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Re: Kleider oder der Kampf des Bierbauchs gegen feminen Chic
Verfasst: Mi 1. Nov 2017, 10:44
von Jenina
@Aubergine und @Silke
Ja, wie gesagt, noch spannt es etwas. Aber das muss einfach werden wenn ich mit der Taille - ohne Maßnahmen - auf unter 95 komme, jetzt sind es noch 98, das sollte doch zu schaffen sein! Bin gerade dran...
Ein kleines Bäuchlein ist auch bei Frauen vorhanden, nur an einer anderen Stelle. Das lässt sich aber mit Shapeware so hinkriegen, dass es vernünftig aussieht und man sogar so etwas wie eine Taille bekommt. Trotzdem ist für einen CD ein Etuikleid meistens ein schwer zu erreichender Traum. Ich habe es trotzdem gewagt und so schlimm ist es ja nun auch nicht.

Ich fand mich schön, und das ist doch die Hauptsache, oder?
Mit der 44 ist das auch so eine Sache. Ich habe ein Kleid von C&A, das ist weiter als das gezeigte Etuikleid, das ich auf die Maße der Norm habe auslegen lassen. Offenbar wird da die Größe etwas geschönt.
Zur Oberweite: stimmt schon dass die auch meist größer ist bei stärkeren Figuren. Trotzdem finde ich zu viel nicht schön. Auf dem Bild habe ich einen B-Cup drunter, mehr will ich nicht.
Jenina
Re: Kleider oder der Kampf des Bierbauchs gegen feminen Chic
Verfasst: Mi 1. Nov 2017, 10:57
von Aubergine
Hi Silke,
Ich gebe dir recht. Je kräftiger eine Frau gebaut ist, desto mehr Busen hat sie meist. Dadurch gelingt das mit dem kaschieren ja auch.
Alles in der richtigen Proportion ist auch völlig in Ordnung. Beispiel Jenina, großes Lob da stimmen die proportionen.
Was ich eben oft sehe, geht mehr in Richtung Gina Lollobrigida um es mal überdeutlich zu machen
Wenn der Busen zu groß gewählt wird nur um zu kaschieren ist nichts gewonnen weil es eigentlich das Gegenteil bewirkt. Noch auffälliger bei euch Mädels dann deshalb, da ihr "untenrum" schmal seid.
Um es übertrieben in Maßen auszudrücken: Kleidergröße 42, Sillis Gr. 10 oder mehr

Ich hoffe, ich konnte mich soweit verständlich ausdrücken.
LG Aubergine

Re: Kleider oder der Kampf des Bierbauchs gegen feminen Chic
Verfasst: Mi 1. Nov 2017, 10:59
von Silke61
Hallo Jenina,
Cup-Größe hin oder her. Auf Deinem Bild steht der Bauch nicht weiter vor als der Busen, was bei mir bisher schon so war (Einlagen Größe "S" plus deutlicher Bauch).
Ich schätze, daß es bei mir mit ein paar Gramm mehr im BH (Größe M, noch größer will ich auch nicht) und 2-3kg weniger im Bauch auch passen könnte -- es sei denn Aubergine überzeugt mich noch, daß ich mit der Überlegung schief liege. [Nachtrag: hat sich gerade durch Aubergines Antwort geklärt]
Und klar, wichtig ist, daß Du Dich wohl fühlst aber Du schreibst ja selbst, daß es noch ein wenig spannt und damit hat Aubergine schon auch Recht. Ich finde es aber auch nicht allzu tragisch und wäre schon froh, so gut auszusehen wie Du auf dem Foto.
LG
Silke
Re: Kleider oder der Kampf des Bierbauchs gegen feminen Chic
Verfasst: Mi 1. Nov 2017, 11:21
von Aubergine
@ Jenina Es ist überhaupt nicht tragisch und sieht auch gut aus. Sorry dass dein Foto mir jetzt ein bisschen als Beispiel gedient hat. Wichtig ist, dass du dich wohlfühlst.
@ Silke eigentlich eine gute Sache, das Verhältnis Bauch-Busen. Aber wenn der Bauch mächtig zu groß ist und dann der Busen auch, noch Heels dazu kommen, ist ein aufrechter Gang nicht mehr möglich, da die Statik nicht mehr stimmt (Spaß) ein Sturz auf die Nase ist somit ausgeschlossen, da sie bei einem Fall nach vorn den Boden nicht erreichen wird.
Im Ernst, ich denke S ist vermutlich wirklich zu klein und M ist in keiner Weise übertrieben. Das passt sicher.
LG Aubergine

