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Re: Trans* und Alter
Verfasst: Di 10. Jul 2018, 07:10
von Doreen
Hallo Vicky,
mit dieser Thematik habe ich mich auch vor Jahren befasst und eine ähnliche Frage ins Forum gestellt,
siehe hier:
https://www.crossdresser-forum.de/phpBB ... 16&t=11088
LG Doreen
Re: Trans* und Alter
Verfasst: Di 10. Jul 2018, 07:30
von Jenina
Vicky_Rose hat geschrieben: Mo 9. Jul 2018, 12:58
... Ich möchte für mich nicht Angst vor dem Alter sagen. Es geht eher um Verfall, Ohnmacht, Leiden. Statt Angst würde ich auch eher "Bewusstsein" sagen. ...
Vicky,
was das angeht habe ich das seltsamerweise ganz ausgeblendet. Auch hier wieder mal nachdenken....
Und da gibt es zwei Aspekte:
Erstens: die Verdrängung. Ich habe meine beiden Eltern verloren und das war nicht immer schön mitzumachen, besonders bei meiner Mutter, deren langsamer Verfall nach ihrem Schlaganfall noch 17 Jahre angedauert hat. So etwas verdrängt man dann gerne, immer mit dem Gedanken, ich möchte das so nicht. Aber was kann man dagegen tun...
Zweitens: die optimistische Seite. Und da muss ich sagen, dass es mir erst nach meinem Outing richtig gut ging. Ab da habe ich begonnen mehr auf mich und meine Gesundheit zu achten. Und das hat eben auch den Grund, dass die Jenina in mir ebenfalls gesund sein sollte - weil sie leben soll. Offenbar hat die Befreiung zuerst meine geistige Gesundheit befördert und danach auch meine körperliche. Ich gehe nun regelmäßig zum Arzt, etwas, was dem reinen Mann niemals eingefallen wäre.
Also kann ich sagen: in meinen Gesunden Geist lebt auch ein gesunder Körper. Und das Ganze mit Optimismus. Auch wenn die 60 nahe sind ist das kein Grund mehr für Hader.
Jenina
Re: Trans* und Alter
Verfasst: Di 10. Jul 2018, 08:05
von ExUserIn-2026-04-08
Hallo Mädels,
zunächst einmal vielen Dank für die vielen Beiträge. Ich höre bei den meisten eine positive Grundhaltung heraus. Das finde ich sehr spannend. Man sagt ja, das viele ältere Menschen eine große Zufriedenheit erfahren. Vielleicht ist das Motto "alles kann, aber nichts muss" ganz wichtig dabei. Mir scheint, auch Transmenschen machen da keine Ausnahme und sind auch bei diesem Thema ganz normal ...
Aria hat geschrieben: Mo 9. Jul 2018, 19:56
Warum sollte es das? Alt wird man doch so oder so. Und es kommt immer darauf an, was man daraus macht. So ganz werde ich nämlich aus deine Fragestellung nicht schlau.
Ist es, dass du dich als Frau älter fühlst als als Mann? Oder ist es nur, weil du dann älter ausschaust? Das hängt aber mit deiner Mode und Mak-up zusammen. Man kann sich ja
damit auch älter machen als man ist. Ausserdem ist das doch eh so ein Frauenthema schlechthin: Die Suche nach der ewigen Jugend. Klar, sie betrifft das ein Stück mehr als
Männer, weil es ihnen suggeriert wird und schlussendlich ganze Industrien davon leben (Schönheitskur, Lifting-Cremes usw.) Und dann kommt noch hinzu, dass sie ganz andere
körperliche Voraussetzungen haben: Weniger Muskelmasse, schwächeres Bindegewebe. Aber abgesehen von den ganzen Umständen, ist man doch so alt/jung, wie man sich fühlt.
Nein, ich fühle mich als Frau nicht älter. Es ist mehr das Aussehen. Make up benutze ich i.d.R. nur wenig. Da bin ich eher entspannt. Ich habe ganz bewusst das Thema Aussehen angesprochen, da dies im allgemeinen ein typisches Frauenthema ist. Es war ein bisschen provokativ gemeint. Mir ist das Thema Altern wichtig, weil es zum Leben dazu gehört und ich in eine Phase komme, in der es aktuell wird. Ich mag nicht meiner Jugend hinterher rennen und dabei mein Leben verpassen. Ich habe auch (noch ?) kein Problem mit dem Altern. Aber mit meinem 50. Geburtstag vor einigen Jahren ist mir schlagartig klar geworden, dass ich mehr als die Hälfte meines Lebens hinter mir habe. Die zweite Hälfte ist gefühlt viel kürzer. Statistisch gesehen, habe ich nur noch ein paar Jahre bis zu einer schweren Krankheit. Das ist für kein Grund zu lamentieren, sondern Anlass mich zu fragen, was ich in dieser Zeit anfangen will.
