3 Fortsetzung
Da hier öffentlich lesbar, lies ich intimere Details nun weg.
Ausführlicher steht es hier im Transgender World-Forum, wo ich seit 2010 bin,
und Transsexuelle, vor und nach GAOP, überwiegen:
http://transgender-world.forumprofi.de/ ... bcd697b5d2
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Einen Monat vor der GAOP brach ich die HET ab, denn Bogenhausen erwartet
"drei Wochen vor der GAOP hormonfrei".
Etwas mehr als zwei Wochen vor der GAOP Termin bei der Hausärztin: Zahlreiche Untersuchungen für die, nach dem von Bogenhausen zugesandten Merkblatt notwendigen, OP-Unterlagen (Blutwerte, EKG, usw. )
Mittwoch 26.Oktober: Vortag
Anreise --> Termin 12 Uhr mehrere Gespräche, Verwaltung, notwendige Aufklärungen (Narkose/Op Risiken usw.) Zustimmmungerklärungen unterschreiben. Dann ins Zimmer! — Nüchtern bleiben! In den nächsten Stunden Abführmittel trinken, bis der Stuhl
"kamillenteeartig"...
Donnerstag 27. Oktober: OPtag
Kurz nach 5 Uhr unter Totalrasur (machte zum Glück der Nachtdienst
männlich und sehr fürsorglich) - gründliche Ganzkörperdusche (Nur Seife aus dem Spender erlaubt) - Op-Kleidung anziehen und warten... Op ... Nach dem Aufwachen wundere ich mich, dass am Oberschenkel doch keine Haut, wie für den Notfall vorgesehen, entnommen wurde und frage. -> Antwort: Absolut komplikationslose Op, alle Werte blieben stabil. Man zeigt mir das EKG. - Kochsalzlösung reichte - Keine der vielen schlimmen Komplikationen (Wahrscheinlichkeit 1/1000 bzw. 1/100 000 "¦ ) trat ein.
Nachts unruhiger oft unterbrochener Schlaf -- Kribbeln etc. -- Manche Nerven in dem Bereich amüsierten sich offenkundig mit einem kleinen Feuerwerk
Freitag 28. Oktober 1.Tag nach Op
Bei der Visite (Dr.Liedl) erfahre ich, dass der Verband am Sonntag, den 30.10., entfernt wird. Danach darf ich erstmals wieder essen (Frühstück) — Ab jetzt normale Kost. - An diesem Tag stand ich bereits unter Aufsicht 3x auf (!): Zähneputzen - Toilette - Zähneputzen. Beim Aufsitzen höllische Schmerzen, aber mit etwas Geschick zu vermeiden...
Nachts weniger Schmerzen — aber weitere Theatervorstellungen meiner lieben Nerven in besagtem Bereich. - Der Bewegungsmangel/das ständige Liegen stört gewaltig. Insgesamt wenig Schlaf, nur kurze Perioden, daher Laptop.
WLAN der Klinik naja"¦ Deshalb stürzte die bereits in der Nacht zum 29.10. geschriebene 3. Fortsetzung ab. - Auf diese Weise steht nun mehr drin.
Nach dem Absturz schob ich die Beschreibung der GAOP auf und schrieb am Mittag zunächst Teil 2.
Samstag 29. Oktober 2.Tag nach Op
Steh allein, ohne Aufsicht, auf und es klappt deutlich besser als gestern.- Steh oft auf, muss üben und ich brauch Bewegung
(Wenn ich mich bewege, fühl ich mich wohler!). Es sind große Verrenkungen, aber die beiden letzten Male tat das Aufstehen kaum weh. Trotzdem ist Sorgfalt gefragt, denn ich bin den Katheter nicht richtig gewöhnt. Gut geschlafen praktisch keine Schmerzen.
Heute nacht gut geschlafen, einmal aufgewacht, Katheter entleert (1,1 Liter)
Sonntag 30. Oktober 3.Tag nach Op
Bei der Visite (Dr.Markovsky) wird der Verband entfernt. Gutes Ergebnis. Seh selber eigentlich wenig, aber mein Venushügel schaut normal bzw. wirklich gut aus.