Re: Kleider oder der Kampf des Bierbauchs gegen feminen Chic
Verfasst: Mi 1. Nov 2017, 12:20
von Theresa-Annalena
Liebe Silke also mit diesem Verhältnis (Größe / Gewicht) - das ist "Jammern auf hohem Niveau".
Und wenn Du nicht ganz "außer Form" geraten bist, muss da doch was machbar sein.
Ich gebe Dir mal ein Beispiel von mir (1,83m/79kg). Da kann sicher auch noch was runter,
aber dann stimmen die Proportionen zum Oberschenkelumfang / Hüftbreite / Kopfgröße
einfach nicht mehr. Ist halt männliche Anatomie.
Schau mal in meinem Thread die Bilder auf Seite 1 an. (die ersten die ich von mir gemacht habe)
dort gibt es
keine Polsterhose und
keinen BH.:
https://www.crossdresser-forum.de/phpBB ... 39&t=12984
(übrigens auch die Bilder mit dem Kleid! Als "BH"gabs nur Klebeband und Toilettenpapier

)
nach etwas Aufklärung durch die Experten hier im Forum habe ich dann
das erste mal die beschriebenen echten "Hilfsmittelchen" ausprobiert:
(ganz unten - Post 42)
https://www.crossdresser-forum.de/phpBB ... 4&start=30
Ist zwar ein schlechtes Bild, aber den Unterschied sieht man schon - finde ich zumindest.
Leider habe ich noch keine neuen Bilder von dem Kleid mit "erweiterter Ausrüstung"
aber es sieht jetz wirklich anders aus.
Fazit: mit dem BMI kannst Du sicher auch figurbetonte Kleider mit Hilfsmittelchen
tragen, oder eben wie schon hier gesagt wurde die A-Form mit der richtigen
Unterbrustweite wählen. Probier einfach beides aus und entscheide selbst.
Übrigens ich hab um die Taille so 37 - 42cm einfach (in Abhängigkeit von Weihnachten)
wobei die 37 dann schon "knochig" ist und auch doof aussieht. Die Unterbrustweite
habe ich mit 95 (also schon heftig) und als passenden Cup eine B Größe.
Aber das alles noch sehr experimentell. Da müssen nochmal Experten ran zur finalen
Optimierung

.
LG Tessa.
Re: Kleider oder der Kampf des Bierbauchs gegen feminen Chic
Verfasst: Mi 1. Nov 2017, 12:39
von Brigitta
Hallo zusammen,
ich möchte Aubergine zustimmen - alles eine Frage der Proportionen!
Bin selbst am anderen Ende der Größenskala - XXXL oder Kleidergröße 54/56
mit über 100 kg bei 1,65 m ...
Krankheitsbedingt lässt sich da nichts mehr bzw. weniger ändern,
also versuche ich das Beste draus zu machen, und ich hoffe, dass mir das gelingt:

Glücklicherweise ist inzwischen XXL-Mode überall zu bekommen.
So kann ich mit verschiedenen Einlagen mal mehr und mal weniger Oberweite zeigen, ...
... wobei ich durchaus selbst "mehr" an mir am liebsten sehe
So fühle ich mich auch richtig wohl!
Liebe Grüße
Brigitta

Re: Kleider oder der Kampf des Bierbauchs gegen feminen Chic
Verfasst: Mi 1. Nov 2017, 12:45
von Silke61
Liebe Tessa,
ja ich habe Deine Bilder auch schon bewundert, sieht wirklich toll aus! In Hose bin ich mit mir auch schon sehr zufrieden (leider bisher noch keine Bilder), wenn ich auch nicht ganz so wunderschöne Sache habe wie Du. Die Schwierigkeiten fingen zunächst bei Röcken an (da habe ich mitlerweile ein paar wenige gefunden, auch A-Linie) und bisher eben besonders frustierend bei allem, was ich an Kleidern anprobiert habe. Gründe und mögliche Abhilfen sind ja schon diskutiert.
Da ich aber durchaus auch an Po und Hüften etwas nachhelfen möchte, kannst Du mir noch einmal sagen, wie das mit den Größen bei Deinen Vorschlägen in einem früheren Post aussieht? Und in Deinem letzten verstehe ich den Absatz mit der Taille und 37-42cm auch nicht.
Ich treffe mich (hoffentlich) am Freitag mit einer anderen Userin aus dem Forum, die mir die Eigenbau-Variante zeigen möchte.
Jetzt muß ich nur noch meinen Kopf mit Perücke und Schminke hinbekommen (habe schon viele gute Tips bekommen, nur mit der Umsetzung hapert es noch) und dann fühle ich mich hoffentlich rundum wohl (bin jetzt schon eine ziemlich glückliche Silke, habe aber wegen des Männerkopfes noch kein passing)
LG
Silke
Re: Kleider oder der Kampf des Bierbauchs gegen feminen Chic
Verfasst: Mi 1. Nov 2017, 12:56
von Theresa-Annalena
Hi Silke,
Das Thema Taille ist wichtig wenn ich Hosen kaufe (Bundweite).
Beim Kleid sicher auch, aber dort ist bei mir das Kriterium der
Unterbrustweite (sonst klemmts unter den Armen und der Reißverschluss geht nicht zu).
Bezüglich der Polsterhose schau ich nochmal nach und melde mich.
PS: Beim Thema Makup haben wir eine gemeinsame Baustelle
Ach und noch was:
Ich selbst bezeichne meine Figur als "Baumstammtyp" dh. in Näherung: Hüftumfang = Taillenumfang.
Damit erfülle ich den männlichen Standard zu 100%, da beim Mann das Taille-Hüft-Verhältnis (THV)
= 1 ist. (THV = Taillenumfang geteilt durch Hüftumfang). Bei einer Frau sollte das Verhältnis optimaler
Weise (für den Birnentyp) bei max 0,85 liegen - größer ist Apfel. Ich habe irgendwo gelesen, daß Frauen
besonders attraktiv auf Männer wirken, je näher ihr Wert bei 0,7 liegt.
LG Tessa.
Re: Kleider oder der Kampf des Bierbauchs gegen feminen Chic
Verfasst: Mi 1. Nov 2017, 18:18
von Silke61
Ja, ist wirklich alles eine Frage der passenden Proportionen. Deshalb werde ich versuchen, ganz dezent nachzujustieren. Ein wenig mehr Busen, ein bißchen weniger Bauch und ein klein wenig die Hüften aufpolstern. Wie gesagt, alles ganz dezent und wie schon zuvor angedeutet sicher kein Atom-Busen. Gerade soviel, daß es wenigstens in einem A-Linie Kleid aussieht. Bei dem wird ja schon durch die Form aus dem V zusammen mit dem A eine Sanduhr (na ja, idealerweise, ein H wäre auch schon nicht schlecht statt des ursprünglichen O).
Keine Sorge Mädels, ich werde es schon nicht übertreiben