Oder anders gefragt: Verschieben sich durch diese Sichtweise Prioritäten ? Betrifft es mein Trans-Dasein ?
Im Rückblick habe ich ein buntes Leben gelebt. Klar hätte manche Dinge auch anders machen können, aber nicht mit meiner damaligen Lebenserfahrung. D.h. ich habe nach meinen Möglichkeiten gelebt und daran hat sich nichts geändert. Ich trauere nicht verpassten Chancen nach. Und das ist eine gute Basis für die Gegenwart. Ich achte auf meine Möglichkeiten und ich lebe sie, so gut ich kann. Aber die Inhalte verändern sich. Ich achte bewusster auf das, was ich tue. So tritt der Beruf in den Hintergrund und meine Ehe wird wichtiger, wie allgemein mir Menschen wichtiger werden. Es gab viele Verluste in meinem nahen und ferneren Umfeld in den letzten Jahren und der Älteste nach meinem Vater war gerade 70 Jahre.
Auch Trans sehe ich langsam entspannter, hat aber noch die gleiche Bedeutung wie früher. Ich bleibe neugierig, bin konsequenter, aber "perfektes Styling" wird weniger wichtig. Es geht mehr darum, bei mir selber anzukommen. Das Äußerliche tritt dabei etwas in den Hintergrund. Ob das eine längerfristige Tendenz ist, weiß ich nicht. Aber ich denke, es wird mich mein lang begleiten.
@Doreen: Vielen Dank für den Hinweis. Du hast damals nach dem Altern vor dem Hintergrund von Krankenhaus und Pflegeheim gefragt. Mir ging es um die Phase bis zu diesem Zeitpunkt. Vor Krankenhaus und vor allem Pflegeheim graust es mir mächtig. In den letzten Jahren habe ich das ein oder andere Heim kennen lernen müssen. Ich weiß nicht, ob ich das erleben möchte. Trans dürfte da in den Hintergrund treten. Ein würdiges Leben sieht für mich anders aus. Dann eher ein würdiges Sterben ...
@Jenina: Das kann ich gut nachvollziehen. Mein Vater ist vor gut 2 Jahren mit 97 Jahren im Heim gestorben. Meine Mutter ist seit ca. 4 bis 5 Jahren dement. Ich sehe das auch als Motivation für ein gesundes Leben. Dabei steht ein "Vicky soll leben" nicht im Vordergrund. Du kennst mein Hadern und Kämpfen seit vielen Jahren. Das Auf und Ab ist schwächer geworden, aber als Antrieb taugt es nicht. Sie gehört dazu, ob ich will oder nicht. Also will ich es und ich bin ruhiger ...
Re: Trans* und Alter
Verfasst: Di 10. Jul 2018, 09:50
von Cybill
Alter. ...
Ich drücke es für mich mal so aus:
Solange es mir gelingt, das Ganze halbwegs in Würde hinzukriegen, dann ist das kein Problem.
In meinem Zweitjob, beim Sozialpsychiatrischen Dienst, habe ich als Einzelfall eine 76-Jährige, die der vergangenen Jugend derart nachtrauert, dass sie darüber depressiv geworden ist. Die Dame ist jedoch -trotz COPD - noch sehr rüstig und tritt immer sportlich-elegant auf.
Meine Mutter war genau so. Ich sehe darin auch eine gute Art um mit dem Älterwerden umzugehen. Langsam stelle ich meine Garderobe ebenfalls auf diese Grand-Dame-Mode um. Ich merke auch, dass ich damit mehr Respekt und Bewunderung ernte, als im Sexy-Hexi-Look.
Mit fast 55 muss ich nicht mehr wie ein Fetischtraumgirl aussehen, kann aber wie eine Lady auftreten.
- Cy
Re: Trans* und Alter
Verfasst: Di 10. Jul 2018, 10:17
von Viggy
Ich finde diesen Thread ebenfalls hochinteressant und mehr als angebracht.
