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Re: Fragen Versandhandel ... brauche Rat ... dringend!

Verfasst: Mi 24. Mai 2017, 20:12
von Michi
Hallo Mina,

die Herausgabe meiner Adresse an einen anderen Kunden - und umgekehrt - ist schon ein starkes Stück. Das geht gar nicht!
Da kommt man schon mal kurz auf die Idee, dem Laden sprichwörtlich ans Bein zu pinkeln. :wink:

Liebe Grüße
Michi

Re: Fragen Versandhandel ... brauche Rat ... dringend!

Verfasst: Do 25. Mai 2017, 07:19
von Britt
Hallo Michi,
MichiWell hat geschrieben: Mi 24. Mai 2017, 20:12 die Herausgabe meiner Adresse an einen anderen Kunden - und umgekehrt - ist schon ein starkes Stück. Das geht gar nicht!
Da kommt man schon mal kurz auf die Idee, dem Laden sprichwörtlich ans Bein zu pinkeln.
Das bringt meist nichts. Ich schlage dann immer den Weg ein, das ich sage, das der Händler seinen Unmut in Zahlen ausdrücken soll. Oder "Die Lieferkosten übernehmen doch dann Sie"

LG Britt

Re: Fragen Versandhandel ... brauche Rat ... dringend!

Verfasst: Do 25. Mai 2017, 08:03
von Michi
Hallo Britt,

natürlich bringt das nichts, aber man denkt sich seinen Teil. - Das beides hatte ich mit meinem letzten Satz zum Ausdruck bringen wollen.

Von daher: Alles gut. )))(:

Zu dem "Unmut in Zahlen" ...

Unmut war da keiner beim Händler, der hat schon genau gewusst, was Sache ist. Aber er hat wohl sofort erkannt, dass für seinen Fehler 4 Mal zusätzliche Versandkosten anfallen und versucht, sich die Hälfte davon zu sparen.

Auf seinen lächerlichen "Vorschlag", mir die vorverauslagten Versandkosten im Nachhinein erstatten zu wollen, habe ich denn auch entsprechend reagiert, in dem ich höflich aber bestimmt um ein en Retourenschein gebeten habe. Klar, mein Hinweis, dass ich ihm gerne eine (noch teurere) unfreie Rücksendung gern ersparen möchte, hat den Knauser in ihm offensichtlich sehr schnell überzeugt, dass es nur noch teurer werden würde. :mrgreen:


Noch mal mein Dankeschön an dich und alle anderen, die sich hier Gedanken gemacht haben. (ki)


Liebe Grüße
Michi

Re: Fragen Versandhandel ... brauche Rat ... dringend!

Verfasst: Do 25. Mai 2017, 13:52
von ExuserIn-2022-05-28
Michel hat geschrieben: Mi 24. Mai 2017, 05:02 Guten Morgen Michi,

Es gibt in Deutschland ein Garantiegewärleistungsgesestz und Umtauschrecht, das beinhaltet, das du bis zu 2 Jahren das Recht auf umtauschen hast.
Wenn du das jetzt so machst, wie der Händler es von dir verlangt, kann er von der Pflicht entbunden werden und du haftest für eventuelle Schäden.
Also nehme den Retourenschein und kreuze falsche Lieferung an und ab zurück damit, damit bist du auf der sicheren Seite und hebe diesen Schein in deinem Fall sehr gut auf.
Mehr brauchst du nicht machen.

Liebe Grüße
Michaela
Hi, das stimmt so nicht ganz: 2 JHre Gewährleistung stimmt . 2 Jahre Imtauschrecht stimmt nicht. Nach Fernabsatzgesetz stehen Dir 14 Tage nach Erhalt der Ware für einen Umtausch oder Rückgabe zur Verfügung, mehr nicht und beim Kauf im Shop vor Ort gibt es gar kein Umtauschrecht, da liegt es an der Kulanz des Händlers. Selbstverständlich darf die Ware keine Gebrauchsspuren zeigen.

Also nicht zu lange warten.