Anmerkung: "Frau" bedeutet auch, dass wesentliche Teile dieses Organs außerhalb des eigenen Blickfelds liegen. Fremde können Dich gut betrachten"¦ Du selber kannst es kaum! -- Nachmittags Besuch von der lieben Doris (
http://www.trans-ident.de/trans-ident-muenchen ) - Nach ihrem Abschied erstmals seit Op Stuhlgang.
Strapazöse Nacht — Verband zwar weg, aufgrund von Stent und Katheter keine "normalen" Empfindungen. Mehrfach Toilette. — Dabei sah ich mehr. -> Noch ziemlich geschwollen, aber ganz hübsch. Für intensivere Betrachtungen fehlte mir in den Momenten aber leider die Muße"¦ Die letzten 2 x am frühen Morgen schaffte ich es gerade noch...
(Aufstehen klappt nun gut, da eingeübte Verrenkungen, trotzdem der Weg(!) und es dauert länger als normal. - Halb schwebend, da mir Sitzen noch zu unangenehm.)
Montag 31. Oktober 4.Tag nach Op
Früh, gleich nach dem Frühstück, Visite (Dr.Markovsky) -> Morgen (Dienstag, also am
5.Tag) wird der Stent entfernt. — Mittwoch, am
6.Tag, dann auch der Blasenkatheter"¦ --> Dann sind alle Hilfsmittel, die ich nach der GAOP erhielt, wieder weg.- Das erleichtert sicher vieles! - Bis alles völlig verheilt ist, dauert es aber sicher noch eine Weile....
Die Nacht war bisher ähnlich wie gestern, dann ab 2 Uhr wach. - Jetzt sitz ich am Laptop und erweiter halt den Beitrag.
Fazit hier vor Ort bis jetzt:
Begegnungen mit Ärzten waren für mich sehr angenehm, da alle wirklich extrem kompetent. Der Umgang mit Schwestern und übriges Personal war zunächst doch eher gemischt. Von sehr liebeswürdig & kompetent (z.B. gerade auch bei Berufsanfängern) bis wortkarg & schwierig war das gesamte Spektrum vertreten. Ähnliches gilt auch bezüglich Hilfsbereitschaft/Bereitschaft zur Kooperation. -> Daher sollte frau im eigenen Interesse immer selber intensiv mitdenken, damit die Heilung wirklich optimal klappt. Andererseits im Laufe der Zeit tauten manche auf. Vielleicht lag es anfangs auch an mir. Frisch nach der Op war ich sicher kritischer. -> Heute sind komischerweise alle lieb und fürsorglich... Vielleicht kennen sie mich und meine Eigenheiten jetzt einfach. Jedenfalls nun klappt unsere Kommunikation perfekt.
Seit 20 Jahren werden hier GAOPs gemacht + Qualitätsmanagement(also kontinuierliche Verbesserungen)
Momentan durchschnittlich 50 GAOPs M->F und 100 F->M pro Jahr! (
Soviel zu der früheren Diskussion hier im Forum, wo einige meinten, dass F->M weniger häufig sei 
)
http://www.chkmb.de/ueber-uns/die-klini ... h-vor.html
http://www.chkmb.de/die-klinik/urologie ... ranssexual
Eigentllich ist eine
GAOP M->F heute
eher Routine. *) ERGO: Wenn Du Dich richtig verhältst, gesund bleibst, vernünftige Ernährung und insbesondere keinen anderweitigen Blödsinn machst (Drogen, Alkoholexzesse usw.) läuft es im allgemeinen gut.
-->
Übrigens: Das gilt sicher auch andernorts, und ist unabhängig von Bogenhausen! In anderen großen Zentren ist alles sicherlich ähnlich/vergleichbar.
*) ACHTUNG: F->M ist technisch bedeutend schwieriger, somit sind erhebliche Komplikationen ziemlich häufig. Das erhöht natürlich auch die Anzahl der Eingriffe. Also sollte aus obigen Zahlen nun nicht geschlossen werden, dass F->M nun unbedingt
insgesamt häufiger ist.
Liebe Grüße
Andrea
P.S. Diesen 3.Teil entwarf ich zunächst mit Word und kopierte ihn rüber. So geht nix verloren... 