Ich fühle mich beim Dressen nicht unbedingt jünger, aber ich habe bei mir selbst schon den Verdacht, dass sich mein CDing auch ein wenig am Älterwerden begründet. Ich bin eitel, das kann ich nicht abstreiten und auch meine Frau hat mich schon früh darauf gebracht, Dinge nicht einfach so hinzunehmen, wie sie vor allem bei älteren verstärkt wachsen: Augenbrauen, Nasen-/Ohrenhaare etc. Damit hatte sie zwar bestimmt nicht einen weiblichen Look im Fokus, aber naja ein wenig ist sie wohl auch selbst schuld
Frauen haben in der Gesellschaft nunmal vielmehr Rückhalt und Erlaubnisse, wenn es darum geht das Altern abzumildern, natürlich auch nur bis zu gewissen Grenzen. Aber da gibt es Faltencremes, Schminke, Haartönung und eben auch schicke Kleidung, die das Alter zwar nicht vergessen macht, aber eben abmildert.
Allein schon die Gesichtspflege, seht euch auf der Straße die ganzen zugewachsenen graustoppeligen männlichen Gesichter (Bart ist jetzt ja auch noch IN) auf der Straße an. Rasiert, gezupft und gepflegt wäre die gleichen Gesichter 10 Jahre jünger. Für Frauen ist es völlig normal, die Haare zu tönen, mit entsprechender Frisur unzureichenden Haarwuchs auszugleichen, ein Mann der sich die Haare tönt oder sich gar ein Toupet zulegt wird dagegen allzugerne lächerlich gemacht.
Diese Gesamtsituation hat bei mir mit Sicherheit dazu beigetragen, dass eine gewisse Veranlagung, erst in späten Jahren weiter entwickelt und verstärkt wurde.
Beim Dressen versuche ich immer, mich so zu kleiden, dass wäre ich eine Biofrau, der Look zu mir und meinem Alter passt. Daher kann ich an mir auch beobachten, dass sich mein Geschmack über die Zeit wieder etwas relativiert hat. Nach der Anfangsbegeisterung sind allzu feminine, junge Sachen ganz von selbst weggekommen, und Kleidung gewichen, die meine beiden geschlechtlichen Seiten und mein Alter berücksichtigt.
Re: Trans* und Alter
Verfasst: Di 10. Jul 2018, 11:55
von ExUserIn-2026-04-08
Re: Trans* und Alter
Verfasst: Di 10. Jul 2018, 13:14
von Anja
Moinsen,
mit meiner persönlichen Meinung stoße ich hier vermutlich auf wenig Gegenliebe. Kein Grund, sie nicht trotzdem zu äußern.
Manu.66 hat geschrieben: Mo 9. Jul 2018, 16:36
Bin ich post OP und mit amtlicher Bestätigung überhaupt noch Trans* ?
Auch wenn ich die OP irgendwann machen werde, ist mein Körper ein männlich geborener, der an einen Frauenkörper angeglichen wurde. Somit bin und werde ich immer Trans sein. Meine Chromosomen sind männlich, ich habe eine Prostata...
Daber ist der Grad der Angleichung nebensächlich, es wird doch immer (nur) eine Angleichung sein.
Natürlich liegt es in meinem Ermessen, unter welchen Umständen dieser Fakt wichtig ist. Hier im Forum nenne ich mich Transfrau, beim Arzt lasse ich mich natürlich nur als "Frau" aufrufen.
Aber geboren wurde ich als Mann. Und ich habe über 30 Jahre als Mann verbracht. Dazu stehe ich auch.
Ist aber meine ganz persönliche Meinung
Grüße
die Anja
Re: Trans* und Alter
Verfasst: Di 10. Jul 2018, 17:56
von Jenina
Anja hat geschrieben: Di 10. Jul 2018, 13:14
...
mit meiner persönlichen Meinung stoße ich hier vermutlich auf wenig Gegenliebe. ...
Ganz im Gegenteil liebe Anja. Und wenn von Seiten einiger anderer eine andere Auffassung vertreten wird so ist das nicht Dein Problem. Mir gefällt im Übrigen Deine Haltung und Dein Auftreten, so es in diesem Forum deutlich wird, sehr gut. Man sollte seine Vergangenheit nicht vergessen und noch weniger verleugnen. Das was war war irgendwie auch wichtig und ist ein Teil der Läufe des Lebens.
