Ayana hat geschrieben: So 12. Feb 2017, 11:44
Tatjana_59 hat geschrieben: So 12. Feb 2017, 06:44
Glaube keiner Statistik die du nicht selber gefälscht hast
Dann zeig uns doch bessere

Ich bin sicher da geht mehr...
Da hab ich doch was, nämlich zwei Namen.
Erst mal Hans Rosling, der leider vor ein paar Tagen gestorben ist. Ein schwedischer Gesundheits-Statistiker, der einfach supertolle und mitreissende Videos gemacht hat, basierend auf echten Fakten und Zusammenhänge herstellend, die wir normalerweise nicht präsent haben. Guckt mal auf
http://www.gapminder.org/videos/
Zum Beispiel
"200 Jahre, die die Welt veränderten", oder
"Die größte Innovation der Industrialisierung".
Auch zum Thema "nur schlechte Nachrichten":
https://twitter.com/neilhalloran/status ... 68/video/1
... und warum die beiden Afgahnistan-Bilder nicht wirklich aussagefäig sind(*)
Und wie hoch unser aller Unwissen über die Welt tatsächlich ist:
https://www.gapminder.org/ignorance/
(
Spiegel-Artikel zur entsprechenden Umfrage in Deutschland 2014)
Rosling hat gapminder.org gegründet. "For a fact-based view of the world". Mir hat es schon einige Male gegen schlechte Laune geholfen und meinen Glauben an den Fortschritt der Menschheit wieder hergestellt
Der zweite Name hängt eng mit Rosling zusammen. Max Roser. Er hat ein ähnliches Projekt gestartet, mit mehr Ausrichtung auf Ökonomie und globale Datenbasen. Man kann sich aus den Daten eigene Entwicklungen zusammenstellen, zum Beispiel mal, wie viel Prozent der Kinder zur Schule gehen:
https://ourworldindata.org/grapher/prim ... FG+DEU+IRN Das sagt noch nichts über die Inhalte und Qualitäten, aber schon ein bisschen über den Wert von Bildung und die Zeit, die den Kindern für ihre Zukunft gegeben wird.
(*) Zu den Bildern am Anfang. Sie zeigen Szenen in Kabul. Die Hauptstadt ist nicht repräsentativ für das Hinterland. Gerade in sich entwickelnden Ländern gibt es immer einen stark progressiven Trend in den Hauptstädten und ein langsamer folgendes Land, teilweise sogar stärkerem ländlichen Traditionalismus als Gegenbewegung zum "Sittenverfall" der Städter. Man kann im Netz auch finden, wie langsam in unseren ländlichen Bereichen die Themen Gleichstellung, Minderheiten und persönliche Freiheiten den Städten gefolgt sind. 1970 mag Minirock in Berlin, Hamburg vielleicht München okay gewesen sein. In Stade, Landshut und Schwieberdingen haben viele Frauen eher noch Kopftuch zum Maxirock oder langen Kleid getragen.
"Am 14. Oktober 1970 löste [Lenelotte von Bothmer] einen Skandal aus, weil sie als erste Frau in einem Hosenanzug eine Rede im Bundestag hielt. Am 15. April 1970 war sie bereits im Hosenanzug im Plenum erschienen. Zuvor hatte der Vizepräsident des Bundestages Richard Jaeger (CSU) erklärt, er würde es keiner Frau erlauben, das Plenum in Hosen zu betreten, geschweige denn an das Rednerpult zu treten. Von dieser Äußerung provoziert, kaufte sie einen hellen Hosenanzug und betrat den Bundestag. Sie erhielt daraufhin eine Vielzahl von anonymen Schreiben, in denen sie zum Teil heftig beschimpft wurde."
(Wiki)