LG Chrissie

Re: Fragen Versandhandel ... brauche Rat ... dringend!

Verfasst: Do 25. Mai 2017, 20:40
von Lina
MichiWell hat geschrieben: Di 23. Mai 2017, 22:44 Hallo,

ich habe heute von einem Versandhändler eine falsche Lieferung bekommen.

Jetzt soll ich diese zu einem anderen Kunden weiterschicken, der wohl meine Ware bekommen hat.
Die Adresse bekam ich auch schon geschickt.

Eigentlich habe ich kein gutes Gefühl dabei ... Haftung, Schuldfrage und so weiter.
Es ist keine sehr große Summe, aber auch kein Kleinkram.

Was, wenn ich meine Ware dann nicht bekomme?
Was, wenn die andere Seite behauptet, die Ware nicht bekommen zu haben?

Dann bin ich die Dumme.

Ist euch sowas auch schon passiert?


Ratlos
Michi
Ich habe viel Dämliches von Versandfirmen erlebt, aber das nicht.

Eigentlich ist die Lage einfach: Versender trägt, wenn nichts Gegenteiliges vereinbart wurde, das Versandrisiko.
Du hast eine Ware bestellt, die nicht angekommen ist. Dass du eine Vermutung hast, wo die ware sich befinden könnte tut nichts zur Sache.

Dass du im Besitz einer Ware bist, die dir fälschlicherweise zugeschickt wurde ist ein ganz anderer Sachverhalt, der mit deinem Vertrag mit dem Händler nichts zu tun hat.

Re: Fragen Versandhandel ... brauche Rat ... dringend!

Verfasst: Fr 26. Mai 2017, 11:18
von Michi
Lina hat geschrieben: Do 25. Mai 2017, 20:40 Ich habe viel Dämliches von Versandfirmen erlebt, aber das nicht.
Das steht außer Frage. Ich war nur so perplex, dass ich das mal hier niederschreiben musste.

Aber inzwischen ist das Problem soweit geklärt, und es wurde auch schon alles gesagt - nur noch nicht mit deinen Worten. :wink:

Re: Fragen Versandhandel ... brauche Rat ... dringend!

Verfasst: Sa 27. Mai 2017, 00:59
von Lina
OK, aber grundsätzlich: Ich finde wirklich, dass es höchste Zeit ist, den Versandfirmen klar zu machen, dass allgemeines Handelsrecht auch für die gilt. Beispielsweise habe ich selber erlebt, dass das Fotolabor Poster XXL ein Fotobuch nicht termingerecht fertig hatte. Ich habe dann, wie es sich gehört, eine "angemessene Nachfrist" gestellt, die auch nicht eingehalten wurde daraufhin storniert. Sie fingen dann an die an Mahnungen zu schicken - die Ware sei nämlich zwar nicht bei mir angeliefert, aber bei jemandem in der Nachbarschaft hinterlegt worden! So was hatte ich mal - der Benachrichtigungsschein habe ich zufällig draußen auf der Straße gefunden.

Nun, in diesem Fall war es mir egal, weil ich schon den Auftrag storniert hatte. Ende der Kommunikation mit der Firma war, dass ich von der Firma einen Abliefernachweis verlangte ohne welchen sie ihren Teil des Vertrags nicht erfüllt haben. Sechs Monate später hatten sie dann plötzlich die angebliche Forderung + Mahnkosten an eine Inkassofirma - Creditreform - die ich früher eigentlich sonst as eine seriös arbeitende Firma kannte. Da ging der ganze Quatsch wieder von vorn an. Die schickten mir angebliche Liefernachweise - Computerausdrucke, die angeblich zeigen sollten bei wem die Ware abgeliefert wurde. Ob es die Leute überhaupt gibt - keine Ahnung. Entsprechende Türschilder hatten die zumindest nicht.

