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Re: Wahlhilfe zur Bundestagswahl 2017 - Die Wahlprogramme

Verfasst: Fr 23. Jun 2017, 15:39
von Svetlana L
Ich sage mal nur "Rechtsausschuss" und "Ehe für alle" und vermute - insbesondere nach dem verfassungsgerichtlichen Freifahrtschein -, dass damit alles gesagt ist. Leider!

Re: Wahlhilfe zur Bundestagswahl 2017 - Die Wahlprogramme

Verfasst: Fr 23. Jun 2017, 16:02
von Jasmine
Seid mir nicht böse, aber ich sehe bei der zur Zeit praktizierten Politik nicht unbedingt den Willen der Politik sich für die Bürger einzusetzen.
Selbst wenn sie vor der Wahl mit vollmundigen Versprechungen von sich Reden machen, was bleibt denn davon nach der Wahl übrig?
Wie ernst wird denn der Bürger genommen? Welche Rechte gesteht man ihm zu? z.B. Bürgerentscheide.
Allein wenn ich mir ansehe wie hoch die Kinderarmut in Deutschland ist, fällt mir nichts mehr ein.
Da sich meiner Meinung nach nichts ändern wird, gehe ich nicht wählen.
Liebe Grüße Jasmine

Re: Wahlhilfe zur Bundestagswahl 2017 - Die Wahlprogramme

Verfasst: Fr 23. Jun 2017, 16:43
von Michelle_Engelhardt
Jasmine hat geschrieben: Fr 23. Jun 2017, 16:02
Da sich meiner Meinung nach nichts ändern wird, gehe ich nicht wählen.
Da brauchst Du Dich dann auch nicht wundern, wenn sich nix ändert. Da wiederum fällt mir nix mehr zu ein.

LG
Michelle

Re: Wahlhilfe zur Bundestagswahl 2017 - Die Wahlprogramme

Verfasst: Fr 23. Jun 2017, 17:19
von conny
@jasmine,
man kann aus deinem beitrag einiges erwidern oder es auch sein lassen.
wollen wir hier eine ausschweifende politikdiskussion führen?
besser nicht!

Re: Wahlhilfe zur Bundestagswahl 2017 - Die Wahlprogramme

Verfasst: Fr 23. Jun 2017, 17:52
von Michelle_Engelhardt
@Conny: Hast recht! Leider waren meine Finger zu schnell und jetzt kann ich das Posting nich mehr löschen.

Also, liebe Jasmine....mir sind Deine Wahlaktivitäten oder auch Nichtwahlaktivitäten egal.

Peace
Michelle

Re: Wahlhilfe zur Bundestagswahl 2017 - Die Wahlprogramme

Verfasst: Fr 23. Jun 2017, 18:58
von Michi
Jasmine hat geschrieben: Fr 23. Jun 2017, 16:02 Da sich meiner Meinung nach nichts ändern wird, gehe ich nicht wählen.
Bis auf den zitierten Satz stimme ich dir durchaus zu.

Ich weiß zwar auch noch nicht wirklich, wen ich wählen soll, aber ich werde auf jeden Fall gehen,
und wenn ich meinen Zettel demonstrativ ungültig mache.

Liebe Grüße
Michi

Re: Wahlhilfe zur Bundestagswahl 2017 - Die Wahlprogramme

Verfasst: Fr 23. Jun 2017, 23:07
von Jasmine
Michelle_Engelhardt hat geschrieben: Fr 23. Jun 2017, 17:52 @Conny: Hast recht! Leider waren meine Finger zu schnell und jetzt kann ich das Posting nich mehr löschen.

Also, liebe Jasmine....mir sind Deine Wahlaktivitäten oder auch Nichtwahlaktivitäten egal.

Peace
Michelle
Ich bin keinem böse,
ich habe nur meine persönliche Meinung betreffend der Bundestagswahl kundgetan.
Die Wahlprogramme habe ich mir sehr genau durchgelesen.
Auch höre ich den Politikern sehr genau zu.
Bei der nächsten Wahl in Bayern werde ich wieder zur Wahlurne gehen.
Conny hat natürlich Recht, eine ausschweifende Politikdiskussion braucht es hier nicht.
Meine Partnerin geht bei der Bundestagswahl wählen genauso wie unsere Kinder.

Liebe Grüße Jasmine (smili)

Re: Wahlhilfe zur Bundestagswahl 2017 - Die Wahlprogramme

Verfasst: Fr 23. Jun 2017, 23:19
von ExuserIn-2022-05-28
Michelle_Engelhardt hat geschrieben: Fr 23. Jun 2017, 16:43
Jasmine hat geschrieben: Fr 23. Jun 2017, 16:02
Da sich meiner Meinung nach nichts ändern wird, gehe ich nicht wählen.
Da brauchst Du Dich dann auch nicht wundern, wenn sich nix ändert. Da wiederum fällt mir nix mehr zu ein.