Gerade weil ich ganz viel Wert darauf lege, daß es stimmig ist, löchere ich Euch ja so mit meinen Fragen.
Ich bin (auch) eine Frau und so möchte ich mich einmal im Spiegel sehen, nicht als Barbie-Puppe aber eben auch nicht als Mann. Ist ein schmaler Grat, aber genau den versuche ich zu treffen, um mich selbst wohl zu fühlen.
Nochmals ganz herzlichen Dank für all Eure wirklich sehr hilfreichen Antworten
Silke
Re: Kleider oder der Kampf des Bierbauchs gegen feminen Chic
Verfasst: Do 2. Nov 2017, 08:51
von Jenina
Silke,
schön dass Du Dich so sehr um Dein Styling kümmerst und Dir dazu Rat einholst und das in Dich "einsaugst". Das wird Dir helfen Dich wirklich gut zu fühlen. Denn: wenn man rausgeht muss man sich zuerst mal für sich selber gut fühlen. Wenn im Spiegel dann ein Bild zu sehen ist wie man es sich vorgestellt hat sollte das in der Regel auch passen für die, die Dich dann draussen betrachten (auch mal anstarren...). Leider ist nicht allen Menschen (und da gibt es keinen Unterschied zwischen Cis und Trans) ein kritischer Blick in den Spiegel gegeben, manchmal denke ich die haben gar keinen Spiegel, so wie die sich aufegeacht haben...
Also Silke, einen Busen in B oder leichtem C, sanfte Shapeware und ein Kleid mit einem ausgestellten Rock und einem Oberteil mit
Wiener Naht. Das sollte das sein was Dich glücklich macht.
Mit der hohen Schule des Etuikleides können wir uns ja immer noch befassen. Ich wünsche Dir viel Erfolg und lass mal was sehen!
Jenina
Re: Kleider oder der Kampf des Bierbauchs gegen feminen Chic
Verfasst: Do 2. Nov 2017, 12:39
von Kylo
Ja interessant das Thema. Ich selbst habe sehr männliche Attribute wie das breite Kreuz, starke Arme, schmale Hüften und einen leichten bauchansatz. Eines meiner Lieblings Kleider kaschiert es allerdings möglichst gut:
https://www.amazon.de/PattyBoutik-Damen ... B00JENKEF0
Die Farbe braun ist unaufdringlich. Der Wasserfall Ausschnitt betont die oberweite, ohne dass hier ein massiger Unterbau getragen werden muss, was nur, ich finde unvorteilhaft, den Umfang erhöht (Stichwort Jacke Mantel). Der Wasserfall lenkt von Bäuchlein ab. Das Kleid hat extra lange Ärmel, weswegen ein Männerarm gut reinpasst. Denn die größte Entblößung ist, wenn etwas zu eng ist.
Zum kaschieren des Bäuchleins dient ein dunkler etwas breiterer Gürtel. Auch immer eine gute Möglichkeit die Schnittstelle zwischen passendem Rock und Oberbekleidung zu bilden. Weiters kann ich a-Linie Kleidung sehr empfehlen, um den popo aus der Auffälligkeits-Schusslinie zu bekommen.
Alles in allem, wenn man sich nicht in Geschäfte traut, muss man einen schmerzvollen Weg über die Internet stores gehen... kenn ich gut
Ach ja edit: manchmal trage ich unterm Kleid eine bauch weg corsage. Bei so einem Kleid mag das noch gehen, aber sobald sich das abzeichnet ist es wieder entblößend. Also bei hauteng und hellen Farben für mich ein no go.