Denn nur Du weißt, dass Du transsexuell bist und eine Frau im Inneren wie im Äußeren. Auch mit den verbliebenen Abweichungen von einer angeblichen "reinen Lehre". Denn diese gibt es nicht. Trans* ist eine Selbstbestimmung und keine Fremdbestimmung. Genau wie Homosexualität. Und genau deshalb sind ja solche Unterdrückungsmethoden wie das TSG so furchtbar, denn es ist staatlich sanktionierte Fremdbestimmung. Das muss aufhören.
Nicht zuletzt hilft das auch trans* Menschen wie mir, die sich nicht als Frau sehen, aber auch nicht als Mann der "reinen Lehre". Und das wird gerade im Alter wichtig, um auf das Thema zurückzukommen. Ich schrieb oben schon dass die psychische Gesundheit auch auf die physische zurückwirkt. Und das Wichtigste im Alter ist und bleibt die Gesundheit. Das verhindert auch, dass man sich Ängsten hingibt, es könnte mit dem Alter etwas Schlimmes eintreten. Das kann es immer und kann auch einem jungen Menschen passieren.
Das daraus erwachsene Selbstbewusstsein hilft freilich auch dabei seine weibliche Seite zu zeigen. Und das werde ich wohl auch mit 60+ tun - "schlimmer": ich freue mich darauf!
Jenina
Re: Trans* und Alter
Verfasst: Di 10. Jul 2018, 18:50
von Momo58
Alter und Trans ist für mich erst mal kein Problem. Gut; ich brauche mehr Schminke, weil das Gesicht ebenfalls altersbedingte Spuren hat. Meine Haare sind sowieso kurz, damit meine Perücken gut sitzen. In meiner Kleinstadt bin ich bekannt als der Mann der Frauenkleider trägt. Die meisten Menschen haben kein Problem damit, abfällige Bemerkungen sind eher selten. Ein Problem wird es für mich dann, wenn ich im Alter in ein Pflegeheim müsste. Die sind auf transsexuelle Menschen meiner Meinung nach nicht eingestellt, ebenso wenig wie Kliniken oder Rehaeinrichtungen. Das einzige, was ich persönlich schade finde ist, dass ich viel zu lange gebraucht habe, zu meiner Transsexualität zu stehen. Trotzdem werde ich meine Transsexualität für den Rest meines Lebens genießen.
liebe Grüße
Momo
Re: Trans* und Alter
Verfasst: Di 10. Jul 2018, 19:53
von ulla
An Momo
Sehe Pflegeheime als letzte Station der ganz,ganz Alten von uns an.Schwere Krankheiten begleiten dem Weg nach dort.
Unsere Veranlagungen sterben schon vor uns,da wir dort im letzten Wartezimmer angekommen sind.
Sinnvolle Gespräche untereinander sind da auch eher selten.Sind auf gute Betreuung u.Pflege angewiesen.
Ulla
Re: Trans* und Alter
Verfasst: Mi 11. Jul 2018, 07:41
von Nicole Fritz
Kati_nx hat geschrieben: Di 10. Jul 2018, 18:15
Nicole Doll hat geschrieben: Di 10. Jul 2018, 00:12
Hallo,
hier noch ein paar Bilder zu meiner "haarigen" Betrachtung dieses Themas[/url].
Hallo Nicole,
ich muss echt sagen, irgendwie steht Dir die Frisur auf dem mittleren Bild, macht dich jünger und Du wirkst dynamischer. So was scheiteliges solltest Du öfter probieren.
Gruß
Kati
Hallo Kati,
ich glaube, ich sollte bei der Gestaltung meiner Frisur tatsächlich in diese Richtung denken. Der Inhaberin des Second-Hand-Klamottenlädchens in meinem Dorf gefällt mein Pony auch nicht. Aber im mittleren Bild erkenne ich tatsächlich meine Oma. Sie hatte lange fast weiße Haare bis zum Hintern, die sie sich immer zu einem Dutt zusammen steckte. Und die Ähnlichkeit im Gesicht habe ich geerbt. Ich sollte mal ein altes Foto raus suchen und einscannen, wie die Bilder von mir in Uniform und von meinem Dienstfahrzeug mit Bordkanone.
Ganz aktuell habe ich die Haare nach gefärbt und ein wenig so zurecht geschnitten wie auf meinem Profilbild. So sehe ich da weder den Mann noch meine Oma als alte Frau. Zum Frisör traue ich mich einfach nicht. Der hat mir früher als Junge immer gegen meinen Willen die Haare viel zu kurz geschnitten. Daraus hat sich eine regelrechte Phobie entwickelt. Also wurstele ich jetzt immer umständlich am Spiegel mit der Schere herum.
