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Re: Ignoriert die Pflege Lesben und Schwule?
Verfasst: So 1. Apr 2018, 19:13
von triona
Kerstin hat geschrieben: So 1. Apr 2018, 19:00
Ein selbst bestimmter Freitot erscheint auch mir als alternative, stellt sich nur die Frage ob ich die Kraft dafür haben werde.
Und außerdem auch noch die Möglichkeit. (Falls du das nicht auch gemeint hast mit "Kraft".) Wenn man einmal selbst körperlich nicht mehr handlungsfähig ist, kann es zu spät für diesen Lösungsweg sein. Für mich wäre das ab einem gewissen Punkt auch die bessere Alternative. Und das unabhängig von meinem Geschlecht und Geschlechtsempfinden.
liebe grüße
triona
Re: Ignoriert die Pflege Lesben und Schwule?
Verfasst: So 1. Apr 2018, 19:41
von Kerstin
Ronda_PTL hat geschrieben: So 1. Apr 2018, 02:41
Werte Kerstin,
Mit Verlaub, aber ich finde es furchtbar anmaßend den ganzen Artikel als "BS" abzukanzeln.
Du magst es als furchtbar anmaßend empfinden ich bleibe aber bei der Aussage das dieser Artikel Bullshit ist
Des Weiteren wirfst Du mit zwei simplen Sätzen auch meine Ausführungen in die Tonne. So geht es wirklich nicht! Vor allem wird es der Problematik keineswegs gerecht.
Deine Ausführung kann ich zwar in keinsterweise nachvollziehen. Das du sie falsch verstehst tut mir leid und war meiner seits keine Absicht.
Es greift zu kurz, nur das eine Ende der Fahnenstange zu beklagen, dass die Plegenden am Anschlag sind. Und wo liegen die Ursachen? Am Geld? NEIN! Es ist wahrlich GENUG Geld im System, aber es profitieren die FALSCHEN davon. Statt das System im Sinne des Pflegegesetzes zu optimieren, wurde es mehrheitlich in private Träger-Hände von GEWINNORIENTIERTEN Firmen gelegt, die mit dem Geld aus dem System jede Menge Gewinne machen, bei zu wenig Fach-Personal und zu geringen Löhnen der Beschäftigten. Aber Hauptsache die Anteilseigner bekommen hohe Dividenden.
Die Politik wäre längst in der Pflicht hier einen Riegel vorzuschieben, Korekturen dieser Fehlentwicklunghen einzuleiten. Es gibt genügend Modellrechnungen und gute Beispiele, wie man es besser organisieren könnte, ohne dass die Kassen und die Bürger mehr belastet würden. Aber seit Jahren gibt es nur kosmetische Korekturen und keine grunsätzlichen Ansätze, den Misbrauch des Systems nach den Gestzen des kapitalistischen Marktes aufzubrechen. Überall auf der Welt, wo soziale Gesundheits-System nach rein gewinnwirtschaftlichen Maximen arbeiten, beobachten wir die gleichen oder ähnliche Missstände.
Die übliche Kapitalismuskritik. Dumm nur das es in keinem sozialistischem Land besser war bzw ist. Das will man aber nicht war haben.
Aber es ja so viel einfacher, die vermeintlichen partikularen LOBBYINTERESSEN anzuprangern. Dann braucht man nicht das große Rad drehen, nicht wahr?
Und was soll jetzt diese Aussage?? Weil man sich sich gegen partikulare LOBBYINTERESSEN ausspricht heist das noch lange nicht das man den großen Rest prima findet.
Re: Ignoriert die Pflege Lesben und Schwule?
Verfasst: So 1. Apr 2018, 19:48
von Kerstin
triona hat geschrieben: So 1. Apr 2018, 19:13
Kerstin hat geschrieben: So 1. Apr 2018, 19:00
Ein selbst bestimmter Freitot erscheint auch mir als alternative, stellt sich nur die Frage ob ich die Kraft dafür haben werde.