Ende der Fahnenstange war, dass die mir auch eine Kopie der Unterschrift von jemandem, der das Paket entgegengenommen hatte. Darauf antwortete ich, dass unter der Grundlage sollten sie meinetwegen das ganze zum Gericht bringen, da sie ja offensichtlich die Ware an der falschen Adresse geliefert hatten - schließlich liegt das Versandrisiko beim Versender soweit nichts anderes vereinbart ist. Eine Bestätigung, dass die das kapiert haben, habe ich nie bekommen. Auch nie wieder was gehört.

Was ich damit sagen will: So lange sich Verbraucher von solchen Firmen jede Scheiße bieten lassen, werden die auch so weiter machen. Es gibt aber überhaupt keinen Grund sich das bieten zu lassen. Geltendes Recht ist geltendes Recht. Auch für sie.

Und wie unsinnig ist das denn überhaupt, dass man - wenn zwei Waren vertauscht sind - die Kunden dann bitten die Waren aneinander weiter zu senden. Erstens hat man als Versender keine Kontrolle mehr. Die Kunden haben Kosten, die zurückerstattet werden müssen.
Was man Macht, wenn man sauber arbeitet: Man erteilt einen Abholauftrag bei der Versandfirma - UPS z.B. und bittet den Kd. wieder zu verpacken. UPS oder wer immer erscheint mit dem Paketschein, klebt den auf das Paket und nimmt es mit.
Und man schickt ganz normal den Kunden die richtige Ware zu. Dann zahlt man halt bei dem Auftrag 2x Versandkosten und beim anderen auch. Who cares? Wenn der Kunde zufrieden ist. (Bei welcher Firma war es übrigen - ich will die auf meine Blacklist haben)

Meine Aufforderung an alle ist also: Lasst euch so was nicht gefallen. Man verlangt von euch, dass ihr Verträge einhält - dann sollen die auch. Dafür hat man Verträge. Die werden so weiter machen, so lange man sie lässt.

Re: Fragen Versandhandel ... brauche Rat ... dringend!

Verfasst: Sa 27. Mai 2017, 08:58
von Michi
Hallo Lina,

ist ja auch eine irre Geschichte, die du da erlebt hast. Ganz so schlimm waren meine schlechtesten Erfahrungen bisher nicht. Die Händler haben fast immer sehr professionell und kulant reagiert. Probleme hatte ich nur mal mit privaten ebay-Verkäufern, die Sachen vertickt haben, die man nur noch in den Kleidersack stecken konnte. Und ich bin mir durchaus im Klaren, dass gebrauchte Sachen nicht mehr neu sind. Ich habe aber schon so viel Schnäppchen gemacht, dass sich das noch verschmerzen lies.

Grundsätzlich kenne meine Rechte, und nehme sie auch war. Aber weil sich heute viele Menschen sehr leichtfertig und gutgläubig verhalten, so dass ich mir zuweilen vorkomme, als wäre ich von einem anderen Stern, musste ich den Fall einfach mal hier einstellen. :wink:

Entgegen den zuweilen in den Medien verbreiteten Behauptungen hatte ich bisher keine nennenswerten Probleme mit chinesischen Händlern bei ebay. Da bestelle ich viel Kleinkram so bis ca. 20€ für meine ganzen Hobbys, den man hier in DE überhaupt nicht bekommt (oder mit 1000% und mehr Aufschlag), aber auch Modeschmuck und teilweise Klamotten. Wenn es nicht auf die Lieferzeit ankommt, ist das eine feine Sache. Reklamationen wegen nicht angekommener oder mangelhafter Ware regeln die Chinesen meist deutlich schneller als unsere hier. Da gibts das Geld zurück, und gut. Allenfalls fragen die 2-3 Mal nach, um auch ja keinen Fehler bei der Erstattung zu machen. Deshalb sollte man mit denen in einfachem und verständlichen Englisch kommunizieren, und immer freundlich sein hilft natürlich auch. Gute Bewertungen sind denen auf jeden Fall sehr wichtig.

Liebe Grüße
Michi

PS: Ich werde auf jeden Fall berichten, wie es mit der vertauschten Lieferung ausgegangen ist.