Re: Was ist sexistisch? Was nicht?
Verfasst: Di 25. Okt 2016, 15:15
Hallo Marielle,
zunächst bitte ich Dich herzlich um Entschuldigung, dass ich gezwungenermaßen vom Thema abweiche.
Da ich für weitere Diskussionen ohnehin keine Zeit mehr habe, bleibt es hoffentlich einmalig.
Liebe Grüße
Andrea
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Zitat: "Hallo ab08, kann es vielleicht sein, dass Menschen mit deinem Werdegang hier empfindlicher reagieren als reine Biofrauen?"
Hallo Plissi,
bitte nenn mich Andrea. Die Abkürzung ab08 ist nur meiner damals nötigen Anonymität geschuldet.
Mit Deiner Vermutung + entsprechender Unterscheidung,
(Diese Unterscheidung verletzt mich als transsexuelle Frau übrigens... - aber nicht besonders, da typischer/üblicher Angriff und wirklich keine neue Idee)
liegst Du zumindest in meinem Fall (unter anderem 12 Jahre Unterricht in der Psychiatrie!) leider völlig falsch. Du übersiehst z.B., dass ich Kolleginnen/Freundinnen (An der Stammschule sind über 70 Kolleginnen... / über die anderen Schulen und den Berufverband deutlich mehr Kontakte / bin stets die einzige Transsexuelle...) habe, mit denen ich solche Details ausgiebig besprach. Ergo jedwede Probleme wurden fast immer im Team (dabei zwangsläufig ausschließlich mit "reinen" Biofrauen, wie Du es so schön ausdrückst) gelöst... *)
Auch im angesprochenen Beispiel war es so. Ich machte relativ wenig...
Aber es gelang drei Kolleginnen in längerer Teamwork, dem zunächst uneinsichtigen Kollegen klar zu machen, wie unangenehm so ein Klaps für jede von ihnen und auch jede andere Frau wäre. Der Hauptunterschied zwischen mir und vielen anderen weiblichen Wesen ist aber, dass ich oft weiß, wie manche Herren ticken, und dass ich mit meiner Meinung nicht hinter dem Berg halte, also selbstbewußt bin.
(Für meinen Werdegang war "selbstbewußt" im Grunde Voraussetzung und wirklich nix besonderes - leitende Stellung, Jahrzehnte gewählte Vertreterin im Berufsverband usw.)
Gestern trug ich mich in der Polizei-Inspektion Mitte (Nürnberg) in das Kondolenzbuch für den Kollegen ein, der von einem sog. "Reichsbürger" erschossen wurde...
Gelassenheit o.K., aber das heißt nicht, dass alles hingenommen werden sollte. Gerade in der heutigen Zeit - zitier mich mal selbst :
"Gerade heute, wo Hass/Beleidigungen/Grenzüberschreitungen für manche plötzlich wieder salonfähig werden, gibt für mich die Haltung den Ausschlag!"
sollten wir uns um Niveau bemühen und darum, dass die Sitten nicht noch mehr verludern.
Nix für ungut, das meine ich übrigens nicht, weil ich transsexuell bin,
sondern weil mir, als politisch denkender Mensch, unser Gemeinwesen wichtig ist.
Liebe Grüße
Andrea
*) P.S. Wenn ich wirklich sauer war, reagierte ich ganz lieb und lächelte freundlich. Wie aus dem Nichts kam einige Zeit später von irgendwo her ein Blitz und traf den Schuldigen. Natürlich reiner Zufall... Mit mir hatte das nix zu tun... Hab halt Freunde... Achtung: Es gibt weibliche Solidarität.--> Die sollte man nie unterschätzen.
zunächst bitte ich Dich herzlich um Entschuldigung, dass ich gezwungenermaßen vom Thema abweiche.
Da ich für weitere Diskussionen ohnehin keine Zeit mehr habe, bleibt es hoffentlich einmalig.
Liebe Grüße
Andrea
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Zitat: "Hallo ab08, kann es vielleicht sein, dass Menschen mit deinem Werdegang hier empfindlicher reagieren als reine Biofrauen?"
Hallo Plissi,
bitte nenn mich Andrea. Die Abkürzung ab08 ist nur meiner damals nötigen Anonymität geschuldet.
Mit Deiner Vermutung + entsprechender Unterscheidung,
(Diese Unterscheidung verletzt mich als transsexuelle Frau übrigens... - aber nicht besonders, da typischer/üblicher Angriff und wirklich keine neue Idee)
liegst Du zumindest in meinem Fall (unter anderem 12 Jahre Unterricht in der Psychiatrie!) leider völlig falsch. Du übersiehst z.B., dass ich Kolleginnen/Freundinnen (An der Stammschule sind über 70 Kolleginnen... / über die anderen Schulen und den Berufverband deutlich mehr Kontakte / bin stets die einzige Transsexuelle...) habe, mit denen ich solche Details ausgiebig besprach. Ergo jedwede Probleme wurden fast immer im Team (dabei zwangsläufig ausschließlich mit "reinen" Biofrauen, wie Du es so schön ausdrückst) gelöst... *)
Auch im angesprochenen Beispiel war es so. Ich machte relativ wenig...
(Für meinen Werdegang war "selbstbewußt" im Grunde Voraussetzung und wirklich nix besonderes - leitende Stellung, Jahrzehnte gewählte Vertreterin im Berufsverband usw.)
Gestern trug ich mich in der Polizei-Inspektion Mitte (Nürnberg) in das Kondolenzbuch für den Kollegen ein, der von einem sog. "Reichsbürger" erschossen wurde...
Gelassenheit o.K., aber das heißt nicht, dass alles hingenommen werden sollte. Gerade in der heutigen Zeit - zitier mich mal selbst :
"Gerade heute, wo Hass/Beleidigungen/Grenzüberschreitungen für manche plötzlich wieder salonfähig werden, gibt für mich die Haltung den Ausschlag!"
sollten wir uns um Niveau bemühen und darum, dass die Sitten nicht noch mehr verludern.
Nix für ungut, das meine ich übrigens nicht, weil ich transsexuell bin,
sondern weil mir, als politisch denkender Mensch, unser Gemeinwesen wichtig ist.
Liebe Grüße
Andrea
*) P.S. Wenn ich wirklich sauer war, reagierte ich ganz lieb und lächelte freundlich. Wie aus dem Nichts kam einige Zeit später von irgendwo her ein Blitz und traf den Schuldigen. Natürlich reiner Zufall... Mit mir hatte das nix zu tun... Hab halt Freunde... Achtung: Es gibt weibliche Solidarität.--> Die sollte man nie unterschätzen.