Und außerdem auch noch die Möglichkeit. (Falls du das nicht auch gemeint hast mit "Kraft".) Wenn man einmal selbst körperlich nicht mehr handlungsfähig ist, kann es zu spät für diesen Lösungsweg sein. Für mich wäre das ab einem gewissen Punkt auch die bessere Alternative. Und das unabhängig von meinem Geschlecht und Geschlechtsempfinden.
liebe grüße
triona
In der aktuellen Ausgabe der Wochenendzeitung welche bei uns kostenlos verteilt wird ist ein Artikel über "Fasten bis zum Tot". Ich denke das ich das dann schon noch könnte - wenn ich die Kraft dazu habe.
LG Kerstin
Re: Ignoriert die Pflege Lesben und Schwule?
Verfasst: So 1. Apr 2018, 20:06
von Kerstin
Magdalena hat geschrieben: So 1. Apr 2018, 07:28
....
Dann, wenn es zu Hause nicht mehr geht, einen Pflegeplatz in einem Heim zu bekommen, ist wieder nicht nur mit einer Menge Papierkram verbunden. Nein es wartet kein Heim unbedingt darauf Patienten und Patientinnen aufzunehmen. Es bedeutet warte bis ein Platz frei wird. Also, so makabrer es klingt, durch den Tod eines anderen ein Platz frei wird. Dies ist sicher der Punkt, auf den Kerstin hinweisen wollte. Die Heime sind überlastet schon den normalen Pflegenotstand zu verwalten. ....
Das Problem ist ja noch nicht einmal damit gelöst einen Pflegeplatz zu haben, dieser Platz muß auch geeignet sein und die zu pflegende Person muß sich darin wohl fühlen. Zu Hause sein.
Und bei den Pflegefällen in Meiner Familie bzw Verwandschaft waren abweichende Interessen im Sinne diesem Forums noch nicht einmal eine Thema, da standen andre Probleme weit im Vordergrund.
Re: Ignoriert die Pflege Lesben und Schwule?
Verfasst: So 1. Apr 2018, 20:20
von Mina
Ich könnte mir es gut vorstellen in der Altenpflege beruflich tätig zu sein. Ich weiß aber auch das ich stündlich komplett ausrasten würde ob der allgemeinen Zustände welche sich von Institution zu Institution nur marginal unterscheiden.
Jedenfalls mit alten Menschen Kontakt zu haben ist etwas wundervolles. Es kann soviel gelernt werden, noch schöner wenn ihnen Freude ins Gesicht gezaubert wird. Unbezahlbar!
Ich erinnere mich gerne an meinen Zivildienst. Das war eine recht schöne und erfahrungsreiche Zeit.
Ja, es könnte alles so einfach sein...wenn Mittel gerechter verteilt würden.
Re: Ignoriert die Pflege Lesben und Schwule?
Verfasst: So 1. Apr 2018, 20:28
von Kerstin
MichiWell hat geschrieben: So 1. Apr 2018, 15:00
Für Trans- und Intersexuelle, und besonderes wenn sie auf körperliche Angleichung ganz oder teilweise verzichtet haben oder aus gesundheitlichen Gründen verzichten mussten, dürfte es jedoch außerordentlich problematisch sein, unter solchen Umständen dahin vegetieren zu müssen.
Kopfkratz....
Ich denke, das wenn ich ins Heim muß, das ich dann schon soweit meinen Frieden mit dieser Welt gemacht habe, das Trans kein Thema mehr ist.
Man wird ja kaum ins Heim gehen wenn man sich noch halb wegs selbst versorgen kann, sondern wenn man am Ende seines Lebensweges ist.
Und dann zählt das irdische nicht mehr.
Doch. - Genau das Warum muss man aussprechen!
Sorry Michi aber das will ich mir eigentlich verkneifen und ich sag dir auch warum
1.) Ausser der üblichen Kapitalismuskritik kommt in diesem Forum kam was
2.) Die Probleme in der Pflege sind so vielschichtig das ich nicht daran glaube hier zu einem brauchbaren Ergebnis zu kommen.
LG Kerstin
Re: Ignoriert die Pflege Lesben und Schwule?
Verfasst: Mo 2. Apr 2018, 05:00
von Ronda_PTL
Hallo Kertsin,
Du betreibst hier leider übelste POLEMIK, o
hne auf ein einziges ARGUMENT oder Fakten einzugehen. Das ist ziemlich schäbig und nicht zielführend. Schade!
Die übliche Kapitalismuskritik. Dumm nur das es in keinem sozialistischem Land besser war bzw ist. Das will man aber nicht war haben.
