorgeschriebenen Gutachterpflicht für die Namens- und Personenstandsänderung (TSG)?

Für einen einfachen bürokratischen Vorgang wie eine Namens- und Personanstandsänderung ist diese Zwangsbegutachtung lediglich eine staatliche Bevormundung und Zumutung für Betroffene. Eine Erörterung von geeigneten Verfahren für den "medizinischen Weg" sollte man unbedingt trennen von dem rein rechtlichen und bürokratischen Verfahren. Da gibt es auch nichts, was bei eventuellem Irrtum nicht wieder genau so einfach rückgängig gemacht werden könnte. Und es entsteht auch kein Schaden für andere.


liebe grüße
triona

Re: Wo der Hass gesät und gedüngt wird, sodass er blühen kann

Verfasst: Mo 17. Sep 2018, 17:08
von Wally
triona hat geschrieben: Mo 17. Sep 2018, 15:36
Kann es sein, daß du hier die rechtliche Absicherung des Chirurgen vor der Haftung bei möglichen Fehlentscheidungen der Patienten verwechselst mit der gesetzlich vorgeschriebenen Gutachterpflicht für die Namens- und Personenstandsänderung (TSG)?
Ich verwechsle das nicht - ich weise nur daraufhin, dass GA-Operationen ohne Gutachten schlicht unmöglich sind. Kein seriöser Chirurg würde das tun, aus Gründen, die auf der Hand liegen. Im Übrigen sichern die Gutachten ja nicht nur den Chirurgen vor der Haftung, sondern gleichzeitig vor allem auch den Patienten vor einer möglichen Fehlentscheidung ab.
triona hat geschrieben: Mo 17. Sep 2018, 15:36 Für einen einfachen bürokratischen Vorgang wie eine Namens- und Personanstandsänderung ist diese Zwangsbegutachtung lediglich eine staatliche Bevormundung und Zumutung für Betroffene. Eine Erörterung von geeigneten Verfahren für den "medizinischen Weg" sollte man unbedingt trennen von dem rein rechtlichen und bürokratischen Verfahren. Da gibt es auch nichts, was bei eventuellem Irrtum nicht wieder genau so einfach rückgängig gemacht werden könnte. Und es entsteht auch kein Schaden für andere.
In diesem Punkt hast Du Recht, das sehe ich ganz genauso!

Herzliche Grüße
Wally