Re: Hormontherapie mit der Diagnose F64.1 ?
Verfasst: So 27. Jan 2019, 02:28
Prinzipiell braucht es keine F64.* Diagnose für eine Hormontherapie, sondern lediglich eine Arztperson, die das Rezept ausstellt. Und das darf jede zugelassene. Zwar sollte - Behandlungsempfehlung - eine psychologische Begleitung erfolgen, aber meines Wissens gibt es keine zwingenden Vorschriften dafür. Ich zum Beispiel habe keine. Ob die verschreibende Person bei eventuellen emotionalen Krisen in Haftung genommen werden kann ist wohl fraglich, denn einen direkten Zusammenhang wird man kaum beweisen können. Die körperlichen Risiken von Östradiol sind je nach Darreichung nicht so dramatisch. Blutbild, Hormonlevel und Thrombophiliefaktoren sollte man aber vielleicht im Auge behalten. Das machen die Mediziner_innen übrigens hauptsächlich, um bei irgendwelchen Überraschungen nachweisen zu können, dass sie keine bekannten Gegenanzeigen übesehen haben.
Hormone sind aber keine magischen Verwandlungspillen. Der Körper verändert sich in gewissem Maße, aber nicht grundlegend. Und auch wenn man emotional "gefühliger" wird, ist man nicht plötzlich "Frau" dadurch. Am ehesten könnte man vielleicht sagen, dass das eigentliche Wesen etwas besser hervortritt und die Schale abwirft. Wie viel davon Placebo ist wäre sicherlich Futter für viele Studien und schwer nachweisbar. Aber letztlich bleibt man der gleiche Mensch.
Die zentrale Frage ist: Was genau will man erreichen? Die körperlichen Wirkungen lassen sich einigermassen prognostizieren, aber auch nicht 100%ig. Die seelischen meines Erachtens gar nicht. Und zur Orientierung mal ein paar Wochen Östrogen nehmen wird ziemlich sicher nicht funktoinieren.
Hormone sind aber keine magischen Verwandlungspillen. Der Körper verändert sich in gewissem Maße, aber nicht grundlegend. Und auch wenn man emotional "gefühliger" wird, ist man nicht plötzlich "Frau" dadurch. Am ehesten könnte man vielleicht sagen, dass das eigentliche Wesen etwas besser hervortritt und die Schale abwirft. Wie viel davon Placebo ist wäre sicherlich Futter für viele Studien und schwer nachweisbar. Aber letztlich bleibt man der gleiche Mensch.
Die zentrale Frage ist: Was genau will man erreichen? Die körperlichen Wirkungen lassen sich einigermassen prognostizieren, aber auch nicht 100%ig. Die seelischen meines Erachtens gar nicht. Und zur Orientierung mal ein paar Wochen Östrogen nehmen wird ziemlich sicher nicht funktoinieren.