Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?
Verfasst: Fr 15. Sep 2017, 16:19
Hallo Svenja,sbsr hat geschrieben: Fr 15. Sep 2017, 13:50 Bei einer Taille von etwa 75cm und einem Hüftumfang von knapp 90cm
da werde ja selbst ich neidisch. Mit dieser Bundweite könnte ich die schönsten Röcke in Größe 36 tragen ... da komme ich gleich ins Schwärmen ...
Bei Männerhosen solltest du vielleicht mal nicht nach den Modellen "alter Sack" schauen, bei denen der Bund so hoch geschnitten ist, dass man sie mit dem Gürtel über der Wampe zusammenschnallen kann. Ich schaue immer nach Modellen, die auf die Hüfte geschnitten sind (niedrige Leibhöhe), und komme damit wunderbar zurecht. Weil ich schlank bin, kaufe ich (als Mann in der Männerabteilung) nur noch schmal geschnittene Hosen, und fühle mich damit auch im Männermodus relativ wohl.
Aber du siehst die Damenhosen wohl doch mehr als Chance, dich im Rahmen deiner sehr beschränkten Möglichkeiten kleidungstechnisch ein wenig weiblich fühlen zu können. Mit dem Problem, mit deiner Frau offen zu reden, bist du jedenfalls noch keinen Schritt weiter gekommen.
Keine Angst, ich will dich da zu nichts drängen. Aber du würdest ja nicht hier schreiben, wenn du nicht hoffen würdest, irgendwie weiter zu kommen.
Das Problem mit der Schlagfertigkeit kenne ich nur zu gut.
Vielleicht helfen dir dazu diese zwei Zitate:
"Schlagfertigkeit ist etwas, worauf man erst 24 Stunden später kommt." (Mark Twain)
"Witze kann man nur dann aus dem Ärmel schütteln, wenn man sie vorher hineingesteckt hat." (Rudi Carrell)
Beides zusammen ergibt die Lösung. Sprich: Du musst dich schon mental darauf vorbereitet haben, was an Fragen auf dich zukommen kann.
Frauen scheinen das öfter zu machen. Wenn du das Gefühl hast, argumentativ voll unter die Räder zu kommen, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass frau die Auseinandersetzung nach Drehbuch zu führt, und ziemlich genau geplant hat. Weg und Ziel sind klar abgesteckt, deine Reaktionen gezielt provoziert und genau vorhergesehen. In so einer Situation ist jeder Versuch einer sachlichen Diskussion zum Scheitern verurteilt. Auch für schweigendes Zurückziehen ist eine Reaktion eingeplant. Dann hilft nur noch, kurz und knapp die Beendigung der Auseinandersetzung zu erklären, und deutlich zu machen, dass man später zu einer sachlichen Diskussion bereit ist. Aber auch das sollte man wohl besser vorher "einstudieren", um nicht seinerseits verletzend zu reagieren.
Ja, ich weiß auch, dass das alles nicht so einfach ist, wie es sich hier niederschreiben lässt.
Da hilft nur üben und vorbereiten. Hast du vielleicht jemand, mit dem du das machen kannst?
In meiner alten Firma hatten wir so einen externen Berater-oder-was-auch-immer. Er war ein übelster Aufschneider und Schwätzer, und wenn er ankam, haben alle die Augen verdreht. Den habe ich insgeheim als Sparringspartner "mißbraucht", und mit ihm so manches Mal "fast bis auf's Messer" diskutiert. Aber er hat das nicht wirklich übel genommen, und kam immer wieder freundlich an.
Wie du bei deiner Frau weiterkommen kannst, da habe ich leider keine neuen Ideen. Du solltest aber auf jeden Fall gedanklich vorbereitet sein, wenn Fragen kommen. Besser wäre es freilich, es ihr gerade heraus zu sagen. Dann hättest du es in der Hand, könntest vorbereitet sein, und das Gespräch von Anfang an besser steuern. Wenn du sie dagegen anfangen lässt, bist du in der Defensive, und da musst du dich erst mal rausarbeiten.
Aber wie gesagt ich will dich zu nichts drängen. Überlege erst genau.
Liebe Grüße
Michi