Hallo elysia,
Ich fasse mal meine Gedanken zu dem von dir beschriebenen ab; also 1. ein Doppellleben hat auch seine vorteile! Als ich mit dem transen etwa mit 17 Jahren so richtig anfing hatte ich anfangs aus natürlich - vielleicht auch sexueller oder fetischistischer Stimuli - nur sehr aufreizende und auch auffallende Klamotten in meinem Frauenkleiderschrank. Man tastet sich also schritt für schritt daran heran, und wenn du zwischendurch wieder daheim wohnst magst du sicher nicht alles, was du dir in deiner Zeit als du alleine gewohnt hast angeschafft hast deswegen wieder wegwerfen! Einmal passierte es doch tatsächlich, dass ich spätabends - und zwischenzeitlich eben wieder mal daheim wohnend - mich auftakelte und so ausging. Als ich dann heimkam und mich in die Wohnung zurückschlich weil mein Vater nicht da war und die Mutter fern sah, dass sie mich tatsächlich erwischte wie ich mit high heels, einem sehr knackig sitzenden outfit, etlichem Schmuck und passendem abendmakeup da stand.

Mit 17 hatte ich schon eine Figur wie ein Mädchen und manche dachten erst auch ich wär eins.

Btw...Ich denke dass meine Mutter wegen ihrer doch sehr konservativen Erziehung und mein Vater aus eigener unwissenheit danach mehr darüber geschockt waren als wie ich.

Vielleicht kam auch noch mein look dazu, dass sie mich einen spinner schimpfte.
Aber eigentlich war mir das damals egal, denn so wie ich mich so oft selber im Spiegel begutachte(te) und - vorallem - dass was dabei in mir vorgeht mich eigentlich zufrieden und auch glücklich macht(e)! Ich bin eben ein narziss und egoist. Was ich damit sagen will ist, dass das Leben eigentlich doch viel zu kurz ist um lange darüber nachzudenken was andere von dir denken! Ich mache mein eigenes Ding und mein Umfeld respektiert das auch so. Meinen Eltern gegenüber habe ich es danach dann abgestritten und mittlerweile (also innert 26 Jahren) haben sie es entweder vergessen oder mittlerweile auch durch die aufklärung in den Medien vielleicht auch innerlich akzeptiert. Aber grundsätzlich würde ich sagen, dass je älter sie (die Eltern) sind, desto weniger ich ihnen davon erzählen würde. Das ist natürlich immer individuell und keine faustregel!
So gesehen denke ich, dass du mit deinem Männlichen aussehen vielleicht nicht zufrieden bist und du dich deshalb zum Teil in diese Rolle flüchtest. Mich persönlich stört an meinem dasein eigentlich nur das Gehänge zwischen den Beinen und dass bei Frauen alles so schön versorgt ist.

Das andere sind dann eben noch die soziale umgebung wie Freunde, Familie und Arbeitsplatz. Allen kann man es nie recht machen womit ich wieder auf das vorher angesprochene Doppelleben zurückkomme. Der Arbeitsplatz hat doch einen anderen Status als wie das restliche Umfeld. Ich hab schon in anderen Foren gelesen, dass M2F durch sachen wie Hormone, GaOp und das ganze drumherum nachher im erwerbsleben doch mehr Probleme hatten eine Stelle zu finden als wie vorher. Das sollte man nie ausser acht lassen!
Bei mir ist das so, dass es die es wissen die es wissen dürfen und ich alle anderen damit nicht allzu sehr auf die Folter spanne. Zum glück hab ich eine Freundin, die mich so auch akzeptiert und auch kräftig unterstützt. Ich hatte bei ihr das Glück, als wir uns kennengelernt haben, als ich wieder mal aufgetakelt ausgegangen bin. Sie fand mich süss und auch sexy, und ich bin für sie gleichzeitig freund und freundin.

Ich musste mich aber auch schon beschimpfen lassen mit den unterschiedlichsten schimpfwörtern. Ihre Freundinnen wissen es mittlerweile (obwohl ich anfangs damit so meine Probleme hatte), auch. Was wiederum dazu führt, dass wir manchmal als Quartett ausgehen und ich mit 3 biofrauen um mich herum eigentlich sorglos meinem 2. ich fröhnen kann und das auch sehr geniesse!

NUR, mein Doppelleben passiert nicht in meiner nahen umgebung sondern eben woanders. Also so gesehen auch ein Doppelleben.
Was ich 2. dir damit sagen will ist, dass du selber wissen musst ob deine Freundln dich so auch noch akzeptieren kann oder ob du, wenn du dich ihr outest, eine Bauchlandung machst. Da kann dir niemand dabei helfen. 3. würde ich mich an deiner Stelle darüber freuen, dass du eine kleine Figur hast. Modellkleider sollten also gut passen.

Der heutige Trend ist ja eher so, als dass Freuenkleider mehr maskulin gemacht werden als wie Männerkleider feminin. Die meisten Modezaren sind ja schwul, wenn man sich deren Models ansieht, also wen wunderts?! Ich bin zwar auch sehr schlank aber doch etwas grösser, was einem manchmal das einkaufen passender Sachen doch etwas erschwert.