LG
Michelle
Hi, leider ist dem nicht so. Wer nicht wàhlt unterstützt damit automatisch die schwachen Parteien. Da die Prozenthürde von der abgegebenen Stimmenzahl ausgeht erhöht sich bei niedrigen Prozentzahlen diese umso mehr je weniger für die grossen Parteien stimmen. So kann die Afd leicht die 5% Hürde knacken.
Beispiel: abgegebene Stimmen : Partei A 4, B 35, C 40 und D 20 = 100
30 Stimmen der grossen Parteien fallen weg weil die Leute nicht zur wahl hingehen ergibt:
Partei A 4, B 25 C 30 und D 10 = 70
Daraus folgt im ersten Fall A=5% B= 35 , C=40 und D =20%
Im Zweiten Fall : A =5,7, B= 35,7 c= 42,8 und d= 14,3 %

Im etsten Fall würde A nicht rein kommen, im zweiten Fall schon, obwohl A keine einzige Stimme mehr hat.

Also wählen gehen aber alles berücksichtigen, nicht nur Trans, sonst stärkt nan die, die man überhaupt nicht will.

LG Chrissie

Re: Wahlhilfe zur Bundestagswahl 2017 - Die Wahlprogramme

Verfasst: Sa 24. Jun 2017, 07:40
von susanneb
Guten Morgen,

@Chrissie,
da hast du vollkommen Recht. Am Ehrlichsten man würde die Prozente nach den Wahlberechigten errechnen. Dann gäbe es sozusagen eine nicht im Parlament vetretene Partei.

Wenn man dann auch die Sitze danach berechnen würde, und bei Parlamentsabstimmngen die Nichtwählerpartei als Enthaltung sieht.

In dem Fall kämen dann keinen Regierungen zustande, die nicht einmal als große Koalition die Mehrheit der Wahlberechigten hinter sich haben. Vieleicht würde die das mal die Politiker ein wenig erden. Die 5% Hürde sorgt doch auch dafür, dass Stimmen unter den Tisch fallen. Obwohl gewählt, zählen die nicht mehr. In NRW haben CDU und FDP 45,6% der abgegeben Stimmen erreicht, und trotzdem nach Sitzen eine Mehrheit.
'HIer stimmt doch das ganze System nicht.

Anderseits gebe ich auch zu bedenken, dass unter Berücksichtigung aller Stimmen, ob abegeben oder nicht, eine Regierungsbildung noch schwieriger wird.

Wie es aussieht wenn man ungültig wählt, ob die Stimme in die Berechnung einfließt oder auch entfällt weiß ich nicht. Vermute aber mal, das diese auch rausfällt.

Schönen Tag
Susanne

Re: Wahlhilfe zur Bundestagswahl 2017 - Die Wahlprogramme

Verfasst: Sa 24. Jun 2017, 08:54
von Michelle_Engelhardt
Danke liebe Chrissie für Deine Erläuterungen (smili)

Ich dachte immer, das man als Nichtwähler, oder von mir aus auch Nichtwählerin, diejenigen unterstützt (zumindest inaktiv) die gerade die Regierung bilden.
Dein Beispiel ist allerdings durchaus einleuchtend.

Fazit: CD-Forum bildet! )))(:

Herzlichst
Michelle

Re: Wahlhilfe zur Bundestagswahl 2017 - Die Wahlprogramme

Verfasst: Sa 24. Jun 2017, 09:20
von Manu.66
Hi Mädels!

Nur noch einmal zur Information: In diesem Posting geht es nicht um Wahlkampf sondern vielmehr um Wahlinformation.

Jeder(Jede) muss sich dann schon selber eine Meinung bilden.

Leider kann noch niemand alle Wahlprogramme gelesen haben, denn die großen Volksparteien haben überhaupt noch keine Wahlprogramme beschlossen oder gar veröffentlicht.
Die SPD wird das wohl an diesem Sonntag auf ihrem Parteitag in die Wege leiten, die CDU zusammen mit der CSU wird sich wohl aus wahltaktischen Gründen erst eine Woche später zu einer Veröffentlichung durchringen. Bislang haben nur die keinen Parteien ein verbindliches Wahlprogramm veröffentlicht.

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
Manuela

Re: Wahlhilfe zur Bundestagswahl 2017 - Die Wahlprogramme

Verfasst: Sa 24. Jun 2017, 11:47
von Michi
Hallo Susanne,

genau das habe ich auch schon an anderen Stellen im Netz vorgeschlagen, dass entsprechend dem Anteil der Nichtwähler auch weniger Abgeordnete im Bundestag sitzen sollten. Man könnte so argumentieren, dass diese Wähler gar nicht vertreten werden wollen. Ebenso könnte man die Stimmen von Parteien behandeln, die nicht die 5%-Hürde geschafft haben. Wenn diese Parteien nicht in den Bundestag dürfen, haben ihre Wähler ja keine Vertretung. Natürlich würde das nur bei den Zweitstimmen funktionieren. Bei den Direktkandidaten wäre es ein klein wenig anders. Die würde ich nur in den Bundestag lassen, wenn sie die einfache Mehrheit bezogen auf die Wahlberechtigten in ihrem Wahlkreis bekommen. So wären auch wieder die Nichtwähler berücksichtigt.

