Re: Crossdressing als Veranlagung / genetisch bestimmt
Verfasst: Mo 27. Sep 2010, 13:03
Um mal auf die Ausgangsfrage zurückzukommen:
Könnte es nicht sein, dass beide Varianten zutreffend sind?
Die Gründe, warum TS so sind wie sie sind, liegen bis heute weitestgehend im Dunkel, obwohl diese Gruppe medizinisch sehr auffällig ist. Spekuliert wird über hormonelle Schwankungen während einer bestimmten Schwangerschaftsphase, bewiesen ist bisher aber nichts, ein einzelner Nachweis wäre schon ein großer Zufall und daher ist ein statistisch abgesicherter Beweis wohl auf absehbare Zeit nicht zu erwarten.
Homosexualität gilt tatsächlich als vererblich, sind doch durchaus Fälle bekannt, in denen die Söhne Schwuler ebenfalls schwul waren. Auch wenn der Verdacht naheliegt, abschließend bewiesen ist er nicht, allerdings müssten dann im Zuge der sexuellen Liberalisierung Homosexuelle aussterben, da durch den Wegfall der gesellschaftlichen Konvention kaum noch "erblich belasteter" Nachwuchs entstehen dürfte. Dennoch ist es zumindest bisher nicht gelungen, ein eindeutiges Gen zu identifizieren, so dass es womöglich auch andere Ursachen geben könnte.
Crossdressing gilt hingegen als psychische "Störung", auch wenn die Ursachen ebenfalls weitgehend unerforscht sind. Auffällig ist in jedem Fall die Häufung von Ereignissen in der Kindheit bzw. spätestens in der Pubertät, welche als potenzielle Ursache durchaus plausibel erscheinen. Andererseits ist die Grenze zum Fetischismus fließend, so dass eine klare Abgrenzung kaum möglich sein dürfte. Dennoch ist es auffällig, dass oft ein einzelnes Ereignis/Erlebnis der Auslöser ist/sein soll. Von daher erscheint mir die ganze Bandbreite möglicher Ursachen - von der rein psychischen "Störung" über eine genetische Präposition, die aber einen "Aufwecker" im psychologischen Bereich benötigt, bis hin zur echten Vererbung möglich, allemal, da mangels Kenntnis und Erforschung keinerlei Wissen darüber vorliegt, bei welchen Crossdressern die Kinder ebenfalls diese Neigung haben.
Fazit:
Wir können jetzt weiter trefflich spekulieren, die Wahrheit können wir allenfalls zufällig treffen. Die einzige wirklich Erkenntnis ist, dass diese "Krankheitsbilder" (furchtbarer Begriff, aber weitgehend noch offizielle Terminologie, hat jemand eine treffendere Bezeichnung?) trotz recht hoher Verbreitung erschreckend unerforscht sind. Kaum eine "Krankheit" mit einer derart hohen Zahl Betroffener ist wohl wissenschaftlich ein so großer weißer Fleck auf der Landkarte und von Änderungsbestrebungen an diesem Zustand ist auch nichts zu spüren.
Könnte es nicht sein, dass beide Varianten zutreffend sind?
Die Gründe, warum TS so sind wie sie sind, liegen bis heute weitestgehend im Dunkel, obwohl diese Gruppe medizinisch sehr auffällig ist. Spekuliert wird über hormonelle Schwankungen während einer bestimmten Schwangerschaftsphase, bewiesen ist bisher aber nichts, ein einzelner Nachweis wäre schon ein großer Zufall und daher ist ein statistisch abgesicherter Beweis wohl auf absehbare Zeit nicht zu erwarten.
Homosexualität gilt tatsächlich als vererblich, sind doch durchaus Fälle bekannt, in denen die Söhne Schwuler ebenfalls schwul waren. Auch wenn der Verdacht naheliegt, abschließend bewiesen ist er nicht, allerdings müssten dann im Zuge der sexuellen Liberalisierung Homosexuelle aussterben, da durch den Wegfall der gesellschaftlichen Konvention kaum noch "erblich belasteter" Nachwuchs entstehen dürfte. Dennoch ist es zumindest bisher nicht gelungen, ein eindeutiges Gen zu identifizieren, so dass es womöglich auch andere Ursachen geben könnte.
Crossdressing gilt hingegen als psychische "Störung", auch wenn die Ursachen ebenfalls weitgehend unerforscht sind. Auffällig ist in jedem Fall die Häufung von Ereignissen in der Kindheit bzw. spätestens in der Pubertät, welche als potenzielle Ursache durchaus plausibel erscheinen. Andererseits ist die Grenze zum Fetischismus fließend, so dass eine klare Abgrenzung kaum möglich sein dürfte. Dennoch ist es auffällig, dass oft ein einzelnes Ereignis/Erlebnis der Auslöser ist/sein soll. Von daher erscheint mir die ganze Bandbreite möglicher Ursachen - von der rein psychischen "Störung" über eine genetische Präposition, die aber einen "Aufwecker" im psychologischen Bereich benötigt, bis hin zur echten Vererbung möglich, allemal, da mangels Kenntnis und Erforschung keinerlei Wissen darüber vorliegt, bei welchen Crossdressern die Kinder ebenfalls diese Neigung haben.
Fazit:
Wir können jetzt weiter trefflich spekulieren, die Wahrheit können wir allenfalls zufällig treffen. Die einzige wirklich Erkenntnis ist, dass diese "Krankheitsbilder" (furchtbarer Begriff, aber weitgehend noch offizielle Terminologie, hat jemand eine treffendere Bezeichnung?) trotz recht hoher Verbreitung erschreckend unerforscht sind. Kaum eine "Krankheit" mit einer derart hohen Zahl Betroffener ist wohl wissenschaftlich ein so großer weißer Fleck auf der Landkarte und von Änderungsbestrebungen an diesem Zustand ist auch nichts zu spüren.