Wer ist man? Was sollen solche pauschale Worthülsen?
Ich hatte extra noch zur Untermauerung der herrschenden MISSSTÄNDE den anerkannten Fachexperten zum Thema, Herrn Claus Fussek, im Thread angeführt, aber der ist Dir wohl kpl. "entgangen". Wer diesem nach rein humanistischen Aspekten argumentierenden Mann, mit sehr sachlicher Kritik an den verheerenden Zuständen eines Systems diskreditiert, weil er ein Modell anprangert, das letztlich eine ganze Branche REICH macht, welches aber auf Kosten von alten, kranken oder sich kaum wehren könnenden Menschen geht, obwohl es leicht zu ändern wäre, wenn die Lobby der Absahner es nur WOLLTE, der macht sich de facto mitschuldig am Menschen schlechthin.
Daraus eine
Kapitalismus vs. Sozialismus Debatte zu konstruieren, ist so weit am Thema vorbei, wie der Mond von der Erde, sorry.
Gute Nacht.
Ronda.
Re: Ignoriert die Pflege Lesben und Schwule?
Verfasst: Mo 2. Apr 2018, 07:39
von NanaVistor
Die richtig großen Probleme kommen erst noch, wenn in ein paar Jahren die sehr geburtenstarken Jahrgänge aus dem Arbeitsleben scheiden und dann immer mehr in die Nähe der Pflegebedürftigkeit rücken. Da wird für Indiviualität noch sehr viel weniger Platz und Geld sein.
Re: Ignoriert die Pflege Lesben und Schwule?
Verfasst: Mo 2. Apr 2018, 09:22
von Jasmine
Kerstin hat geschrieben: So 1. Apr 2018, 19:00
Ein selbst bestimmter Freitot erscheint auch mir als alternative, stellt sich nur die Frage ob ich die Kraft dafür haben werde.
Tut mir leid, solche Gedanken kommen mir erst gar nicht. Ich liebe das Leben und ich und genieße jeden Moment des Lebens.
Liebe Grüße Jasmine
Re: Ignoriert die Pflege Lesben und Schwule?
Verfasst: Mo 2. Apr 2018, 10:45
von Frauke
Kerstin hat geschrieben: So 1. Apr 2018, 20:28
MichiWell hat geschrieben: So 1. Apr 2018, 15:00
Für Trans- und Intersexuelle, und besonderes wenn sie auf körperliche Angleichung ganz oder teilweise verzichtet haben oder aus gesundheitlichen Gründen verzichten mussten, dürfte es jedoch außerordentlich problematisch sein, unter solchen Umständen dahin vegetieren zu müssen.
Kopfkratz....
Ich denke, das wenn ich ins Heim muß, das ich dann schon soweit meinen Frieden mit dieser Welt gemacht habe, das Trans kein Thema mehr ist.
Man wird ja kaum ins Heim gehen wenn man sich noch halb wegs selbst versorgen kann, sondern wenn man am Ende seines Lebensweges ist.
Und dann zählt das irdische nicht mehr.
Es gibt ja verschiedene Gründe, warum ein Mensch in ein Pflegeheim muss. Und das unabhängig vom Alter. Da können die angesprochenen, ich formuliere es mal so, körperlichen Differenzen für die Betroffenen schon noch zusätzlich unangenehm sein, auch wegen der dort notwendigen Pflege.
Re: Ignoriert die Pflege Lesben und Schwule?
Verfasst: Mo 2. Apr 2018, 10:55
von Magdalena
Hallo,
ich bin der Meinung, ein Debatte Kapitalismus und Sozialismus ist hier Fehl am Platz.
Vielmehr gib es auch Entwicklungen, die ein Leben in den eigenen vier Wänden möglich machen, an die vor Jahren nicht zu denken waren. Wer kannte vor über dreißig Jahren einen Rollator. Heute ist er im Stadtbild alltäglich.
Lebensmittelhändler bieten einen Lieferservice an. Es gibt Essen auf Rädern. Dies hilft länger zu Hause zu wohnen und nicht gleich in ein Heim einziehen zu müssen.
Doch mit fortschreiten vieler Erkrankungen wird ein Heimplatz unumgänglich. Davor sollten wir, die Gesellschaft nicht die Augen verschließen.
Viele Grüße Magdalena