Selbstverständlich würde das eine sehr harte Zeit für Bundestagskandidaten werden. Sie könnten sich nicht mehr auf ihrem sicheren Listenplatz ausruhen, und dann 4 Jahre bequem ihre Bezüge abfassen, sondern müssten sich mal ernsthaft mit politischen Themen befassen, um ihre potentiellen Wähler für sich zu gewinnen.

Ich denke auch nicht, dass es die Prozesse im Bundestag großartig behindern würde, denn wenn teils nur 30-50 Abgeordnete zu teils sehr essentiellen Sitzungen und Abstimmungen*) gehen, macht es für mich keinen Unterschied, ob wir insgesamt über 600 Abgeordnete haben, oder meinetwegen "nur" 400.

Ich habe mir in diesen Tagen wieder viele Reden von Politikern angeschaut, und kann klar sagen:
Könnten wir unsere Bundeskanzlerin direkt wählen, ich wüsste ganz genau, für wen ich statt Merkel stimmen würde.

Wir brauchen endlich wieder wirkliche, demokratische Politiker mit Zielen und Einstand für unser gesamtes Land, keine Seelenverkäufer und Lobbyhuren!

Es wurde die Frage aufgeworfen, ob wir hier eine Politikdiskussion führen sollten:

Nun, ich denke, jede(r) sollte sich mal überlegen, ob sie/er Politik wirklich aus ihrem Leben ausklammern kann, besonders aus einem so wesentlichen Teil wie dem, weswegen wir uns hier zusammenfinden. Gern wird beklagt, das wir als Trans*-Menschen auf unsere für die Gesellschaft unbedeutenden Bedürfnisse reduziert werden, und dass wir uns gern mit Äußerlichkeiten (Schminktechniken, welches Kleid ziehe ich an) beschäftigen. Warum also hier freiwillig beschränken, zumal ständig die Bots diverser Suchmaschinenbetreiber unterwegs sind, und die öffentlichen Teile des Forums der Allgemeinheit zugänglich machen. Sie könnten der Welt zeigen, dass wir doch viel mehr als nur Fummel-Trinen sind. :wink:

Liebe Grüße
Michi

*) Ein paar Beispiele von vielen(!) Fällen:
1. Abstimmung zum Meldegesetz 2012 während der Fußball-EM
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 43628.html
http://www.taz.de/!5089405/
https://www.youtube.com/watch?v=WvxMj7PJuRc
2. Ausweitung der Videoüberwachung 9. März 2017 23:50
https://youtu.be/Wo4X6FNllNQ?t=58
3. Beschluss zum umfassenden Online-Zugriff auf Passbilder 18. Mai 2017 22:25
https://www.youtube.com/watch?v=sHsJNDdKrh0
https://www.youtube.com/channel/UCUzeik ... lbZiowKE4g (sehr differenzierter Kommentar eines Jugendlichen - hörenswert!!!)

Re: Wahlhilfe zur Bundestagswahl 2017 - Die Wahlprogramme

Verfasst: Sa 24. Jun 2017, 12:20
von conny
Chrissie hat geschrieben: Fr 23. Jun 2017, 23:19
Im etsten Fall würde A nicht rein kommen, im zweiten Fall schon, obwohl A keine einzige Stimme mehr hat.

Also wählen gehen aber alles berücksichtigen, nicht nur Trans, sonst stärkt nan die, die man überhaupt nicht will.
Ein sehr konstruierter Fall, da nur A nicht von der geringeren Wahlbeteiligung betroffen ist.
Aber das Fazit bleibt richtig: Wählen gehen!

Re: Wahlhilfe zur Bundestagswahl 2017 - Die Wahlprogramme

Verfasst: Sa 24. Jun 2017, 12:28
von conny
MichiWell hat geschrieben: Sa 24. Jun 2017, 11:47
Es wurde die Frage aufgeworfen, ob wir hier eine Politikdiskussion führen sollten:

Nun, ich denke, jede(r) sollte sich mal überlegen, ob sie/er Politik wirklich aus ihrem Leben ausklammern kann,
Man kann die Politik nicht aus dem Leben ausklammern (oder doch? = gleichgültige Nichtwähler)

Aber das hier ist nun mal kein Politikforum.

Re: Wahlhilfe zur Bundestagswahl 2017 - Die Wahlprogramme

Verfasst: So 25. Jun 2017, 14:52
von ExuserIn-2022-05-28
Hi Conny,
In der Realität haben rechte Parteien meistens einen festen Wählerpool und die politiküberdrüssigen Nichtwähler stammen von den grossen Parteien. Ist leider wirklich so.


LG Chrissie