Aber mit dem Scheitel kann ich ja einfach mal herum probieren. Bei meiner rothaarigen Langhaar-Perücke gefällt es mir ja. Da habe ich wohl so eine Formel im Kopf: kurz + Scheitel = Mann.
Liebe Grüße
Nicole
... da habe ich einfach mal schnell ein Foto gemacht:
Re: Trans* und Alter
Verfasst: Mi 11. Jul 2018, 08:12
von Ulrike-Marisa
Moin,
habe da gerade einen Text im Netz gefunden, der sich mit: Pflege unter dem Regenbogen, befasst. Der Text stammt von der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz und zeigt Gedanken auf, wie mit "Regenbogen-Seniorinnen/en menschenwürdig umgegangen werden kann in der Pflege also im letzten Stadium unseres Daseins unter Beachtung der Würde jedes einzelnen Menschen.
Zitat aus dem Text:
Pflege hat die Aufgabe, diesen zentralen Persönlichkeitsanteil
einzubeziehen und die speziellen Lebensrealitäten
und Erfahrungshintergründe von Lesben,
Schwulen, Bisexuellen, Transidenten und Intersexuellen
zu berücksichtigen — so wie auch bei Menschen
mit Migrationshintergrund die kulturelle und religiöse
Prägung in der Pflege Beachtung finden sollte.
Es geht also doch auch anders, ist mein Eindruck und wir sind gesellschaftlich auf dem Weg, auch diesen Aspekt des menschlichen Lebens anders als bisher zu sehen und zu verstehen und letztlich auch anders, menschengerecht zu handeln.
Grüße, Ulrike-Marisa

Re: Trans* und Alter
Verfasst: Mi 11. Jul 2018, 08:26
von Luna
Ulrike-Marisa hat geschrieben: Mi 11. Jul 2018, 08:12
Zitat aus dem Text:
Pflege hat die Aufgabe, diesen zentralen Persönlichkeitsanteil
einzubeziehen und die speziellen Lebensrealitäten
und Erfahrungshintergründe von Lesben,
Schwulen, Bisexuellen, Transidenten und Intersexuellen
zu berücksichtigen — so wie auch bei Menschen
mit Migrationshintergrund die kulturelle und religiöse
Prägung in der Pflege Beachtung finden sollte.
Wow, find ich großartig. Das Thema ist also nicht nur in Schulen sondern auch im Pflegebereich angekommen. Gibt Hoffnung.
Alles Liebe
Luna
Re: Trans* und Alter
Verfasst: Mi 11. Jul 2018, 09:08
von ExUserIn-2026-04-08
Das ist schon ein Schritt. Aber ich bezweifle, dass er heute große Beachtung findet. Dazu ist der Mangel an Personal zu groß und an muss froh sein, wenn überhaupt die allernotwendigste Arbeit gemacht werden kann.
Re: Trans* und Alter
Verfasst: Mi 11. Jul 2018, 11:47
von ExUserIn-2026-01-22
Hallo Vicky,
ein interessantes Thema hast du hier gestartet, mit dem ich mich selbst eigentlich noch gar nicht so richtig auseinander gesetzt habe.
Ich selbst bin 41 Jahre und betreibe das Crossdressing seit gut 7 Jahren "offen". Als Crossdresser hat man ja immer die Möglichkeit zwischen Mann und Frau zu wechseln: möchte ich heute mal eine Frau sein, dann style ich mich frühmorgens eben so. Habe ich ein paar Tage später keine Lust darauf eine Frau zu sein, dann erledige ich meine Dinge eben als Mann. Ich möchte damit sagen, daß man als CD nicht an ein Geschlecht gebunden ist, stattdessen ist man "flexibel". Und in diesem Punkt wird sicherlich auch irgendwann einmal das Alter eine Rolle spielen. Ganz ehrlich, ich kann heute nicht sagen, ob ich noch mit 50 oder 60 Jahren das Verlangen habe meine feminine Seite nach außen zu zeigen. So lange ich aber meine Freude daran habe, werde ich als "Jennifer" auch die nächsten Jahre nichts groß verändern.
Sicherlich wird es auch für mich interessant sein zu erfahren, wie ich als Jennifer "altere".
Jennifer